Dieses Märchen hält sich überraschend hartnäckig, aber es entbehrt jeder Grundlage. Eine auf 16A ausgelegte Schukosteckdose verträgt dauerhaft 16 A. Andernfalls müsste bei jeder Steckdose dabei stehen, wie lange sie maximal betrieben werden darf, und selbst dann wären sie verboten, weil die Nutzer das ja nicht selbst überwachen können. Mein AEG-Backofen zieht beispielsweise 3,8 kW über eine Schukodose, und wenn ich den per Pyrolyse reinige, dann zieht der diese Leistung auch eine Stunde lang ohne Unterbrechung. Das wäre dann ja unzulässig.
Ich halte das nicht für ein Märchen. Aus zwei Gründen. Erstens
Zitat: "Steckdosen sind nach der Produktnorm VDE 0620 Teil 1 bzw. IEC 60884-1 geprüft und freigegeben. Laut Produktnorm wird für Schuko-Steckdosen eine Dauerbelastung mit 16 A nur für 1 Stunden gefordert.”
Zweitens: Allein die Erwärmung des Steckers und der Leitung wenn ich einen 2,5kW Heizlüfter betreibe hält mich schon davon ab, eine Schukosteckdose mit 3680W zu belasten.
Du kannst einen Endanwender auch nicht davon abhalten, eine nur mit 2m abgerollte Kabeltrommel mit 2000W zu belasten - der sich dann womöglich wundert, dass die Trommel zu einem Klumpen verschmolzen ist ![]()
Die Produktnorm sieht eine Prüfung über 1 Stunde vor. Und man kann durchaus selber auf die Idee kommen, daß die paar Gramm Plastik und Metall in dieser Zeit ins thermische Gleichgewicht kommen. Wärmer wird’s nicht,
Oliver
Es wurde “hinterrücks” eingeführt, 16A sind heute nur noch 10/13 A.
Vor 30J ?? oder 40 sah das anders aus. Nur sterben die Alten und die Jungen lernen etwas Anderes. Ein zwei Generationen weiter sind das dann nur noch 8A.
Zu behaupten da steht 16A drauf, das bedeutet nur 10A ist echt abgefahren…..
Am coolsten finde ich Kaltgerätekabel mit Eu Buchse. Wer Interesse hat, schaut sich das genauer an. Bei den älteren steht auf dem Stecker 16A mit zugehöriger Norm. Auf der Buchse dann 10A.
Das steckt man in eine Dose, die mit 16A abgesichert ist - angeblich ist das legal ![]()
Bei der jährlichen Schulung “wie kann das richtig sein” - es gab keine Antwort ![]()
Sehr interessant - ein Hersteller lieferte sein Gerät, mit Schukostecker und dann mit 16A Kalthoff Verbinder - da steht dann 16A drauf. Ist dem Kaltgerätekabel ähnlich, nicht kompatibel….
ich finde diese doppelmoral lustig
bei 800w bkw machen die sich nass wegen eventuell gleichzeitig auftretender leitungs überlast, die in 99% der fälle nie eintritt.
aber bei steckdosen die jeder hat sagt man einfach wir schreiben 16a drauf hält zwar manchmal nicht dauerhaft, je nach hersteller und vergammelungsgrad, aber passt schon…
schließlich entgehen uns ja durch steckdosen keine gewinne durch stromlieferungen.
sobald es in der kasse knapp wird kommt der sicherheitsaspekt so wie die diskussion wegen der jährlichen hu. natürlich nur für die sicherheit der bürger…
Dann hast du noch nicht viele getauscht.
Die Schuko Ladeziegel für 3,6kW haben nicht ohne Grund einen Temperatursensor im Stecker. Auf manchen Steckdosen steht sogar selbst schon (10)16A.
Schuko ist für 10A Dauerbetrieb und 16A Aussetzbetrieb. Bei normalen Haushaltsgeräten kein Problem, die werden idR nur kurz mit hohen Lasten betrieben. Backofen oder Herd heizen nur im Intervall um die Temperatur zu erreichen und zu halten. Da gibts im Gegensatz zum Elektroauto ausreichend Pausen zum abkühlen.
Bei häufiger und längerer Nutzung daher definitiv auf CEE oder Festanschluss zurückgreifen. Das merkt man schon bei den kleinen 3kW Durchlauferhitzern fürs Waschbecken. Beim Privathaushalt bei gelegentlicher Nutzung kein Problem, beim Großraumbüro ist Schuko nach einigen Jahren verkohlt.
Schau dir die Anlagen an, bei denen das wirklich zum Problem werden könnte. Das sind Anlagen mit seit 30-40 Jahren überfälliger Modernisierung. Hätten im gewerblichen Bereich schon seit ~30 Jahren stillgelegt oder erneuert werden müssen.
Man hätte einfach die alten Anlagen per Klausel ausschließen müssen, oder wie beim Ladeziegel einfach auf Eigenverantwortung setzen müssen. Die Ladeziegel überwachen auch nur die Schukosteckdose. Die >70 Jahre alten lockeren Porzellanklemmen können trotzdem gemütlich die Bude abfacklen.
Es ist eigenartig, Spitzenwerte und nicht Nennwerte auf Komponenten anzugeben und darauf basierend, eine Absicherung auszulegen.
Wie einfach wäre es……..
Stattdessen Dschungel, Chaos, Unverständlichkeit.
Das soll der Sicherheit zuträglich sein ![]()
Porzellan ist einigermaßen hitzebeständig - vermute ich. Gerade diese alten Komponenten sind temperturunempfindlich. Auch die massiv ausgeführten Litzenkomtsate mit Schraubanschluss und großzügiger Litzenbefestigung sind kaum unzuverlässig….
Schon keimt die Frage, wie ist es denn bei Wago Klemmen unter Dauerfeuer. Was bedeutet da 16A usw…..
Nö, das ist durchaus üblich. In der Elektrotechnik und Elektronik ist ja nun grundsätzlich jedes Betriebsmittel und jedes Bauteil überlastfähig, ist immer nur eine Frage der thermischen Kapazität und damit verbuden der Überlasthöhe und Dauer - und für den Endkunden geht es fast immer ums Geld. Also gibt es in der E-Technik weit verbreitete ED Angaben. Ob bei elektr. Antrieben, Trafos oder was auch immer.
Ich möchte mal sehen wie lange ein Verbrenner unter Volllast durchhält, ist ja schließlich auch seine Nennleistung.
Ja, ein Schelm wer Böses dabei denkt, nicht wahr? Ich mag ihn nicht besonders, aber vom Laudelei hab ich die Tage ein Video gesehen, indem er sagt dass den Netzbereibern allein durch den Betrieb von BKW allein in 2024 12 Milliarden € Netzentgelte durch die Lappen gegangen sein sollen. Nehmen wir an das stimmt, dann stellt sich die Frage wie lange man in der Lobby noch die Füße stillhält und die Guerlla-PV machen lässt.
Aber das driftet alles weit vom eigentlichen Thema ab.
Ich würde mich freuen, wenn sich mehr Forumisten als Inselbetreiber outen- und ihre Erfahrungen sowie natürlich auch gern ihre Tipps und Kniffe für div. Herausforderungen veröffentlichen würden.
In unserem Fall sehe ich bisher, bis auf die leidige Tatsache dass der PV Generator zu klein ist, keinerlei Nachteile. Allerdings gibt es bei uns bisher eben auch noch keine sog. Sektorenkopplung. E-Mobilität sowie heizen mit Strom stehen noch auf der Wunschliste.
Auf manchen steht auch nur 10A. Und auf anderen nur 16A. Was wollen uns diese Zahlen wohl sagen?
Das es trotzdem jede Menge geschmolzene Dosen gibt, ist unstrittig. Da gibts viele Möglichkeiten, was falsch zu machen. Für ein Elektroauto-Lader mit 16A ist Schuko sicher nicht die beste Wahl.
Trotzdem kommt jeder normale Elektroherd mit 3,6kW mit einem Schukostecker, und zumindest die mit Pyrolyse ziehen die volle Leistung auch mal länger als eine Stunde.
Oliver
Echt, sowas gibt es? Hätte ich nicht für möglich gehalten. Ich kenne nur die Dinger mit Herdanschluss.
16A über Schuko und dann noch im Altbau mit einer 50 Jahre alten Steckdose - das ist ja mordsgefährlich.
Das sind die Kombigeräte wo Kochfeld und Backofen in eins sind. Bei sog. autarken Kochfeldern gibts dann auch einen autarken Backofen mit Schukostecker.
Ich wollte eigentlich auch Ofen schreiben…
Die autarken Backöfen meinte ich.
Oliver
Die haben aber keine 3,5KW. Unser nicht. Möglich dass es welche gibt.
Zum Thema WAGO: https://www.youtube.com/watch?v=UsJffbx_l7E und viele mehr.
Mit der Aussage eines Elektro-Online-Shops veweist Du nur, dass Elektro-Onlineshops die gleichen unzutreffenden märchen verbreiten wie viele andere auch.
Tatsächlich ist es aber so, dass 16-A-Schukosteckdosen bei der prüfung die 16A nur eine Stunde lang aushalten müssen. Und der Grund dafür ist trivial: wenn sie 1 h aushalten, dann auch 100 Stunden.
Stecker und Steckdosen erwärmen sich bei Stromdurchfluss, und nur wenn sie sich über ihre Auslegungstemperatur erwärmen wird es gefährlich. Diese Stecker und Steckdosen geben aber auch Wärme an ihre Umgebung ab, und es ist ziemlich trivial einzusehen, dass schon nach wenigen Minuten Stromdurchfluss sich ein Gleichgewicht zwischen Wärmeentstehung und Wärmeabstrahlung einstellt. 60 Minuten Prüfung ist deshalb schon eine seeeehr lange Zeit, und deshalb muss auich nicht mehr gefordert werden.
Bei der Kabeltrommel wie bei jedem anderen Elektrogerät steht drauf, wie es einzusetzen ist. Wenn ein Anwender sich nicht daran hält, sollte er sich nicht wundern, wenn sie schmilzt. Beim Schukostecker ist da snicht anders, und da steht klar lesbar drauf, dass er 16A aushält. Und wenn er die nicht dauerhaft aushalten würde, dann müsste das draus stehen.
Danke, wenigstens einer, der weiß, wovon er spricht.
Lass es von mir aus aus deiner Sicht ein Märchen sein. Mein Selbsterhaltungstrieb sagt mir jedenfalls dass ich eine standard Schukosteckdose niemals nicht voll belasten würde. Wurde hier ja schon gesagt, die Steckdose und der Stecker sind wahrlich nicht die einzigen potentiallen Schwachstellen in der Kette vom LSS bis zur Steckdose. Vondaher, jeder so wie er meint.
Da es am Rande zum Thema paßt:
Growatt MIC 600 @2000W mit dem ganz alten Shelly Plug 16A Zwischenstecker, an einer normalen AP-Steckdose. Lieferte sehr oft 2kW von der Sonne , und kleinen Spitzen wenn die Sonne wieder rauskam, da an 7 kWp als BKW bzw. AC-In auf Insel.
Hat rund 4 Wochen gehalten und nun Schmorstellen an Shelly und Steckdose, obwohl 2kW = 8,7A.
Keine Ahnung wer von beiden Schuld war, aber als Elektriker hat man ähnlich Sachen schon sehr oft gesehen. Also immer schön Reserve bei den A lassen, egal was da nominell angegeben ist.
Stichwort Oberwellen und transiente Ströme ![]()
