Verschattung reduziert Leistung um ~95%

Ich sehe - und da mag ich auch falsch liegen - die Höhe der Module jetzt gerade auf oder über der Höhe der Edelstahlbrüstung. Wenn also darunter ein Gestell inkl. Beschwerung zwischen Hauswand und Edelstahlbrüstung käme und die Platten auf / über der Edelstahlbrüstung liegen, ohne sie anzubohren. Liegen zwar flach, aber immer noch deutlich besser als 95% Reduktion.

Die Module liegen bereits an der Hauswand an, da kannst du nichts anheben und flach legen ohne das die Module das Fenster noch weiter verdecken.

Edith
Ich glaube ich habe dich falsch verstanden.
Du hast es wohl so gemeint das die Module dann quasi über dem Blech liegen?
Ja das wäre eine sehr gute Option, wenn das möglich ist.

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Abdecken versucht?

Nee, habs noch nicht geschafft. Ist momentan auch bewölkt und regnerisch.
Danke für den Link zum Verschattungs-Simulator. Mit diesem Verhalten habe ich gerechnet:


Das Verhalten, dass ich bei Sonnenschein beobachte, lässt sich reproduzieren, wenn a) das Schattenmanagement, deaktiviert wird, also der Mikro-WR kein Sweep durchführt, oder b) die Bypassdiode 3 defekt ist.

Ansonsten ist mir vorhin aufgefallen, dass man über die Browser-Version der Foxess-App auch die Spannungen/Ströme der Panels sehen kann:


Das ist von einem eher trübem Tag. Abgesehen davon, dass ich die schnellen Schwankungen der Output-Power ein bissl merkwürdig finde, kann ich die Kurven nicht wirklich einordnen. Ist das so zu erwarten? Kann man daraus irgendwelche Rückschlüsse auf Defekte oder Funktionsweisen des WR ziehen?

Das hier ist von einem sonnigen Tag:

VG

Du bist immer bei 40-41 V, was wohl dem höchsten MPP entspricht. Der versucht also nicht, einen tieferen globalen MPP zu suchen, weil das Mikrowechselrichter in der Regel nicht machen.

Viele Microwechselrichter versagen hier leider da sie um 21 V nicht mehr arbeiten, also den Bypass gar nicht aktivieren können. 2 Module in Serie liefern dann wieder eine zu hohe Leerlaufspannung. Viele Halzellen Module sind wohl in der Länge geteilt, damit ist hier jede Hälfte im Teil Schatten. Vielleicht kann man die Module aus dem Schatten Bereich heben.

Sonst hilft noch andere Verschaltungs Technologie wie Schindeln oder 3 Segmente längs, Trina? Gab es auch mal. Dürften aber kaum mehr am Markt sein da die Masse, Solarfelder, von Schattenfrei ausgeht.

Zu inzwischen veralteten Halbzellen 340 W habe ich mal Schatten Messungen durchgeführt. War genau so entsetzlich.

Ps: hier 12 W aus 340W siehe Fotos

10:10 70 W beide Segmente teilverschattet, bei einem nur halbe Zelle als Engpass
10:14 220 W nur letzte Zellen vom 2. Segment halb abgeschattet

Richtig. Weil da noch Leistung kommt.
Bei der Abfeckungsidee kommt da garkeine Leistung, hoffentlich nichtmal Spannung.
Dann müsste der Wandler das tiefere Maximum finden.

Also ich würde auch zu hinlegen tendieren. Vielleicht minimale Neigung wegen Wasserablauf. Allemal besser als eine teilverschattung

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Normalerweise sind die Bypass Dioden auch nicht dafür gemacht “den ganzen Tag" eine Verschattung auszugleichen. Das geht auf die Lebensdauer.

Kannst ja Mal bei pvgis schauen was bei dir rauskommen könnte bei deiner Himmelsrichtung und 90grad liegenden Modulen. Ist natürlich auch nur eine Schätzung was da rauskommt.

Einen Schattensimulator gibt es hier:

https://www.enercab.eu/verschattung-simulator.html

@Wal

laut Datenblatt hast du "halfzell" Module. Wenn sie hochkant stehen, sollte die halbe Leistung möglich sein. Die Spannung im MPP sollte unter 38V liegen. Da das bei deiner Messkurve nicht mal ansatzweise erreicht wird, würde ich zu dem Test raten, mal ein Modul zu drehen und dann zu messen. Wenn die Spannung dann immer noch über 40 V bleibt, dann hat der WR wohl einen Defekt. Der startet bereits bei 24V und daher ist es nicht "normal", dass er den maximalen Arbeitspunkt nicht gefunden hat.

Ciao

Nach bild stehen sie nicht hochkant.

Wieso?

Technisch ist doch alles ok, er nimmt sich den höchsten MPP und der liefert wegen der Verschattung so gut wie nichts. Den niedrigeren MPP, der durch Bypassdiode wohl deutlich tiefer findbar ist, den sucht so gut wie kein Mikrowechselrichter, weil die keine globale MPP-Suche machen.

Im Datenblatt ist die MPP Spannung mit 38 V angegeben. Die gilt bei 25 Grad Oberflächen Temperatur der Zellen. In der Realität sind sie aber deutlich wärmer (im Sommer), so dass die MPP Spannung sinkt (-0,250%/Grad C).

@carolus
dein Rat mit dem Abdecken kann @Wal natürlich genauso austesten. Doch mal kurz ein Modul drehen dürfte schneller zu bewerkstelligen sein. Ich hab Zweifel, dass der WR intakt ist. Der dümpelt ja bei 40 bis max 120W und Spannungen um 40 V herum.

Ciao

Wenn ein Teil des Moduls verschattet ist, dürfen im obersten MPP diese verschatteten Zellen nur wenig belastet werden für den MPP, also liefern die anderen besonnten Zellen eher die Leerlaufspannung. Deshalb steigt der MPP dann auch auf 41V an. Also alles nachvollziehbar.

Genaugenommen ist es noch etwas komplexer, aber so als grobe Näherung reicht diese Betrachtung.

Das ist sehr gut und vollkommen richtig, daher sinds mehr als die 38 V minus Erwärmung.

okay,
das macht die Sache nicht besser. Die 120 Zellen sind mit 6 Strings á 20 Zellen angeordnet. Jede der 3 Dioden ist mit je 2 Strings verbunden. Im Hochkant Betrieb werden die oberen 3 Strings volle Leistung erbringen (was unten geschieht ist bedeutlungslos). Im Querbetrieb fallen 2 Strings aus, so dass die Leistung von nur noch 4 Strings (2p2s) geliefert werden kann. Das wären dann rund 25V (bei 25 Grad) und damit nur knapp über der Start Spannung von 24 V des WR.

Damit lösen wir das Problem des TE nicht. Wegen der begrenzten Platzverhältnisse wird er die Module gegen kleinere austauschen müssen. Dann bringen kleinere Module, die der vollen Sonne ausgesetzt sind, deutlich mehr, als er jetzt hat.

@Wal
Klemme ein Modul ab, stelle das andere hochkant und messe dann die Werte mit der App. Wenn bei Sonnenschein 200W gemessen werden, dann ist das Modul und der WR okay. Deine These, wenn 30% verschattet sind, kommen noch 70% der Leistung hat sich nicht bestätigt. Daran werden Hilfsschaltungen, mit denen die PV Spannung nach unten Richtung 25V gezogen werden, wenig helfen. Zwar mag die MPP Logik des WR dann den neuen tiefen MPP erkennen, doch wenn die Modultemperatur steigt, dann wird die Mindestspannung der MPP Eingänge des WR unterschritten. Zudem kann der WR nur 20A max Eingangsstrom verarbeiten. 20 A X 25 V sind 500 W aus deinen beiden Modulen, also max. die Hälfte dessen was die Module hergeben.

Glücklicher wäre es, kleinere Module einzusetzen oder einen anderen Aufstellort für die vorhandenen zu finden.

Viel Glück

Du rechnest noch immer mit der Mpp Spannung, für den Start ist aber Voc entscheidend. Das werden grob 28 V sein, die dann vom WR bis zum Mpp belastet werden.
Das wird dann tatsächlich bis herunter in den 24 V bereich geschehen, da entschiden dann Details der Implementierung des Trackers.
Die Erwärmung wird etwas niedriger sein als normal, zum einen weil das Panel im Winkel zur Sonne steht und weil die Rückseite frei belüftet wird.

Kann man machen.

Das warten wir mal ab. Siehe oben. Und unten....

Was bedeutet, dass die panels nicht bis herunter zum Mpp belastet werden, sondern bei etwas höherer Spannung arbeiten....

Wenn abdecken des untersten Drittel (eine Zeile Zellen reicht schon) nix bringen sollte, könnte man mehrere kleine Panels nehmen, 18V 50W immer 2 in Reihe. Leider kosten die teuer, ab ca 30€ Stück. Die sind meist ca. 52-55cm breit, was recht gut passen dürfte

@carolus
alles richtig. Doch es kommen Spannungsverluste an jedem Kontakt und in jedem Kabel dazu. Bei meinen JA Solar 120 Zellen 6 X 20 3 Dioden, aber noch aus der 300W Serien sehe ich jetzt nur noch 30V pro Modul. Das liegt bei mir an der Kabellänge (bei 60m hin und zurück), dem Querschitt (10mm2) und den Strömen von > 20 A.

Daher werden die vielen kleinen Details am großen Bild nichts ändern, mehr als 500W +- 10% werden die Module in der derzeitigen Aufstellung nicht bringen.

Hab noch einen alten Outback Flex max Mppt Laderegler. Bei dem läßt sich die MPP Automatik auf manuell umstellen, so dass man gezielt die Spannung der PV Module ansteuern kann. Der kann aber nur Step Down die PV Spannung für den Akku wandeln. Da müsste also ein 12V Akku angeschlossen werden, damit man die PV Spannung manuell auf 25 V einstellen könnte. Das wird dem TE aber nicht helfen. Ob es Modul WR gibt, die einen "full scan" machen können, das weiß ich nicht.

Ich wäre geneigt, nach flexiblen Modulen ausschau zu halten. Die gibt es in vielen Formen mit unterschiedlicher Spannungslage. Da wird´s was geben, was zu den örtlichen Verhältnissen passt.

Beispiele sieht man u.a. hier:

Gewiss gibt es noch viele andere Anbieter. Die Suche lohnt auf jeden Fall, z.B, hier:

Ciao