Legionellen in EFH/MFH und deren Vermeidung/Bekämpfung

Das steht aber dort nicht (siehe Bild!) :thinking:

Im anderen Thema hattest du geschrieben:

aber selbst wenn:

Wenn also die Hitzewelle der sogenannten "Legionellenschaltung" kommt fressen die Amöben alle Legionellen, welche so eine größere Überlebenschance haben!
Die Legionellen werden also gefressen, jedoch im Innern der Amöbe nicht verdaut und können sich dort vermehren und anreichern. Auch in Amöbenzysten, die als lungengängige Partikel zu betrachten sind und Legionellen ebenfalls Schutz vor allen gängigen Desinfektionsmaßnahmen bieten, sind Legionellen lebendig vorhanden. Eine so befallene Amöbe hat dann ein

Lebenszyklus von 24 bis 48 Stunden, bevor sie zerplatzt und dann eine Vielzahl von Legionellen frei setzt.

Somit ist auch erklärt, warum Legionellen trotz "Hitzewelle" weiter im System vorkommen können!

Quelle: Der unwahrscheinliche Fall ist eingetreten - Legionellen im EFH - HaustechnikDialog

Also was dann :thinking: Spätestens wenn die Amöbe die Legionellen wieder freigibt - dann sind ihre Tage gezählt wenn der Warmwasserspeicher auf entsprechend hoher Temperatur gehalten wird… Also vorausgesetzt, hohe Temperatur “tötet” die dann wie du behauptest nicht - auch wenn quasi überall das Gegenteil geschrieben wird:

Quelle: Legionellen – Wikipedia .

Überhaupt scheint es den Legionellen dann - sollte es so kommen - in Amöben aber auch nicht sooo gut zu gehen:

Wobei ich mich aber generell frage: Wenn doch der Speicher dauerhaft auf hoher Temperatur gehalten wird - würde es dann in der Praxis überhaupt zu so einem “Amöben-Problem” kommen??? Denn wenn Legionellen durch die hohe Temperatur im Speicher direkt “erledigt” werden, dann kommt es doch gar nie so weit…

So ist es, deshalb wäre man eventuell bis dahin gut beraten den Leuten keine “Absolution” zu erteilen im Sinne von “das passt schon” - wenn zeitgleich diejenigen die sich mit dem Thema beruflich - wohl seit Jahrzehnten - beschäftigen beharrlich die Wichtigkeit ausreichend hoher Temperatur anmerken. Aber auch auf allen möglichen Quellen online darauf hingewiesen wird…

Und wohl auch die gesetztliche Lage - dort wo es eine Vorgabe ist - eindeutig ist…

Quelle: Legionellen – Wikipedia .

So ein Unsinn… Jetzt hast du dich schon so viel und offenbar lange mit dem Thema beschäftigt und schreibst sowas :thinking: :see_no_evil_monkey:

Grundsätzlich ging es um dieses Gerät:

file:///C:/Users/schan/Downloads/DB-6152525-Vitocal-060-A.pdf

Und dieses Gerät kann - im reinen WP Betrieb - offenbar 62° erreichen. Lt. Datenblatt.

Natürlich wird das dann nicht besonders Energiesparend sein, auch die Tatsache - dass es vermutlich sehr lange dauern wird bis die 62° erreicht wären ist im Bezug auf Legionellen problematisch. Insbesondere, wenn dann eine aktive Zirkulation noch hinzu kommt. Aber produziert und verkauft wird das, was der Markt erfordert. Wird ja auch niemand dazu gezwungen.

Wenn dann aber der TE im ursprünglichen Thema das schreibt:

…dann betreibt man das Gerät - mit Vorsatz - weit weg von seinen technischen Möglichkeiten um maximal Energie zu sparen.

Das ist auch völlig in Ordnung, passt aber damit:

…offensichtlich nicht zusammen;)

Wäre etwa so, als würde jemand in einem “Autoforum” fragen: Ich möchte mein Auto perfekt auf den kommenden Winter vorbereiten. Gleichzeitig möchte ich maximal Geld sparen. Deshalb werde ich die montierten Sommerreifen auch im Winter fahren…

Da würde wohl kaum jemand - pauschal - zustimmen, dass es eine gute Idee ist :see_no_evil_monkey:

Obwohl das ev. sogar funktioniert, wenn der dann nur auf trockener Strasse fährt und selbst Winterreifen keine Garantie sind, dass nichts passiert…

Viel mehr bekommst du Antworten, ignorierst sie aber. Es geht hier ja nicht um “erfundene Sachverhalte” die hier als Argumente vorgebracht werden. Es geht um Erfahrungswerte, gesetzliche Regelungen usw. Wenn man überall nachlesen kann, dass zumindest die Gefahr bei Unterschreitung bestimmter Temperaturen zunimmt - dann sollte man das eben einfach so akzeptieren und gut :wink:

100% Sicherheit gibt es ohnehin nie - dennoch sind (um beim Vergleich Auto zu bleiben) heute unzählige Sicherheitssysteme usw. eingebaut - die viele in Ihrem ganzen Leben niemals benötigen werden. Und dennoch: Sie müssen diese Systeme bezahlen, sie haben dadurch höheren Verbrauch usw. Also nur weil etwas “grundsätzlich” auch (meistens…) anders geht - ist das kein Grund…

Wenn man mit der Temperatur ohehin schon so tief unten ist, dann bietet es sich vermutlich sogar an “auzuloten” ob es nicht noch tiefer geht - bzgl. Legionellen ist es dann vermutlich schon völlig egal.

Und was deinen “Vorschlag” mit der “Kaltwasserspülung / Zirkulation” betrifft so kann ich das ehrlich gesagt auch nicht nachvollziehen - muss aber nichts bedeuten, da ich mich damit bisher so gut wie garnicht beschäftigt habe. Der Sanitärmeister mit dem du da im Forum gestritten hast wird sich da aber wohl auskennen, wenn er das seit vermutlich Jahrzehnten macht. Und der hat dir das ja über mehrere Seiten hinweg versucht zu erklären. Wenn das schon nicht funktioniert hat, wäre jeglicher Erklärungsversuch meinerseits sicher völlig sinnfrei.

JA - so schwer ist es also doch nicht :wink:

Aber vermutlich nicht nur, wenn man schon Legionellen im System hat - sondern auch als Vorbeugung um keine zu bekommen?!?

Ich meine, wenn die über die Leitung in den Boiler kommen und dann direkt verenden - weil zu warm - dann hat man doch genau das erreicht, was man haben möchte??? Und wenn man dann noch eine Zirkulationsleitung hat und diese entweder auf Temperatur gehalten wird (Dauerbetrieb) oder eben zb. mittels Ablassventil mit heißem Wasser durchspült wird bevor man Wasser entnimmt - dann ist man doch auch hier SEHR SICHER unterwegs im Rahmen der Möglichkeiten… (Siehe Winterreifen am PKW)

Es wird vermutlich auch anders nichts passieren - selbst wenn man ein stark befallenes System hat, würde man ja nicht “garantiert” erkranken - aber es geht eben um Wahrscheinlichkeiten…

Wenn man aus Spargründen hier bewusst ein höheres Risiko akzeptiert, ist es ja in Ordnung! Dann eben idealerweise mit allen absprechen die betroffen sind und gut;)

Maximal sparen und maximale Sicherheit passt eben kaum jemals irgendwo zusammen - hier eben auch nicht.

Ja. DU sagst das. Du sagst es ist egal. Aber die Quellen sagen eben was anderes, auch die Regelungen - dort wo welche eingehalten werden müssen. Auch der Sanitärmeister aus dem anderem Forum. Ich bin in dem Thema quasi “strohdumm” und habe keine Erfahrung damit - richte mich deshalb eben nach den Quellen. Wenn die aber quasi übereinstimmend sagen, es ist nicht egal - dann glaube ich das.

Da ist doch der nächste Unsinn. Das Leben ist doch voll mit Situationen, wo man Sachen kaufen kann - es aber jedem selber überlassen bleibt ob er sie bestimmungsgemäß einsetzt…

Was aber im Grunde keine Rolle spielt, denn die ignorierst du ja offenbar - wenn sie nicht zu deiner Argumentation passen :thinking:

Genau: Zielkonflikt. Man möchte maximal sparen - das passt mit “möglichst sicher” nicht zusammen. Man könnte das, bzw. DU könntest das aber auch einfach ganz sachlich und “unaufgeregt” so akzeptieren - du schreibst es ja zeitweise selber: Eine dauerhaft hohe Temperatur im Speicher und (wenn möglich) im Verteilersystem kann eben ein Schutz sein. Keine 100% Sicherheit - aber eben ein Schutz.

Das ist eben der Punkt: Das Gerät - worum es geht (ging?) kann das ja. Was es dann in der Praxis bedeutet (abgesehen vom Verbrauch) wenn es dazu so lange braucht - keine Ahnung…

:heart_eyes:

Genau: Keine Panik - einfach sachlich bleiben und die Möglichkeit transparent abbilden.

Aber keine Darstellung, als würde es alles auf das selbe rauskommen und keinerlei Unterschied machen…

Die hohe Temperatur kann eben ein Schutz sein.

Interessant wären dann auch Beispiele, wo es Leute mit hohen Temperaturen im System “erwischt” hat - die gibt es sicherlich auch. Ich habe bisher nur von Legionellen Befall im EFH bei tiefen WW Temperaturen gelesen.

Das ist eben meine Intention: Da habe ich ein Beispiel verlinkt, wo es jemanden EXAKT SO gegangen ist. Der hat sich im Forum informiert, hatte dann dennoch (mit sehr niedriger Boiler Temperatur) einen Legionellenbefall.

Muss doch nicht sein? Was wäre, wenn (mit VIEL Pech) wirklich ein Familienangehöriger stirbt oder auch “nur” schwer erkrankt - weil man hier etwas Strom sparen wollte :thinking:

Da finde ich es echt nicht verkehrt, die Situation einfach so wie sie ist darzustellen…