Deutsche Klimaanlagen-Anomalie: Jedes Auto, aber kein Krankenhaus hat sie

Hallo Leute,

in Anbetracht der letzten heißen Tage dieses Sommers, die wir jetzt gerade erleben, ich greife ein Thema neu auf, das in etwas anderem Kontext hier schon mal diskutiert wurde:

Mir ist aufgefallen, dass es in Deutschland wohl weit über 40 Millionen Klimaanlagen geben müsste. Also pro 2 Einwohner 1 Klimaanlage. Nur sind die total bescheuert verteilt. Also:

1. Auto versus stationär

1.1 Auto
Heute hat praktisch JEDES Auto eine Klimaanlage. Das war vor 30 Jahren noch ganz anders. In den 90er Jahren hatten vielleicht 5% der Autos in Deutschland eine Klimaanlage. Die war total unüblich. Anfang der 90er Jahre war die selbst in der Luxusklasse keineswegs selbstverständlich. In den frühen 90er Jahren war die Klimaanlage selbst in der BMW 7er-Reihe nicht standardmäßig vorhanden. Bei den Einstiegsmotorisierungen mit Sechszylindermotor war das eine aufpreispflichtige Zusatzausstattung, nicht wenige Exemplare liefen ohne vom Band. Erst mit dem Modellwechsel 1994 wurde sie dort zur Serienausstattung. Zwischen 2000 und 2010 setzte dann der aus Nordamerika bekannte Autoklimaanlagen-Hype auch bei uns ein. Und spätestens seit 10 Jahren hat bei uns jedes Neufahrzeug eine Klimaanlage. Da hört man: "Oh nein, ein Auto ohne Klimaanlage ist als Gebrauchtwagen praktisch unverkäuflich. Um Himmels Willen, ich muss mein Auto UNBEDINGT mit Klimaanlage bestellen!" Das Marketing der Autoindustrie war da sehr erfolgreich. Jeder braucht unbedingt eine Klimaanlage im Auto. Selbst der kleinste Smart und der kleinste Fiat 500 muss heute unbedingt eine Klimaanlage haben. Im Auto, wo man vielleicht 30 min bis 1 Stunde am Tag verbringt, scheint die geradezu unverzichtbar zu sein.

1.2 Stationär: Zu Hause, im Krankenhaus, im Seniorenheim, in der Schule
So, und nun fährt man im klimatisierten Auto nach Hause, z. B. zur eigenen Dachgeschosswohnung. Dort verbringt man dann 15 Stunden am Tag, unter anderem würde man dort gerne erholsam schlafen. Aber was ist da? Brütend heiß! Klimaanlage - Pustekuchen! Die gibt es in fast gar keiner Wohnung in Deutschland. Wer Wohnungseigentümer in einer WEG ist, könnte nun versucht sein, sich eine einbauen zu lassen. Aber nein, da regt sich massiver Widerstand! Montage eines Außengerätes auf dem Dach? Um Himmels Willen, das würde ja die ganze Optik der Wohnanlage verschandeln! Das bekommt man auf der Eigentümerversammlung niemals genehmigt. Keine Chance. Und als Mieter kann man gleich gar nichts machen.
Und das setzt sich im stationären Bereich überall fort. Nicht nur, dass kaum eine Wohnung klimatisierbar ist - auch in Krankenhäusern gibt es kaum klimatisierte Zimmer, in manchen Notaufnahmen ist es brütend heiß (vgl. Video des Rettungssanitäters im oben verlinkten Beitrag), in Seniorenheimen gibt's keine Klimaanlagen und die Bewohner fallen mit Kreislaufkollaps um, in den Klassenzimmern der Schulen wird es heftig heiß, in Kindergärten usw.
Dort, wo man sich die meisten Stunden des Tages aufhält - nirgends Klimaanlagen. Bloß auf der kurzen Autofahrt, da ist es angenehm kühl.

1.3 Ökobilanz Auto vs. stationär
Klimaanlagen in Auto sind ökologisch gesehen Mist. Jede Benutzung treibt den Verbrauch nach oben, muss unmittelbar durch den Benzin- bzw. Diesel-Mehrverbrauch mit fossiler Energie bezahlt werden. Aber darüber regt sich keiner auf. Ist scheinbar OK. Gilt für E-Autos natürlich nicht, aber die sind im Bestand bislang selten. Etwa so selten wie Autos mit Klimaanlage in den 90ern.
Stationäre Klimaanlagen wären dagegen heute in Zeiten von PV kein großes Thema mehr. Klimatisiert werden muss in unseren Breiten nur bei Sonnenschein, und da haben wir reichlich PV-Strom, den man andernfalls vielleicht sogar abregeln müsste. Wenn alle über die PV-Mittagsspitzen im Netz jammern, wäre ein Verbraten des Stroms in Klimaanlagen sogar netzdienlich. Und nachdem Klimaanlagen auch eine Heizfunktion haben, wäre der flächendeckende Einbau ohnehin ein ökologischer Super-Jackpot, weil dann plötzlich überall Luft-Luft-Wärmepumpen hingen. Schneller weg von Öl und Gas geht gar nicht.
Aber trotzdem - Autoklimaanlage muss scheinbar unbedingt sein, aber Klimaanlage in der Wohnung geht gar nicht, weil ist ja ein Stromfresser.

2. Tankstelle versus Seniorenheim

Ist Euch das eigentlich auch schon mal aufgefallen? Ich war letztens mal beim Tanken. Kommt nicht mehr oft vor, seit ich das Deutschlandticket habe, aber ab und zu bekommt der Roller doch mal 5 Liter Super in den Tank. Und da fiel mir auf: Der Verkaufs-/Kassenraum der Tankstelle ist klimatisiert! Und das ist wohl kein Einzelfall. Ich habe sogar den Eindruck, dass so ziemlich alle Tankstellen in Deutschland klimatisiert sind. Beobachtet das dieser Tage doch bitte auch mal. Vielleicht muss das sogar so sein, weil da Lebensmittel verkauft werden.
Da hat der Kassierer in der Tankstelle im Sommer einen angenehmen Arbeitsplatz. Während daheim, in den Krankenhäusern und Seniorenheimen die vulnerablen Gruppen ungeschützt der Hitze ausgesetzt sind und mit Hitzekollaps aus den Latschen kippen, was laut RKI dieses Jahr schon zu etwa 10.000 Hitzetoten geführt hat.

Bestimmt trete ich damit jetzt eine lange Diskussion los. Aber findet Ihr nicht auch, dass in Deutschland der Umgang mit Klimaanlagen einfach total bescheuert ist? Im Auto, wo man nur kurze Zeit des Tages ist, gibt es sie, aber sonst nirgends. Und wir schaffen es, wahrscheinlich fast jede Tankstelle zu klimatisieren, aber daheim, in Krankenhäusern, Seniorenheimen und Schulen geht es nicht...?

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Was PKW-Klimaanlagen anbetrifft, da will alles damit werben, aber da gibt es auch vieles, was des Namens nicht mehr würdig ist. Eine ordentliche PKW-Klimaanlage schluckt 10kW Leistung. Wo will ich die bei einem schwach motorisierten Kleinwagen oder einem E-Fahrzeug denn her nehmen?

Die Tanke musst du klimatisieren, weil die an den Schokoriegeln meist mehr verdienen als am Benzin. Und die Schokolade wäre ohne Klimakisten für die Tonne.

Intensivstationen sind in aller Regel klimatisiert. In den Krankenzimmern und Altenheimen gilt als Motto der Grundsatz des sozialverträglichen Ablebens.

Was ist das für ne Schrotttechnik im Auto wenn das eirklich so extrem ist? Meine zwei Splitklimas daheim haben zusammen 5 kW thermische Leistung, wenn es mal hoch kommt 2 kW elektrisch.

Sehe ich genauso, viele Argumente die gegen Klimatisierung sprechen, sind bei modernen Anlagen nicht mehr aktuell, Vorurteile oder Halbwahrheiten.

Umweltschädlichkeit wegen Stromverbrauch ist dank Solarstrom und hoher Effizienz (SEER von 7 schon bei günstigen Anlagen, bessere übertreffen 9) kaum noch ein Thema für Deutschland.

Kälte Luft macht pauschal nicht Krank. Wer seine Anlage nie reinigt, kann von Schimmelporen krank werden, allerdings werde ich auch Krank, wenn ich Küchenutensilien (Teller, Gabeln, Töpfe) nicht von Lebensmittelresten reinige. Trotzdem würde keiner auf die Idee kommen, zu sagen, dass Teller und Töpfe krank machen.

Die Erhöhung der Außenlufttemperatur in urbanen Regionen beträgt im schlimmsten Fall 2,4 °C bei dichtem Einsatz von Klimaanlagen. Da ist das Abholzen der Bäume an Fußgängerweg deutlich signifikanter.

Und Klimaanlagen müssen nicht still liegen, wenn der Sommer vorbei ist. Stellt euch mal vor, wenn wir beim GEG uns nicht den Mund über Deadlines für den Neueinbau von Gas- und Ölheizung fusselig geredet hätten, sondern über Strategien nachgedacht hätten, jedem Haushalt und öffentlichem Gebäude eine Klimaanlage zu verpassen. Vlt. auch in Kombination mit einer niedrigeren Qualifikationshürde für Monteure, um die Installationskosten zu drücken. Wenn nun plötzlich jeder eine Wärmepumpe zu Hause hat, kann er nun selber feststellen, wie gut eine Wärmepumpe bei seinem Gebäude funktioniert. Wenn die Bilanz zeigt, dass dies in vielen Situationen günstiger ist, als die Zentralheizung zu benutzen, werden viele Haushalte automatisch verstärkt mit einer Wärmepumpe heizen. Die Verbotsdiskussion in Kombination mit dem finanziellen Aufwand, bestehende Gebäude auf die LWWP umzurüsten hat dem Ruf der Wärmepumpe extrem geschadet.

So ein Auto steht auch zwangsweise mal in der Prallsonne und heizt sich dabei auf Extremsttemperaturen auf, daß man das Lenkrad nicht mehr anfassen kann. Die Fensterflächen sind anteilig riesig, durch die bis zu 1kW/qm eindringen und es gibt dabei keine Tonnenschwere Baumasse wie bei Gebäuden, die alles moderieren. Ich brauche dafür im PKW zumindest für 10-20min schon mal 10-20kW Kälteleistung.

PS. Ich habe meine Mitfahrern immer empfohlen, zieht keine kurzen Hosen oder Schlappen an, sonst friert ihr euch die Füße ab. Denn in der Praxis ist es so, daß man die Kälteleistung überwiegend über den Fußraum einbringt, wo sie dann auch nicht so schnell unangenehm auffällt.

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Haha, ich kenne auch so einige Eigenheimbesitzer, denen eine Klimaanlage im Haus zu teuer ist, die aber ohne zu zucken bei der Bestellung des Autos mal eben ein paar Häkchen im Wert von 5...15k€ (und auch mehr) gemacht haben für "Luxus": Klima, Lackierung, andere Felgen/Reifen, Spoiler usw.

Bei mir isses eher prakmatisch: Klima im Haus, NULL Schnickschnack in den beiden Autos (olle Familienkutsche und noch ollerer Kleinstwagen). Gebraucht gekaufte Familienkutsche hat allerdings eine schwachbrüstige Klima serienmäßig gehabt, die aber nicht gewartet und auch nicht genutzt wird

ÖRa

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Hab letztens unter einem Video eines Notfallsanis zu dem Thema gelesen (Kommentar eines Zuschauers): "Fahrt die Leute lieber in den IKEA. Da ist es klimatisiert, genug Betten sind auch vorhanden und das Essen ist auch besser". Fand ich sehr passend.

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Genau. Kälteleistung. Also ca. 2KW elektrisch. Oder eben 1-1,5 Liter mehr. Weil die Klimaanlagen in Verbrennern keine elektrischen sind sondern über den Keilriemen laufen.

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Und die Mitarbeiter sind wohl durch die Bank auch sehr gut in erster Hilfe geschult :wink: Mal nen sehr positiven Bericht eines Rettungssanitäters gelesen, der da Samstag zu einem Einsatz musste. Die Notaufnahme wo ich einmal liegend und neulich zu Fuß war, war allerdings auch gut klimatisiert.

Nicht in allen Autos... Ich meine in neuen Autos großteils nicht mehr. Der Verbrauch geht bei mir mit einem Toyota hybrid im Stadtverkehr auf Kurzstrecke vielleicht 0.2-0.3l/100km rauf. Auf Autobahn merkt man gar keinen Unterschied. Da ist es je wärmer desto weniger Sprit Verbrauch. Da die Klimaanlage weniger braucht wie die Abnahme der Luftdichte Sprit spart. HEV also kein Elektroauto. Toyota betreibt bei Hybriden die Klimaanlage aus der hochvolt Batterie.

Ich denke die meisten mild Hybride machen das ähnlich. BEV und Plugin sowieso...da ist dann meist eh vollwertige Wärmepumpe auch zum heizen.

Egal ob Autobahn oder Stadt, du hast immer einen deutlichen Mehrverbrauch. Geht auch gar nicht anders, irgendwo muss die Kühlleistung ja her kommen. Und je höher die Außentemperatur, um so schlechter die Effizienz, also noch mehr Verbrauch.

Ich habe in meinem alten Skoda aus Bj. 2000 auch schon eine Klimaanlage, aber die war ca. alle 3 Jahre wieder leer. Klimaservice kostete vor 20 Jahren schon um die 300 Eur, habe ich 2 Mal machen lassen - dann war wieder Feierabend. Habe dann darauf verzichtet, weil ich meinte die 2-3 Wochen mit Hitze auch mit dem Schiebedach gut überbrücken zu können.

Jetzt fahren wir mit dem neueren Wagen meiner Frau, aber da ist auch kaum noch Kühlmittel drin - geschätzte Kühlleistung ca. 5-10% der Nennleistung - kaum spürbar. Und sie hat auch noch ein schwarzes Auto gewählt :astonished_face::thinking:...

Immerhin im Dachstudio haben wir jetzt eine Klimaanlage installiert - leider gleich zu Beginn defekt (s. Daikin Siesta Perfera ATXM35A+ARXM35A vom Dagimarket - Erfahrungsbericht - #36 von redhot )

Irgendwie ist da bei uns der Wurm drin.

Ich erinnere mich aber, dass das Zuschalten der Klima im Auto ca. 0,5l/100km ausgemacht hat, bei einem Turbodiesel 1,9l

Nein, du hast zwar Mehrverbrauch wegen der Klimaanlage - aber der Minderverbrauch durch weniger Luftdichte und dem Widerstand macht dies mehr als wett.

Im Winter hat man spätestens ab 80km/h deutlich mehr Verbrauch vs im Sommer. Und damit meine ich kein BEV, da ist Heizung ja mehr Delta wie kühlen, sondern auch bei jedem Benziner und Diesel - wo die Heizung wenn der Motor mal warm ist ja einfach die Abwärme nutzt - die Klima aber Strom verbraucht bzw Widerstand über Keilriemen.

Ab einer gewissen Luftdichte ist dann zuwenig Sauerstoff vorhhanden für effiziente Verbrennung - aber auf normaler Höhe ist das noch komplett egal und das sinken des Luftwiderstandes ist deutlich größer wie andere Effekte die den Verbrauch erhöhen.

Bei fahren im Stadtverkehr passt das nicht - da ist der Luftwiderstand noch zu gering damit sich durch die Luftdichte groß was am Verbrauch ändert...

Einzig auf Kurzstrecken kann man eben gut sparen indem man Heizung bzw Klima nicht einschaltet. Da merke ich den Unterschied im Winter aber auch nochmal deutlicher. Ich weiß nicht ob die Klimaanlage in Toyota HEV auch heizen kann - ich glaube nein, aber mit Heizung an nimmt man dem Motor dann deutlich mehr Hitze weg - während dieser versucht schnellstmöglich warm zu werden. Sprich ohne Heizung geht der viel schneller aus und man steht dann statt mit laufendem Motor mit nicht laufendem Motor vor der Ampel bzw bei Langsamfahrt. Da habe ich im Winter durchaus 1.5l Mehrverbrauch bei Kurzstrecke mit Heizung vs 1l ohne Heizung. Im Sommer sind es aber eben eher nur 0.3-0.5l für Kursttrecke ohne Klima, und viellleicht 0.5-0.8l Mehrverbrauch für Kurzstrecke mit Klima. Und Kurzstrecke im Sommer mit Klima ist noch deuchtlich unter dem Verbrauch von Kurzstrecke im Winter ohne heizen - ganz einfach weil der Motor sofort warm ist statt erst in 5-10min...

Du musst doch den Verbrauch ohne und mit Klimaanlage ins Verhältnis setzen, um den Mehrverbrauch herauszufinden. Da spielt sowas wie Luftdichte keine Rolle, das kürzt sich weg.

ja, merkbar spüre ich da wie gesagt nur im Stadtverkehr einen Unterschied auf kurzen Strecken. Fenster auf kostet deutlich mehr auf Autobahn an Sprit wie ohne Klima schwitzen...

Eindeutig ist halt - bei 35° fahre ich dieselbe Strecke mit weniger Sprit wie bei 15° wo die Klima kaum arbeiten muss. Und bei 35° fahre ich nicht frewillig ohne Klima eine lange Strecke - dass kann ich also schwer testen. Aber nachdem es auf Kurzstrecke wenig Unterschied macht - muss es auf Langstrecke weniger Unterschied sein. Sinnvoller wäre wohl einfach den Stromverbrauch mit einem Sensor messen. Da Hybrid ist die Umwandlung in Strom dank Bemsenergie bzw halt den Motor nie auf zu geringer ineffizienter Last laufen lassen - eh kein Thema.

Sprich da wird die Umwandlung über 40% Effizient sein (der Motor hat 40.x % thermische Effizienz) schon ohne elektrisch bremsen. Bremst man genug ist es dann eh effizienter den Strom in die Klima zu schicken - statt auf den Elektromotor zum beschleunigen (andere Alternative die wirklich viel Strom braucht gibt es ja nicht bei LED Lichtern überall)

Ein deutlicher Mehrverbrauch an Kraftstoff ist definitiv vorhanden. Was kaum Energie für die Kühlung aufwendet, kann auch nicht kühlen. Klassische PKW-Klimaanlagen sind lange nicht so effizient wie Splitgeräte. Wenn man keine 200PS oder mehr unter der Haube hat, merkt man auch eine erhebliche Leistungsminderung, wenn man beschleunigt, sobald die Magnetkupplung des Klimakompressors zugeschaltet hat. Einen kühlen Kopf zu behalten, hat immer auch einen gewissen Preis.

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Bei einem Hybriden oder Mild Hybrid merkst du eben keine Unterschied mehr solange die Batterie voll genug ist beim beschleunigen.

Dazu - ich glaube die sind inzwischen echt oft ziemlich effizient, und das nicht nur bei BEV.

1l Benzin = 8.5-9.1kwh Strom. Selbst mit 3 EER habe ich damit also 27kwh Kühlleistung (und bitte nicht vergessen - bei Hybrid ist die Alternative nur den den Strom per Elektromotor zum beschleunigen zu nutzen, oder aber zu verkühlen . Da macht es schon Sinn dass da nicht mehr wie 0.2l Verbrauch pro Stunde in die Klima gehen - denn ansonsten ginge das halt nur in den Vortrieb... 0.2l Verbrauch sind noch immer über 2kwh Strom - ergo 6kwh Kühlleistung minimal.

Habe mal KI befragt zurm EER von Klimaanlagen in Autos - Corolla da meistverkauftes Auto der Welt:

  1. Traditional Gas Corolla (e.g., 1.8L or 2.0L): These use a belt-driven mechanical compressor. Its speed depends on your engine RPM. At highway speeds, the system is highly inefficient due to excess mechanical drag, offering a low equivalent COP of around 1.5 to 2.5. [1]
  2. Toyota Corolla Hybrid: These models use a highly advanced, variable-speed electric scroll compressor (typically made by Denso) that runs independently of the engine. These systems are incredibly efficient. When maintaining a cabin temperature, they achieve a COP of 3.0 to 4.0. [1]

Wir haben hier also eine moderne Klimaanlage verbaut mit ziemlich guten Werten - COP von 3-4.. Das dürfte dann EER auch von zumindest 3-4 entsprechen - eher höher.

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Nein

Du setzt eine einzelne Klimaanlage im Auto mit der eines Krankenhauses gleich. Das sind Dimensionen im Unterschied

Die Frage ob man Schulen klimatisierten sollte ist mir unklar. Die sind im Sommer geschlossen. Ist damit nicht gerade die sinnvollste Art Geld auszugeben

So blöd das klingt: laut dem Artikel des RKIs handelt es sich dabei um kranke Menschen. Es gilt dabei auch die grundsätzliche Frage wie viel wir als Gesellschaft investieren wollen um diese Leben zu schützen. Ich denke dabei an die Aussagen von Wolfgang Schäuble im Zuge von Corona: Corona-Krise: Wolfgang Schäuble stellt Lebensschutz als oberstes Ziel infrage | DIE ZEIT

Wenn wir die Millionen an Autos den Krankenhausbetten und Pflegeheim Plätzen gegenüberstellen, relativieren sich die Zahlen wieder ... Und auch die Schulen haben nur 6 Wochen Sommerferien und die verteilen sich dem Tourismus zuliebe ja auch über einen langen Zeitraum. In Bayern haben sie gestern angefangen.