Das Leben ist zu kurz, um… ![]()
Danke für den Vergleich!
Das ist für mich eine schöne Bestätigung dafür, dass die ATXD wirklich nicht gut zum Heizen geeignet ist und genauso ist es schön zu hören, dass es da noch eine bezahlbare Alternative gibt.
Für jeden, der die Entscheidung vor sich hat, kann ich für mich zumindest sagen: unnötige Abtauvorgänge nerven wirklich sehr und 300€ mehr wären mir egal gewesen, hätte ich die Wahl gehabt.
Grüßle Jo
Fände es supi wenn wir das mal in Größenordnungen quantifiziert bekämen.
Die ATXD ist ungefähr 300€ billiger, das der einfache Teil.
Ohne jetzt nochmal nachgesehen zu haben fängt meine ATXD ca unter 5°C mit der Abtauerrei an was dann bei sinkender Temperatur im 0°C Bereich im ca stündlichen Abtauen endet.
Stellt man die steile These auf, dass die Hâlfte davon gar nicht nötig ist und gar die ATXM das besser macht, wäre die Frage was kostet mich die Abtauerrei?
Gefühlt sehe ich dort keine nennenswerten Leistungen im Bezug es bleibt eher der Ausfall des Geräts während der ca 10 Minuten. Also besteht der Verlust doch eher in der nicht Verfügbar und Ungleichmäßigkeit die das Gerät dann irgendwie nach Regeln muss um wieder auf Soll zu kommen. Letztlich aber alles einige wenige Verluste, oder?
Ich kann das mit meiner MHI grob vergleichen. meine ATXDs hängen in kleinen Zimmern, laufen mit niedriger Leistung, dürften also normalerweise nur recht selten abtauen (Wärmetauscher außen kann wärmer bleiben, weniger Luft geht durch, weniger Tauwasser entsteht was festfrieren kann).
Meine MHI hingegen hängt in einem großen Raum, und läuft auf deutlich höherer Leistung. So im Bereich des vierfachen.
Bei extremen Wetterbedingungen (hoher Luftfeuchtigkeit, starkes Wiederhaufheizen morgens nach der Nachtabsenkung) muss die MHI vielleicht auch einmal pro Stunde abtauen. Aber normalerweise ist das eher so alle 4 Stunden der Fall. Und bei sehr niedrigen Temperaturen teils auch garnicht.
Bei mir ist das also eher Faktor 4, und das bevor ich die unterschiedliche Leistung der Geräte in Betracht ziehe. Ich würde behaupten daß die ATXD eher nur jedes 10. Abtauen (über den ganzen Winter gesehen) wirklich durchführen müsste, bei mir. Es gibt lange Zeiträume wo die ATXD bei unter 5 Grad schon abtaut, und die MHI garnicht. Oder es bei -5 nichts abzutauen gibt bei der MHI, und die ATXD trotzdem abtaut. usw.
Dürfte aber sehr stark vom lokalen Klima abhängen. Zumal das Abtau-Problem wohl auch nur auftritt wenn die ATXD mit niedriger Leistung läuft, ich glaube so ab 400W elektrischer Leistung passiert das nichtmehr. Kann also sein daß sich das bei niedrigeren Temperaturen von allein erledigt, wenn mehr Leistung nötig ist. Bei mir ist das halt nicht so.
Dazu meine ich diesen Winter hier öfters Hinweise gelesen zu haben, dass die Beobachtung bei höherer Leistung weniger Abzauvorgänge zu sehen stimmt.
Dennoch oder gerade darum (wenn nur wenig Leistung gebraucht wird) was ist wirklich der quantifizierte “Schaden/Verlust” durch einen unnötigen Abtauvorgang? Wenn er bei dir mit Faktor x und bei mir mit Faktor y Auftritt kann man das für sich bewerten. Darauf wollte ich hinaus.
Ja, du hast recht.
Was Energie angeht: Zum einen ist das Abtauen sehr schnell zuende. Das Gerät merkt schnell dass es nichts zum Abtauen gibt, und hört auf. Bei meiner MHI dauert das alles deutlich länger und braucht viel mehr Strom. Das kann man also nicht vergleichen. Kann man aber ja genau sehen in den Statistiken, wieviel Wh er beim Abtauen insgesamt verbraucht.
Das wieder Aufheizen nacht der Pause kann man wahrscheinlich vernachlässigen. Die Wärme hätte ja so oder so erzeugt werden müssen. Ist zwar nun weniger effizient, weil mehr Wärme in kürzerer Zeit erzeugt werden muß, aber da das Gerät ja nur mit geringer Leistung läuft, dürfte das fast nichts ausmachen.
Mich ärgert eher daß es zu Temperaturschwankungen kommt. Und daß es unnötige Kompressorstarts gibt die auf die Langlebigkeit einen Einfluss haben. Und insgesamt wird halt alles stärker belastet, das Innengerät wird beim Abtauen quasi schockgefroren und dann wieder aufgeheizt, man hört es teils knacken wenn sich das Gehäuse zusammenzieht und wieder ausdehnt.
Ich habe die Frage von oben mal versucht mit Hilfe in Zahlen zu fassen. Der Mehrverbrauch pro unnötigem Abtauvorgang setzt sich aus drei Anteilen zusammen:
E_zus = E_el,Abtauen + (Q_Ausfall + Q_Entzug) / COP
- Kompressor läuft beim Abtauen auf hoher Frequenz, bei einer 3,5-kW-Einheit grob 0,7–0,9 kW. Bei 3–8 min also 0,04–0,11 kWh, komplett verloren, weil die Wärme im Außenwärmetauscher landet.
- Der Umkehrbetrieb zieht Wärme aus der Masse des Innengeräts und der Restluft, Innenlüfter steht: ca. 0,05–0,10 kWh.
- Der Wärmeausfall während des Stillstands muss nachgeholt werden. Bei 1,2 kW thermisch in Teillast sind das 0,06–0,16 kWh.
Das Aufheizen der Tauschermasse selbst (ca. 5 kg, ΔT 17 K) liegt bei rund 0,01 kWh und ist vernachlässigbar. Die Latentwärme des Eises (334 kJ/kg) fällt beim unnötigen Zyklus definitionsgemäß weg, deshalb ist er sogar billiger als ein echter Abtauvorgang, nur eben ohne jeden Gegenwert.
Unterm Strich also grob 0,07–0,18 kWh elektrisch pro unnötigem Zyklus, Mittelwert ca. 0,12 kWh.
Hochgerechnet auf die Saison: Stunden unter 5 °C liegen in Bayern bei etwa 1.800–2.200 h. Mit dem beschriebenen Verhalten (Beginn unter 5 °C, um 0 °C herum stündlich) landet man bei etwa 1.200–1.500 Zyklen. Nimmt man krummbrumms Schätzung, dass nur jeder zehnte wirklich nötig wäre, sind rund 1.100 davon unnötig. Bei der konservativen Hälfte-Annahme etwa 700.
- 700 × 0,12 kWh ≈ 85 kWh/a ≈ 25 € bei 30 ct/kWh
- 1.100 × 0,12 kWh ≈ 130 kWh/a ≈ 40 €/a
Interessant ist weniger der Absolutbetrag als der Anteil. Eine ATXD35 dürfte bei 600–800 kWh/a liegen, damit reden wir über 10–18 % Mehrverbrauch dieser Anlage bzw. eine JAZ von etwa 4,3 statt 5,0. Das passt auffällig gut zu der hier berichteten Differenz zwischen ATXM35 und ATXD.
Rein energetisch amortisieren sich die 300 € Aufpreis damit erst nach 7–12 Jahren. Das Argument für die ATXM trägt also nicht über die Stromrechnung, sondern über die 700–1.100 zusätzlichen Kompressorstarts pro Saison, die Temperaturschwankungen und den Komfort. Was mir persönlich als Begründung durchaus reicht, nur eben aus anderen Gründen als gedacht.
Edit: um es total subjektiv zu betrachten läuft meine Anlage in NRW am Niederrhein und das auch nur Tagsüber zum Heizen, dass ergibt einen energetischen Mehrverbrauch von optimistisch 5€ (150 unnötig Abzauvorgänge) bis pessimistisch 7€ (200 unnötige Abtauuungen) im Jahr. Dass sich da die 300€ nicht rechnen dürfte klar sein.
Ich denke, du fixierst dich hier zu sehr auf den Faktor Effizienz.
Ich persönlich habe letztlich aus mehreren Gründen von der ATX-D Abstand genommen und stattdessen 4x ATX-M gekauft:
- “offensichtlich” laufend unnötige Abtauvorgänge lt. Erfahrungen von usern hier
- kleineres und damit etwas weniger effizientes Aussengerät
- etwas “schlechteres” Innengerät
- andere, (für mich) weniger schöne Fernbedienung
Das war mir dann den Aufpreis auf jeden Fall wert.
Wenn du also bzgl. der Effizienzunterschiede nachdenkst, dann solltest ggfs. die Unterschiede bzgl. Aussengerät und ev. sogar Innengerät auch beachten.
Ob man die zusätzlichen Funktionen des Innengerätes nun benötigt oder nicht muss man selber wissen, mir hat alleine optisch das IG der Perfera und deren FB besser gefallen.
Der - mit Abstand - größte Faktor war für mich aber eben das Abtauen: Mir geht es da gar nicht um die Effizienz, sondern die Tatsache, dass es extrem nervt wenn das Ding ständig unnötig abtaut…
Das mag sein und stimme ich dir in dieser Kommunikation völlig zu. Ich beschränke mich auch auf den Vergleich objektiv bewertbarer Faktoren. Wenn subjektiv jemand Spaß an etwas hat, ist das schön, ist aber eine völlig andere Grundlage und eigentlich nichts worüber man diskutieren sollte weil es Meinungen sind.
Das denke ich nicht, denn du hast ganz offensichtlich die unterschiedlichen Aussengeräte in deinem Vergleich nicht berücksichtigt ![]()
Die Geräte sind jedenfalls ganz objektiv gesehen nicht identisch;)
Auch das Innengerät ist nicht identisch, die Perfera hat Funktionen - die der ATX-D fehlen.
Das ist alles nicht subjektiv…
Und wenn die ATX-D offensichtlich (deutlich?) öfter abtaut - als nötig - dann ist das ebenfalls nicht subjektiv… Erst ob man sich persönlich daran stört, ist dann subjektiv…
Wie man sieht ist das Innengerät der Perfera etwas breiter und etwas leiser. Außerdem wiegt es ca. 2,5kg mehr - was denke ich jedenfalls auf einen deutlich größeren Wärmetauscher hindeuten wird???
Außerdem hat es 2 Ausströmklappen statt einer, was ich gut finde. Die 2,5kg sind immerhin fast 25% mehr Gewicht wie das Innengerät der ATX-D…
Auch die Aussengeräte sind total unterschiedlich:
Auch hier:
Das Aussengerät der Perfera (ATX-M) ist DEUTLICH größer, immerhin 4 kg schwerer, leiser und hat mehr Kältemittel Füllmenge. Meiner Ansicht nach alles Hinweise darauf, dass es zweifellos deutlich größere Wärmetauscherflächen hat.
Dann aber bitte richtig
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Letztlich sind die ATX-D und ATX-M (Perfera) zwei völlig verschiedene Anlagen, die im Grunde überhaupt keine Gemeinsamkeiten haben.
Es sind beides Geräte von Daikin, das war es dann aber auch mit den Gemeinsamkeiten.
Sie sind in der gleichen Preisklasse, und bieten sich daher zum Vergleich an. Es ist sinnvoll, bei nur 300 Euro Unterschied zu schaun, ob sich die bessere Effizienz des teureren Gerätes irgendwann amortisiert.
Das Abtauverhalten ist hier besonders interessant, da es nur bei niedriger Leistung auftritt. Und bei niedriger Leistung machen sich die größeren Wärmetauscher womöglich kaum bemerkbar was Effizienz angeht. Wenn bei mir die ATXD bei NAT kaum auf über 200W Stromverbrauch kommt, dann ist sie vermutlich schon extrem effizienz.
Komfortmerkmale - sowohl was Hardwareausstattung angeht, als auch weniger nerviges Abtauverhalten - ist subjektiv, nicht jeder braucht die bessere Ausstattung z.B.
Naja, dennoch sind es grundverschiedene Geräte.
Vom Lieferumfang in Form von Innengerät, Aussengerät und Fernbedienung ist eben jedes einzelne Teil völlig unterschiedlich.
Wenn man einen Vergleich anstrebt - “isoliert betrachtet” bezogen auf die Effizienz und ob man damit am Ende Geld sparen kann - so sollte man sich ggfs. dann auch die “günstigen” Geräte ansehen. Die sind für den Preis von tw. um die € 300.- Preis / Leistung gar nicht schlecht, man wird dann i.d.R. wenn man sich rein auf die Kosten konzentriert mit so einer Anlage “besser fahren”. Denn für den beinahe 3 fachen Preis einer ATX-D im Vergleich kann man auch sehr viel Strom kaufen…
Wieso ![]()
Eine andere Hardware kann zwangsläufig nicht “subjektiv” sein - sondern nur was der user dann “daraus macht” bzw. ob er es haben will usw.
Ich denke die ATX-M ist Preis / Leistung in der Geräteklasse (und ich sage absichtlich nicht “Preisklasse”) zweifellos der “sweet-spot”.
Vorher war es vermutlich die ATX-D.
Wirklich interessant wäre für mich, wieviel die ATX-D und ATX-M bzgl. Effizienz - aber auch Lautstärke wirklich trennt. Ich gehe nämlich davon aus (und das ist reine Spekulation), dass es hier sehr deutliche Unterschiede gibt.
Hat zufällig jemand sowohl die aktuelle ATX-M als auch die ATX-D im Einsatz und kann die vergleichen?
Kommt auch noch drauf an, wie viel man damit überhaupt heizt. Beispiel bei uns im Schlafzimmer. Die Anlage läuft nur, wenn es richtig kalt ist und etwas im Sommer. Da gehen in der Heizsaison nur 100kWh durch. Und im Sommer spielen Abtauzyklen ja keine Rolle.
Insofern ist eine ATXD immer noch sehr interessant, wenn man nicht so viel heizt oder auch nur in der Übergangszeit heizt.
Was bei der ATXD schon sehr gut ist: Die ist sehr leise, deutlich besser, als die ganz günstigen ATXF, ATXC oder Sensira Geräte.
Für Effizienz-Fetischisten ist die Anlage aber psychischer Terror. Ganz ähnlich, wie ein ständig tropfender Wasserhahn, den man akzeptieren soll. ![]()
Ja - aber gerade dann könnte eine “billige” eben noch viel interessanter sein… So schlecht sind die ja auch nicht.
Für mich ist die ATX-D dann im Vergleich zur ATX-M irgendwie “nix Halbes, nix Ganzes”
Preislich ist die näher an der ATX-M - hat aber dich deutliche Einschränkungen was sie für mich dann fast näher an eine günstige Anlage bringt.
Aber würde es die italo Perfera nicht zu dem Preis geben, würde das wieder komplett anders aussehen…
Da ist das AG deutlich lauter, was bei vielen ein wichtiges Kriterium ist. Wenn das keine Rolle spielt, kann man in der Tat die noch günstigeren in Erwägung ziehen.
Klar - aber bei der ATX-D wohl meinem Vernehmen nach ebenso, im Vergleich zu der ATX-M.
Und wenn nun zb. eine “günstige” 3,5kW Anlage “ab” ca. € 300.- zu haben ist (zumindest außerhalb Hitzewelle) und die ATX-D ca. ab. € 800.- - dann ist eben der Preisunterschied zwischen diesen Geräten sehr viel größer wie zwischen ATX-D und ATX-M.
you get what you pay for… ![]()
Ein Freund hat die ATXD, da liegen Welten zwischen. Das liegt einfah daran, dass di ATXD in vielen Betriebszuständen den Lüfter sehr langsam drehen lässt. Die ATXF hingegen macht das recht simpel: Leistung > etwa 200-250 W und der Lüfter dreht voll hoch.
Preislich lagen die bisher so: ATXF 399 Euro, ATXD 699 Euro (2,5kW Geräte). Das ist der typische Preis, wo es auch wenig Schwankungen gibt. Kommen noch glaube ich 80-100 Euro Versand drauf.
Was man auch noch bedenken muss: Bei der ATXF brauchts noch ein WLAN-Modul für um die 60 Euro. Erst die ATXF25F hat das integriert, aber diese hab ich seit bestimmt 9 Monaten nicht mehr gesehen. Man könnte es auch über Faikout machen, wenn man das eh vor hat, wäre das bei beiden Anlagen so.
Glaube ich gerne - wobei es bei den “billigen” wohl am Ende auch sehr individuell sein wird. Ich kann mir gut vorstellen, dass es da auch leisere und lautere gibt. Also welche mit “besserer Steuerung” und welche mit schlechterer…
Preis / Leistung kann gegen so ein € 300.- Ding ja kaum was teures “anstinken” ![]()
Ich habe dann am Ende trotzdem allesamt “teure” gekauft, weil meiner Ansicht nach alleine die doch aufwendige Installation gegen “Billigzeug” spricht (in der Hoffnung, die teuren sind zuverlässiger…)
Aber man weiß es natürlich nicht, möglicherweise sind die nicht weniger langlebig und zuverlässig…
Für mich ist aber alleine schon der extrem leise und laufruhige Betrieb der Geräte den Aufpreis jedenfalls wert.



