Im Moment können Einstellungen nur über meine WebGUI ( über BLE ) oder die Serielle-/USB Schnittstelle vorgenommen werden. Die Serielle-/USB Schnittstelle ist aber eher eine “Entwicklungsschnittstelle”, die ich perspektivisch nicht mehr allgemein zugänglich machen möchte. Zukünftig soll es die Möglichkeit geben, Einstellungen auch über CAN vorzunehmen. Das wird sehr wahrscheinlich dann auch mit einem Python-Script gewrappt, so dass man das relativ einfach in HA einbinden können sollte.
Da mein BMS im Moment keine native LAN Schnittstelle hat, müßte man für einen richtigen Remote-Zugriff dann einen CAN-Ethernet Adapter verwenden.
Das ist zwar grundsätzlich kein Problem, ich bin mir aber sicher dass Du dafür bei meinem BMS keine Verwendung mehr haben wirst. Da mein BMS die Spannungsabfälle über ohmsche Widerstände kompensiert und Balancing-Entscheidungen auf Basis kompensierte Spannungen ( also quasi rein elektrochemischer Zellspannung ) vornimmt, gibt es, so lange wir von LFP-Zellen reden, keinen Grund die Default-Einstellungen zu verändern.
Dass die Zellspannungen wie in Deinem Screenshot hier vor 17:30 so auseinanderlaufen, wirst Du bei meinem BMS nicht mehr in der Form erleben.
In dem Pack zu dem folgenden Screenshots sind die Verbinder-/Übergangswiderstände extrem inkonsistent ( ~ 0.6 mOhm bis fast 1.8 mOhm ) trotzdem bleiben die Zellspannungen auch bei den kurzen Spikes bis ~ 27 A praktisch eine Linie. Die je nach Pack angepaßte Reserve beim Balancingstart basierend auf unkompensierten Zellspannungen, ist hier schlicht nicht notwendig.
( Bitte nicht am SOC-Sprung von 174 % auf 100% irritieren lassen. Das war das erste Volladen für den Pack. Dementsprechend sind die Zellen hier auch noch ziemlich aus der Balance, Zelle 2 fehlen ~ 0.5 Ah )
Die beiden Stufen haben nur indirekt mit dem Balancing selber zu tuen. Dass BMS erlaubt zunächst deutlich mehr als 3.42 V ( zumal die gezeigten Spannungen auch kompensierte sind und die Terminalspannungen also noch deutlich höher liegen ), damit der Pack ziemlich schnell komplett vollgeladen werden kann, reduziert dann aber die Spannung nach der 100% SOC Detektion, da man wegen des Relaxierungsverhalten der Zellen oft mindestens 30 min eine Balancingspannung halten muss und ich dabei die Zellen nicht unnötig stressen und nicht unnötig über den “nominalen” 100% SOC-Wert hinaus laden möchte.
Im Moment ist ein stückweise lineares Derating des dem WR gemeldeten erlaubten Entladestroms u.a. in Abhängigkeit der Zellspannung bereits eingebaut.
In meiner Testanlage schaltet der Deye allerdings typischerweise selber aufgrund seines am eigenen Display eingestellten “Min SOC-Wertes” ab. Nutzt Du das bewußt nicht?
Für 100 A Dauerstrom könnte ich Dir im Moment Muster dieser Variante anbieten
Die Balancer Kabel könntest Du ( vorzugsweis in 75 cm Länge ) von mir einseitig mit Steckern für das BMS bekommen. Kabelschuhe müßtest Du dann an der anderen Seite selber montieren.
Für den CAN-Anschluss ebenso einseitig von mir für das BMS konfektioniert. Wenn Du einen Deye verwendest, könnte ich die andere Seite auch direkt mit RJ45 bereitstellen.
Alle Leistungskabel müßtest Du selber erstellen ( BMS-seitig mit M6 Kabelschuhen, bei 100 A reicht ein Anschluss pro Kontakt )
Wenn Du mir deine Email-Adresse per PM schickst, kann ich Dir schon mal eine pdf-Installationsanleitung und eine Beschreibung zur Web-GUI schicken.