Spricht etwas gegen die Verwendung von Multiplexern für die Messung an einer großen Zahl von Zellen? Gegebenenfalls zwei Stück um immer beide Pole umzuschalten. Ich bin eher in der Digitaltechnik bewandert, als im analogen Bereich.
Multiplexer für diesen großen Sperrspannungsbereich eines 16S pack sind aufwändig zu bauen oder Teuer und energiehungrig. Wenn es ne diskrete Lösung sein soll, benutze ich die Angehängte DC-AC Wandlerschaltung, es ist einer der 16 kanäle dargestellt. Damit kann auf GND des Steuer-µC bezogen ab 2V bis ca. 75V potentialunabhängig gemessen werden. Auch mV-Spannungen wie Busbar-Spannungsabfall sind mittels zusätzlicher Kanäle auf den höheren ebenen sind messbar. Balancing-strom gibt es gratis dazu. Das gesamte Projekt werde ich zu geeigneter zeit auch vorstellen.
Das JK BMS nutzt diskret aufgebaute Multiplexer und realisiert darüber auch das Cell2Cell Balancing.
In dem BMS IC von TI, das ich benutzte, sind auch Multiplexer verbaut. Nach meinem Eindruck ist das bei vielen BMS-IC für >= 10S so. Einen eigenen ADC pro Zelle sieht man bei neu angekündigten ICs immer öfter.
Danke euch beiden, ich schaue mir das morgen an, also heute.
an nimbus4: Bei dem JK BMS wird jederzeit immer nur eine Zelle (oder so viele Zellen wie Multiplexer vorhanden sind) ausgeglichen? Oder geht es nur um die Messung für das Balancing, welches selbst aber für jede Zelle ohne Unterbrechung stattfindet? Ersteres erschiene mir als fragwürdige Methode.
Diese Sperrspannung ist der Potentialunterschied des Multiplexers zur Masse der das Potential eines Pols einer Zelle zum ADC durchschaltet oder auch gerade nicht durchschaltet, verstehe ich das richtig? Das ist unabhängig davon, ob man den Potentialunterschied von Zellpol zur Masse oder zum anderen Pol der Zelle mißt, richtig? Und bei einem ADC der die Spannung zwischen den Polen einer Zelle mißt tritt das Problem nicht auf, auch wenn dessen Meßbereich klein ist (nur etwas größer als die Zellspannung)? Einer Erklärung warum dem so ist, wenn dem so ist, benötige ich nicht.
Der typische Multiplexer bei den diskret aufgebauten China-BMS ( z.B. JK ) kann immer nur entweder
1.) Eine Zellspannung zur Messung sampeln
2.) Energie aus einer Zelle über ein kleines Schaltnetzteil in einen SuperCap speichern.
3.) Energie aus dem SuperCap zurück in eine Zelle verschieben
Verstehe, Danke für die Aufklärung. Beim Umparken von Energie kann ich das verstehen, das wäre anders sehr aufwendig.
Und anscheinend funktioniert es ja. Wobei ich mich schon seit vielen Jahren zwinge, den Gedanken nicht zuzulassen, wenn etwas (massenhaft) gebaut wir, wird es schon funktionieren.
Bist du sicher, dass das JK die Zellspannungen über den multiplexer des balancers misst?
Fast richtig . Es werden immer Zwei zellen ausgeglichen. Aus der mit der höchsten Spannung wird Energie entnommen und in die Zelle mit der niedrigsten Spannung gesteckt.
Das ist imho auch kein Nachteil gegenüber passiven Balancern mit Energieentzug/Strombelastung, weil:
Der Hauptgrund für notwendiges Balancing ist die erhohte Selbstentladung einzelner Zellen. Das betrifft statustisch nur wenige Zellen, im 5 % Bereich.
Bei passiven Balancing muss man also alle Zellen auf die Ladung der niedrigsten Herunterprügeln.
Der JK lädt die ein oder 2 Zellen und gut is.
Ich habe an einem JK zwar kein Reverse-Engineering betrieben, nach den Informationen und Bildern, die mir vorliegen, ist das aber so.
Hast Du andere Informationen?
Nun ja, das findet nacheinander statt, so wie es nimbus4 beschreibt. Und wenn es gleichzeitig stattfinden würde, dann mit einem weiteren Multiplexer.
Das ist natürlich richtig.
