Das ist mit ein Grund warum ich JBD BMS genommen habe für meine DIY Akkus das BMS überwacht jede zelle und sollte hier was aus dem Ruder laufen schaltet das Schütz die batterie weg klar muss man hier viel einstellen welche Werte nicht unterschritten oder überschritten werden sollten aber ein Schwaz start war jederzeit möglich , ok ich habe 2 Akkus 2 x 14,4 kw einmal 33 kw da tut man sich doch leichter wenn einmal ein Akku etwas Zicken macht
Hast du es unter vollem Strom mit dem Schütz wirklich ausprobiert? Ich wäre mir da nicht sicher, ob du es mit dem Lichbogen hinbekommst. Deswegen ist es schon für manche Use Cases mit einem MOSFET-Switch sinnvoller. Klar, kann dir so ein MOSFET mit einem Dauerkurzschluss kaputt gehen, aber genau so können dir die Schütze kleben. Deswegen bleibt es wahrscheinlich immer eine offene Diskussion, was an der Stelle besser ist. Das Problem in meinem Falle war nicht, dass da was nicht abschaltet oder danach nicht hochfährt, sondern eher meine spezielle Kombination aus den Komponenten, die für einen solchen Fall noch nicht aufeinander abgestimmt sind. Ich bastele auch gerne, aber bei dieser DEYE-Batterie war vor allem ihre Bauform und die Möglichkeit der Aufhängung an der Wand der entscheidene Kaufgrund. Vor 2 Jahren gab es nicht so viele Hersteller, die sowas anbieten und DIY-Lösungen sind in meiner Wahrnehmung typischerweise Regale irgendwo im Keller, die voll mit Batterien zugestellt sind. Zu einem habe ich keinen Keller, zum anderen brauchte ich für dieses Use Case genau diese 6kWh-Batterie. Aber ja, ich gebe dir Recht: Es ist am Ende immer einfacher alles von Grund an selbst zu machen, als mehrere Kauflösungen unterschiedlicher Hersteller miteinander zu verbinden, obwohl sie eigentlich gar nicht kompatibel sind.
Deswegen habe ich schon deine Motivation mit den Klemmen verstanden @akkulader . Aber wie gesagt, die Klemmen dahinter zu klemmen wäre mir irgendwie für die Dauer zu riskant.
Man kann das ganze auch kompliziert machen, diese klemmen nehmen oder was ähnliches.
Kabel dran löten und mit kurze schraube eventuell verklemmen.
Man kommt nicht drum rum zum verklemmen weil da wo Temperatur Sensor hängt oder auf die andere alulasche muss auch Kabel dran.
Mit der Absicherung klar kann man machen, ich denke wenn man nur in die Masseleitung die Sicherung von 5A rein macht.
Was Neey angeht, hier gibt’s gerade Aktion (bei mir zeigt 35,39€) je nach Staus schwangt der Preis, ich habe so um 45,-€ bezahlt inklusive Versand.Was die Kommunikation angeht, ich schaue gelegentlich über Windows Remote Desktop AnyDesk auf mein Laptop 24/7 wo Live CAN LVESS Monitor läuft. Es gibt den LVESS_485_Monitor.V1.07 auch für die RS485 Schnittstelle aber man kann Live nur entweder Monitor benutzen oder ist der Wechselrichter per RS485 an die Batterie angeschlossen.
Danke für die Tipps mit den Klemmen. Ich habe inzwischen Verstanden, dass man tatsächlich an diese Alu-Platten muss. Die angeschraubten Kupferverbindungen gibt es nur jede zweite Zelle. Habe es mir gestern intensiver angeschaut, als ich da mit dem Multimeter zugange war und mich gewundert hatte, warum ich da über 6V messe, dort wo ich 3V erwarte. Man wird ja immer schlauer. Zu den Klemmen. Als ich gestern welche bei Ebay bestellen wollte, bin ich auf deine beiden Links aus dem Ursprungspost gegangen. Und vor allem die zweiten Klemmen, von denen du nur den Link und nicht das Bild gepostet hattest, sahen schon besser aus. Die hatte ich bestellt. Außerdem hat Ebay mir da gleich eine Empfehlung ausgespuckt von ähnlichen Klemmen, die allerdings etwas länger sind und somit wahrscheinlich besser auf Alu-Plättchen halten sollten. Diese Klemmmen stammen übrigens von den Autoradios und sind dafür gedacht, wenn du z.B. diese mehrpinnigen Stecker, die hinten ins Autoradio gesteckt werden umpinnen willst.
Zum LVESS-Monitor und Co. Ja, ich kenne all die Tools, aber die laufen bei mir nicht 24/7. Dafür hatte ich ja den “Treiber” für VICTRON geschrieben und kann die Daten direkt per CAN abrufen. Es gibt übrigens alternative Lösungen dafür, um es mit einem ESP zu machen und z.B. auch in Homeassistant und Co. darüber einzubinden. Von den Kollegen, die es dafür protokolltechnisch Reverse-Engineered hatten habe ich die Info für meinen Treiber. RS485 ist leider Murks, weil es kein ModBus in dem Sinne ist, sondern was propitäres, was kaum dokumentiert ist. Außerdem ist die CAN-Verbindung deutlich stabiler, was das Thema EMV und Beherrschung der Übertragungsfehlern angeht. Deswegen hatte ich RS485 in dem Falle gleich links liegen lassen. Was ich allerdings gemacht hatte, war all die CANs und RS485 zu verlegen und mit meinem VenusOS-RPI und noch mit einem weiteren RPI zu verbinden. Und genau an der Stelle vermute ich, dass ich mir da was zerschossen hatte, als es zu einer harten Abschaltung vor 2 Tagen bei mir kam. Noch hatte ich es immer noch nicht gefunden und beseitigt, weil das System zum Glück auch nur mit dem einen CAN läuft.
Bezüglich Sicherungen. Ich bin doch von den KFZ-Sicherungen gestern gedanklich weg gegangen und hatte mir verlötbare 6,3A Sicherungen bestellt. Ich werde jede Leitung kurz vor der Klemme kappen, dort eine Sicherung verlöten und das Ganze dann mit einem Schrumfschlauch überziehen. Die Idee ist nicht neu, hatte rein zufällig gestern auch im Netz gefunden, als ich nach Informationen zu NEEY-Balancer gesucht hatte. Hatte einer auch so gemacht. Eine Sicherung nur in Massenleitung zu machen wäre mir auch unsicher.
Eine weitere Beobachtung meinerseits zu diesem 100%-SOC-Phänomen, bzw. zu dieser beschießener SOC-Berechnung von DEYE. Nachdem ich meine Batterie gestern wiederbelebt hatte, hatte ich sie langsam “hochgezogen” und mich gleich gewundert, dass die Batterie bereits bei 53,5V ihre 100% SOC erreicht hat und abgeschaltet hat. Sprich: Wie dort der SOC geschätzt wird und warum es so ist, wie es ist, wissen vermutlich nur die Entwickler von diesem beschießenen BMS. Ich muss natürlich gestehen, dass ich immer noch die alte Firmware 3002 vom Auslieferungszustand vor 2 Jahren habe. Dennoch glaube ich nicht, dass die neueren Firmwares den SOC besser beherrschen. Da ich keinen DEYE-Umrichter habe und nicht in diesem DEYE-Universum hänge, kann ich die Firmware nur “zufuss” flaschen. Dafür muss ich sie mir zunächst besorgen. Im entsprechenden DEYE-Forum hatte ich ein Paar nette Mitstreiter gefunden, die mir eine aktuellere Firmware zur Verfügung gestellt hatten, aber nicht die allerneuste. Dann gab es noch einen Discord-Channel irgendwo, wo die Firmwares zu kriegen waren. Aber da die Batterie bis jetzt gut lief, hatte ich sie noch beim alten Firmwarestand belassen. Diese Beobachtungen mit dem 100% SOC mit 53,5V bestätigen oder besser gesagt erklären eigentlich dieses misarable “Winterverhalten” dieser DEYE-Batterien. Denn selbst wenn du irgendwann mal einmalig im Monat im Winter deine 100% SOC erreichst und denkst, wie @u-f-o zu Recht sagte, dass die Batterie sich “da oben” irgendwie ausgleicht und es für die nächsten Wochen völlig genügen würde, wirst du noch zusätzlich zu all dem, was @akkulader beschrieben hat hier noch damit bestraft, dass du die angeblichen 100% SOC schon mit 53,5V erreichst, wo die Batterie noch gar nicht voll ist.
Ich hatte die Batterie bei ihren 100% SOC jetzt über Nacht stehen lassen, indem ich meine Lasten mit meinem Stütznetzteil versorgt hatte. Heute morgen bin ich dazu gekommen, dieses 53,5V-Problem irgendwie zu beseitigen. Ob meine Strategie gegen DEYE-BMS ihre Wirkung zeigt, werden wir sehen. Ich hatte aber beschlossen, die Batterie immer wieder leicht bis 80%…90% SOC zu entladen und dann wieder aufzuladen. Und siehe da, heute konnte ich schon bis 54,5V hoch gehen. Diese ganze Übung mache ich mit meinem Stütznetzteil, indem ich die Spannung langsam in 100…500mV-Schritten erhöhe. Mit dem VICTRON-Umrichter würde es kaum gehen, weil er nur den verfälschten SOC-Wert und die 10A-Strombegrenzung kennt mit denen er recht schnell Richtung 100% SOC laufen würde, was nicht zielführend wäre.
Das alles hat mich nur weiter dazu gestärkt, den Umbau auf NEEY zu machen. Die besagten Angebote für 35EUR habe ich nicht gefunden. Auch bei Aliexpress lagen die Dinge bei vernünftigen Verkäufern so um 50EUR, sodass ich mir eins hier in DE über Ebay für 59EUR inkl. Versand bestellt habe. Ja, über den Preis gekauft, aber noch mehr Zeit in die Suche zu verschwenden und zu prüfen, wie seriös der Verkäufer ist, war mir nicht wert.
Ich werde über die weiteren Fortschritte berichten und versuche meinen Umbau mit Fotos und weiteren Details zu dokumentieren, um die Anleitung von @akkulader zu ergänzen.
Die 3mv Spannungsdifferenz in deinem Screenshoot oben bedeuten nichts, weil die Spannungen der Zellen bei ~3,31V liegen. Spannungsdifferenzen und somit auch Ladungsunterschiede siehst du erst richtung Lade oder aber Entladeschluss weil hier die Spannungen nach oben gehen da die Zellen voll werden oder aber einbrechen weil sie leer werden (Spannungskurve eines Lifepo Akkus anschauen!). Im mittleren Bereich kannst du gut und gerne 30% SOC Unterschiede haben und siehst nichts davon anhand der Spannungen
. Hier der Beweis mittels SOC von einem BMV-712 der wie Hier zu sehen wirklich sehr genau ist. Beide Screenshots wurden am selben Tag gemacht... selbe Spannung und 30% Unterschied im SOC. Das ist auch der Grund warum man nicht dauerhaft balancen sollte bzw. bei zu niedriger Spannung weil der Balancer dann eher eine Disbalance macht. Hier spielen zusätzlich nämlich auch noch Faktoren wie der hohe Lade/Entladestrom eine Rolle welcher die Spannungen zusätzlich verfälscht. Aber ich wiederhole mich bereits bei dem was ich dem TE schon versucht habe zu erklären.
Ich habs mir nicht nochmal alles durchgelesen, aber ja das der Balancer vom BMS wohl Müll ist steht außer Frage. Das was er jetzt noch neues geschrieben hat ist für mich nur schwer zu lesen und zu deuten, nicht böse gemeint, mir aber zu anstrengend. Eine Ladeschlussspannung von über 3,55V/Zelle ist jedenfalls trotzdem noch viel zu hoch, da ist es kein Wunder das man beim Ladestrom eingreifen muss damit die OVP vom BMS nicht dicht macht (wie hoch auch immer die eingestellt ist). Die Spannungen steigen ab 3,45V/Zelle rasant nach oben weil die Zellen hier bereits voll sind. Über Probleme beim Balancing und das der Balancer dann nicht hinterher kommt braucht man sich dann nicht wundern. Bei mir sind 3,55V/Zelle OVP und maximal 3,45V/Zelle Ladeschlussspannung bzw. 3,425V aktuell. Mehr braucht es nicht zum voll laden, und es schaft gleichzeitig noch genügend Luft nach oben zu den eingstellten 3,55V/Zelle OVP, nämlich genau ~100mv (bei euren BMS dann sogar noch mehr). Würde hier die OVP auslösen dann weiß man das was mit den Ladezuständen der Zellen bzw. dem Balancing nicht stimmt. Jedes korrekt eingestellte, abgestimmte und aufgebaute System braucht kein steuern und somit reduzieren des Ladestromes zb. durch das BMS, weil das ganze problemlos durch die CV-Phase selbst erledigt wird wenn der Strom bei erreichen der Ladeschlussspannug automatisch am sinken ist. Korrekt eingestellter guter Balancer, Ladeschlussspanung usw. sind wie gesagt Vorraussetzung dafür.... bei den gennannten Einstellungen wundert es mich nicht das nix hinhaut. Auch seine Einstellung vom NEEY sind nicht zu empfehlen! Aber ich habe ehrlich gesagt auch schon genug mit ihm darüber diskutiert, drum darf er und jeder andere auch das ganze natürlich gerne so "fahren" wie er möchte. Wenn man Problemen aus dem Weg gehen möchte stellt man das ganze jedenfalls anders ein, und es ist hier im Forum auch schon gefühlt 1000x ausführlich besprochen wurden.
Nun die Lade/Entladekurven im Netz zeigen es zum Teil schon richtig, sind aber dennoch ziemlich alle Interpoliert und deshalb mit Vorsicht zu genießen.
Natürlich unter Last und keine Ruhespannung die es in einem PV-System eh nie gibt! Und wir wollen ja 20% SOC wenn wir entladen! Und ja ich bin mir sicher... bei 20% SOC sollte deine Zellennspannung bei etwas um die 3,1xV liegen das wären bei einem 16s System dann rund 49,6V. Wie du oben sehen kannst nutze ich einen Smart Shunt von Victron welcher richtig eingestellt fantastische Werte für den SOC ausgibt. Nebenbei spielen hier aber auch noch Faktoren wie die Temperatur, C-Rate (Peukert-Exponent) usw. eine Rolle, deshalb kann man das anhand der Spannung nie so pauschal sagen. Es gibt aber ein Diagram was schon sehr realistisch an das kommt was ich auch gemessen habe und zwar dieses hier:
Da die eigenen Kurven aber die besten sind habe ich natürlich auch noch eine eigene einer 160Ah Winston Zelle (Vierleitermessung). Hierbei ist aber zu beachten das Winston Zellen von Werk aus mindestens 12% Überkapazität haben, und in diesem Fall sogar locker über 20%. Das aber bei einer Zellenspannung von bereits ereichten 3,05V dann selbst bei einer 160Ah Winston Zelle keine 20% mehr rauskommen werden wenn schon 193Ah entnommen wurden sollte klar sein
. Ich habe dazu natürlich auch noch einen Log der sekündlich Spannung, Kapaität usw. aufgezichnet hat und das deckt sich ziemlich gut mit dem Diagram von oben mit einer C-Rate von 0,2C. Zu beachten ist auch das Winston Zellen generell stabiler in der Spannung als die bekannten "Blauen" sind... was aber nicht heißen soll das die "Blauen" schlecht sind, vorallem für den Preis wenn sie denn lange halten.
Das habe ich so nicht geschrieben
.
Du solltest wenn nach dem 1. Test die volle Nennkapazität entnommen werden konnte ohne das die Spannung der besagten Zelle tiefer einbricht: Einen weiteren Test machen bei dem du erneut einmal voll laden und balancen tust auf 50mv Spannungsdifferenz oder besser. Und dann den Akku einfach normal weiter betreiben ohne aber 2-3 Wochen lang voll zu laden und somit zu balancen. Damit kannst du sehen ob eine oder mehrere der Zellen eine zu hohe Selbstentladung haben. Warum man in dieser Zeit aber natürlich nicht balancen darf sollte klar sein. Lies einfach nochmal was ich genau geschrieben habe.
Aber JA, ich würde auch einen NEEY Balancer einbauen und den verbauten Balancer außer Betrieb nehmen. Ansonsten kann ich nur dringend empfehlen das Wiki hier im Forum durchzulesen, da stehen bereits alle wichtigen Informationen zum Thema Balancing zusammen gefasst die ich hier schon wieder mühsam zusammen schreibe, aber es war sicher das letzte mal, nochmal werde ich es wohl nicht tun
..
Hier einmal komplett durchlesen und verstehen:
Danke für deine ausführliche Hilfe @u-f-o!
Ich bin hier in diesem Forum relativ neu und hatte einen Account hier nur dafür erstellt, um aus @akkulader etwas mehr Informationen zu seinem Umbau bei dieser konkreten DEYE-Batterie zu bekommen. Da es schon meine dritte oder vielleicht die fünfte Anmeldemöglichkeit bei diversen Foren, Discord-Kanälen und dem Gleichen ist, hatte ich nicht sofort gecheckt, dass man in diesem Forum durchaus etwas anders unterwegs ist, als in meinen anderen “Informationsquellen” (nennen wir es mal so). Und ich muss gestehen, dass es mir bis jetzt wirklich nicht aufgefallen ist, dass ihr hier auch noch ein WIKI habt, was zudem noch gepflegt ist und auf einem sehr guten wissenschaftlichen Niveau ist. Ich bin schon seit 20 Jahren in diversen OSS-Foren unterwegs und musste in den letzten 10-15 Jahren leider feststellen, dass die Qualität der Information in den Foren, das fachliche Niveau usw. drastisch abgenommen hat. Ich vermute, dass es mit Generationswechsel was zu tun hat. Vielleicht ist es nur im OSS-Bereich so und hier bei den hardware-nahen Themen etwas anders. Auf jeden Fall werde ich ab jetzt den FAQ-Bereich hier bemühen und bedanke mich nochmals für eure Hilfe: @u-f-o für deine Grundlagen der LiFePO4-Technik und an @akkulader für deine praktischen Erfahrungen mit der besagten DEYE-Batterie!
Während mein NEEY-Balancer noch unterwegs ist, hatte ich ein Paar weitere Experimente mit meiner Batterie durchgeführt. Und zwar, habe ich die Batterie bis zu angeblichen 100% SOC (laut DEYE BMS) “hochgezogen” und dort in diesem oberen Bereich ein Paar Stunden betrieben. Leider war mein Mess-CAN zu dem Zeitpunkt noch nicht wieder im Betrieb, sodass ich leider keine Informationen über die einzelnen Zellspannungen hatte, nur über deren Differenz und über die MIN und MAX Werte der Zellspannungen. Ich konnte auch sehen, dass der passive DEYE-Balancer eine gewisse Aktivität ausgeübt hat und einige Zellen zumindest versucht hat zu entladen. Hier ist exemplarisch ein Bild davon:
Bitte nicht auf die Werte der einzelnen Zellspannungen achten. Die sind auf diesem Bild alle gleich, weil es sich um einen Ersatzmittelwert handelt, da mein Mess-CAN zu dem Zeitpunkt außer Betrieb war. Die farbige Markierung zeigt die Zellen, die gerade balanciert werden. Maximale Zellspannung liegt hier bei 3,435 V, Spannungsdifferenz zwischen MIN und MAX bei 74 mV.
Die dazugehörigen BMS-Werte:
Auf die Art und Weise hatte ich mich versucht mit relativ wenig Ladestrom von 2-3 A den 100% SOC ganz langsam und vorsichtig zu nähern bis DEYE-BMS gemeint hat, dass 100% SOC erreicht sind und abgeschaltet hat. Dann hatte ich die Batterie mehrfach bis 95% SOC, manchmal sogar bis 85% SOC entladen und mich wieder ganz vorsichtig und langsam den 100% SOC angenähert.
Ich konnte beobachten, dass der passive DEYE-Balancer zumindest versucht hat zu arbeiten, ob es ihm allerdings gelingt, da hätte ich meine Zweifel. Denn je näher ich mich den 100% SOC genähert hatte, desto mehr war die Spannungsdifferenz zwischen MIN und MAX und der passive Balancer konnte sie offensichtlich nicht ausgleichen. Kurz vor dem Erreichen von 100% SOC und der BMS-Abschaltung (beides natürlich gesteuert durch DEYE-BMS) betrug die Differenz zwischen MIN und MAX mehr als 200 mV. Ich vermute mal, dass DEYE-BMS seine Entscheidung darüber trifft, dass 100% SOC erreicht sind, wenn eine der Zellenspannungen (MAX-Wert) einen kritischen Wert erreicht. Ich werde dieses Experiment wiederholen, da ich nun die einzelnen Zellspannungen wieder sehen kann und werde außerdem mit einem Multimeter überprüfen, ob die Zellenspannungen tatsächlich in dem Bereich liegen, wie DEYE-BMS es per CAN meldet.
Nachdem ich mich genügend im oberen SOC-Bereich nahe 100% aufgehalten hatte und dem DEYE-Balancer genügend Chance gegeben hatte, sich zu entladen, hatte ich nun die Batterie langsam entladen, sodass sie jetzt bei 17% SOC angekommen ist (nach DEYE-BMS-Berechnung). Das System wird von meinem Stütznetzteil mit 49 V gestützt, sodass die Batterie quasi im Leerlauf ist. Und siehe da: Ich habe beinah wieder mein Problem mit der Zelle Nr. 8 erreicht:
Diesmal sind die Zellspannungen nicht mehr verfälscht wie in der Grafik davor, sondern werden so von DEYE-BMS per CAN gemeldet. Ich werde die Tage prüfen, ob ich die hier gemeldeten 2,716 V an der Zelle 8 tatsächlich mit einem Multimeter messe, es ist aber sehr unwahrscheinlich, dass sie viel daneben liegen wird.
Nun eine blöde Idee von mir: Was ist, wenn ich die Zelle Nr. 8 separat mit einem Netzteil jetzt ein wenig auflade und somit ein gewisses Balancing nicht klassisch oben bei höheren SOC-Werten, sondern unten beim niedrigen SOC durchführe? Oder soll ich stattdessen die Batterie wieder bis fast 100% SOC aufladen und im oberen Bereich die Zelle 8 im Vergleich zu den anderen beobachten?
hab ich auch damals die Batterie bis SOC 100% aufgeladen und dann meine problem celle 4 mit dem externen Netzteil mit 3,55 V 5-10A hochgezogen.Wie schon beschrieben habe, hilfts das ganze nicht aufdauer.
Problem kam wieder.
Bei dir @sattler ist das der Cellenblock Nr.8
Aber du hattest dann gesehen, dass trotz diesen angeblichen 100% SOC deine Zelle 4 nicht hinterher kam, oder? Sprich die hatte dann eine niedrigere Spannung als alle anderen, oder? Die Idee hatte ich auch, muss aber die Batterie die Tage wieder auf die 100% fahren und es dann mit den Zellspannungen nachschauen, da die nun bei mir jetzt per CAN wieder verfügbar sind.
Die Spannungen hatte ich übrigens mit Multimeter nachgemessen. Passt von der Größenordnung und ja, dass ist genau die Zelle, die du da auf dem Bild markiert hast. Allerdings sind die Spannungen von DEYE-BMS etwas höher. Z.B. misst mein Multimeter exakt 49 Volt, DEYE-BMS meldet aber 49,3 Volt, wie man auch meinen Screenshots entnehmen kann. Und nichts von wegen ungenaue Messung und irgendwelche Spannungsabfälle: Ich hatte da direkt in der Batterie an den Schienen gemessen. Auch die einzelnen Zellspannungen sind entsprechend etwas kleiner. Bei der besagten Zelle wäre sie unter 2,7 V, obwohl DEYE-BMS 2,74 V meldet. Und ich hatte meinen Multimeter eigentlich irgendwann mal überprüft. Damit hatte ich auch mein Stütznetzteil kalibriert und wenn ich dem 49 Volt als Sollwert vergebe, dann liefert das Netzteil auch exakt 49 Volt und nicht etwa 49,3 Volt, wie DEYE-BMS es meint. Also noch eine Schwachstelle von diesem beschießenen DEYE-BMS.
Mein NEEY-Balancer ist inzwischen angekommen. Klemmen auch. Klemmen aus deiner zweiten Empfehlung sehen wirklich gut aus. Die anderen, die ich auf Empfehlung von EBAY bestellt hatte sind doch deutlich kleiner und ich weiß daher nicht, ob sie zu einem 4 A gut tragen können und zum anderen sich auf die Strippen von NEEY krimpen lassen. Daher werde ich wahrscheinlich deine nehmen. Ich warte noch auf die Sicherungen und dann mal schauen, wann ich dazu komme, den Umbau durchzuführen.
@sattler genau so ist es wie hier in meinem Beitrag schon beschrieben.
Hallo zusammen,
heute habe ich den NEEY-Balancer eingebaut und muss sofort sagen, dass Balancing mit diesem 4A-Balancer schon anders ist, als das passive Balancing vom DEYE-BMS. Ich habe während des Aufbaus viele Fotos aufgenommen und werde versuchen, daraus eine Schritt-für-Schritt-Anleitung zu erstellen inkl. Empfehlungen zu verwendeten Bauteilen. Dafür werde ich aber sicherlich ein Paar Tage brauchen.
Bevor ich allerdings mit dem Umbau angefangen hatte, bin ich noch ein Paar Experimente gefahren, um das Problem mit dem DEYE-Balancer zu verstehen. Ein seltsames Verhalten ist mir dabei aufgefallen:
Wie man diesem VICTRON-Auszug mit den Zellspannungen entnehmen kann, erkennt DEYE-BMS schon richtig, dass die Zellspannung der Zelle 2 die größte ist und die Zellspannung der Zelle 8 (das ist ja meine “problematische” Zellle) die kleinste. Man kann aus dem Bild auch erkennen, dass in den eingefärbten Zellen 3, 7, 10 und 13 gerade balansiert wird (so wird es in VENUS OS + SerialBattery dargestellt. Die Information kommt aber über CAN von DEYE-BMS). Jetzt hatte ich es aber sehr lange beobachtet und hatte nie gesehen, dass an der Zelle 2 je balansiert wurde. Und die Zelle “haut” ja auch entsprechend nach oben ab. Die Differenz wird immer größer und erreicht manchmal fast 200mV. Hier ist ein weiteres Beispiel davon:
Es ist schon recht seltsam… Und jetzt ratet mal, was NEEY-Balancer als erstes gemacht hat, als ich ihn angeschlossen hatte? Richtig! Die Zelle 2 versucht mit voller Kraft und ihm zur Verfügung stehenden 4A nach unten zu ziehen. Das konnte ich live in der entsprechenden App auch sehen. Und jetzt behaupte ich mal, dass da mit dem DEYE-BMS und seinem eingebauten Balancing heftig was schief läuft. Ja, es wird da versucht irgendwie zu balansieren, aber warum auch immer nicht an den Zellen, die maximale Spannung haben und wo man es eigentlich logisch erwarten würde. Entweder haben die da irgendein Software-Problem oder womöglich die Balancing-Hardware hat einen Schaden. Aber sei es drum. Nun haben wir wirklich genügend das Thema gewürdigt und mit den Beweisen dargelegt, dass das eingebaute Balancing vom DEYE-Batterie wirklich nichts taugt.
Nun habe ich mein NEEY-Balancer eingestellt. Da allerdings @u-f-o hier mehrfach die Einstellungen von @akkulader als zu niedrig kritisiert hat, hatte ich mich auf den Weg gemacht, in den Tiefen dieses Forums etwas zu finden. Leider war die von @u-f-o oben verlinkte “WIKI”, die sich eher als ein heftiger Streit zwischen mehreren Parteien herausgestellt hat eher weniger hilfreich für mich, da sich dort die Meinungen wirklich auseinander driften und man kaum eine “richtige”-Lösung finden kann, deswegen poste ich meine aktuellen Einstellungen und stelle sie gerne zu Kritik und zur Diskussion hier:
Ich hatte hier im Forum an diversen Stellen gelesen, dass zu kleine Differenz eher kontraproduktiv ist. Daher hatte ich die von @akkulader empfohlenen 5mV / 3mV gegen 15mV / 5mV ersetzt. NEEY-Balancer kann vermutlich auch 3mV, aber darum geht es nicht, wenn ich es richtig verstanden hatte.
Bei den “Run” und “Stop” Spannungen war ich mir auch nicht sicher, was sie im Falle des NEEY-Balancer bedeuten. Ob es damit so eine Art Hysterese gemeint ist, wo der Balancer anfängt zu arbeiten und wo aufhört. Ich bin hier etwas höher gegangen, als @akkulader es oben empfohlen hat, bin mir aber nicht ganz sicher @u-f-o, ob es genau das war, was du oben meintest und ob die Werte so deiner Meinung nach OK sind. Durch die Suche hier im Forum war ich auch nicht fündig. Liegt aber bestimmt an mir.
Könnt ihr mir da bitte auf die Sprünge helfen, ob die Werte so in Ordnung sind?
@sattler
Also zu den Werten gibt es hier auf dem Board doch reichtlich Informationen. Und aus dem Link kannst du schon das glauben was der überwiegende Teil da geschrieben hat
.
Ich würde:
- Startup DifVol(V): 20mv
- Stop Dif(V): 15mv
- Run Vol(V): 3,45V (ginge auch kleiner zb. 3,42V)
- Stop Vol(V): 3,4V
Bleib einfach mit dem Balancing im bereich 3,4 - 3,45V, und bei der Differenz braucht es nicht mehr als 20mv bzw. kann sich eine zu klein eingestellte Differenz negativ auswirken...
@u-f-o Leider geht es mit 3,4…3,45V nicht. Zumindest mit den anderen Parametern, die innerhalb von DEYE-BMS aktuell eingestellt sind (Default-Werte, die ich übernommen hatte). Aktuell ist es bei mir zumindest so, dass DEYE-BMS schon sehr früh der Meinung ist, dass SOC=100% erreicht wurde. Da liegt keine der Zellspannungen (auch nicht die maximale) bei 3,4 Volt. Fölglich fängt der NEEY-Balancer mit einer solchen Einstellung nicht zu arbeiten. Das wird unter anderem vermutlich der Grund sein, warum @akkulader bei den Parametern angekommen ist, die er oben gepostet hat. Und ich wiederhole hier nochmal: Wenn DEYE-BMS der meinung ist, 100% SOC erreicht zu haben, dann werden die MOSFETs getrennt und die Batterie hängt in der Luft sozusagen. Seitens DEYE-BMS wird in dem Zustand nicht balansiert. Komischerweise steht in den Einstellungen zu DEYE-BMS auch was von der Startspannung von 3,4V, obwohl ich genau wie @akkulader beobachtet hatte, dass es auch schon früher seitens DEYE-BMS versucht wurde zu balansieren. Auf jeden Fall ein ziemlich seltsames Verhalten, welches zum wiederholten Mal bestätigt, dass Balancing da in der Batterie kaum eine Chance hat, vernünftig zu arbeiten. Ich weiß echt nicht, was sie sich dabei gedacht hatten und wer das alles in China getestet hat. Aber egal. Wahrscheinlich werde ich mich langfristig mit all den Parametern von DEYE-BMS näher beschäftigen müssen und den einen oder den anderen Wert dort nach oben anpassen, damit die Zellen da wenigstens an die 3,4V kommen.Nun zu meinen aktuellen Parametern, die ich jetzt temporär in meinem NEEY-Balancer eingestellt hatte:
-
Startup DifVol(V): 10mv
-
Stop Dif(V): 5mv
-
Run Vol(V): 3,37V
-
Stop Vol(V): 3,35V
Ja, ich weiß @u-f-o es ist nicht optimal. Aber damit ging es zunächst überhaupt, dass ich den NEEY-Balancer zur Arbeit animiere. Die Batterie blieb bei mir die letzten Tage “oben”, weil ich die Spannung durch mein Stütznetzteil künstlich oben gehalten hatte. Gestern ließ ich die Batterie bis 90% SOC entladen und hatte sie danach wieder bis auf 100% SOC hochgezogen, wobei der Ladestrom am Ende nur etwa 2-3 A betrug. Der NEEY-Balancer arbeitet nun recht aktiv. Gestern hat er sich sogar bis auf 52-53°C “Systemtemperatur” aufgeheizt (was auch immer diese Systemtemperatur bedeuten mag). Der Vorteil von NEEY-Balancer gegenüber dem internen DEYE-BMS-Balancer besteht darin, dass er weiterhin balansiert, selbst wenn die Batterie quasi “in der Luft hängt” und die MOSFETs sie von der Außenwelt trennen. Man kann natürlich darüber spekulieren, ob es Sinn macht in dem Zustand zu balansieren, wenn nicht geladen wird. Ich denke, dass in meinem jetzigen Fall schon, weil die Zellen aktuell stark disbalansiert sind. In der Nacht hat sich der NEEY-Balancer deutlich beruhigt, die besagte “Systemtemperatur” ist wieder auf unter 30°C runtergegangen. Der Balancer wird weiterhin ab und zu aktiv, weil die Spannungen aktuell noch etwa bei 3,38…3,39V liegen, sodass er die Differenz zwischen den 5mV und 10mV hält.
Ich werde es noch weiter beobachten und später mit den Spannungen höher gehen und auch die Differenzen ein Stück aufweiten. Ob ich dann bei deinen empfohlenen Werten lande @u-f-o, werden wir dann sehen.
Ein Paar Tage sind seit dem Umbau vergangen und nun wollte ich mich hier wieder melden, um meine aktuellen Balancer-Parameter zu posten, über meine Erfahrungen mit dem NEEY-Balancer zu berichten und ein Paar weitere Beobachtungen hier mitzuteilen.
An die Umbau-Doku hatte ich mich leider immer noch nicht gemacht, will es aber irgendwann mal machen. Denn die Fotos habe ich davon reichlich geschoßen.
Meine aktuellen Parameter vom NEEY-Balancer:
-
Startup DiffVol(V): 40mv
-
Stop DiffVol(V): 20mv
-
Run Vol(V): 3,400V
-
Stop Vol(V): 3,420V
Ja, wenn die Baterie stark disbalansiert ist, helfen diese Parameter wenig, weil das DEYE-BMS die Batterie früher abschaltet, als diese Zellspannungen überhaupt erreicht werden können. Deswegen könnte es tatsächlich hilfreich sein für den ersten Aufladevorgang (oder für die ersten 2-3, wenn sie zu schnell gehen) die Spannungen etwas tiefer zu setzen, wie ich es oben geschrieben hatte.
Nun zu den Diff-Spannungen. Ich hatte sie wirklich relativ hoch gesetzt und auch mit einer relativ weiten Hysterese. Hintergrund ist die Aufheizung des NEEY-Balancer, was ich in meinen Versuchen beobachtet hatte. Die gemeldete Temperatur ging manchmal auf 65°C und höher. Und wie ich bereits geschrieben hatte, weiß ich nicht, wo sie diese Temperatur messen. Erfahrungsgemäß würde es einer Chip- bzw. Halbleitertemperatur von über 100°C entsprechen, was auf Dauer nicht gesund ist. Durch die höheren Diff-Werte und durch die Hysterese hat der Balancer meiner Meinung nach bessere Chancen sich abzukühlen, was ich auch beobachtet hatte.
Nun zu meinen weiteren Beobachtungen und Experimenten. Wie ich oben geschrieben hatte, als meine berühmte Zelle Nr.8 noch komplett aus der Reihe tanzte, hatte ich mir ein sehr waages Experiment zugetraut. Ich habe die Zelle im unteren SOC-Bereich versucht zu balansieren, da wo sie anfängt, nach unten abzuhauen. Ich hatte oben eure Meinung dazu gefragt, keiner ist aber irgendwie darauf eingegangen. Und mit dem aktiven NEEY-Balancer kann man solche Experimente durchaus unter Beobachtung und einmalig durchführen. Das wäre in meinen Gedanken ein Ersatz für das Aufladen der Zelle mit einem Netzteil. Das hat auch funktioniert und ich meine sogar, dass es dann ein wenig “too much” für die Zelle Nr. 8 war, weil sie danach sich kaum mehr als die Zelle mit der Min-Spannung gemeldet hatte und war sogar in dem darauf folgenden Aufladevorgang eine der ersten, die ihre Max-Spannung gemeldet hat. Aber egal, Versuch macht klug. Habe wieder was dazu gelernt und die Zelle Nr. 8 hat sich dann am Ende doch den anderen angepasst. ABER (und jetzt kommt dieses ABER): Ich bin mit solchen blöden Gedanken nicht der Einzige. Anscheinend macht DEYE-BMS es auch! Ich weiß nicht ob es ein Bug in der Firmware ist oder ein gewolltes Feature von denen, aber heute konnte ich es neulich beobachten:
Hier meldet DEYE-BMS Balancing!!! Obwohl wir im unteren SOC-Bereich sind und bei den Zellspannungen um 3,2 V! Hier sind weitere Nachweise, dass es versucht wird zu balansieren:
Aber keine Sorge! Die Betonung liegt auf “es wird versucht”, denn den Widerstand für das passive Balancing hatte ich ja abgeklemmt, weil ich jetzt den NEEY-Balancer habe.
Und nun haben wir einen weiteren Nachweis und eine Erklärung dafür, wie beschießen das DEYE-eigene BMS ist! Ich meine, beim aktiven Balancing kann man es mal in diesem unteren SOC-Bereich versuchen zu balansieren. Die MIN-Zellen werden dann mit der Energie der MAX-Zellen aufgeladen. So funktioniert es beim aktiven Balancing, wenn ich mich nicht irre. Beim passiven Balancing sind solche Experimente aber äußerst kontraproduktiv, denn die MIN-Zellen kriegen dadurch keine Energie, es wird aber die Energie der Zellen verbraten, die sich im flachen Bereich der Kurve befinden! Das führt doch noch zusätzlich zum Disbalance! Und dieser Effekt wird sich nur verstärken, je länger wir uns im unteren SOC-Bereich aufhalten, was gerade in dieser Jahreszeit öfters passiert!
Das einzige, was dabei bei diesem beschießenen DEYE-BMS “positiv” ist, es wird zum Glück nur dann balansiert, wenn ein gewisser Aufladestrom fließt, selbst wenn es im unteren SOC-Bereich passiert, was eigentlich nicht passieren sollte. Das mindert das völlige Desaster dann ein wenig.
Fazit: Weg vom passiven DEYE-Balancer! Der Umbau war schon längst überfällig gewesen!
Eine weitere Beobachtung meinerseits zu diesem 100%-SOC-Phänomen, bzw. zu dieser beschießener SOC-Berechnung von DEYE. Nachdem ich meine Batterie gestern wiederbelebt hatte, hatte ich sie langsam “hochgezogen” und mich gleich gewundert, dass die Batterie bereits bei 53,5V ihre 100% SOC erreicht hat und abgeschaltet hat. Sprich: Wie dort der SOC geschätzt wird und warum es so ist, wie es ist, wissen vermutlich nur die Entwickler von diesem beschießenen BMS. Ich muss natürlich gestehen, dass ich immer noch die alte Firmware 3002 vom Auslieferungszustand vor 2 Jahren habe. Dennoch glaube ich nicht, dass die neueren Firmwares den SOC besser beherrschen. Da ich keinen DEYE-Umrichter habe und nicht in diesem DEYE-Universum hänge, kann ich die Firmware nur “zufuss” flaschen. Dafür muss ich sie mir zunächst besorgen.
@sattler stimme dir volkommen zu, es war auch meine Beobachtung.Wenn du willst kannst du hier die Version 3008 für RW-M6.1 ziehen und auf den leeren FAT USB Stick legen,in die Batterie einsteken,sobald SOC LEDs nervös flackern wir ein Update duchgefürt, dann erfolgt BMS neustart dann sollte mann USB Stick ziehen. Ansonsten ist der Updatemodus in der Endlossschleife.
oder bevor SOC auf 100% spring (98-99%) nur mit 1-2A Laden geht auch, dauert aber. Dafür wird die Celle Min. herangezogen.Ist meine Beobachtung.
War bei mir genau solches Verhalten nur mit der Problem Celle Nr.4. Es muss entweder Hardwareseitg ein Problem sein oder BMS Software Algorithm hat ein Knick (Lastwiderstand ist abgehängt) weil mit NEEY im unterem Spannungsbereich ca.3,0V-3,2V hat meine Problem Celle 4 immer ca.30-40mV weniger als die anderen Cellen und ist immer als Min. Celle deklariert. Sonst bin ich mit dem Akku bis heute zufriden.
Ich hab sogar die StopVol(V) noch niedriger gestellt auf 3.000V da ich schon geschrieben habe das das Deye Passiv BMS auch ab 3V balancieren anfängt.
genau, meine Beobachtung bei mir ist das es zw. ca. 3,25V-3,4V wennig oder garnicht balanciert wird weil die Differenz meistens unter 5mv liegt.Drunter und drüber eher balanciert .
kann ich auch bestätigen.Die Zeit fehlt zum Balancieren und wenn der Ladestrom auf 2A nicht reduziert wird, wird die Zeit schon 2 mal nicht reichen.
wie oben schon erwähnt, 3.000V Stop V ist bei mir aktuell im NEEY hinterlegt.
die hier eingetragenen Neey Werte beziehen sich auf meinen 3 Batterien RW-M6.1 mit Firmware 3008, parallel betrieben.Mann sieht hier die ehemalige Problem Celle 4 als Celle Min. in der 3 Batterie.
Das einzige, was dabei bei diesem beschießenen DEYE-BMS “positiv” ist, es wird zum Glück nur dann balansiert, wenn ein gewisser Aufladestrom fließt, selbst wenn es im unteren SOC-Bereich passiert, was eigentlich nicht passieren sollte. Das mindert das völlige Desaster dann ein wenig.
Ja ist richtig, ich wiederhole mich, ab 1A Ladestrom, Differenz Spannung von mindestens 30mV und ab Cellenspannung von 3.0V wird Ballanciert.
Ich bin schon kurz davor mal den RW-F16 mit NEEY wie im Video auch nach zu rüsten.
Frohes Neues!
Ich habe auch drei M6.1 mit 12K WR. Die SOC laufen lt APP auch auseinander (>10%).
An fehlenden Ladungen kann es eigentlich nicht liegen, da ich die Akkus jede Nacht aufladen (OCTOPUS). Ich habe keine Möglichkeit die Einzelzellen zu prüfen, kann jedoch per IO Broker Einstellungen ändern.
Ich würde gerne die GridCharge Leistung vor 100% automatisch absenken, welche Einstellungen sind dafür am Besten?
Ab wann reduzieren? Sehe im iOBroker nur den gesamten SOC, 95%? Ladeleistung 2A gesamt oder pro Akkupack?
Danke!
Erfolgreiches, gutes neues Jahr 2026 wünsche ich allen!
@miael pro Akku 1A ohne toleranzen und SOC 98%-99%,dauert aber Zeitlich, sonst hilft dieser Beitrag vieleicht.
nach langen testen habe für mich so in SA eingestellt. RW-F16+3 stück RW-M6.1
hier sieht mann ladestrom max 3A wird dynamisch verteilt auf alle 4 Batterien.
Batteriespannung Anzeige im SA und im Deye BMS unterscheidet sich in ca. 0.3V. BMS 55.7V= SA 56.0V
@akkulader
Danke.
Ein Akku hat bei mir einen um 20%punkte geringeren SOC. Da er heute morgen auch bei Gesamt-voll weniger angezeigt hat, habe ich die anderen beiden Akkus getrennt und den einen voll geladen. Jetzt ist der SOC schon wieder 5% weniger.
Was könnte der Grund sein, dass ein Akku immer weniger anzeigt?
Ich starte heute Nacht mit dem 3A laden per IOBroker ab 98%; mal schauen…
@sattler anscheinend funktioniert dein Akku jetzt, das kann ich von meinen vier Batterien nicht behaupten. Hab ja auch den gleichen Typ RW M6.1 die denn SOC Sprung nach unten haben. Inzwischen sollte der Deye Service ja schon mitgekriegt haben, dass es diese Probleme bei den Kunden gibt, aber wen interessierts. Da das Problem bei mir jetzt immer häufiger auftritt, und sogar ein Akku sich schon mal abgeschaltet hat, wäre ich auch an deiner Beschreibung interessiert. Akkulader hat ja Dankenswerter Weise was hinterlassen, aber die Bilder sind etwa eher als Übersicht interessant. Vielleicht findest du Zeit doch mal hier was detailliertes einzustellen wäre super und hilfreich für weitere genervte Akkubesitzer.
@miael Zu den Gründen, warum es so ist, wurde hier schon genügend gesagt, ich wiederhole die zwei wesentlichen Vermutungen hier aber nochmal:
a) Die Balansierung-Strategie in diesen Batterien ist mehr als fragwürdig (Beobachtungen dazu s. oben). Und nicht nur, weil es ein passiver Balancer ist, sondern, weil der hinzu noch falsch arbeitet. Ob es an der Schaltung liegt und sogar ein Hardware-Defekt dazu vorliegt (meine starke Vermutung, ist aber nicht abschließend bewiesen) oder ob es einfach softwareseitig beschießen umgesetzt ist (das sowieso, die Frage ist nur, ob es alleine nur Software ist oder vielleicht sogar beides, Soft- und Hardware), ist am Ende egal, man hat hier eine sehr schlechte Balansierung, die entweder nur teilweise und sehr schlecht funktioniert oder gar nicht.
b) Die interne SOC-Berechnung (im DEYE-BMS) ist sehr schlecht und versagt gänzlich, wenn die Batterie nicht im ganzen SOC-Bereich betrieben wird und z.B. im Winter nur selten voll aufgeladen und bei SOC=100% länger aufgehalten wird. Vermutlich hängt das mit einer ungenauen Strom- und Spannungserfassung zusammen. Denn SOC bei dieser Batteriechemie im laufenden Betrieb kann man nur schätzen und braucht dafür sehr präzise Messung der Energien, die der Batterie entnommen bzw. zugeführt werden. Das ist meistens eine Integralrechnung (Software), die bei DEYE-BMS recht schlecht umgesetzt ist.
Nun zu dem, wie man dem Ganzen entgegenwirken kann:
- Einen alternativen Balancer einsetzen, wie oben beschrieben und vorgeschlagen. Erfordert allerdings Hardware-Kenntnisse und ist nicht für jeden mit zwei linken Händen und ohne elektrotechnische Ausbildung gedacht
- Die vom DEYE-BMS vorgeschlagene Ladekurve im oberen SOC-Bereich eingrenzen, sobald der Umrichter es zulässt. Das führt im Wesentlichen dazu, dass nicht, wie von DEYE vorgeschlagen bis zum bitteren Ende mit 10A geladen wird, sondern die letzten 5%-10% SOC mit einem reduzierten Strom geladen werden (s. oben, wurde gerade tabellarisch erklärt). Das führt dazu, dass der Balancer (egal ob der interne oder der “hinzugebastelte”) deutlich mehr Zeit hat, die Zellen zu balansieren und nicht so, wie von DEYE umgesetzt, indem der besagte SOC-Bereich recht schnell “überflogen” wird (sind manchmal wirklich nur 10-15 Minuten, was eindeutig zu wenig ist), sodass die Balansierung nicht vernünftig durchgeführt werden kann
@miael Zu deinen 20%-Abweichungen. Beobachte ich bei jetzigen Wetterverhältnissen mit relativ wenig Sonne trotz Umbau auf Alternativ-Balancer immer noch. Vielleicht nicht so stark, aber im Bereich von 10% sehe ich es auch. Wie bereits beschrieben, habe ich ein zusätzliches Stütz-Netzteil in meinem System. Dieses Netzteil springt derzeit bei 49 Volt an und hält das System an dieser unteren SOC-Grenze. Vor 2-3 Wochen, als ich die Batterie in mehreren Iterationsschritten künstlich ausbalansiert hatte, lag der SOC hierbei bei 15%. Heute meldet DEYE-BMS bei der gleichen Spannung schon 25%. Das Thema hatten wir oben auch reichlich diskutiert und sind dazu gekommen, dass 25% SOC eigentlich nicht den 49 Volt im System entsprechen können. Deswegen behaupte ich hier mal frech, dass in Wirklichkeit die SOC-Abweichung zwischen deinen parallel geschalteten Batterien im Mittel nicht so hoch ist. Das schließt allerdings nicht aus, dass einige der Zellen all deinen Batterien nicht ausbalansiert sind und “aus der Reihe tanzen”.
Der Nebeneffekt bei diesem zu hoch geschätzten SOC hatte ich beobachtet und oben beschrieben. Wenn du z.B. die untere Systemgrenze bei 10% oder 15% einstellst und eine der Zellen zudem sehr stark nach unten abgedriftet ist, landest du am Ende reel bei 0% SOC im Mittelwert und die abgedriftete Zelle kommt dann an die Alarmgrenze, was deren Zellspannung betrifft. DEYE-BMS meldet daraufhin Alarm und schaltet im nächsten Schritt irgendwann mal die Batterie hart ab.
@petpetson Die Umbauanleitung von @akkulader ist eigentlich schon sehr gut beschrieben und wenn du die Tür der Batterie öffnest, wird der Rest selbsterklärend. Dennoch versuche ich die Tage (bzw. spät werdende Abende) Zeit zu finden, all meine Fotos mit etwas Text dazu zu einem Dokument zusammenzufassen. Leider bin ich derzeit von meinen anderen Automatisierungs- und Reparaturprojekten zuhause ziemlich “geerdet”, sodass das Thema Dokumentation wie immer vom Prio her nach unten gerutscht ist.


















