Möchte einen Punkt schärfen, weil die wirtschaftliche Betrachtung im letzten Beitrag mit den subjektiven Argumenten vermischt wird. Die Praxisdaten und die Beobachtungen zum Abtauen finde ich wertvoll - mir geht es nur um die ökonomische Einordnung.
Drei Stellen:
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„geringer Aufpreis zur besseren ATXM": Der Aufpreis sind rund 300 € auf eine ATXD35 zu 920€ €, also ~33 %. Das ist nicht gering. Gering wirkt es erst, wenn man es gegen den Gesamtinvest von 5.500 € für vier Anlagen rechnet - das ist aber der falsche Bezug. Für die Entscheidung einer einzelnen Anlage zählt der Einzelpreis, nicht die Summe aller vier.
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Genau dieser falsche Bezug taucht im Opportunitätskosten-Absatz nochmal auf: 300 € Aufpreis für eine Anlage gegen 5.500 € Gesamtinvest zu stellen, macht die 300 € rhetorisch klein, ändert aber nichts an der eigentlichen Frage - lohnt der Aufpreis pro Anlage.
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„Mangels Wärmemengenzähler nicht in Zahlen messbar": nicht messbar heißt nicht nicht quantifizierbar. Eine begründete Abschätzung reicht. Mit der genannten Zahl - ATXD taut ca. 15× häufiger ab - lässt sich der vermeidbare Abtauverlust grob eingrenzen: Bei den kurzen, energiearmen Daikin-Abtauzyklen liegt der Aufschlag im niedrigen einstelligen Prozentbereich des SCOP. Auf den grob geschätzten Jahresverbrauch der ATXD sind das grob ein paar kWh, also Größenordnung wenige Euro pro Jahr - energetisch vernachlässigbar. Nebenbei: der Wärmemengenzähler ist hier selbst fehlerbehaftet (Onecta-Doppelzählung bei Multi-Split, Effizienzanzeige laut Thread nur grobe Orientierung) - als Goldstandard taugt er nicht. Sein echter Nutzen liegt im relativen Nachführen zum Einregeln des Betriebsoptimums, nicht in der Absolutmessung.
Fazit, sauber getrennt: Auf reiner Energie-Ökonomie ist die ATXD der rationale Kauf - der Aufpreis rechnet sich nicht über den Stromverbrauch. Die ATXM gewinnt bei Geräusch (größeres Außengerät, langsamerer Lüfter), beim Kaltluft-Unbehagen durch selteneres Abtauen, bei der Messbarkeit fürs Optimieren und bei Zusatzfeatures. Das sind alles valide Kaufgründe - nur eben subjektive. Wenn man sie als solche benennt, kann jeder die objektiven Größen (Preis, Schallleistung, Abtaufrequenz) und die subjektive Gewichtung sauber trennen und selbst entscheiden. Die Schlussfolgerung „ATXM lohnt sich" kann also völlig richtig sein - dann aber aus den Komfortgründen, nicht aus der Ökonomie.
