ich brauche hier mal einen neutralen Rat, da ich nun langsam mal einen Batteriespeicher haben möchte.
Derzeitige Situation:
30kWp Anlage auf dem Dach unseres EFH mit einem Huawei SUN2000 KTL-33A
E-Auto und zwei Wallboxen vorhanden
Wärmepumpe vorhanden
Kein Batteriespeicher vorhanden
Im Detail zur PV-Anlage: In Summe vier Strings mit a 22 Modulen (2x 22 Module in Richtung Südost, 1x 22 Module in Richtung NW, 1x 22 Module flach auf Gartenhaus und Carport in Reihe verschaltet). Verfügbar ist lediglich noch eine Gaube mit maximal drei Modulen a 500Wp die dann auf einen MPPT könnten.
Mein Ziel: a.) Einmal meinen Strombezug zu verringern und b.) auch ein Stückweit Sicherheit für einen Stromausfall zu haben.
Mein Gedankengang geht eigentlich sehr stark in Richtung Victron mit einem Eigenbau-Speicher, wie stark die Anlage direkt ausgeprägt wird: Mal sehen. Sprich wahrscheinlich erstmal nur ein Multiplus II 6k5, einen Cerbo GX, die Victron-Busbars, ggf. direkt ein Laderegler und 15kWh Speicher. Das ganze würde ich aber direkt so aufbauen, dass ich es später ohne große Umbaumaßnahmen erweitern kann (also in Richtung 3phasiges System, weitere Akkus, etc.)
Der Multiplus II 6k5 würde einfach erstmal nur Netzparallel hängen, bei Netzausfall müsste ich dann a.) auf einen vollen Akku hoffen und b.) weiter hoffen dass die 3x 500Wp ein bisschen was rein schieben können und ich c.) in der Zeit keinen hohen / kritischen Bedarf habe (kritischen Bedarf gibt es hier eigentlich nicht).
Alternativ: Irgendwas von Deye oder ggf. einem ganz anderem wobei ich mich da 0,00 auskenne, bei Victron vielleicht bisher zu 25%.
Nun die ganz einfache Frage: Habe ich irgendwas großes übersehen?
Was sind noch meine weiteren Gedankengänge:
Eventuell den String “Carport + Gartenhaus” mit derzeit 22 Modulen (12 + 10) auftrennen und auf zwei Victron Laderegler legen.
Meine Güte entsteht da im Vollausbau ein Gerätepark (der Dicke Huawei SUN2000 33 KTL-A, die Victron Multiplusse, Cerbo GX, MPTT, Speicher, etc.). Ich möchte aber eigentlich nicht auf dem Dach “rumturnen” um die PV-Anlage komplett umzustricken damit ich sie direkt DC-seitig einbinden kann.
Mh ja schon, also wie groß soll der Akku werden? 15kWh? Bei der Anlage doch eher 100 oder 150kWh oder? Und bei 2 E-Autos muss auch genug Ladestrom vorhanden sein, damit zum einen direkt von der PV in den Autoakku gehen kann.
Blöd ist mal wieder, dass der große Wechselrichter schon da ist. 4x22 Module. Also um die 880V Stringspannung.
Der Speicher: Erstmal nur um die 16-32kWh, also 1-2 Einheiten - mehr nicht.
Warum: Aus meiner Sicht habe ich bei einem Speicher das ganz klassische Thema des abfallenden Grenzertrages.
Die erste kWh Speicher bringt mir am meisten Nutzen (bzw. der erste Block), jeder weitere Block hat einen immer geringeren wirtschaftlichen Nutzen, bei gleichbleibenden Kosten für den eigentlichen Speicher.
Mittelfristig würde ich das Thema schon gerne weiter ausbauen und auch initial so anlegen, starten würde ich aber erstmal “klein”.
Achja 1: Wir haben zwar zwei Wallboxen aber nur ein E-Auto und fahren auch eher wenig (ca. 10tkm im Jahr).
Achja 2: Die PV-Anlage stammt aus 2019, da waren die Konditionen für die Komponenten noch andere.
Ja, jetzt ist die Frage in welchen sauren Apfel du beißen willst. Die eine Möglichkeit wäre eben ein neuer Wechselrichter oder neue Wechselrichter und dann dazu billige Niedervoltakkus. Aber bei knapp ca. 800V Stringspannung, vielleicht hat da wer eine Idee.
Alternative ist halt der andere saure Apfel. Einen Hochvolt-Speicher. Der ist dann halt teurer aber der Rest kann bleiben.
Ganz alternativ wäre noch einfach einen Wechselrichter parallel hängen. Also beispielsweise einen 3-Phasen-Wechselrichter mit deinem verlinken sodass Überschuss dann in einen Akku soll. Beispielhaft kostet dann der Wechselrichter um die 1500-2000€, kann 11KW liefern, der Akku kostet ca. 1500€ für 15kWh = ca. 3000-3500€ oder 30/32kWh Speicher um die 3000€, sind dann 4500-5000€.
Ein Hochvoltspeicher ist effizienter. Aber preislich…
mein Wechselrichter kann gar keinen Akku bedienen, also nichts aus dem Huawei Luna System. Das ist einfach nur ein schnöder Srring-WR. Was gehen würde wäre einen weiteren Huawei WR dazu zu hängen, an dem dann der Luna hängt. Nur: Da habe ich dann aus meiner Sicht keinen Mehrwert ggü. dem Victron / LV System mehr, eher im Gegenteil. Teurer, proprietäre Umgebung, HV, kein DIY.
ich stehe vor exakt dem gleichen Problem mit der gleichen Technik auf dem Dach/Keller. Nur dass bei mir 41kwp am 33KTL-A hängen und 21 Platten je String.
Deine Überlegungen gehen ja auch auf ein kleineres System als man mit der 1:1 Regel von Victron bekommen würde. Was passiert dann im Blackout Fall, wenn das Victron System parallel dran hängt? Ich habe es bis jetzt so verstanden, dass ich mit meinem 30Kw zwingend in den Akku laden muss, wenn der Strom ausfällt. Also das System das auch können muss.
Stand jetzt plane ich gerade 64kwh mit 3x Multiplus 10k. Das würde zwar auch zu unserem Verbrauch passen (dann könnte es vermutlich noch größer werden), wäre aber rein wirtschaftlich schon viel zu groß.
Der MPII wird per AC-IN mit dem Hausnetz verbunden, über diesen Anschluss wird z.B. Strom ins Hausnetz ausgespeichert (nachts) oder eingespeichert (tagsüber, vereinfacht gesagt).
Der Anschluss AC-OUT-1 ist jener Anschluss, an dem wichtige / kritische Verbraucher hängen. Im Zweifelsfall ist das einfach eine “Notstrom-Steckdose” an der du dann deine kritischen Lasten hängen kannst.
Dann gibt es noch AC-OUT-2, der wird aber nur geschaltet wenn das Netz da ist - sonst aus (für uns hier eher irrelevant).
Im Blackout-Fall wird AC-IN sofort ausgeschaltet, damit der MPII nicht ins Hausnetz bzw. Netz des VNB einspeisen kann. Der MPII würde aber, sofern der Batteriespeicher ausreichend geladen ist, kritische Lasten auf AC-OUT-1 weiter versorgen. Wichtig: AC-OUT-1 darf niemals “einfach so” mit dem Hausnetz verbunden werden, solange dieses nicht vom VNB-Netz getrennt ist (Stichwort: Lastumschalter mit Nulldurchgang).
Alles was an AC-OUT-1 hängt, wäre dann also eine kleine “Insel” und per Notstrom versorgt.
Dann hast du aber Notstrom nur so lange bis der Akku leer ist. Ich gehe jetzt mal davon aus, dass der 33KTL am AC-In hängt.
Ich hätte gerne ein System, das per PV wieder nachgeladen wird, auch wenn das Netz weg ist. Ich habe heute mit Dennis von der Wattschmiede telefoniert. Auch wenn ich irgendwie gehofft hatte, dass es noch einen Weg gibt, ist es so, dass die ganze PV Leistung vom Akku aufgenommen werden muss. Dann bin ich mit meinen 27,5KW aus dem 33KTL direkt bei 3x Multiplus 15k. Das brauche ich auf meiner Verbrauchsseite nie, sondern tatsächlich nur für den Fall, wenn bei Volllast von der PV das Netz ausfällt. Alternativ könnte ich noch 1 oder 2 Strings nehmen und die so ändern, dass sie über einen Victron MPPT direkt auf die Akku gehen.
Es ist zwar das was ich vermutet habe, aber ich stäube mich noch etwas dagegen so ein großes System zu bauen, dass ich nie auslasten werde.
Moin @chris1985 ja, der gute Mann ist in den sozialen Medien recht umtriebig, ich folge ihm, werde dort aber bewusst nicht bestellen. Zumal ich persönlich die Konditionen auch gar nicht so gut finde - aber anderes Thema.
Genau das was du beschreibst ist aber auch mein Verständnis und anscheinend auch richtig.
Ich persönlich bin bei so einem Thema zu sehr Kaufmann:
Man baut dann ein ziemlich massives großes teures System auf, welches man vermutlich nur sehr selten wirklich nutzen wird. Das ganze hängt ja auch immer vom eigenen Bedürfnis ab, aber ich persönlich habe nicht den Bedarf von vollautomatischem unterbrechungsfreiem Ersatzstrom - stand heute. In einer ersten Ausbaustufe ist es für mich völlig okay, wenn ich einfach nur meinen Bezug in der dunklen Tageszeit und Jahreszeit senke - das macht finanziell am meisten Sinn (siehe Thema des abnehmenden Grenznutzens). Dazu gibt es dann noch die Option des manuellen Notstroms, zumindest wenn was im Akku ist.
Für mich gilt dann eigentlich folgendes:
Ich fange mit einem Multiplus II 5000 oder einem Multiplus II 6k5 an
Ich fange mit einem ca. 15kWh Speicher an.
Erste Ausbaustufe: Drei neue 500Wp Module auf der Gaube montieren, per DC anbinden
Zweite Ausbaustufe: Meinen String “Carport + Gartenhaus” auftrennen und per DC anbinden, damit wären dann in Summe 9,1kWp per DC angebunden
Dritte Ausbaustufe: Zwei weitere Multiplus II 5000 oder 6k5 dazu hängen, Speicher erweitern und die 1:1 Regel umsetzen (und damit auch komplett auf unterbrechungsfreien Ersatzstrom gehen)
Mein SUN2000 KTL33-A liefert aufgrund Südost und Nordwest Ausrichtung sowie 7,6kWp “flach liegend” maximal 21-22kW, also weit entfernt von dem was er könnte. Es war halt damals einer der wenigen Wechselrichter, der 4 MPPTs hatte.
Das hört sich für mich auch sinnvoll an. Ich wäre ebenfalls mit dem ersten 15kwh Akku oder maximal mit 2 Akkus wirtschaftlich am besten unterwegs. Alles danach macht die Rentabilität wieder deutlich schlechter. Es muss bei voller Ersatzstromfähigkeit auch nicht maximal wirtschaftlich sein, aber sollte eben auch nicht total übertrieben groß werden. Da hänge ich jetzt fest. mein 33KTL macht im Mai über 4 Stunden lang die vollen 27,5kw, weil dann schon noch mehr kommen würde und in der Zeit begrenzt wird.
Alternativ käme bei mir noch in Frage die PV auf 2 WR aufzuteilen. Einen an AC-IN und einen an AC-OUT1, so dass ich dann auf der Victron Seite kleiner werden kann. Ich habe ca 13.6kwp auf Ost, 6,5kwp auf West und knapp 21kwp auf Süd. Das Süddach ist noch erreichbar und die Kabel könnte ich gut umlegen, so dass dann alles örtlich zusammen mit dem Victronsystem verbaut werden könnte.
Moin @traxanos und @schwarzermann, ich hoffe es ist okay wenn ich euch einmal anpinge.
Schwarzermann hatte drüben folgendes geschrieben:
Ich muss sagen, dass ich das nicht so ganz verstehe.
Mein heutiger Huawei SUN2000 33KTL-A liefert im Peak maximal 22kW - 23kW AC seitig, verbaut sind 30kWp in unterschiedlicher Ausrichtung, vier Strings.
Wenn ich mir nun den SUN-12K-SG05LP3-EU-SM2 ansehe und ins Datenblatt schaue, dann sehe ich maximal 12.000W, sprich: Da kann ich meinen Huawei nicht anklemmen.
Mh, welchen Deye soll er dann nehmen? Ansich bin ich bei dir, ich halte von den Huawei auch nichts mehr, meinen noch nie genutzten ktl20 werd ich auch nicht los. Meiner Meinung nach auch, weil das Luna-System so teuer ist.
Aber welchen soll er nehmen? 4x 22Module, also ne gehörige Spannung um 800V und das an 4 Strings.
Wenn du Deye einsetzen willst musst du die Strings teilen, 12+12
Deye kann max 800v (mppt Bereich 160-650v) und du muss noch die Kälte mit einrechnen
Wenn du die Strings halbierst könntest du mit nem 20k SG05 weiterkommen, der hat auch 4 Eingänge (2mppts)
Dafür müssen wir aber die Eingangsdaten kennen, 22 Module sagen absolut nix! aus. Welche Spannung /Strom liefern die?
Der Hoymiles hat auch nur 750V MMPT Spannung!