Hallo, bei meinem DIY Speicher bestehend aus 16 120Ah LiFePo4 Zellen sind leider 4 defekt/auffällig und ich möchte sie ersetzen. Leider sind diese neu/-wertig nicht so einfach zu bekommen. Daher meine Frage, ob jemand nach Upgrade seines Speichers oder aus anderen Gründen noch gut erhaltene 120 Ah Zellen hat, die er abgeben möchte.
Welche Abmessungen haben die alten Zellen? Die Ersatzzellen sollten da schließlich einigermaßen dazupassen. Bei NKON gibt es 104Ah Zellen, vielleicht die nehmen und mit einer kleinen Rundzelle kombinieren, um auf dieselbe Kapazität zu kommen wie der Bestand?
Ich denke auch die Idee von Ekkehard ist am sinnvollsten. Gebrauchte Zellen wirst Du entweder mit zweifelhafter Qualität/Restkapazität und seltenst genau 4 Stück finden. Suche nach (sehr) ähnlichen neuen Zellen und kombiniere sie falls nötig mit entsprechenden kleineren Zellen, um auf die gleiche Kapazität wie die anderen zu kommen. Ob diese noch ihre vollen 120 Ah haben, solltest Du auch vorher messen. Wichtig ist, dass die Zellen möglichst gleiche Kapazität und Innenwiderstand haben.
Die Zellen mussen nicht gleiche Kapazität haben. Sie müssen mindestens genausoviel haben wie die nocht intakten, was heisst : dürfen etwas mehr haben.
Tatsächlich sind die ähnlichen Abmessungen wichtiger: die kapa kann man mit Rundzellen aufpeppen, wie oben beschrieben.
Lies mal meinen "Frankenstein".
Die Zellen habe ich 2021 über AliExpress zu 1x8 und 2x4 Zellen gekauft. Ich muss mal nachsehen, ob ich die 4 defekten Zellen noch den Lieferungen zuordnen kann. Ist aber auch egal, würde ich sagen. Ich habe die Zellen einzeln mit einem Batterietester getestet und dabei eben entdeckt, dass 4 Zellen keine normale Lade-/Entladekurve aufweisen. Die funktionsfähigen Zellen haben noch so um die 110Ah, die müssten also noch recht gut in Schuss sein. Der Innenwiderstand liegt zw. 0.3 und 0.4 Milli Ohm, sieht eigentlich auch gut aus. Dass man Ersatzzellen mit etwas größerer Kapazität en kann wusste ich schon; diese werden dann halt nicht so weit geladen/entladen wie die anderen.
Ich hatte auch schon vor einigen Wochen 4 Zellen bei AliExpress bestellt, die Lieferung wurde auch angekündigt. Wurde dann aber nichts und ich habe das Geld erstattet bekommen.
Ich habe die Batterie heute.komplett zerlegt und die Zellen ausgebaut und dann den Innenwiderstand nochmal direkt an den Polen der Zellen gemessen, weil das über die Gewindebolzen nicht sauber geht. Ich werde die „defekten Zellen“ nochmal in diesem Zustand mit dem Batterietester testen und schauen, ob das Verhalten das gleiche ist.
Genau. Die gibts z.B. bei Nkon, sind bei mir auch im Einsatz. Die fehlden 4-5 Ah kannst Du über geeignete Rundzellen aufrüsten.
Was heißt genau ‘Batterietester’ - da gibt es viele Modelle? Einer der die Zellen bei 0,5C entlädt und wieder auflädt und dabei die Kapazität mißt oder einfach ein billiges Voltmeter? Es gibt auch welche, die entladen einfach mit hohem Strom (100A) und messen dabei die Spannung. Wenn die unter Last zu sehr abfällt, hat die Zelle einen höheren Innenwiderstand, aber das ist natürlich keine Kapa-Messung.
Mein BatterieTester ist ein EBC-A20 mit 5A Lade- und 15A Entladestrom. Damit hatte ich einige der Zellen nach Lieferung getestet. Die Lösung mit 105Ah Zellen wäre sicher eine Möglichkeit, diese haben vermutlich auch einige Ah mehr. Meine 120 Ah Zellen hatten anfangs auch ca 125 Ah.
Nachdem ich jetzt die „verdächtigen“ Zellen jetzt wirklich ohne irgendwelche Verdrahtung einzeln getestet habe, schauen die Lade-/Entladekurven und Kapazitäten ganz normal aus. Ich kann mir das nur so erklären, dass es bei meinen ersten Tests im „eingebauten Zustand“ Kontaktprobleme gab. Ich lade nun alle Zellen auf 3.2 V auf, werde sie parallel schalten und schließlich den Speicher wieder aufbauen. Mal sehen …
Ich sehe da keine Probleme für das erste Balanzieren vor dem Zusammenbau des Speichers. Wichtig ist m.E. dass die Zellen weitestgehend dieselbe Spannung (im mV Bereich) haben und die Innenwiderstände klein genug und etwa gleich sind (bei mir ca. 0.34mOhm) damit die Ausgleichsströme nicht zu hoch sind. Ich habe das schon mal mit den neuen Zellen vor etwa 5 Jahren gemacht. Da sollten max einige A Ausgleichsstrom sehr kurz fließen. Ich melde mich nach dem Balanzieren.
Kann sein, dass es nichts oder nicht viel bringt, weil nach dem Aufbau der balancer ja auch ausgleicht. Meiner kann aktiv bis 2A balancieren. Aber nur wenn die Spannungen beim Aufbau nah beieinander liegen. Ich werde die Zellen mit 3.2V parallel schalten und dann einen Tag später den Speicher wieder aufbauen.
Mit den 3.2V hast du Recht, da ist nicht viel Energie in der Zelle. Wenn ich das Parallelschalten noch mache, dann bei 3.4V. Ich lese aber vorher noch den Beitrag, scheint recht interessant zu sein. Das mit dem seriellen Balanzieren überlege ich mir, Labornetzteil hätte ich.
Die typischen Ladekurven kenne ich schon. Bei meinen Entladekurven (Messung der Einzelzellen) ist die Startspannung bei einigen Zellen unterschiedlich (z.B. ca 3.10V vs 3.30V). Könnte das auch ein Problem sein, weil dann doch der Balancer auch ziemlich zu tun hat?
Ich überlege das serielle Balanzieren zu versuchen und dafür den Speicher mit Balancer (JK-B2A24S) und BMS (Daly Smart BMS, 40A) wieder aufzubauen. Kann ich mit dem der aufgebauten Batterie bei 3.2V starten oder sollte ich die Zellen vorher einzeln auf 3.4V aufladen?