Split Klima - Dichtheitsprüfung mit Lecksuchspray

Das funktioniert - warum sollte es nicht :wink:

Klebstoff würde ich keinen verwenden.

Einfach mal die SAE Fitting ausprobieren das geht schnell und kostet fast nichts mehr wie das es nicht funktioniert kann nicht passieren.

Ich bin jetzt auf 49Nm hoch mit dem Rothenberger mit dem Restdruck, der noch im System ist.
Undichtigkeit ist gefühlt etwas gesunken aber nach 40 min sieht man trotzdem wieder Bubbles.

SAE Fitting kommt vermutlich Ende der Woche.
Ich werde berichten.

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Welche Größe hast du mit 49 Nm angezogen?

Im Kältebereich sind nur metallische Verbindungen dicht. Da darf kein anaerober Klebstoff dazwischen sein, das wird nicht dicht genug.

Weitere Probleme: Produktrückstände gelangen in den Kältekreislauf und können dort für Ärger sorgen.

Dann kann ich auch noch meinen Senf dazu geben. Im Rohrleitungs und Armaturenbau werden metallische Dichtflächen mit einer recht großen Rauhtiefe versehen. Das kann man sich als radialenRiefen vorstellen.

Polieren ist hier also kontraproduktiv. Im übrigen kommen mir die Drehmomente viel zu hoch vor.Ich persönlich hätte erstmal mit 33-34 Nm angefangen. Wenn aber die zulässigen Werte überschritten werden können sicherlich Haarrisse oder ähnliches entstehen.

Ich habe den Eindruck hier geht es nach „viel hilft viel“. Deswegen hatte ich auch zu den 49 Nm nachgefragt, das ist fast schon eine 1/2 Verbindung.

Ich kann mir auch nicht vorstellen das die kleinen Macken die anfangs gezeigt wurden für die Undichtigkeiten verantwortlich sind. Wenn das System so sensibel wäre würde es kaum funktionieren.

Vielleicht meint der TE es zu gut. Einfach bördeln, mit 33 Nm festziehen, mit dem Schnüffler testen und falls es nicht dicht ist in 2 Nm weiter festziehen.

Aber mit Zahnarztspiegel Mikrobläschen beobachten usw. Würde mir persönlich jetzt alles zu weit gehen. Soll ja keine Lebensaufgabe werden. Nur meine Meinung.

Das ist doch sehr sinnig: Findest du Blasen, ist es definitiv undicht. Im DIY-Bereich sehr praktisch, schon so früh zu bemerken, dass das System undicht ist. Im Profibereich sicherlich nicht praktikabel, weil es viel zu lange dauert.

Fakt ist, dass mehrfach versucht wurde, den Bördel dicht zu bekommen und es hier nicht funktioniert hat. Und er hat ja mit passendem Drehmoment angefangen.

Das ist interessant zu hören.

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Ich wollte damit nur sagen das man sich da vielleicht nicht so reinsteigern sollte. Nur ein gut gemeinter Rat. Nichts gegen die Spüli-Methode. :grinning_face:. Schnüffeln kann aber auch nicht schaden, immerhin verlieren fast alle Anlage im Laufe der Zeit Kältemittel. Mehr oder weniger. Oder was meinst du?

Es muss ja einen Grund geben warum es nicht dicht war. Aber ein Drehmoment um 10 Nm zu überhöhen plus 5-15 Grad weiterdrehen, aus meiner Sicht müsste da jeder Bördel versagen und insofern ist es fraglich, ob das überhaupt eine Lösung ist.

Ist es sichergestellt das die Undichtigkeit am Bördel ist? Oder kommt es vielleicht aus einer anderen Stelle im Geräteanschluss?
Es könnte ja theoretisch auch beim festziehen der Eohrleitung oder Verschlusskappe oder beim Bentilaufftejennetwas schiefgehen.

Ich habe jetzt selbst erste Erfahrungen mit bördeln gemacht. Viel falsch machen kann man da eigentlich nicht. Fehler wären unsauber entgraten (das ist fatal) und zu geringer Überstand.

Also eine Anlage, die beim Drucktest schon undicht ist, da würde ich nicht erst Kältemittel reinlassen, um es abschnüffeln zu können. Wenn man mit Lecksuchmittel klar eine Undichtigkeit nachweisen kann, dann ist die zu undicht. Kann man nicht so lassen.

Der große 3/8 Bördel kann einiges ab, das hab ich mal getestet. Es ist ja auch so, dass viele Profis ohne Drehmomentschlüssel arbeiten und die nicht ständig Bördel überdrehen.

Ein Grund, warum er evtl. etwas mehr Drehmoment draufgeben muss, ist der beschliffene Bördel, der jetzt nicht mehr 100% symmetrisch ist. Es kann aber noch viele andere Ursachen haben, die wir noch gar nicht auf dem Schirm haben.

Schwer vorstellbar, wenn eine kleine Perlenkette Blasen direkt am Bördel entsteht. Also wirklich Mikroblasen, die man nur mit der Lupe so richtig sieht. Die sind dann schon recht lokal verortet, so dass andere Ursachen ausgeschlossen werden können. Aber klar, nochmal genau prüfen macht immer Sinn. In der Praxis erlebt man ja immer wieder Dinge, die man sich erstmal nicht vorstellen kann.

Ja, so grob betrachtet gibts nicht viel falsch zu machen. Aber im Detail gibts doch wieder viele Dinge, die schief gehen können. Sauberkeit ist z.B. extrem wichtig. Einmal mit Lappen drüber und eine Faser bleibt hängt, schon ist das Teil undicht, wenn die Faser quer über die Dichtfläche geht. Querkratzer auf dem Bördel sind auch kritisch. Oder Bördeleisen, die keine sauberen Bördel machen. Auch gibts Rohre aus verunreinigtem Kupfer, die Probleme machen können. Oder schief aufgesetzte Bördel sind auch problematisch. Der Teufel liegt im Detail.

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Da hast du natürlich Recht, das muss erst dicht sein bevor die Ventile geöffnet werden. Ich denke das Fachbetriebe nur den Drucktest machen und dann evakuieren, oder?

Allerdings findet sich folgendes Zitat im Beitrag:

Vielleicht habe ich aber auch den Überblick verloren, kann auch sein. :grinning_face:

Ein Beitrag später steht schon wieder undicht:

Aber hast recht, ist schon alles ein sehr "komplexer Fall" geworden.

Hi,
sorry für die Verwirrung.

Ja, die 49 Zoll sind auf dem 3/8 Zoll drauf.
Aber das war eher experimentell gedacht, ob das Ding noch Dicht wird im Drucktest. Für den Betrieb würde ich es auch nicht nicht so lassen wollen.

Bzgl. der Beschädigung:
Ich hätte auch gedacht, dass der Bördel das kompensieren können sollte. Aber defacto hat es bei mir nicht funktioniert, auch nicht mit im Nachgang erhöhten Drehmoment.
Im Bördel hat man den Abdruck der Beschädigung gesehen, von daher denke ich, dass es korrekt installiert war.

Bzgl. den Riefen:
Sehe ich mittlerweile auch so, die Riefen sind bei der Bördelverbindung von Vorteil, damit sich das verformende Kupfer radial "abstützen" kann und dadurch vermutlich dicht wird.

Naja, jetzt hab ich natürlich ein Problem, da die Riefen weg sind.
Gibt es irgendein Werkzeug um solche Riefen wieder herzustellen? Eigentlich brächte man ja nur einen entsprechenden Aufsatz für den Akkuschrauber.

Aber ich glaube mit dem SAE-Fitting habe ich gute Chancen, hier sehe ich bei den Riefen nicht den großen Vorteil:

Sorry für den Aufriss, ich dachte es wäre gut sowas zu dokumentieren, falls jemand mal ähnliche Probleme hat.
Die anderen drei Bördel sind ja komplett unauffällig, ich habe wohl einfach Pech mit dieser Beschädigung.

Nein, im Gegenteil, Danke für deine Berichte. Ich werde morgen erfahren ob alles dicht ist. Ich kann das gut nachvollziehen, bei mir bleiben nach der Installation gemischte Gefühle zurück.

Kurz zum Drehmoment: Bei den meisten metallischen Werkstoffen tritt durch Druck, Biegung, Stauchung usw. Kaltverfestigung ein.
Merkt man wenn man ein Rohr ein paar Mal hin um herbiegt. Später ist dieser Bereich viel steifer. Würde mich wundern wenn es beim Bördel anders ist. Dann ist halt die Frage was passiert, wenn man später soviel Drehmoment zugibt.

Wenn du mal in anderen Bereichen schaust, z. B. Zylinderköpfe, Flanschverbindungen usw. siehst du, das dort eine bestimmte Rauheit der Oberflächen vorhanden sein muss.
Wie groß die die an einen Rohrstutzen sein muss weiß ich nicht, da würde ich mich an einem unbearbeitetem Stutzen orientieren.

Ich persönlich würde mit einem Schleifpapier händisch drüber gehen, nicht maschinell.
Wichtig ist das es radial geschieht.
Das ist relativ weiches Material, vielleicht mal mit 180er probieren? Eventuell 120er? Hauptsache wenig Material abtragen. Immer kreisrund, nie auf der Stelle.

Ich bin aber definitiv kein Klimaanlagen-Experte.:grinning_face:
Das ist nur meine Vorstellung einer Lösung.

Wie weit lässt du das Rohr beim Bördeln aus dem Werkzeug überstehen?

Hi,
guter Gedanke mit der Rauhigkeit, aber die konzentrischen Ringe wie initial vorhanden werde ich so nicht mehr erzeugen können.
Mal sehen was ich daraus noch bastle.

Bzgl. Bördel überstehen:
Das nervt mich am Bördeleisen am meisten, dass es ein ewiges Gefummel ist den 1mm Überstand einzustellen. (1mm steht in der Anleitung meines Böreleisens, das muss man ggf. individuell nach Werkzeug prüfen.)

Am Ende habe ich mir aus Post-Its einen 1,1mm hohen Stapel gebaut und den als eine Art Lehre verwendet. Mit dem Messchieber am Bördeleisen zu messen ist ein Krampf.

Mit 1 bis 1,1 mm bekomme ich einen Bördel mit perfekten Außendurchmesser. (Zulässige Außendurchmesserwerte stehen in der Anleitung der Klimaanlage, ich meine es waren 13,x mm)

Ja, ich würde auch nie wieder bördeln.
Das System mit den Fittingen kenne ich aus anderen Bereichen und ich behaupte mal, das die zu 99,9 % auf Anhieb dicht sind.
Und viel einfacher zu händeln.

Solange der Bördel in die Überwurfmutter passt und nicht zu klein ist dürfte es eigentlich keine Probleme geben. Bei YouTube gibts etliche, die das per Augenmaß machen. War mir auch zu supekt das Ganze. :grinning_face:
Übrigens habe ich es beim experimentieren nicht geschafft, einen zu großen Bördel herzustellen.
Vermutlich weil das Werkzeug vorher auslöst.

Ich habe jetzt noch bis morgen eine kleine Zitterpartie. Werde dann auch mal berichten falls es von Interesse ist.

K120 ist schon heftig und das geht dann stark in höchst experimentell. So aus dem Bauch heraus würde ich eher so bei K400 sein. Aber manuell ohne Spezialwerkzeug sehe ich nicht, wie man das hinbekommen soll.

Ich würde das erstmal lassen und auf die Armacell Fittings setzen.

Ich bin sehr gespannt auf die Fittinge.

Bzgl. der Bördel muss man halt echt schauen wie die Profis das machen.
Der Kollege hier macht das mit einer Bördelglocke:

Da hast das ganze Gefummel nicht. Glaube ich sofort, dass das prozessstabiler ist.

Interessant ist auch seine Anmerkung hier zu 3/8 Zoll mit 0,8 mm Wandstärke.

Kann es sein, dass er 1,0 mm Wandstärke meint? 1,2 mm hab ich bisher in keinem Katalog gesehen. Generell ist 1,0 mm Wandstärke auch echt schwer im Internet zu finden für 1/4 und 3/8 Zoll.

Wie würde man auf die Wandstärke eigentlich den Bördel drauf bekommen. In ein normale Bördelmatritze wird das dickere Rohr vermutlich kaum rein gehen?

Hast du mal nachgemessen?
Ich bin mir da gar nicht so sicher ob es 3/8 mit 0,8 mm Wandstärke gibt.
Mir wäre es lieber gewesen, aber es ist auch dicker. Der Aussendurchmesser ist gleich, also ist das für‘s bördeln egal.

Nur mal so.....

1/4" meint Außendurchmesser
3/8" meint das auch

Das meint ebenso, der Innenduchmesser ist kleiner :zany_face:

Ich persönlich hätte dann einen Doppelnippel mit beidseitigem Klemmring gegönnt, um nicht schon wieder so eine Trompete formen zu müssen.

Schnippschnapp ab, stopf stopf, schraub schraub - fertig

guter Hinweis, war mir ehrlich gesagt nicht klar, dass sich das Außenmaß darauf bezieht. Hydraulisch wäre ja der Innendurchmesser die ausschlaggebende Größe.

Das mit dem Doppelnippel und beidseitigem Klemmring verstehe ich nicht, inwiefern hilft mir das bei meinem Problem. Hast du ein Bild?