Wechselrichter welche für den reinen Inselbetrieb konzipiert sind?

deye hybrid mit akku ist zu einfach?
der kann schwarzstart, inselbetrieb etc. und das recht einfach und kostengünstig.
habe meinen daheim mit 40kw felicity batterien verbaut. damit könnte man recht lange ohne netz auskommen. und das ganze für unter 10000 euro...

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Ich hab von 12k Deye gerade nach Victron RS 48/6K gewechselt.
Die Abwärme des Deye ist so hoch da hat die kleine Splittklima die Doppelgarage gerade so auf 20° runtergekühlt.
Jetzt mit Victron schafft die Klima spielend 18° in wesentlich kürzerer Zeit.

Sowas kann ich im Kernwinter an bewölkten Tagen nicht in einer Insel gebrauchen. Wird wohl erstmal für, gelegentlich starke EV-ladung herhalten ... aber nur von Frühling bis Herbst, wo ich sowieso massiven Überschuß habe.

Und kommt mir bitten nicht mit irgendwelchen Zahlen bezüglich Eigenverbrauch. Bei der Wärme in der Bude gibt es keine Meßfehler :wink:

Wieso kühlst du deine Doppelgarage? Naja, jeder wie er will.

Weil es geniale Sandwichplatten als Wände und Dach hat. Also kaum Speicherfähigkeit aber gute Isolierung.
Und da die kleine Klima sowieso für den Winter eingebaut ist ... kann ich im Sommer auch gratis meine Wunscharbeitstemperatur (16-18°) produzieren.
Als Eisbader stehe ich nicht so auf Wärme.

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Ich platze mal hier in das Thema rein, weil ich gerade dabei bin eine größere Inselanlage zu planen und aktuell schon einen Testaufbau habe, mit dessen Strom ich gerade Auto fahre.

Für mich gibt es nicht die Option des Netzanschlusses, sondern die wirklich richtige Inselanlage. Die groben Ziel-Parameter sind: 30 kWp Modulfläche, min. 30kW 3Ph Leistung und 50kWh Speicher.
Ein Szenario das ich untersuche ist das Schwachlichtverhalten, also bei einer Modulleistung von ca. 5%, mit der Zielsetzung an bewölkten bis nebligen Tagen 5 - 8 kWh Nutzenergie zur Verfügung zu stellen. Dieses Ziel kann ich bisher noch nicht darstellen, da die Verluste der einzelnen Komponenten doch hoch sind. Daher führe ich Tests durch, wo ich die Leistungen vor und hinter der Elektronik messe, um Wirkungsgrade zu ermitteln.

Meine aktuellen Komponenten sind:
Growatt WIT 15k-HU
AOlithium 4x 5kWh LFP Niedervoltspeicher
EPever IP5000-42-PLUS Akkuwechselrichter
EPever IT6420NC G3 Laderegler
und bestellt habe ich ein 3er Set Victron MP2 3000

Der Growatt macht eine gute Figur beim MPP tracken, wie auch bei mittlerer Last (Auto aufladen - Wirkungsgrad mit Akkustrom 94% - zur nachtzeit).

Die aktuelle Planung sieht vor, die MP2 als netzbildende Geräte einzusetzen und für den geringen Lastfall. Der Growatt wird dann eher wie ein netzgekoppelter WR betrieben, so erwarte ich, dass ich dessen hohe Wärmeerzeugung in den Griff bekomme. Aktuell verbraucht der Growatt zur Nachtzeit 165W, bei Schwachlicht gönnt er sich Größenordnung 240W und gibt den Überschuss des Solarstroms dann in die Batterie ab.

Da ich mit dem Setup ca. 20 kW (WIT 15k + MP2) liefern kann (wenn die LV Batterie noch ausgebaut wird, aber das ist aktuell nicht mein Thema), habe ich noch eine offene Leistung in der Größenordnung von 10kW die ich tendenziell in Hochvolttechnik umsetzen würde. Ein Konzept besteht beispielsweise darin, den aktuell günstigen Goodwe GW10K-ET mit einem Dyness Tower in das Konzept zu integrieren. Preislich ist das attraktiv, konstruktiv gibt es schon Anlagen mit MP2 als 3Ph Quelle und GW WR als nachgeschalteten Hybriden (wie im Haus von Hans-Josef Fell). Was mich etwas abhält, dieses Konzept zu verfolgen, ist die Thematik der Reaktionsgeschwindigkeit, also wie gut der GW auf Laständerungen reagieren kann und zum Anderen gibt es für mich die Fragestellung der generellen Zuverlässigkeit der Goodwe Wechselrichter. Auch finde ich es ungewöhnlich, dass der Goodwe ein gutes Ergebnis bei den Tests der HTW-Berlin erzielt, jedoch in Foren gehäuft von erhöhten Verbräuchen um die 70W berichtet wird. Hat jemand so einen Wechselrichter in Benutzung und kann was dazu erzählen? In Foren gibt es ja immer gehäuft die Geschichten der Montagsgeräte und Goodwe soll einer der Weltmarktführer sein, daher erwarte ich, dass die Geräte irgendwie nützlich sind.

Da ich ähnliche kWp habe ...

Da ist mir viel zu viel Klimbim bei Dir.
Mein Ansatz für den Winter braucht es die effizientesten MPPT die es gibt.
Das sind die Studer VS-120, nächstplazierte sind mit deutlichem Abstand große Victron MPPT (100er oder 200er).

Damit wird aus den Modulen der maximale Ertrag in Richtung Akkus "gemolken". Bei mir aus 26 bis 34 kWp auf 100 kWh 48V-Akkus.

Da im Winter ein 30 kW WR enorm viel der Erträge in Form von Wärme vernichtet, müssen, statt dessen, ein paar kleine WR gekoppelt werden (z.B. Victron oder Studer als effizienteste).
Kommen nun 2 miese Wochen im Dezember, wird nur noch ein WR mit z.B. 6-10 kW laufen gelassen und sich beim Verbrauch beschränkt.

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Kannst du die 5-8kWh irgendwie reduzieren? Woraus setzen die sich zusammen? Ggf. ergeben die letzten paar kWh über eine überdimensionierte Anlage keinen Sinn mehr, dafür aber ggf. ein Holz/Kohleofen oder ein Notstromaggregat welches nur 50 Stunden im Jahr läuft.

Es gibt reine Inselwechselrichter.

Benannte wie zB von Victron sind gar keine.

Ich hatte die Frage so verstanden, gesucht werden reine Inselwechselrichter, keine Multitalente.

Habe ich die Frage falsch verstanden ?

Bitte einmal Aufklärung, um was es hier eigentlich geht....

Selbstverständlich sind der RS 48/6000 Smart und der Smart Solar reinste Insel-WR.
Genau wie die Phoenix Baureihe.

Der MP und der Multi RS sind Hybriden und natürlich keine reinen Insel-WR.

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Wobei aber nichts dagegen spricht, sie als Insel zu betreiben. Prominentes youtube-Beispiel zeigt Andy (off-grid garage).

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Ich verstehe den Titel so, dass es hier um die Thematik geht, welche Wechselrichter für den Inselbetrieb geeignet sind. Es ist zweifellos so, dass nicht pauschal jeder WR für eine Inselanlage geeignet ist. Ich lese den Text jedoch auch nicht so, als ob es hier um den Aufbau von Mini-Inselanlagen wie für das Gartenhäuschen geht, sondern eher um Ersatzstromanlagen, die eine Nutzung voll versorgen können, daher auch mein Beitrag oben.

Ab der Leistungsklasse ab 10 KW gibt es Deye Wechselrichter mit 3 Phasen. Das Gerät hat nur Vorteile, wie den Generatorausgang, an dem Balkonkraftwerke angeschlossen werden können. Batteriemanagement für günstige 48/51,2 Volt Akkus. Aber der Ruheverbrauch liegt bei krassen 100 Watt, macht pro Tag 2.4 Kwh aus. Im Winter wird bei vielen Anwendugnen die Batterie alle. Die Viktron sind bei 3 Phasen nicht unbedingt sparsamer, aber sehr flexibel. Studer habe ich. Ein XTH6000 speist das Reihenhaus. Da fällt öfters die 48V 100A Sicherung raus, wenn alle Verbraucher eingeschaltet werden. Wenn es möglich ist, würde ich zu guten netzgführten Geräten mit Hochspannungsakku raten, die sind im Winter sparsamer und fast unhörbar leise. Z.b. SMA, Huawei, also alles was einen große Kühlrippen hat...

nach einer kurzen Auszeit und letztlich einer großen Enttäuschung bezüglich der Verhandlungen mit Huawei und meinem damaligen Händler/Verkäufer, melde ich mich zu einem kurzen aktuellen Statement.
Der zugesagte Tausch des o.g. Batteriesystems wurde vom Händler zurück genommen mit einer fadenscheinigen Begründung:
(Auszug aus dem Originaltext) Seitdem sind inzwischen rund fünf Wochen vergangen, ohne dass wir von Ihnen einen verbindlichen Abholtermin erhalten haben.
Damit ist unsere Kulanzzusage erloschen, da Sie dieses Angebot nicht innerhalb einer angemessenen Frist wahrgenommen haben.

Diese Aussage stimmt nicht, weshalb ich mit meinem Händler im Streit bin, den ich leider nicht gewinnen kann.

Somit weiß ich i.M. noch nicht was ich tun soll mit einer Batterie die UK gelabelt ist und keine MC4- Stecker hat, sondern Stecker, die mir bis heute niemand (weder Händler noch der Huawei-Support) benennen und besorgen konnte.
Ich werde schon eine Lösung finden.

Auf jeden Fall möchte ich an dieser Stelle nun allen im Forum, die mir viele Ideen und Anregungen geliefert haben, die ich sonst wohl nirgends in dieser geballten Ladung (dass einem der Kopf raucht) bekommen hätte können, einen riesengroßen DANK aussprechen.

Sicher werden zeitnah weitere Fragen auftauchen, die ich liebend gern hier zur Klärung/Diskussion stellen werde.

VG
batoo

"Reine Insel WR" meint also Universaltalente.....

Gut - dann bin ich falsch gepolt.

Das trifft zB nicht auf den Growatt SPF zu. Die starten mit ausreichender PV Leistung das Laden der Batterie.

Vielmehr unterstelle ich allen Insel WR diese Fähigkeit, sonst kann man sich diese auch ersparen - witzlos.....

Es bleibt ein Hybrid ein Hybrid und niemals ist so etwas ein Insel WR.

Mindestens das ist eindeutig in den Vorschriften geklärt. Damit ist in Deutschland keine Insel mit einem Hybrid WR möglich - damit sind diese Kisten am Thema vorbei. Die Ausnahme mag ein nicht vorhandener Netzzugang sein, was die Ausnahme darstellen könnte - gibt immer einen.......

Wir sind hier nicht im Outback von Australien.

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Auch wenn das Thema eigentlich erledigt scheint noch ein kleiner Einwurf von mir. Ich verstehe doch richtig das wir hier davon reden eine Insel an einem Ort zu errichten wo Netzstrom vorhanden ist, oder?

Zum einen solltest Du bei Inselbetrieb nicht den maximal möglichen Peak Wert als Maß für den WR nehmen weil Du Dir diesen “Luxus” über das Jahr verteilt mit unnötigen Verlusten erkaufst, viel mehr Sinn macht die reale Nutzung zu beaobachten und das dann als Maß zu nehmen.

Zum Anderen lese ich aus der Diskussion heraus das man davon ausgeht wenn Insel dann muss die mich 100% versorgen, da frage ich mich warum? Was spricht gegen eine Insel die Dich zu 90% versorgt und die wenigen Tage im Jahr an denen es eben nicht reicht schaltest Du ganz bequem auf Netzbezug um.

Du brauchst nur einen manuellen Generatorswitch (würde ich immer einem Automaten vorziehen weil man so mitbekommt das es nicht gereicht hat)

In meinen Augen macht es keinen Sinn die wenigen Tage Dunkelflaute im Winter damit zu erschlagen über das restliche Jahr eine deutlich zu große Anlage zu betreiben.

Genauso wie es keinen Sinn macht nur weil ggf. möglich ist das jemand Wasserkocher und Herd zusammen nutzen könnte dafür Leistung vorzuhalten das sowas immer möglich sein muss.

Genauso wie, in meinen Augen, auch nicht die PV Fläche die WR Größe bestimmt sondern Dein Verbrauch. Leider fällt mir aktuell der Name nicht ein aber es gibt gute Videos genau dazu, es ist keiner der großen YT`ber, der zeigt eine ganz simple Victron Anlage mit einem 3kw WR und 24Volt DC Schiene - 2 Personen Haushalt - 98KWH Netzbezug nach 1,5 Jahren - manueller Transferswitch - so geht Effizenz und das sogar mit vergleichsweise schlechten Komponenten.

Dafür baut man mehrere sparsame WR parallel auf.

Beispiel bei mir, 2 Stück (a. 22W) Victron RS 48/5k SS - reinste Insel-WR. Die machen die Rückschaltung auf ein Gerät zwar nicht automatisch, aber bei erkennbarer Dunkelflaute für 1-2 Wochen macht man das eben manuell.

Noch deutlich besser kann das Studer, leider sind das aber Hybriden und somit keine reinen Insel-WR.

z.B. 3 Stück XTM 48/4k (a. 11W) parallel und bis rund 2,5 kW läuft automatisch nur ein WR. Bei mehr Bedarf schaltet er die anderen beiden zu und anschließend wieder aus.

Ja, aber …

Bei ~ 70 kWh/a Netz (98 kWh/1,5a) verfünffacht sich bei eingerechneter Grundgebühr der kWh-Preis.

Da stellt sich mir die Frage (abgesehen von der möglicherweise trügerischen Sicherheit), ob man diese Bedarfslücke auch anderweitig schließen kann oder ob der Bedarf gar vermeidbar ist.

Wer eine Insel baut, hat sicherlich noch andere Beweggründe als die reine Absicherung seines Stromkomforts.

Desweiteren überlege ich, ob ich neben dem angesprochenen 3000er dem Gefrierschrank einen eigenen kleineren WR (800/1200/1600) spendiere - falls ich im Winter länger (über Wochen) außer Haus bin und kaum Bedarf hätte, hätte ich mit einem kleineren WR möglicherweise einen effizienteren. Heizung wäre aus, Wasser abgedeht, Standby-Geräte aus.

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Hallo Uschi,

nja, Studer ist einfach zu teuer, die Technik ist mit Sicherheit über alle Zweifel erhaben. Das die diese Automatik wusste ich aber auch nicht, das ist natürlich eine gute Sache.

Du schreibst “reinste Insel” im Gegensatz zu Hybrid - Du meinst mit reinster Insel “kann nur Insel”? Wo ist genau der Vorteil? bzw. wo der Nachteil wenn ein WR auch Netzparallel arbeiten könnte? (abgelöst vom Thema stellte sich die Frage gerade im Kopf)

Hallo Jay,

wieso so negativ? Ich denke das die Option zurück auf Netzbezug zu gehen immer vorhanden bleiben sollte weil so ein WR auch mal kaputt gehen kann. Ich denke das die totale Abkoppelung zwar ein netter Gedanke ist aber auf Dauer keinen Sinn macht.