Verbrauch von Klimaanlagen in insbesondere E-Autos

So ein Auto steht auch zwangsweise mal in der Prallsonne und heizt sich dabei auf Extremsttemperaturen auf, daß man das Lenkrad nicht mehr anfassen kann. Die Fensterflächen sind anteilig riesig, durch die bis zu 1kW/qm eindringen und es gibt dabei keine Tonnenschwere Baumasse wie bei Gebäuden, die alles moderieren. Ich brauche dafür im PKW zumindest für 10-20min schon mal 10-20kW Kälteleistung.

PS. Ich habe meine Mitfahrern immer empfohlen, zieht keine kurzen Hosen oder Schlappen an, sonst friert ihr euch die Füße ab. Denn in der Praxis ist es so, daß man die Kälteleistung überwiegend über den Fußraum einbringt, wo sie dann auch nicht so schnell unangenehm auffällt.

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Genau. Kälteleistung. Also ca. 2KW elektrisch. Oder eben 1-1,5 Liter mehr. Weil die Klimaanlagen in Verbrennern keine elektrischen sind sondern über den Keilriemen laufen.

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Nicht in allen Autos... Ich meine in neuen Autos großteils nicht mehr. Der Verbrauch geht bei mir mit einem Toyota hybrid im Stadtverkehr auf Kurzstrecke vielleicht 0.2-0.3l/100km rauf. Auf Autobahn merkt man gar keinen Unterschied. Da ist es je wärmer desto weniger Sprit Verbrauch. Da die Klimaanlage weniger braucht wie die Abnahme der Luftdichte Sprit spart. HEV also kein Elektroauto. Toyota betreibt bei Hybriden die Klimaanlage aus der hochvolt Batterie.

Ich denke die meisten mild Hybride machen das ähnlich. BEV und Plugin sowieso...da ist dann meist eh vollwertige Wärmepumpe auch zum heizen.

Egal ob Autobahn oder Stadt, du hast immer einen deutlichen Mehrverbrauch. Geht auch gar nicht anders, irgendwo muss die Kühlleistung ja her kommen. Und je höher die Außentemperatur, um so schlechter die Effizienz, also noch mehr Verbrauch.

Ich habe in meinem alten Skoda aus Bj. 2000 auch schon eine Klimaanlage, aber die war ca. alle 3 Jahre wieder leer. Klimaservice kostete vor 20 Jahren schon um die 300 Eur, habe ich 2 Mal machen lassen - dann war wieder Feierabend. Habe dann darauf verzichtet, weil ich meinte die 2-3 Wochen mit Hitze auch mit dem Schiebedach gut überbrücken zu können.

Jetzt fahren wir mit dem neueren Wagen meiner Frau, aber da ist auch kaum noch Kühlmittel drin - geschätzte Kühlleistung ca. 5-10% der Nennleistung - kaum spürbar. Und sie hat auch noch ein schwarzes Auto gewählt :astonished_face::thinking:...

Immerhin im Dachstudio haben wir jetzt eine Klimaanlage installiert - leider gleich zu Beginn defekt (s. Daikin Siesta Perfera ATXM35A+ARXM35A vom Dagimarket - Erfahrungsbericht - #36 von redhot )

Irgendwie ist da bei uns der Wurm drin.

Ich erinnere mich aber, dass das Zuschalten der Klima im Auto ca. 0,5l/100km ausgemacht hat, bei einem Turbodiesel 1,9l

Nein, du hast zwar Mehrverbrauch wegen der Klimaanlage - aber der Minderverbrauch durch weniger Luftdichte und dem Widerstand macht dies mehr als wett.

Im Winter hat man spätestens ab 80km/h deutlich mehr Verbrauch vs im Sommer. Und damit meine ich kein BEV, da ist Heizung ja mehr Delta wie kühlen, sondern auch bei jedem Benziner und Diesel - wo die Heizung wenn der Motor mal warm ist ja einfach die Abwärme nutzt - die Klima aber Strom verbraucht bzw Widerstand über Keilriemen.

Ab einer gewissen Luftdichte ist dann zuwenig Sauerstoff vorhhanden für effiziente Verbrennung - aber auf normaler Höhe ist das noch komplett egal und das sinken des Luftwiderstandes ist deutlich größer wie andere Effekte die den Verbrauch erhöhen.

Bei fahren im Stadtverkehr passt das nicht - da ist der Luftwiderstand noch zu gering damit sich durch die Luftdichte groß was am Verbrauch ändert...

Einzig auf Kurzstrecken kann man eben gut sparen indem man Heizung bzw Klima nicht einschaltet. Da merke ich den Unterschied im Winter aber auch nochmal deutlicher. Ich weiß nicht ob die Klimaanlage in Toyota HEV auch heizen kann - ich glaube nein, aber mit Heizung an nimmt man dem Motor dann deutlich mehr Hitze weg - während dieser versucht schnellstmöglich warm zu werden. Sprich ohne Heizung geht der viel schneller aus und man steht dann statt mit laufendem Motor mit nicht laufendem Motor vor der Ampel bzw bei Langsamfahrt. Da habe ich im Winter durchaus 1.5l Mehrverbrauch bei Kurzstrecke mit Heizung vs 1l ohne Heizung. Im Sommer sind es aber eben eher nur 0.3-0.5l für Kursttrecke ohne Klima, und viellleicht 0.5-0.8l Mehrverbrauch für Kurzstrecke mit Klima. Und Kurzstrecke im Sommer mit Klima ist noch deuchtlich unter dem Verbrauch von Kurzstrecke im Winter ohne heizen - ganz einfach weil der Motor sofort warm ist statt erst in 5-10min...

Du musst doch den Verbrauch ohne und mit Klimaanlage ins Verhältnis setzen, um den Mehrverbrauch herauszufinden. Da spielt sowas wie Luftdichte keine Rolle, das kürzt sich weg.

ja, merkbar spüre ich da wie gesagt nur im Stadtverkehr einen Unterschied auf kurzen Strecken. Fenster auf kostet deutlich mehr auf Autobahn an Sprit wie ohne Klima schwitzen...

Eindeutig ist halt - bei 35° fahre ich dieselbe Strecke mit weniger Sprit wie bei 15° wo die Klima kaum arbeiten muss. Und bei 35° fahre ich nicht frewillig ohne Klima eine lange Strecke - dass kann ich also schwer testen. Aber nachdem es auf Kurzstrecke wenig Unterschied macht - muss es auf Langstrecke weniger Unterschied sein. Sinnvoller wäre wohl einfach den Stromverbrauch mit einem Sensor messen. Da Hybrid ist die Umwandlung in Strom dank Bemsenergie bzw halt den Motor nie auf zu geringer ineffizienter Last laufen lassen - eh kein Thema.

Sprich da wird die Umwandlung über 40% Effizient sein (der Motor hat 40.x % thermische Effizienz) schon ohne elektrisch bremsen. Bremst man genug ist es dann eh effizienter den Strom in die Klima zu schicken - statt auf den Elektromotor zum beschleunigen (andere Alternative die wirklich viel Strom braucht gibt es ja nicht bei LED Lichtern überall)

Ein deutlicher Mehrverbrauch an Kraftstoff ist definitiv vorhanden. Was kaum Energie für die Kühlung aufwendet, kann auch nicht kühlen. Klassische PKW-Klimaanlagen sind lange nicht so effizient wie Splitgeräte. Wenn man keine 200PS oder mehr unter der Haube hat, merkt man auch eine erhebliche Leistungsminderung, wenn man beschleunigt, sobald die Magnetkupplung des Klimakompressors zugeschaltet hat. Einen kühlen Kopf zu behalten, hat immer auch einen gewissen Preis.

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Bei einem Hybriden oder Mild Hybrid merkst du eben keine Unterschied mehr solange die Batterie voll genug ist beim beschleunigen.

Dazu - ich glaube die sind inzwischen echt oft ziemlich effizient, und das nicht nur bei BEV.

1l Benzin = 8.5-9.1kwh Strom. Selbst mit 3 EER habe ich damit also 27kwh Kühlleistung (und bitte nicht vergessen - bei Hybrid ist die Alternative nur den den Strom per Elektromotor zum beschleunigen zu nutzen, oder aber zu verkühlen . Da macht es schon Sinn dass da nicht mehr wie 0.2l Verbrauch pro Stunde in die Klima gehen - denn ansonsten ginge das halt nur in den Vortrieb... 0.2l Verbrauch sind noch immer über 2kwh Strom - ergo 6kwh Kühlleistung minimal.

Habe mal KI befragt zurm EER von Klimaanlagen in Autos - Corolla da meistverkauftes Auto der Welt:

  1. Traditional Gas Corolla (e.g., 1.8L or 2.0L): These use a belt-driven mechanical compressor. Its speed depends on your engine RPM. At highway speeds, the system is highly inefficient due to excess mechanical drag, offering a low equivalent COP of around 1.5 to 2.5. [1]
  2. Toyota Corolla Hybrid: These models use a highly advanced, variable-speed electric scroll compressor (typically made by Denso) that runs independently of the engine. These systems are incredibly efficient. When maintaining a cabin temperature, they achieve a COP of 3.0 to 4.0. [1]

Wir haben hier also eine moderne Klimaanlage verbaut mit ziemlich guten Werten - COP von 3-4.. Das dürfte dann EER auch von zumindest 3-4 entsprechen - eher höher.

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Ja klar... Das der Verbrenner in dem Beispiel den Großteil der Energie vom Benzin in Wärme umwandelt und nur einen Bruchteil davon in mechanische Energie (die dann folglich den Klimakompressor antreiben kann) spielt ja keine Rolle...

Sag das aber besser nicht zu laut, denn da ist Logik im Spiel... :hushed_face:

Den Strom hast du mit einem Hybrid Auto sowieso. Ob der dann in den Motor fließt oder in die Klima ist egal, der wird beim bremsen erzeugt bzw extra damit der Motor im sweet spot fährt von der Effizienz.

Solange man nicht über 120-130kmh auf Autobahn fährt, ist man da bezüglich sweetspot vom Motor perfekt dabei. Fährt man schneller verlässt man diesen dann schaut die Rechnung anders aus und man muss eher mit unterhalb der 40% thermischen Effizienz rechnen.

Btw, in China sind inzwischen die hybrid Motoren bei 47-48% thermischer Effizienz angekommen. Da fährt der Motor unter 80kmh nur noch als Generator. Drüber dann mit einem einzigen Gang plus evtl Batterie.... nicht jedes Auto ist quasi Urwald Technik aus Europa...

Aber das wird zu oft topic hier.

Das würde bedeuten, dass der Strom, den du für die Klima verbrauchst, ohne die Klima 100% ungenutzt wäre. Das erscheint mir völlig falsch.

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Verständlich, weil es das halt wieder einmal ist... Ist eh nicht neu.

Gerade eben ging es noch um den Verbrenner und diese Aussage von dir:

Rechne mir doch bitte kurz vor, wie du das mit einem Verbrennungsmotor fertig bringst. Tut mir leid, ich habe keine so schnelle Auffassungsgabe. Also bitte so, dass ich es verstehe :wink:

Ja klar... Ob man den Strom der Rekuperation verschwendet oder in den Akku rückspeist ist egal... Seltsame Logik hast du da...

Du kannst ja gerne erklären, weshalb europäische Fahrzeuge "Urwald Technik" sind - aber ich befürchte halt da kommt nicht viel...

Dann machen wir doch Nägeln mit Köpfen:

Jeder Autofahrer, dessen PKw eine Klimaanlage hat, muss ein "Sonderopfer" von 1000 € leisten, mit dem ein Zimmer in einem Krankenhaus oder einem Pflegeheim klimatisiert wird. :wink:

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brauchen im Verbrenner 7 kW zur Erzeugung - das kommt also schon iwie hin...

...merkste selber, ne? :wink: ...ist aber prinzipiell natürlich richtig! :slight_smile:

Nach 12 Jahren war in meiner Autoklimaanlage Null Kältemittelverlust gemessen worden (Wartung durchführen lassen).

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Bei meinem EV kann man die "Klimaanlage" gar nicht abschalten. Man kan nur das ganze System inkl Lüftung abschalten, was dann sofort zu stickiger Luft führt.

D.h. wenn die Aussentemperatur z.b. 18 Grad ist, das Auto aber (noch) durch Sonneneinstrahlung sehr warm ist, kann ich nicht einfach auf "Lüfter" stellen und dann warten, bis das Auto langsam abkühlt. Auch wenn man in den Abend hinanfährt, d.h. akzeptiert erstmal ein bisschen höhere Temperatur im Innenraum, um dann später nicht heizen zu müssen funktioniert nicht.

Ähnlich, allerdings umgekehrt bei kalten Aussentemperaturen.

Bei geringste Abweichungen zwischen Ist- und Solltemperatur springt die Klima an, oder halt die Heizung.

Ich hoffe der Softwareentwickler der dafür verantwortlich war, hat jetzt einen anderen Job. Es halten sich hartnäckig Gerüchte, dass es der gleiche Entwickler ist, der entschieden hat, dass 5 eigene Ladepunkte mehr als ausreichend sind und dass man sich nicht die Strecke ohne erzwungene Ladestops anzeigen lassen kann und dass man noch bei 5km Entfernung zum eigenen Heim 15km zurück in die Stadt zum öffentlichen Ladepunkt geroutet wird.

Da sehe ich eher den Projekt/Produktmanager in der Pflicht …