Klimatisierung - Deutschland muss aufwachen

Ein sehr schöner Youtube-Beitrag, der den Irrsinn aufzeigt, wie Deutschland das Thema Klimatisierung immer noch aussitzt:

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Dem kann ich nur zustimmen; im Juni 2006 war ich 1 Woche im Krankenhaus und da war auch so eine Hitzewelle. Es war unsäglich heiß im Krankenzimmer. Ich habe mich echt gefragt wie das ein 70jähriger Mensch aushalten soll.

Arbeitgeber, genau das gleiche Spiel. Bürogebäude in der Innenstadt Köln, keine Lüftung, keine Klimaanlage, nichts. Ab 11 Uhr kaum noch Möglichkeiten sich bei 28 Grad aufwärts im Büro zu konzentrieren. Es war einfach egal. Es hieß dann: es gibt eine Lüftungsanlage, aber die ist defekt.

Meine Vermutung ist, dass von allen Seiten im Kalkül ist, dass es sich ja nur um wenige Tage im Jahr handelt und man darum dafür kein Budget bereits stellen möchte. Gerade in Altenheim/Krankehäusern ist das eine unmenschliche Denke.

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Dem kann ich nur uneingeschränkt zustimmen. Da ja schon seit Jahren ständig und in mittlerweile bald jeder Doku und fast jeder Sendung des ÖRR über den Klimawandel, den es nachgewiesener Maßen nicht erst seit gestern gibt, steigende Temperaturen und Hitzewellen usw. usw. usw. berichtet wird, deutschlands Städte “angeblich” einen Hitzerekord nach dem Anderen reißen, dann frag ich mich warum bisher noch rein gar nichts seitens des Gesetzgebers unternommen wurde.

Wie hier schon beschrieben, gegen die u.U. quälenden Temperaturen in Pflegeheimen, Krankenhäusern, Kindertagesstätten/Kindergärten, Schulen, Produktionshallen, Bürokomplexen usw. sollte doch dringend was unternommen werden.

Da wäre zum einen z.B. eine gesetzliche Pflicht Parkplätze von Supermärkten entweder mit Solardächern und PV Speicher auszurüsten um die Ladesäulen vor Ort (die meiner Meinung nach auch gesetzlich gefordert werden sollten) mit grünem Strom zu versorgen. Oder, bzw. und/oder, die Pflicht mit einer gewissen Anzahl an Bäumen die versiegelten Flächen zu verschatten. Und/oder die versiegelten Flächen nicht mehr mit schwarzem Asphalt zu decken sondern, wie auch in vielen südlichen Ländern, mit hellen Flächen zu versiegeln.

Als Nächstes die Qualität der Bildung in Schulen/Universitäten steigern indem durch die gezielte Pflicht von Klimaanlagen in Schulen/Universitäten zum einen die Schüler/Studenten effektiver lernen und vor Allem in Schulen die steigende Anzahl an Unterrichtsausfall durch Hitzefrei beseitigt werden können.

Im Gesundheits- und Pflegesektor ebenfalls gesetzliche Vorgaben für eine maximale Raumtemperatur machen und den Einsatz von Klimaanlagen verpflichtend fordern - meinetwegen auch fördern. Es kann doch nicht sein, dass beispielsweise ein Herr Lauterbach in den sozialen Medien beinahe ständig über xy Hitzetote schwadroniert und der Gesetzgeber aber nichts unternimmt um gerade diese hier genannte vulnerable Gruppe vollkommen schutzlos lässt.

Im Gegenteil, ich hatte es in einem anderen Faden schon erwähnt, statt den Einsatz von Klimaanlagen zu fordern/fördern hackt der ÖRR auch noch auf der Technologie herum - so geschehen in “Wirtschaft vor Acht” vor genau zwei Wochen. Frau Kohl gönnte sich mehrere Minuten der an sich ja schon kurzen Sendung um über den Stromverbrauch der “bösen” Klimaanlagen zu berichten. Aber, mit der Wahrheit hat sie es ja nicht so richtig - wie man beim letzten Sonntags-Stammtisch im BR ja eindrucksvoll erleben durfte. Andere Medien verbreiten das Gerücht, Klimaanlagen würden die Innenstädte zusätzlich aufheizen statt das sie mehr grüne Inseln, mehr Verschattung durch Bäume usw. fordern.

Verrückt, was hier aktuell abgeht. Man kann sich wohl glücklich schätzen wenn man sich, wie wir und viele Andere hier aus der Community, Spliklimas (primär) fürs Heizen eingebaut hat und sie dann dank massivem PV Überschuss im Sommer auch zum Kühlen benutzen kann.

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Verlangt ihr nicht zu viel vom gemeinen Deutschen? Gerade hat man Maßnahmen gegen den Klimawandel kollektiv abgewählt, jetzt soll man Maßnahmen gegen dessen Folgen einführen?

Das verwirrt die Menschen nur.

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Wennüberhaupt hat man das “Wie wurden sie umgesetzt” abgewählt, eher nicht dirket die Maßnahmen selbst. Die Wenigsten werden m.E. gegen klimaschonende Maßnahmen sein. Den meisten ist aber wohl hoffentlich und offensichtlich klar, dass Klima keine Sache von ein paar Dekaden ist. Wenn man dann noch als Steuerzahler das erste halbe Jahr nur für den Staat arbeiten geht und mitbekommt wie viele Millionen für Klimathemen in alle Welt (ohne Wirksamkeitsprüfung, siehe z.B. China) verteilt wird und hier bröckelt in den Schulen der Putz von der Wand, kein Geld da um flächendecken Netzausbau zu fördern, kein Geld da um Batterie- und Langzeitspeicher gefördert auszubauen, was soll man dazu dann noch sagen?

Mit der Brechstange in Form von massiver Deindustrialisierung, teilweise Förderwahn mit der Gießkanne der die Preise in die Höhe schießen ließ, wiederrum abruptem Abschaffen von Fördermaßnahmen (BEV) was zu massiver Verunsicherung geführt- und bewiesen hat das der Markt sich ohne Förderung gegen die unausgereifte Technik entschieden hat, massive Anhebung der Besteuerung von Luft (was die gesamte Preisspirale deutlich dreht) und einer Verbotskultur statt Marktanreize zu schaffen wird man “den Klimawandel” a) nicht verlangsamen und b) die Bürger nicht mitnehmen können.

Das die aktuelle Regierung vor dem Brechen von Wahlversprechen bis hin zum Belügen der Wähler nur so strotzt, konnte vorher keiner ahnen und steht auf einem anderen Blatt.

Ja, natürlich, weil die Folgen nun mal schneller da sind als dass sich der Rest der Welt dem “guten” Beispiel von D anschließen wird. Wenn es denn global gesehen überhaupt als “gutes Beispiel” angesehen wird - was ich persönlich stark anzweifele.

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So isses. Auch wenns komisch klingt, kostet der Betrieb und die Wartung nicht unerheblich viel Geld. Ists dein eigenes, darfst du das ausgeben. Ich wüsste jetzt nicht, dass der Ver- und Betrieb von Klimaanlagen in D in irgend einer Weise verboten ist. Damit ist das Thema kein Thema, und da muss auch niemand aufwachen.

Oliver

Wo es um die Verantwortung für vulnerable Gruppen geht (Krankenhäuser, Pflegeheime) ist denke ich schon ein zügiges Umdenken angesagt. Und im Wohnungsbereich sollten optische Argumente, wie sie gegen BKWs ja auch gerne angeführt werden, auch rechtlich ausgeschlossen werden und Querulanten in WEGs weniger zu sagen haben, wenn es eine privilegierte Maßnahme ist.

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Physikalisch sinnvolle Maßnahmen werden sich durchsetzen. Wir werden leider davon wirtschaftlich nicht sehr profitieren, denn wir haben es geschafft, bei uns diese Maßnahmen als Ideologie zu diskriminieren. Deswegen werden andere Länder wirtschaftlich profitieren, obwohl wir Vorreiter waren. Bei uns besteht dagegen sogar die Gefahr, dass der Klimawandel selbst zur Ideologie wird. Die passende Alternative haben wir schon am Start :wink:

Wer allerdings etwas in der Birne hat, hat schon längst umgestellt und seine Gesamtenergiekosten trotz Vollklimatisierung etwa gedrittelt im Vergleich zu den Fossilen. Und muss sich von den nachfolgenden Generationen nichts vorwerfen lassen …

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Also wenn man jetzt möglichst schnell Krankenhäuser, Seniorenheime und Hochschulgebäude mit Klimaanlagen ausstattete (was praktisch natürlich eher nicht schnell geht, weil die Fachkräfte mit Kälteschein Mangelware sind), um an den 10-15 wirklich heißen Tagen des Jahres kühlen zu können, dann hätte das einen großen Vorteil:
Diese Gebäude sind überwiegend fossil beheizt. Wenn nun von den in schöner Regelmäßigkeit auftretenden Ölkrisen, Gasmangellagen oder fossilen Preisschocks mal wieder einer zuschlägt, dann würde den Leuten im Winter vielleicht auffallen, dass man mit den Klimaanlagen auch wunderbar heizen kann. Und plötzlich wären da überall Luft-Luft-Wärmepumpen im Einsatz...

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Uh, da ist eine Menge Polemik enthalten. Zum Einen kommt immer wieder der alte Bart, z.B. jene die aus ökonomischen Gründen weder mittel- noch langfristig vom fossilen Heizen weg kommen als Dumm darzustellen. Und zusätzlich nicht zu berücksichtigen dass unter den Nutzern der fossilen Heizungen auch Menschen dabei sind die rechnen können. Und wenn die kWh Gas 7Cent kostet, der Strom aber 40Cent, dann drittelt man da im tiefsten Winter rein gar nichts. Folglich entscheidet man nicht aus irgendwelchen politischen Richtungen sondern rein ökonomisch.

Die nachfolegenden Generationen können aktuell und in Zukunft wohl ganz andere Dinge vorwerfen. Wer zahlt nochmal die Zeche für den aktuellen Schuldenberg? Wenn die Zins- und Steuerlast einen erdrückt und kaum noch Geld für Nahrung und Wohnen vorhanden ist, dann haben die nachfolgenden Generationen ein ganz anderes Problem als ein paar warme Sommertage. Aber getreu dem Motto des besten Wirtschaftsministers aller Zeiten, Zitat: “Das Zahlen doch nicht die Bürger, das zahlt doch der Staat” - ja nee, ist klar.

Würde ja schon reichen, wenn Altenheime, Pflegeheime und Krankenhäuser ein paar Aufenthaltsräume klimatisieren, wo die Leute sich zurückziehen können, um mal einige Zeit zu entspannen. Oder wo man Leute dann hinbringt, die medizinisch in einem ganz kritischen Bereich sind, die sonst vielleicht nicht überleben würden.

Ich glaube, es könnte ein großer Hebel sein, wenn die Leute die Heizmöglichkeit mit nutzen und diese Möglichkeit erstmal verstehen. Dann wird das ganz schnell zu einer Investition, die sich nach wenigen Jahren schon rechnet.

Die Vertriebler von Daikin und Mitsubishi werden sicherlich auch Interesse daran haben, ihre Anlagen zu verkaufen und müssen Wege finden, die Entscheidungsträger zu überzeugen. Da könnte die kombinierte Kühl- und Heizlösung ein schlagendes Argument sein.

Heutzutage verkauft man keine Heizlösungen mehr, sondern Klimatisierungslösungen.

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Wäre zumindest ein Einstieg!

Auch wieder Argumente aus der postfaktischen Ecke. Für den Strom zahle ich 25,3ct, Gas soll wohl um 10ct kosten. Einen Teil der Energie liefert auch im Winter die PV, der Rest kommt von den “Windrädern der Schande”:wink:

Du bemerkst aber grundsätzlich schon eine gewisse kognitive Dissonanz bei dir? Man kann sich Irrtümer aber auch einfach eingestehen, das verbessert das Leben und die Laune. Ähnlich wie eine Klimaanlage, womit wir wieder beim Thema wären.

Moderation: Offtopic und persönlicher Angriff gelöscht. Bitte Forenregeln beachten.

Leute ich erinnere dran, welches das Thema ist. Wenn es politisch zu sehr driftet lösche ich jene Beiträge weil das nichts bringt. Ich weiss, es ist schwer zu trennen weil vieles davon auch (auch!) politisch ist. Man sollte sich aber gleichfalls die Frage stellen:Wieso reagieren die zuständigen Öffentlichen Stellen nicht? Wieso nicht die Verwaltung der ganzen Einrichtungen?

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es braucht da nichtmal Gesetze: die öffentlichen Dienstleister müssen einfach mal ihrer Funktion der Daseinsfürsorge nachkommen und dort wo sie zuständig sind für Leib und Leben von Mitarbeitern, Kranken und Pflegebedürftigen -also Schulen, Büros, städtische Krankenhäuser, Kindertagesstätten usw. entsprechende Kühlungseinrichtungen aufstellen und betreiben. Aber die schaffen nichtmal das. Es wird immer nur palavert.

Bzgl. Schulen hat BW schon reagiert;
BW: Hitzefrei auch für Berufsschulen und gymnasiale Oberstufe - SWR Aktuell.

:wink:

Oliver

Windkraft und Solar am Markt vorbei und an Standorten aufgestellt wo weder Bedarf noch Netzvorraussetzungen anliegen→ sowas sind Folgen von Subventionen, die mit der Gießkanne verteilt werden.

Klar, die ökonomische Seite ist auch interessant. Andere sind mehr am Thema Autarkie interessiert. Andere versuchen gegen den Kohlenstoffkreislauf zu arbeiten. Jeder wie er meint.

Ich vermute mal ganz stark wegen der Kosten.

Da wir so ein subventionsverliebtes Land sind kann ich mir gut vorstellen dass entweder erst die Zahl an nachweislich durch Hitze Verstorbenen steigen muss oder aber die Einrichtungen analog Automotive nur laut genug jammern müssen bis die Regierung wieder mit Gießkannenförderungen winkt. Sorry wenn ich das in dieser Wortwahl ausdrücke aber dieser Irrsinn (die Kombination aus Klimadoktrin und dann aber nicht aktiv handeln) macht schon ein bisschen emotional.

Also nicht die Ursache bekämpfen sondern das eigentliche Nichthandeln der Einrichtungen auf die Eltern verschieben und weitere Verluste in Sachen Bildung einfahren.

Schade eigentlich, dass wir es heute nicht mehr schaffen solche Chancen zu nutzen.

Die kompakten und wendigen Deutschen Limousinen, damals entworfen für Europa, waren am Ende weltweit Topseller.

Ähnlich ist doch heute die Nachrüstung von Klimaanlagen im Baubestand ein Thema, unter Berücksichtigung von Fachkräftemangel. Dafür könnte man sicherlich technische Lösungen entwickeln, die später auch in vielen anderen Ländern gefragt wären.

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Sei mir nicht böse, aber nein, das wird nicht passieren.

Es gibt so viele Gegenden auf der Welt, die schon seit Jahrzehnten auf Klimaanlagen angewiesen sind, da gibt’s schon lange nichts mehr zu entwickeln. Und irgend eine maximal überkomplizierte 150%-Lösung nach deutschen Bauvorschriften hat weltweit auch keinen Markt.

Oliver

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