Brauchwasserwärmepumpe inkl. Zirkulationsleitung - Paar Fragen

Ja hatte schon des öfteren mal das Bedürfnis da reinschauen zu können. Da kommen alle Leitungen vom Keller hoch. Muss halt nur mal schauen wie man so clever macht.

Hab mal YTs gesehen, daß man Fließen wohl auch mit einem Heißluftfön gelöst bekommen kann, wohl durch Verspannung gegenüber dem Untergrund (vorher natürlich die Fugen mit nem Multicut oder Flex rausmachen).

Ja ich muss mich mal schlau machen. Aber ich gebe dir Recht: Es macht Sinn eine Öffnungsmöglichkeit zu haben um mal reinschauen zu können.

Das Konzept verstehe ich nicht. Du trennst die Zirkulationsleitung an der BWWP auf, so dass es nicht mehr in die BWWP fließt, sondern du es bei Bedarf dort ablassen kannst. Dann zirkuliert doch aber nichts mehr.

Und wie stellst du dir das mit dem Ventil vor? Täglich hinlaufen und Wasser ablassen? Wer bindet sich sowas ans Bein?

Man hat doch dann aber nicht sofort Warmwasser. Wenn ich Warmwasser haben will, drücke ich auf einen Taster, warte 30s, bis das Kaltwasser über das Ventil irgendwo im Abfluss habe, damit ich dann Warmwasser am Hahn habe? Dann kann ich doch gleich den Wasserhahn laufen lassen, bis Warmwasser kommt, ganz ohne Zirkulationsleitung.

Und jedes Mal, wenn ich Warmwasser zapfe, nicht unerhebliche Mengen in den Abfluss, erscheint mir kein günstiges Konzept.

Am Waschbecken sind diese Warmwasserkonzepte grundsätzlich ziemliche Ressourcenverschwendung. Wir haben da einen 5l Untertischboiler. Da kommt sofort Warmwasser und der Verbrauch ist sehr gering. Alternativ gibts auch 3-4 kW DLE direkt am Waschbecken.

Wenn du rechtzeitig vorher drückst - dann hast du (fast) sofort Warmwasser - der Teil von der Anschlussstelle WW Leitung / Zirkulation zur Armatur ist nat. kalt. Es ist vom Ergbenis identisch, wie wenn du die Zirkulationspumpe auf Knopfdruck startest (da die wenn sie dauerhaft läuft ja schlecht ist für Energieverbrauch - bzgl. Legionellen kann das gut sein (hohe Speichertemperatur) oder schlecht (niedrige Speichertemperatur)

Es wurde ja thematisiert - u.a. von @roterfuchs - dass man das Wasser aus der Leitung nicht zurück in den Boiler speisen soll. Das macht man dadurch nicht. Kalt ist es ohnehin - es würde also ohnehin in den Abfluss laufen. Wenn man aber nun befürchtet, es könnte von Legionellen befallen sein - so wäre es eben sehr ungünstig wenn man es im Badezimmer “ablaufen” lässt bis warmes Wasser kommt. Denn dann erzeugt man genau hier Aerosol - das eben überhaupt erst Probleme bereiten könnte (Befall vorausgesetzt). Und den “Tipp” den man oft lesen kann - dann das Fenster zu öffnen - wird wohl speziell wenn es kalt ist draussen niemand ernsthaft in Erwägung ziehen wenn er anschließend duschen möchte…

Ebenso, wie wenn du (egal ob Zirkulation oder nicht) den Hahn an der Zapfstelle öffnest und darauf wartest bis warmes Wasser kommt. Dann ist also der “Regelfall” bereits kein günstiges Konzept :thinking:

Aber eben mit dem Vorteil: Kein “Aerosol” vom Leitungsinhalt.

Hinzu kommt nat. (wenn man sonst nichts ändert) der deutlich längere Leitungsweg = ggfs. mehr Wasser. Denn um zu verhindern, dass dann ev. bei öffnen der Zapfstelle noch “Altwasser” aus der Leitung mitkommt - muss man lange genug Wasser ablassen damit die Leitung leer ist. Dafür spült man dann aber auch den gesamten Strang durch und den Inhalt in den Abfluss.

Dahingehend “ideal” wäre es also, wenn man ausreichend hohe Temperatur im Speicher mit der “Entsorgung” vom Leitungsinhalt von WW / Zirkulation kombiniert. Dann sorgt die hohe Temperatur im Speicher dafür, dass dort keine Legionellen überleben und das spülen der Leitung sorgt dafür, dass kein ggfs. “kontaminiertes” Wasser Aerosole an der Zapfstelle bilden kann. Bleibt noch die Stichleitung zur Armatur, die Armatur, Duschschlauch, Brausekopf etc.

Ja, dahingehend ggfs. die “bessere” Variante.

Generell wird es halt nicht funktionieren, einerseits maximal sparen zu wollen und andererseits möglichst “sicher” bzgl. Legionellen zu sein. Das widerspricht sich.

Ich habe ja einen 178L Speicher. Kann man eigentlich sagen wie viel Liter man da effektiv pro Duschgang an heißem Wasser aus dem Speicher nimmt? Kann ich das irgendwie messen?

Ich sehe auf der Wasseruhr ja nur wie viel Liter kaltes Wasser aus der Hauptleitung verbraucht wurden, aber ja nicht was in den Speicher geflossen und was direkt in der Dusche verbraucht wurde.

Wie bewertet ihr folgende Situation:

Wenn meine BWWP auf 50 Grad eingestellt ist und wir duschen gehen sinkt ja die Temperatur im Speicher. Das wird beim duschen mal auf 40 Grad sein, beim baden mal auf 35 oder 30 Grad. Das Wasser steht dann bei dieser Temperatur bis zum nächsten Tag so da drin. Ich habe die Erwärmung ja nur von 10-18 Uhr erlaubt (wegen BKW). Ansonsten wird in der Zwischenzeit wohl nur für Händewaschen mal ein wenig aus dem Speicher genommen. Würden sich dann so schnell noch das Viehzeug bilden?

PS:
Was mir noch eingefallen ist um noch mehr Wasseraustausch zu haben: Man kann ja die Spülmaschine (sofern vom Gerät zulässig) an die Warmwasserleitung anschließen. Ob das energetisch sinnvoll ist weiß ich nicht.

Ja, ganz einfach. Erstmal misst du, wie viel Minuten du typischerweise duschst. Und dann nimmst ein 10l Wassereimer und misst die Zeit, wie lange es dauert, bis du ihn mit Wasser aus dem Duschkopf gefüllt hast. Der Rest ist simple Mathematik.

Beispiel: 10l Eimer dauert 1min, dann macht deine Dusche 10l/min, bei 7 min Duschzeit wären es 70 Liter.

Dann weiß ich aber ja nicht wie viel Wasser heiß aus dem Boiler kam. Ich dusche ja bei ca. 38 Grad.

Kannst du deine Armatur so stellen, dass ausschließlich Heißwasser vom Boiler kommt? Falls ja, entnimm vom Heißwasser 5 Liter und misch so viel Kaltwasser dazu, dass du auf deine 38 Grad kommst. Über dieses Mischungsverhältnis lässt sich dann alles berechnen.

Alternativ kann dir jede KI die Mengen berechnen, wenn du die Temperaturen von Heißwasser und Kaltwasser kennst.

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Ggf. kanns Du auch einfach den Wasserzähler vorher/nachher ablesen. Mit der Stopuhr in der Hand duscht man vielleicht auch kürzer als normal :wink:

Ich habe die Vaillant Arostor, da gab es entsprechende Zubehörset mit Anschlußstücke zu kaufen.
Diese Anschlußstücke habe ich mit 160er isoliertem Wickelfalzrohr verbunden für die geraden Strecken und die 90° Winkel durch oder nach den Wänden. Wickelfalzrohr ist Lüftungszubehör, das gibt es für relativ kleines Geld bei verschiedenen Lüftungshändlern.
Zwischen den 90° Winkeln habe ich einen flexiblen isolierten 160er Schlauch genommen, um der Kontur meiner Kellerwand zu folgen, das Zurechtschneiden von Wickelfalzrohr, war mir da zu aufwändig.
Das Ganze habe ich mit metallenem Lochband an der Decke befestigt. Ging alles relativ schnell.
Das teuerste war der Original Vaillant Adapterset.
Für die Wanddurchführung habe ich mir 200er Kernbohrungen machen lassen.
Funktioniert alles seit Installation einwandfrei und ist sehr geräuscharm.
Auf jeden Fall isoliertes Wickelfalzrohr und/oder isolierten Schlauch nehmen, da sich sonst außen am Rohr oder Schlauch Kondenswassser bilden kann, was dir dann Pfützen oder Waserschäden bescheren kann.

Ich hätte das ganze auch ohne das Original Adapterset hinbekommen können, aber damals war ich noch nicht so schlau. Für den Anschluß hätte der flexible Schlauch und eine entsprechend große Schelle zum Fixieren gereicht. Mit dem Adapterset ist jedoch das Umstecken bei Wartung oder falls ich mal einen anderen Luftweg nutzen will, einfacher.

Herzliche Grüße
Eclipse

Danke für die Infos. Hast du mal ein Foto davon? Wo hast du die Sachen gekauft? Bekommt man die in hiesigen Baumärkten wie Bauhaus, Hornbach etc.? Den Adapter muss ich mir wohl kaufen, sonst passt das nachher alles nicht richtig. Der wird ja so eingeklickt.

Das Wickelfalzrohr, Winkel, Schlauch und Befestigungen habe ich online bestellt bei Lueftungsland die sitzen in den Niederlanden und hatten das, was ich brauchte ganz gut parat.
Was den Adpater für deine BWWP angeht. musst du wohl einen Händler finden, der das zu einem vernünftigen Preis anbietet.
Fotos kann ich die Woche noch nachreichen, ist mir jetzt zu spät.

Herzliche Grüße
Eclipse

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Mal noch eine Frage:

Wenn ich meine Zirkulationsleitung jetzt komplett zurück baue: Ist es dann trotzdem sinnvoll ein Thermosiphon an der BWWP am Ausgang der Warmwasserleitung zu installieren? Oder kann dann nichts mehr zirkulieren, weil ja keine Leitung mehr da ist durch die es durchläuft?

Ist immer sinnvoll, wenn ohne großen Aufwand möglich

Mikrozirkulation zwischen kalt/warm bildet sich bei Stillstand

Schön sind Daten vorher/nachher, um zu vergleichen, was es gebracht hat.

Ist auch interessant für die Gemeinde hier

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Es fließt sonst beim Warmwasserrohr rückwärts. Das Wasser im Rohr kühlt ab, kaltes Wasser “sinkt” und das warme Wasser von der BWWP “steigt”. Dadurch entsteht eine Zirkulation ohne dass eine Entnahmestelle geöffnet ist oder eine Pumpe läuft.

Desweiteren: Kostet doch nur Rohr…

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Bei mir werkelt seit 3 Jahren auch eine Vaillant Arostor mit den 160er Stutzen.

An den Auslass kommt bei mir nur ein Standard Abluftschlauch 160 mm, den man drüber würgen muss.
Dann kommt eine große Schlauchschelle zur Befestigung dran

.

Zur Not täten es auch kräftige Kabelbinder (2 Stück hintereinander)

Der Schlauch läuft am Boden Richtung nächster Raum.
Ansaugung bleibt einfach offen nach oben
Kondensatprobleme gab es im teilgeheizten Keller noch nie.

Abluftschlauch mit Schelle kostet alles neu je nach Länge in Summe höchstens 40 €

Wenn man noch was vom alten Trockner rumliegen hat und Kabelbinder nimmt : 0 Euro.

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@grainger @roterfuchs Danke für die Info, kann ich nachvollziehen. Ich dachte wenn die Zirkulationsleitung weg ist dann hätte das Wasser keinen weg zu zirkulieren. Aber das es so im Rohr zirkuliert kann ich nachvollziehen.

Danke für die Info. Ja bei mir ist es so, dass da kein Stutzen ist über den man etwas stülpen könnte. Daher muss ich mir wohl erst mal die passenden Adapter kaufen.