Wasserstoff Status/Meinungen 2026

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Alles gut.
Aber es gibt einfach Anwendungen, wo die Energiedichte von z. B. Gas gebraucht wird.

Und da hilft kein Wirkungsgrad.

Natürlich soll man das Gas nicht dazu verwenden seine Heizung zu betreiben, das wäre wahrhaft hahnebüchern.

Blockzitat

Warum eigentlich nicht?
(Hab da wirklich keine Ahnung, bitte um Aufklärung)

Das System von Picea hat 100000 Euro gekostet, die Wasserstoff-Flaschen waren 100 Euro pro kWhel. Wartung gab es auch noch, glaube 500 Euro im Jahr, das weiß ich nicht mehr so genau.

Standard waren 300 kWh für den Winter. Bei 1000 kWhel zusätzlich also weitere 100000 Euro.

Verluste habe ich vergessen, mindestens 2/3.

Also, 1000 kWh Überschuss für den Winter speichern kostet so Größenordnung 200000 Euro und man muss in den Elektrolyseur mindestens 3000 kWh im Sommer reinstecken.

Picea ist nicht ganz grundlos mit dem Angebot Pleite gegangen.

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Das war mit BHKW dasselbe. Du kannst nicht einfach ne große Kiste runterskalieren und dann wars das. Wasserstoff für eine Gemeinde oder Ortschaft kann Autarkie schaffen.Idealerweise dann doch eher in Städten für zusätzlich Wärmenutzung. In Privathaushalten ist das viel zu gefährlich und daher auch zu teuer.

Weil es sich finanziell einfach nicht rechnet. Die Anlage muß sich auch amortisieren und der Wasserstoff am Ende preislich konkurrenzfähig sein. Dafür muß sie möglichst durchlaufen.

Es gibt eine Abschätzung zur Umstellung der 250 TWh Erdgasspeicher auf Wasserstoff. Wenn ich das auf den einzelnen Haushalt extrapoliere reden wir über etwas mehr als 100 kWh Speicherkapazität, also nicht wirklich viel anders als mit Batterien.

Jetzt die Zahlen: Von 250 TWh mit Erdgas sollen 32 TWh Wasserstoff übrig bleiben. Der muss noch verstromt werden und mit etwas Verlust zu den Haushalten transportiert werden. Da schätze ich 18 TWh ab. Haushalte sind etwa ein Viertel des Strombedarfs, anteilig verbleiben 4,5 TWh.

Wir haben über 40 Millionen Haushalte, bei (Um)Nutzung nur der bestehenden Erdgasspeicher reden wir also über knapp über 100 kWh pro Haushalt.

Nicht wirklich sehr brauchbar für saisonale Speicherung.

Nein :rofl:

Autarke Gemeinden die sogar Überschuss produzieren, wurden gefragt, wollt ihr nicht auf Wasserstoff umrüsten ?

Die Antwort war einfach:

"Sehen Sie die Windräder, schon teuer genug. Für Wasserstoff müssten wir 5 x soviele bauen, merken sie selber, wozu......."

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Realität:

Allein die neueste und größte der Turbinen könnte bald neun Millionen Kilowattstunden Strom pro Jahr erzeugen: (..). Der eigene Windpark produziert so viel Energie, dass 99 Prozent davon auf dem Energiemarkt verkauft werden.

(Deutschlands energieautarkes Dorf

Ich habe hier einen funktionierenden, bezahlten Saisonspeicher mit einer Kapazität von ca. 100000kWh. Das genügt für die Heizung eines 2Familienhaus für 2 Jahre.

Ein Wasserstoffspeicher mit einer Kapazität von 100000kWh würde ca. 5000000€ kosten und der wäre nach einem Winter leer (Boiloff). Das ist selbst mit einer Subvention von mehr als 99% nicht finanzierbar.

Hinzu kommen noch Kosten für:

  1. Kompressoren
  2. Kühlung
  3. Sicherheitstechnik
  4. Explosionsschutz
  5. Rohrleitungen
  6. Genehmigungen

Der vorhandene Speicher ist in einem 20qm Kellerraum untergebracht.

Eine Explosion von 3000kg H2 verursacht einen Krater mit einem Durchmesser von ca. 10 bis 30 m und einer Tiefe von ca. 3 bis 10m.

Das möchte ich nicht in einem Gebäude haben, in dem ich schlafe. Für den erforderlichen Abstand zum Haus ist das Grundstück leider zu klein.

Und wie funktioniert der? Wir reden hier ja von erneuerbarer Energie und Elektrizität, nicht von Heizöl oder Pellets aus in der Menge dann Kahlschlag. Wasserstoff privat zu speichern halte ich auch für sinnfrei, primär aus ökonomischen Gründen.

Hallo Jens,

Ich rede schon von der vorhandenen Ölheizung, weil ich noch nichts gefunden habe, was funktioniert, wenn es einige Zeit keinen Strom gibt (Berlin). Als Notheizung werde ich nicht darauf verzichten, auch wenn ich in Zukunft beabsichtige mit LLWP zu heizen.

Mit einem Moppel für den Strombedarf der Heizung ist dieses vorhandene System mit halbvollem Tank eine ganze Heizsaison autark (ich arbeite an einer Notstromlösung dafür auf Basis Solar/Bleibatterie)

Für mich grenzt es an Wahnsinn ein vorhandenes bezahltes funktionierendes System zu verschrotten, bevor ein besseres System verfügbar ist. Wärmepumpen sind ökologisch und ökonomisch besser im Frühjahr und im Herbst in einem einigermaßen gut gedämmten Gebäude solange bezahlbarer Strom in ausreichender Menge zur Verfügung steht.

Im Kernwinter ist in einem Altbau der Bivalenzpunkt schnell erreicht. Spätestens, sobald der Notheizstab tätig wird, ist eine alte Ölheizung deutlich ökonomischer UND ökologischer.

Dass der aktuelle Ausbau an EE bei weitem nicht ausreicht um den Strombedarf der angestrebten WP und BEV zuverlässig zu decken ist Fakt.

Ob die Franzosen in einer Notsituation uns weiter Atomstrom liefern, halte ich für unwahrscheinlich, sie wollen auch WP und BEV.

Deshalb wird der Öltank als Saisonspeicher weiter benötigt, solange es keine ökologisch bessere Lösung gibt , die sich auch Menschen leisten können, denen es nicht vollkommen egal sein kann, was das kostet (Ja die gibt es, auch wenn Politiker das nicht auf dem Schirm haben).

Deshalb forsche ich nach besseren Lösungen. Ein Wasserstoffspeicher ist das nicht. Er ist wie Batterien bestenfalls als Kurzzeitspeicher geeignet.

Für Pellets gibt es den Ökofen Stirling.

Bei Batterien und PV habe ich echte Preise, die ich selbst leicht checken kann.

So habe ich gerade einen 800 Watt Wechselrichter für 58,20 Euro gekauft und könnte im selben Shop einen DC Balkonkraftwerksspeicher für 199 Euro kaufen (1,6 kWh).

Bei Wasserstoff ist viel wilde Extrapolation dabei. Es ist eine Erdgasleitung jetzt umgewidmet worden, da haben wir im sehr großen Maßstab Kosten und es gab früher Stadtgas. Der Pipeline-Teil ist also noch ganz gut abschätzbar.

Bei Elektrolyseuren scheinen die bestehenden Projekte von Stromanschluss bis Wasserstoff Pipeline Anschluss in der Größenordnung 5000 Euro pro kW zu kosten.

Bei Speichern gibt es nur winzige Projekte, da scheint ganz besonders extrapoliert zu werden. Ich kann kaum nachvollziehen wie realistisch die etwa 80 Millionen Euro für einen etwa Viertel TWh Speicher von EWI sind.

Das Ding hier soll etwa 24 Millionen Euro gekostet haben und kann 66000 kWh speichern.

Das sind keine 30 Cent die kWh, das sind 360 Euro die kWh.

Schon der Begriff ist falsch, weil da nichts aus dem Sommer gespeichert wird. Selbst mit rein fossilem Strom, speziell bei Nutzung der Abwärme für Fernwärme ist eine Wärmepumpe sauberer als Öl.

@hger Ökofen ist sehr teuer (>30.000€) und passt auf Grund seiner Dimension (höher>2m) nicht in jeden Keller. Selbst wenn das passen würde, bei etwa 7,3ct./kWh Pellets, 9 für Gas und einem Preisunterschied von etwa 20.000€ zur Gasheizung dauert es vermutlich >100 Jahre bis zur Amortisation. Die elektrische Leistung des Stirling ist mit 1000W überschaubar.

@wibbing

Der pöse Heizstab ist vom COP immer noch besser als die meisten Fossilbrenner, nicht vom CO2. Übers Jahr betrachtet ist die WP mit Heizstab trotzdem im Vorteil.

Ist dann grün angemalter roter? Wasserstoff

Den kann man dann uns andrehen.

Für was soll das Projekt gut sein, außer einer drastischen Erhöhung des Atommülls......

Der Gesamtwirkungsgrad liegt zwischen 60 und 80%, bezogen auf die Energiemengen sieht es übel aus 50-53kWh für 1kg H2, woraus am Ende knapp 14kWh Methan werden. Auch wenn anfallende Wärme genutzt werden kann: 1ct./kWh Strom und das Methan kostet 3,7ct./kWh. Klingt billiger als Gas, ist aber nur der Preis für die Energie der Umwandlung und lässt Anlagenkosten, Netzkosten… außer acht. Das sich das ansatzweise lohnt, ist eher unwahrscheinlich. Berücksichtigt man die Vorteile einer WP ist das Well-to-Heat etwa um den Faktor 12 besser. 0,85 für Gaskessel und COP3 für WP.

“Es geht um die Überschüsse, die wir bisher mit 0% Effizienz einfach abregeln. Insofern müssen wir selbst bei 1% Effizienz dann weniger Energie importieren. Und es geht darum, dass in Zukunft viel viel mehr Überschüsse da sein werden, für die es Konzepte der Nutzung braucht.”

Bis zu dem Punkt sitze ich vermutlich im Rollstuhl und sabbere mir aufs Lätzchen. Es gibt kaum H2-Tankstellen im Bundesgebiet, die auch öffentlich zugänglich sind. Überraschenderweise gibt es auch kaum Fahrzeuge für den Individualverkehr, die mit H2 laufen. Warum nur? Kein Angebot zu vernünftigen Konditionen, keine Nachfrage. Keine Nachfrage, kein Angebot. Jens hatte doch die H2-Leiter gepostet.

Hger hat Recht, wenn Stromüberschuss droht, dann runter mit der Stromproduktion aus Biogasanlagen, ginge am einfachsten mit variablen Strompreisen. Einspeisen erbringt dann Verluste oder jedenfalls 0 Erlöse. Das anfallende Biogas speichern und Verstromen, wenn der Bedarf wieder vorhanden ist. Dafür wieder höhere Preise zahlen.

Ich habe die aktuelle Situation in Deutschland beschrieben.

KI behauptet Anfang 26 waren es etwa 50 in Deutschland, im ersten Tertial 26 lt. KBA 8! in Worten Acht! Neuzulassungen von Brennstoffzellen-Pkw.

In anderen Anwendungen kann und wird H2 Sinn machen und an mancher Stelle auch unentbehrlich sein, siehe Jens Beitrag dazu. Heute gab / gibt es lt. Vattenfall Börsenstrompreise unter 0 zwischen etwa 09:00 und 16:00. Leider machen Elektrolyseure für die sieben Stunden 0 Sinn.

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Der Shop ist Sonnenmatrix, den Wechselrichter habe ich persönlich in Aldenhoven (zwischen Aachen und Köln) abgeholt und vorab per Banküberweisung gezahlt, das gibt 3% Skonto.

Dass ein Kavernenspeicher andere Kostenstrukturen hat als eine Stahlflasche für zu Hause, ja, das kann ich nachvollziehen. Ob der Kavernenspeicher aber wirklich super günstig zu haben ist, das finde ich gar nicht so einfach zu beurteilen.

Und bei kleinen Brennstoffzellen verstehe ich einigermaßen, warum Heizungen von Fachmann teuer sind. Das sieht man auch bei Ökofen oder Wärmepumpen. Nur gibt es bei Wärmepumpen dann doch auch günstige Lösungen wie Klimaanlagen. Bei Brennstoffzellen scheint es das nicht zu geben und im Prinzip sind die auch modular aufgebaut und von daher sind da Skaleneffekte nicht so nachvollziehbar wie bei Kavernenspeichern.

Wenn man 3% Abregelung hat, dann sind das pro 10 kWp etwa 300 kWh im Jahr.

Bei 5000 Euro pro kW und 10 Jahren Nutzungsdauer und der eher freundlichen Annahme, dass 1 kW Elektrolyse bei 10 kWp reicht, kostet die kWh abgeregelter Strom speichern über 1,50 Euro die kWh. Mit 2/3 Verlust, reden wir von 5 Euro pro ausgespeicherter kWh. Das sind natürlich völlig inakzeptable Werte und es ist weit, weit günstiger abzuregeln und statt dem Elektrolyseur weitere PV zuzubauen.

Die Betriebskosten habe ich übrigens grob berücksichtigt, indem ich die Nutzungsdauer relativ kurz angesetzt habe.

Bzw. man muss gar nicht abregeln. In unserem Pool (100 Euro oder so mit 5 m3) sind zwei Heitzstäbe, die ich gebraucht für 10 Euro gekauft habe und die etwa 5 kW ziehen. Das ist doch etwas günstiger also 25000 Euro für 5 kW Elektrolyseleistung in real existierenden Anlagen (von Stromanschluss bis Wasserstoff Pipeline Anschluss einschließlich Gebäude etc. dann alles dabei).