Ich habe einen interessanten Artikel aus dem Jahr 2020 gefunden:
Darin steht unter anderem:
Während der Marktanteil von mobilen R290-Klimageräten in Deutschland und Europa immer weiter zunimmt, sind HFKW-freie Split-Klimageräte weiterhin nicht erhältlich. Frau Witt vermutet, dass dies auch auf die Lobbyarbeit der Lieferanten von synthetischen Kältemitteln zurückzuführen ist, die konsequent den Einsatz von R290 verhindern wollen.
...
Aus deutscher Sicht gibt es jedoch erhebliche Vorbehalte. „Der deutsche Markt für Split-ACs ist im europäischen Vergleich nicht sehr groß, außerdem gibt es keine deutschen Hersteller.“, sagt de Graaf (UBA). „Die Motivation, einen reinen Importmarkt mit finanziellen Anreizen zu fördern, ist aus Sicht der Bundesregierung eher gering.“ Trotzdem seien natürliche Kältemittel wie Propan langfristig der richtige Weg.
Wie gesagt, der Artikel ist jetzt 5 Jahre alt!
Ich finde es auch interessant, dass damals das Bundesumweltministerium die ghanaische Umweltbehörde unterstützte: "..., im ersten Schritt wurden knapp 400 chinesische R290-Split-Klimaanlagen in den Markt eingeführt und in verschiedensten Anwendungsbereichen verwendet."
Ich glaube wir haben hier eine große Chance verpasst über R290 Split-Klimageräte einen Beitrag zur Dekarbonisierung des Gebäudesektors zu leisten.
Durch meine beiden Klimaanlagen benötige ich ca. 1000kWh Strom / Jahr macht ca. 4000kWh thermisch, die ich vorher über Gas erzeugt habe.
Dadurch habe ich jetzt 800kg CO2 /Jahr aus Gas eingespart.
Dagegenrechnen muss ich jetzt das CO2 aus dem Strommix von ca. 100kg.
Also spare ich 700kg CO2 jährlich ein.
Ich denke viele Häuser könnten durch eine ergänzende Split-Klimaanlage ca. 500kg (0,5 tonnen) CO2 pro Jahr einsparen.
In Deutschland gibt es ca. 10 Millionen Einfamilienhäuser.
Wenn bei 50% der Häuser durch eine einzige Split-Klimaanlage jeweils 500kg eingespart werden könnte, dann wären das
5 Mio x 0,5t = 2,5 Millionen Tonnen CO2 Einsparung
Das Internet liefert mir:
Im Jahr 2024 betrug der CO2-Ausstoß im deutschen Gebäudesektor rund 100,5 Millionen Tonnen Kohlendioxid-Äquivalente.
Da sind die 2,5 Mio Tonnen ja in absoluter Betrachtung schon einiges, aber in relativer Betrachtung ja nicht so ein Riesen-Beitrag.
Oder hab ich mich hier verrechnet?
Oder sind die 10 Millionen Eigenheime eigentlich gar nicht unser größtes Thema bei der Reduktion von CO2 im Gebäudesektor?
Am Ende wäre das viele Fördergeld woanders viel besser und effektiver investiert?
Bei mir tun sich viele Fragezeichen auf. Macht das alles Sinn, was ich hier mache mit Klimaanlage und Wärmepumpe?