Sun 12K Parallelbetrieb fährt Pylon Akkus in Protection

vielleicht kommst voran, wenn deine Automatisierung mehrere Stufen kann. 60A bis 60%, 30A bis 75%, 15A bis 90%, 5A bis 100% oder sowas. Ich denke, die Impedanz der Batterien ist zu hoch bzw die Kapazität zu klein. Wenigstens im Deye gibt es programmierte Zeitverzögerungen, vielleicht auch in den Pylons. Im Normalfall sind die dazu da, kurzzeitige “mindere” Fehler zu überbrücken

Wenn man bei LFP Zellen zwischen nennenswertem Lade- und Entladestrom wechselt sind es zweimal ~ 30 mV pro Zelle, die durch das Überpotential als Spannungssprung auftreten.

Beim Laden werden ~ 30 mV über Ruhespannugn benötigt um Ionen in die Anode zu transportieren, beim Entladen gehen ~ 30 mV von der Ruhespannung für den Ionentransport in die Kathode verloren.

( Deswegen kann man auch 16s Packs deren Packspannung um ~1 V ( 2 x 16 x 30 mV = 960 mV ) abweicht ohne Bedenken hart parallel schalten )

Unstetigkeiten sind in Regelungssystemen ( und allgemein in der Mathematik ) praktisch immer ein Alptraum. Man sollte keine Sprünge einbauen, sondern sanfte Rampen zwischen den Werten nutzen. Also z.B. zwischen 3.37 V und 3.5 V Zellspannung linear von 60 A auf 0 A runtergehen.

Schafft man des mit einem langsamen externen “Regler” in der Hausautomation? Das Prinzip wäre super, nur wie umsetzen?

Totzeiten im Regelkreis sind ebenfalls der Alptraum, so wie Unstetigkeiten.

Dieses Problem haben digitale geschlossene Regelkreise in besonderem Maße, was genau in einem Fall wie diesem sichtbar wird. Weil sie auf andere Unstetigkeiten trifft.

Einer der Gründe, warum ich gegen diese Herumregelei kämpfe.

Ich habe mal ein Beispiel: Autofahren.

Der Regelkreis für Position in der Fahrbahn: Auge, Gehirn, Armmuskel, Lenkrad, Radverdrehung.

Ein perfekter Regelkreis im Normalfall ist, als wenn man zur Seite aus dem Auto schaut und auf den Abstand zur Seitenlinie schaut.

Eine Totzeit macht daraus, dass ich weitet nach hinten herausschaue, wie da der Abstand war.

Ohne zu wissen, was in den BMS eingestellt ist, macht es eher keinen Sinn, weiterzumachen.

Reproduzierbarkeit von Probkemen und diese dabei zu betrachten schafft Erkenntnis

Auf Unstetigkeit und oder Totzeit als Ursache zu setzen erscheint ambitioniert.

Ohne Details, keine Lösung

Es ist weder bekannt, wie die WR, noch die BMS verkabelt sind, oder was wo oder wie eingestellt ist. Wenn das Setup unbekannt ist - ist's dann ein Problem mit Totzeit ?

Wie kann es denn sein, das bei einer Parallelschaltung eine Komponente mit Uberspannung ausfällt, die anderen eine drastisch geringere Spannung aufweisen ?

Das ist kein Vodoo

Es ermangelt an Details, Basisinformationen fehlen. Danebensitzen und beobachten, bis es zum Fehler kommt. Ganz einfache Basic's.

So konnte ich in der Industrie Probleme beheben. Warten - beobachten. Obgleich mir als Praktikant alle was von Reglungstechnik und Trägheit der Endstufen erzählten, Dr. Ing und Hersteller sich gegenseitig die Schultern klopften, fand ich die eine Einstellung in der Software mit falschen Wert.

Obgleich die sich damit Monate befassten und mit großem Aufwand versuchten die permanenten Ausfälle in den Griff zu bekommen, als das dann vom Praktikanten nebenbei gelöst wurde - stillschweigen.....

Sobald Erklärungsversuche ins nicht Be/greifbare abwandern - ermangelt es zumeist an Basics.

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Ein stufenloses Absenken werde ich in Home Assistant nur schwer umsetzen können. Das sollte mE besser Job des Wechselrichters oder BMS sein. Hier scheinen irgendwie beide Ihren Job nicht so richtig gut zu machen. Das BMS ist zu freizügig eingestellt bzw greift tlw garnicht und der deye WR bietet keine Regelkurven und regelt auf der DC Ladeseite nicht so schnell, wie man sich das in diesem Falle wünschen würde. Ich sehe noch nicht, wie ich das Problem lösen könnte (ohne ein unabhängiges AC zu DC Ladegerät, welches keinen Schwankungen unterworfen ist)

Weitverbreitet, falsch oder nicht bekannt, und damit eine der Kernursachen warum ich diese (aktuell übliche) BMS Rumregelei bekämpfe.

Sie ist idR von Amateuren ohne Kenntnis von Regelungstechnik und sicher funktionierender Software programmiert und wird von anderen Amateuren ausm Internet runtergeladen und verwendet.

Das sind die "gleichen", die über die Sicherheit eines BMS grübeln und deren Software nicht trauen.

Das ist kein Erklärungsversuch, das ist ein bestehendes Grundproblem mit üblen Folgen. Und wem es hier an Basics fehlt ist genau das Thema.

Wenn jedesmal der ahnungslose Praktikant (dem auch die Basics fehlen) das lösen muss, aber nicht jeder Praktikant schafft das.

Das eigentliche Problem würde ich folgendermaßen vermuten: Ein Deye Inverter Cluster nimmt die ihm gegebenen Limits als pro-inverter-Limits, dh bei 2 Invertern verdoppelt er offenbar die ihm vom BMS gegebenen Stromanforderungen (Das BMS regelt den Strombezug nach Ladestand über den Recommended Charging Current herunter). Durch die Verdopplung des Ladestroms iVm der hohen, vom BMS geforderten Ladespannung von 53,3 V kommt es vermutlich zu den Überschwingern in der Spannung. Also was tun? Kein Inverter Cluster und BMS nutzen? Dann habe ich immer noch die agressiven BMS Anforderungen.

Wie kommt man denn auf die Idee, dass ein BMS etwas fordert?

Im BMS stehen zulässige maximale Grenzwerte (nicht Betriebswerte) und es misst und kennt die zugehörigen aktuellen Messwerte.
Das bms fordert nicht, es prüft auf zulässig. Und sperrt wenn nicht.

Das und nur das ist sein Job.

So simpel ist das.

Keine höhere Spannung ausgeben als die maximale Ladespannung. DAS wird beim Stromregeln nämlich verletzt.
Also: Maximalspannung einhalten.

werden diese BMS Werte nicht vom Wechselrichter umgesetzt, wenn er auf das BMS eingestellt ist (Statt use Battery Voltage)?

Nein. Ja. Wenn (nur) der Strom geregelt wird, kann genau die BMS Angabe 53,3 V ( die schon sehr hoch ist) noch überschritten werden.

Sonst würde es doch nicht zu Überschreitungen kommen.

Ok, aber nur um das nochmal klar herauszustellen: Gestern hatte ich 51,5V Float definiert, welche vom Wechselrichter OHNE irgendwelche Eingriffe meinerseits mehrfach um bis zu 1,2V überschritten wurden. Ich kann also nur den max Ladestrom frühzeitig begrenzen und dann nichts mehr anpacken. Alles Weitere ist nicht unter meiner Kontrolle. Wenn der WR dann Strom abregeln muss, weil zB die Sonne rauskommt, gibt es Spannungspeaks. “Maximalspannung einhalten” ist also mE nicht umsetzbar. Sind wir uns da einig?

@Carolus Das BMS kann auch fordern, z.B. eine Zwangsladung bei zu tiefem SOC oder die Zwangsladung zur korrekten SOC Ermittlung (zum balancieren?) wenn die letzte Voll-Ladung schon X Tage nicht mehr stattgefunden hat (ein Feature das z.B. Felicity eingeführt hat)

Es ist nach wie vor unklar, was in den BMS eingestellt ist.

Unbekannt, unklar, unkontrolliert.

Die Basics sind unklar
Die Verkabelung ist unklar
........

Das Vorgehen ist strukturiert??????

Das bms fordert garnichts. Wo stehen im bms dazu die Parameter?

Der SOC von BMS iat bis auf Ausnahmen instabil und unbrauchbar. Jede darauf beruhende Massnahme ist tendenziell falsch.

Und damit will man an einem Akku zum sicheren Betrieb herumregeln?

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53,3V beim 15S Akku ist OVP :rofl::rofl::rofl:

Also mit Laden hat das doch kaum was zu tun ?

Was ist denn im BMS eingestellt, langweilige Frage ..........

Es spielt überhaupt keine Rolle, was da eingestellt ist.

Die Hauptursache ist zu hohe angelegte Spannung. Anlegen tut die Spannung der Laderegler/WR.

Dass das BMS dann seiner Schutzfunktion nicht nachkommt ist das Sahnehäubchen. Sag ich ja immer, dass es NUR dafür da ist.

Hat man sich gleich 2 Fehler ins System hineinoptimiert/ hineingeregelt.

Naja “Das spielt keine Rolle” würde ich nicht so sagen. Ich würde mal vermuten, dass der Großteil der Pylontech/Deye Nutzer die Verbindung mit dem BMS herstellt und das wars. Es spielt in der Praxis also evtl. sogar die Hauptrolle.

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Der Force Charge Request (Erzwungene Ladeanforderung) ist ein digitales Signal, das das BMS an den Wechselrichter sendet, wenn die Batterie einen kritischen Zustand erreicht hat.

Hier ist die einfache Erklärung, wie dieser Prozess abläuft:

1. Der Auslöser (Warum?)

Das BMS überwacht die Zellspannungen. Wenn der Ladestand (SoC) unter eine kritische Grenze fällt (z. B. unter 5 %) oder eine einzelne Zelle eine gefährlich niedrige Spannung erreicht, droht die dauerhafte Beschädigung der Batterie.

Normalerweise würde der Wechselrichter jetzt einfach aufhören, Strom aus der Batterie zu nehmen. Beim Force Charge Request geht das BMS aber einen Schritt weiter: Es verlangt aktiv nach Energie.

2. Die Kommunikation (Wie?)

Über das Datenkabel (CAN oder RS485) sendet das BMS ein spezielles Datenpaket (ein sogenanntes Bit oder Flag). In den gängigen Protokollen (wie dem Pylontech-Protokoll) wird dem Wechselrichter signalisiert:

  • "Priorität: Laden!"

  • Das BMS setzt den Wert für den minimalen Ladestrom (CCL - Charge Current Limit) auf einen festen Wert (z. B. 10A oder 20A), den der Wechselrichter zwingend liefern muss.

3. Die Reaktion des Wechselrichters (Was passiert?)

Sobald der Wechselrichter diesen Request empfängt, ändert er sein Verhalten radikal:

  • PV-Priorität: Jeder verfügbare Watt von den Solarpanels wird sofort in die Batterie geleitet, anstatt das Haus zu versorgen.

  • Netz-Nachladung (Grid Charge): Ist keine Sonne da, zieht der Wechselrichter (sofern konfiguriert) Strom aus dem öffentlichen Stromnetz, um die Batterie zwangsweise auf einen sicheren Stand (meist ca. 10–15 %) zu heben.

  • Ignorieren von Sparmodi: Zeitpläne oder Sparmodi ("Battery Life" o.ä.) werden ignoriert, bis die Gefahr der Tiefentladung gebannt ist.

4. Das Ende des Force Charge

Sobald die Zellspannungen wieder einen stabilen Bereich erreicht haben (z. B. über 3,1V oder 3,2V pro Zelle), nimmt das BMS den Request zurück. Der Wechselrichter kehrt dann in den normalen Automatikbetrieb zurück.

Zusammengefasst: Der Force Charge Request ist der "Notruf" der Batterie an den Wechselrichter: "Füttere mich sofort, egal woher der Strom kommt, sonst gehe ich kaputt!"

Das wird ja auch häufig gut gehen, jedenfalls bei neuer und ausreichend großer Batterie. Der vom BMS an den WR gesendete Maximalstrom von anfangs 100A dürfte die Dinger aber altern. Das hält dann meist bissel länger als die übliche Gewährleistung ( 2 Jahre) und dann fängt der Spass an.

Zuerst steigt der Innenwiderstand der Batteriezellen. Irgendwann viel später sieht man Kapazitätsverlust. Als Speicher fürn Balkonkraftwerk immer noch gut, für deine beiden WR aber nicht mehr