Verschattung reduziert Leistung um ~95%

Guten Tag liebe Community,

erster Beitrag, hoffe ich bin hier richtig :slight_smile:

Ich habe mir ein BKW zugelegt, bestehend aus 2 Modulen des Typs Jasolar JAM60D41-500 und dem Wechselrichter M1-800-E von FoxEss. Gebäudetechnisch bedingt werden beide Module im unteren Fünftel, also ca 10-20cm, entlang der Längsseite verschattet. Ich bin davon ausgegangen, dass bei Halbzellenmodulen in diesem Fall die Bypassdiode aktiviert und das untere Drittel überbrückt. Sobald jedoch die Sonne scheint, und ein Schatten das Modul trifft, brechen die Modulleistungen auf jeweils 15 Watt ein. Hab ich das Prinzip missverstanden oder ist das ein Verhalten, dass zu erwarten ist? Ich vermute, dass die Bypassdiode nicht öffnet, weshalb die Module lahmgelegt werden. Leider lässt weder die Solakon- noch die FoxEss-App zu irgendwelche Spannungen als Enduser auszulesen… Falls irgendwelche wichtigen Angaben fehlen, gebt bescheid…

Viele Grüße

P. S: Lassen sich hier im Forum Bilder anhängen?

Ja, nach ein paar Beiträgen geht das

Der WR bzw. der MPPT tracker muss den neuen Arbeitspunkt aber auch finden bzw. dann einstellen.

Stichwort MPPT global Scan.
Wenn das so wie es hier aussieht nicht gemacht wird, dann ist das Verhalten so plausibel.

Hängen die Module Hochkant oder Quer?

Oliver

Google discourse Vertrauensstufe

Etwas lesen, ein paar Themen anschauen.

Das ist zwar etwas wenig, eher 10 % ist normales Denkmodell.
Aber grundsätzlich: als balkonkraftwerk, damit kein Scan, kein Halbzellen modul, dann ist das so.
Und es genügt, eine postkartengrosse Stelle richtig plaziert abzudecken.

Die Module hängen quer… also lange Seite ist horizontal, genau wie der Schatten.

Und was hindert den MPPT den richtigen Arbeitspunkt zu finden?

Morgens bekommt der MPP-Tracker den Auftrag, die Modulspannung durch steigende Belastung Schriitweise zu senken und die Leistung zu messen. Dann vergleicht er die aktuelle Leistung mit der gespeicherten Leistung des vorhergehenden Durchgangs. Ist die Leistung nicht niedriger, wird wieder von vorn angefangen. War die Leistung niedriger, wird die Suchrichtung geändert: Es wird dann die Spannung durch sinkende Belastung erhöht, solange sie nicht wieder fällt. Immer wenn die Leistung gefallen ist, wwird die Suchrichtung geändert. Der Tracker wandert immer in der Nähe des Mpp herum. Auch wenn dieser durch Verschattung absinkt, bleibt ein Maximum an dem der Tracker bleibt. Auch wenn sich bei einer niedrigeren Spannung ein neuer, viel stärkerer MPP gebildet hat. Um diesen zu finden, muss Programm abgebrochen und der Gesamte Spannungsbereich abgesucht werden. Das machen macht tracker zeitgesteuert, eventgesteuert oder gar nicht. Je nach dem was sich der Programmierer gedacht hat. Im einfachten Fall stellt der Wechsekrichter morgens die Leerlaufspannung fest und belastet damit sie auf einen festgelegten Prozentsatz fällt. Berücksichtigt wird dann nur die Modulltemperatur. (Manche Wechselrichter ssollen am Modulrahmen befestigt werden! Warum wohl?). wenn er eine Suchfunktion hat, muss man einfach nur lange genug warten bis ein Scan durchgeführt wird.

Das ist nicht nur bei Halbzellenmodulen der Fall. Allerdings werden die Dioden sozusagen ferngesteuert. Da macht der Wechselrichter, indem er die Modulspannung so weit senkt, dass die Diode in leitende Richtung gepolt wird. Aber nur wenn er eine Scanfunktion hat.

Er sucht keine tieferen. Das machen Modulwr nicht.
Es kann auch sein, dass der tiefere Punkt auch unterhalb der Arbeitsspannung des WR wäre.

Damit hast du das Problem auch dann, wenn es ein Halbzellen modul ist und der schatten waagerecht. (Nach den Daten hat es keine Halbzellen)

Im Prinzip änder der WR fen Strom. Die Spannung stellt dich nach der aktuellen Kennlinie des Panels ein.
Im Ergebnis ist deine ussage richtig: ist der strom höher als ein abgeschattetes eld liefern kann, wird seine spannung null bzw. Negativ und das wird von der Diode dann gebrückt für fen durchfließenden Strom.

Definitiv die Spannung. Der Strom wird von den abgeschatteten Zellen vorgegeben und ist klein aber konstant. den kann der Wechselrichter nicht ändern. Aber der Strom setzt ein, wenn die Diode leitet. Und die leitet, wenn die Spannung in Forwardrichtung geht

Eigentlich verstellt der WR weder Strom noch Spannung, sondern seinen Innenwiderstand bzw. den Lastwiderstand, den das Modul sieht. Strom und Spannung ergeben sich damit dann aus der Modulkennlinie.

Oliver

Da Modul lädt mit (annäherd) konstantem Strom einen Kondensator auf. Der wird vom Step down Converter mittels Puls-Pausen-Verhältnis entladen. Deshalb sinkt mit der Kondensatorspannung die Modulspannung.

Das ist, zu meinem Leidwesen, komplett falach.
Nimm das Beispiel eines WR am Akku. Wie stellt der WR da die Spannung ein?

Auch das ist nicht nicht richtig. Ein teilweise abgeschattetes Panel sind zwei hintereinander geschaltete Stromquellen mit verschiedenem Strom.
Bei der Kleineren Spannung ist der Strom nämlich höher.

Dass Kondensaroren aks Glättung an dem Thema befeiligt sind, ist richtig. Aber nicht mit fem Zusammenhang, den du beschreibst.

Verschiedenes Puls Pausenverhältnis ist aber ein verschiefener Strom, richtig?
Und was passiert, wenn bei unverandertem puls pausenverhaltnis das panel mehr Bestrahlung bekommt? ( Ohne Verschatzung)

Das sage ich doch. die Gesamtspannung der Reihenschaltung wird so lange gesenkt bis die Bypassdiode leitet. Das beleuchtete Modul befindet sich fast im Leerlauf bei Voc und dazu summiert sich die Spannung des verschatteten Moduls. Solange der Wechselrichter noch am MPP arbeitet, ist das Umpp. Die Gesamtspannung ist dann höher! Sobald er den Arbeitspunkt unter den MPP verschiebt, fließt Konstantsstrom. Die Bypassdiode reagiert nicht auf Strom, solange sie nicht leitet. Sie reagiert ausschleißlich auf die daran anliegende Spannung. Erst wenn sie leitet, wird das verschattete Modul ausgeblendet und der MPP-Tracker kann wirkungsvoll den Strom des beleuchteten Moduls ändern. Oberhalb des MPP ist stellt das eine Spannunsquelle dar: Bei unwesentlicher Spannungsänderung ändert sich der Strom stark. Und damit steigt dann die Leistung um ein Vielfaches

Okay, offenbar sind sich die Anwesenden einig, dass das ein zu erwartendes Verhalten ist. Wann die Bypassdioden ihre Wirkung entfalten erschließt sich mir nicht…

Die Frage ist, was kann man tun um die Ausbeute zu steigern (abgesehen vom Standortwechsel)? Könnte ein anderer Wechselrichter Abhilfe schaffen, der den MPPT anders fährt? Ich hatte von Leistungsoptimierern gelesen, kosten ca. 30€ das Stück. Bringen die in dem Fall etwas? Was ich noch ausprobieren könnte ist den Inverter direkt am Modul anzubringen, momentan liegt er unter den Modulen rum, evtl triggert das ja einen Suchlauf, auch wenn dazu nichts im Manual steht…

Was mich ärgert ist, dass man trotz Recherche im Vorfeld, nicht das Ergebnis erhält, dass man erwartet. Woher soll man wissen wann ein Wechselrichter einen globalen MPP Scan durchführt? Darüber steht im Manual nichts, nur was von einem dynamischen MPPT mit hohem Wirkungsgrad, was auch immer der bewirken soll…

Nein, das sagst du nicht.
Du sagst, der Wandler senkt die Spannung. Und das ist falsch.

Der Wandler steigert den Strom.

Ob dabei die Spannung sinkt, oder gleichbleibt, oder sogar steigt (kann auch passieren, das ist möglich) hängt ganz von Abschattung und Einstrahlung ab.

Sorry, das kannst du vergessen.

Ich weiss nicht, ob das reicht. Geht jedenfalls nur dann, wenn die verbleibende Spannung noch für den Betrieb des Wandlers reicht.

Naja, ich sehe genau dieses Thema auf diesem Board gefühlte 10 mal
Mindestens.
Es hat dir auch keiner versprochen, wieviel Leistung du bei Verschattung bekommst.
Für diese Paneleigenschaften habe wir rine eigene Unterkategorie, wo viel Info zu lesen ist.

Die Anpassung an die aktuelle Strahlungsleistung, das ist die Hauptaufgabe des MPPT. Und das macht er ja auch.

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Die ModulWR machen üblicher Weise garkeine Globale Suche. Warum schrieb ich oben schon.
Sinn macht das Sinn bei langen Strings, wenn trotz Verschattung noch genug bestrahlte Panelfläche gesamt zur Verfugung steht
Das Thema Bypass-Diode ist da auch zahlreich erklärt, dazu muss man ziemlich tief in elektrische Abläufe incl . Diodenkennlinie eintauchen. Findest du auch mit der SuFu.