aufgrund deines Kommentars möchte ich nochmals konkretisieren, wie ich den parallelen Betrieb bisher in die Praxis umgesetzt habe und wo die Reise hingehen soll.
wie oben schon erwähnt, habe ich zwei größere Hager-UVen in meinem Technikraum montiert.
auf die Linke ist die Zuleitung von der Hauptverteilung aufgelegt (EON-Strom)
auf die Rechte ist die Zuleitung (5x10mm²) auch schon aufgelegt und muss nur an den WR (der noch nicht da ist) angeschlossen werden.
der Strom wird direkt auf die Verbraucher verteilt.
Durch die getrennten UVen ist KEINE Einspeisung ins Netz möglich.
Falls ein WR (egal nun welcher) zum Starten, für den Betrieb, für die Steuerung usw. einen Netzstrom benötigt, ist der natürlich da.
Deshalb nochmals die Überlegung: Ist ein reiner Insel-WR wirklich nötig oder habe ich mich nur auf den Begriff - Insel - zu stark fixiert.
Das langfristige Ziel wäre:
Alles was die Autarkie erhöht auszubauen und die Verbraucher die am EON-Netz hängen zurück zu fahren, bis zur kompletten Abkopplung.
Und die Frage wäre auch nochmals: wenn wirklich eine Einspeisung ins Netz schon aus technischen Vorgaben nicht möglich ist (getrennte Verteilungen, getrennte Stromkreise) - was ist das dann für ein Modell.
Verbale Beschreibungen von Schaltungen sind immer schwer zu visualisieren.
Geschickt ist ein einfaches Blockschaltbild anzufertigen, das ist dann eindeutig.
Zwischen den beiden Unterverteilungen gibt es keine Verbindung,
ebenso bei den Stromkreisen zu den Verbrauchern.
Wie schon gesagt:
wir haben hier alles doppelt und Solarstrom und Netzstrom laufen nur schön parallel nebeneinander – es gibt keinerlei Verbindungen. Deshalb ist die Solaranlage aus meiner Sicht als reine Insel zu betrachten.
Was soll das für ein WR sein, der den Strom für sich aus dem Netz holt, aber den erzeugten Strom sauber getrennt vom Netz fern hält? Kenne ich so nicht.
Hallo Win, ich sage ja nur: wenn der WR zum Funktionieren zB 220 V (Steuerung oder so) nötig hätte, dann könnte ich die durch den Netzstrom zur Verfügung stellen.
Aber (siehe obiges grobes Blockschaltbild) durch die getrennten UVen kann ich keinen Strom einspeisen, was ich ja auch gar nicht möchte.
Letztlich muss die Anlage einfach nur gut und sicher funktionieren und langfristig so erweiterbar sein, dass ich den Stecker irgendwann bei EON ziehen kann.
Ja, das erste Netz kannst du als Insel ansehen.
Das Problem welches für dich übrig bleibt ist die Weiterverwendung deiner Huawei-Batterie.
Ein anderer Forumskollege hat ja den Vorschlag gemacht das Teil zu veräußern.
Vielleicht hast du ja die Chance bei Huawei eine Doku zur Kommunikation deiner Batterie zu bekommen. Dann besteht die Chance die Batterie mit anderen Wechselrichtern zu verheiraten.
Das hatte ich verstanden, aber ich kenne keinen WR, der so funktioniert. Und der müsste dann ja auch noch von Huawei sein, damit es mit deinen Akkus funktioniert.
Deshalb raucht mir ja der Kopf - drei Vorschläge, die ich ebenfalls als interessant und umsetzungsfähig sehe, aber noch nicht überschauen kann, welcher Aufwand jeder Einzelne nach sich zieht.
Mit Huwawei kann ich Kontakt aufnehmen, was aus der Erfahrung der letzten Wochen wieder ein schwieriges Thema sein wird, da der Support erstmal eher langsam auf Anfragen reagiert und gern auf die Händler verweist.
Ebenso könnte ich mit den o.g. WR-Herstellern telefonieren.
Schön wäre natürlich es gäbe jemand im Forum, der vielleicht mit den gleichen Überlegungen/Problemen eine super Lösung gefunden hat und bereit wäre, diese zu teilen.
Hallo dasolarix,
wegen Dir, brummt mir der Schädel
Gleich 3 Optionen - eine, nämlich die Beste, hätte mir genügt.
Scherz beiseite.
Kannst Du mir die Option 1 vielleicht etwas genauer beschreiben - ich bin kein Techniker und brauche manchmal etwas länger - sorry.
Und zu Option 3: was wird denn beim Zerlegen zum Vorschein kommen - Batterien und die dazugehörige Steuerungstechnik, das BMS.
Wenn ich deinen Kommentar richtig interpretiere, kann ich das Huawei-BMS abklemmen und durch ein Anderes, welches mit einem rein inselfähigen WR kompatibel ist, wieder verbinden.
Wenn du kein Techniker bist, ist das keine wirkliche Option. Selbst jemand der Ahnung hat, wird sich 3 mal überlegen, so etwas zu machen. Da bleiben immer jede Menge Sicherheitsrisiken. Du müsstest den Hochvoltakku auch auf 48V umbauen. Das macht aber so überhaupt keinen Sinn, dann verkauft man doch besser die Hochvoltakkus und baut sich einen 48V Akku selber. Und wer nicht bauen will/kann, kauft einen fertigen 48V Akku.
Was ich von dem Huawei-Akku verstanden habe, intern sind das 48V Batteriepacks und oben auf den Batterien sitzt ein DC/DC-Wandler der dan die HV rausgibt - aber ich bin nicht sicher, es kann auch anders sein.
Aber wenn dem so ist ist das auch keine einfache Aufgabe
Hast du deinen Energiebedarf schon ermittelt? Was wird tagsüber und nachts verbraucht? Wie hoch ist die maximale Belastung pro Phase in kW? Denke dabei auch an die Zukunft: Ein E-Fahrzeug verursacht eine zusätzliche Belastung von bis zu 3,6 kW pro Phase und eventuell kommt auch noch eine Wärmepumpe hinzu. Das wird die Möglichkeiten einiger Wechselrichter schon sprengen.
Die Meisten (alle?) Insel-WR benötigen zum Starten etwas Batteriestrom, bevor ihre Ladefunktion überhaupt funktioniert.
Das Netz ist zum Starten des Insel-WR insofern nur geeignet, indem du bei leeren Akkus diese per Ladegerät vorlädst.
Um (nach meiner Rechtsauffassung) rechtlich sicher zu sein (das DC-Laden aus dem Netz wird im Forum rechtlich unterschiedlich bewertet), benötigst du für die Schwarzstartfähigkeit bei leeren Akkus einen externen Laderegler, an den du (gegebenenfalls durch Umstecken) vorhandene PV-Module direkt anschließt.
Ich persönlich halte einen permanenten DC/AC-Mischbetrieb beim Laden für sinnvoll.
... habe deine Anfrage zum Anlass genommen, den Digitalzähler mal abzulesen.
Also, er steht auf knapp 20.000 und wurde vor 1 1/2 Jahren gesetzt. Der Verbrauch ist aber nicht besonders repräsentativ, da ein nicht zu unterschätzender Anteil der Baustelle geschuldet ist.
Das Projekt (Insel) wurde vor gut 2 Jahren gestartet und ist noch immer in der Umbauphase.
Aufgrund der Splitklimageräte, der üblichen Verbraucher, eines geplanten E-Autos (wenn mal alles funktioniert) liegt der zukünftige Verbrauch sicherlich entsprechend hoch. Deshalb ist mein Bestreben nach Autarkie ebenfalls hoch.
Das Konzept, welches noch nicht ausgereift ist, möchte ich mit den genannten 10 KW beginnen, nach oben offen und gern flankiert auch durch andere Energieerzeuger.
Hallo Amiko ,
Naja , mit 11kw also 3 x ca 3,6 kw muss Mensch ja nicht zwingend das E- Auto laden und dabei parallel die Wärmepumpe betreiben .... Idealerweise wäre ja das am besten zu Tageszeiten wenn der Solarstrom und der/die Inselwechselrichter zb ein 5 kW Victron MP sich zusammen addieren , bzw ein Großteil aus der PV kommen kann
EON hat den neu gesetzt.
Aber wie gesagt, wird wohl der Baustellenbetrieb einiges verschlungen haben. Wenn ich nur an die Baustrahler (kein LED) denke, an ein Entfeuchtungsgerät wegen dem Estrich und anderen stärkeren Verbrauchern.
Falls ich mich für die, von solarix vorgeschlagene, Option2 entscheiden sollte,
gäbe es Empfehlungen auf ein erprobtes, starkes (eher ab 15KW) und natürlich auch preisgünstiges Batteriesystem bzw. Kompaktsystem für den Inselbetrieb.
Wäre es besser die Frage nach der BESTEN BATTERIE in einem anderen Forum zu stellen.
Am Donnerstag Abend treffe ich mich mit einem Freund um gemeinsam alle Vorschläge/Ideen zu diskutieren. Bis dorthin bin ich noch für jeden weiteren Impuls sehr dankbar.
muss man nicht, dafür gibt es so etwas wie EVCC. Aber bis EVCC auf eine plötzliche Laständerung reagiert, z. B. wenn beim Laden des Autos die Heizung anspringt oder die Frau mit dem Kochen beginnt, geht dein Victron auf Störung und es ist dunkel in der Bude.
Ich wollte damit sagen, dass man die Leistung des WR sorgfältig auswählen sollte, um keine bösen Überraschungen zu erleben. Wenn man schon so viel Geld in die Anlage investiert, sollte man ein paar Euro mehr investieren, um mehr Leistungsreserven zu haben.