Strombelastbarkeit Schukosteckdosen [abgetrennt]

Das ist sicher empfehlenswert.

Oliver

Sinnvolle Vorsicht ist überall angebracht.

Bei mir hat ein Rechner gebrannt. Ausgelöst durch den Steuertransisor eines geregelten Lüfters. Zufällig sass ich daneben, die Nase hats bemerkt, bevor was zu sehen war. 45 Sekunden, bevor ich die Quelle gefunden hatte, nur am aufsteigenden Rauch.

30 sekunden, um die kabel zu lösen, der verd. Bildschirmanschluss wie immer geschraubt.

Beim tragen zur Balkontür im Nachbarzimmer züngelten schon die Flammen oben raus.

Auf dem balkon liess sich das einfach löschen.

Allerdings sollte man die Praxis nicht ganz außer Acht lassen. Und die zeigt schon jede Menge verschmorte Waschmaschinensteckdosen u.ä., wo nie mehr als 10A fließen, und auch nie für eine ganze Stunde.

Da ist das Problem zwar eher der mangelhafte Stecker, den die Hersteller so billig wie möglich gestalten, aber am Ende müssen Dose und Stecker halt zusammen funktionieren.

Oliver

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Um wieder zum Thema zurück zu kommen:

Ich bin auch Besitzer einer Inselanlage, leider nicht autark -
letzten Dezember hatte ich oft nur 2,5 kWh Ertrag.

Edit - weiter gehts (anstatt Shift+Enter hatte ich Strg+Enter gedrückt…)

Von April bis Oktober komme ich ohne Bezug aus dem Netz aus.
Die Tage mit zu wenig Ertrag sind aber kein Problem, sie machen nur etwas Aufwand:

Ich habe ich meine Elektroinstallation auf mehrere Unterverteilungen aufgeteilt, die Zentrale davon ist hauptsächlich eine Schaltstelle, worüber ich über Hager SFT440 die einzelnen Verteilungen auf Netz- oder Ersatzstrom umschalten kann.

Hinter den Umschaltern hängen die RCD der Unterverteiler, der hat an dieser Stelle den Vorteil, dass ich bequem zentral die Last vor der Umschaltung trennen kann.
Hintergrund: bei RCDs wird der Neutralleiter nach- und voreilend geschaltet, dadurch wird verhindert, dass durch eine Nullpunktverschiebung die Spannung während dem Schaltvorgang ansteigen kann.
Die SFT440 besitzen diese Funktion nicht - Sontheimer Umschalter können das zwar, die benötigen aber mehr als 4TE auf der Hutschiene und sind auch nicht gerade günstig.

So ein System ist problemlos verwendbar, solange man sich der benötigten und verfügbaren Energie bewusst ist und Verbraucher entsprechend des Solarertrages steuert. Im Herbst kommt jetzt wieder die Zeit, in der bei mir oft nur die Heizung an der Inselanlage hängt:

Eine 5kW Wärmepumpe und ein 16kW Ölbrenner. Die Wärmepumpe läuft dann von 08:00 bis 18:00 mit ca. 600-800W Leistungsaufnahme, wenn der SOC des Akkus 30% unterschreitet wird die Wärmepumpe schlafen geschickt und falls doch noch Wärmebedarf besteht, der Ölbrenner freigeschaltet.
Und habe ich doch noch einmal unerwartet viel Ertrag, kann ich mehrere Luftentfeuchter im Keller und ab Frühling auch eine Brauchwasserheizung in 500W Schritten bis max. 4,5kW zuschalten.

Wenn dann wieder die extra saure Gurkenzeit ist, hängt das komplette Haus am Netz und die PV lädt lediglich den Akku, nachts ist der Wechselrichter dann im Standby. Und hier schlägt dann auch der oben diskutierte Punkt der Effizienz voll zu -
Ich wollte jedoch keine “ich will um jeden Preis autark sein” Lösung, sondern eine potente Ersatzstromversorgung, welche mir vorübergehend den Hausanschluss komplett ersetzen kann.
Das ist wie mit den Autos: in den Aygo passt keine Industriefräsmaschine und der Sprinter kommt beladen mit 4,5l keine 100km weit. 250km/h schaffen sie beide nicht…

Solange der Akku regelmäßig voll wird, hängt also die komplette Hausinstallation auf der Ersatzstromversorgung, darüber wird dann auch auf der Baukreissäge Brennholz gesägt und alle Werkzeugmaschinen und ein Wig-Schweißgerät betrieben.

Lediglich den 3kW Wasserkocher mussten wir verschenken, ich bin zufrieden.
Alleine durch die Einsparung von Frühling bis Herbst , könnte ich den kompletten Winter über den Strom für die Wärmepumpe beziehen und keinen Tropfen Heizöl verbrauchen.
Und obendrein habe ich den absoluten Luxus, über 6 Monate im Jahr keinen einzigen Gedanken an Energiekosten verschenken zu müssen.

Trotzdem möchte ich noch eines anmerken:
Generatorleistung ist durch nichts zu ersetzen, außer durch noch mehr…

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Sehe ich auch so. Ein thermisches Gleichgewicht wird sich recht wahrscheinlich nach 10min eingestellt haben, dann bleibt die Temperatur konstant.

Was ich mir vorstellen kann: Dass die Temperatur so hoch ist, dass Material hier nach längerer Zeit geschädigt wird bzw. recht schnell altert. Aber dafür gibts lt. Prüfnorm wohl keine Vorgaben.

Der andere Blickwinkel ist die Praxis: Steckdosen, die schon etwas älter sind, können oft diese 16 A nicht mehr verkraften. Ich hab schon zahlreiche überlastete Steckdosen gesehen, wo es teilweise den Stecker festgeschmolzen hat. Obwohl der Strom nicht über 16 A war.

Selbst bei 10A Belastung würde ich prüfen, ob der Stecker nicht zu warm wird.

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Das war glaube ich die Norm, 1h bei 16A.
Da kann oft auch irgendwann was schmelzen bei längerer Zeit als die Stunde.

Genau, auch bei 10A dauerhaft gehen viele Alte/schlechte Steckdosen schon kaputt.
Original E-Auto Ladeziegel haben oft einen Temperatursensor im Stecker und Laden nur mit max 2,3kW / 10A

Beim Roten 16A 3 Phasenstecker (CEE) steht :
16A 6h

Das ist was ganz was anderes.

CEE ist per Uhrzeitstellung (Angabe Stellung PE) und farblich gekennzeichnet: IEC 60309 – Wikipedia

bzw. https://www.mennekes.de/industry/wissen/fuer-elektroprofi/uhrzeitstellungen/#accordion1

Die meisten kommen hierzulande nur mit den roten (400V Drehstrom) und blauen (230V Wechselstrom) je mit 6h in Kontakt. Für Gebäudeeinspeisung (Notstrom) ist dann noch 1h üblich, um Verwechslungen bei IT/TN Umschaltung am Aggregat auszuschließen.

Der Rest ist dann eher in der Industrie zu finden. Z.b. wenn Maschinen vor dem Export getestet werden und das Zielland andere Netzspannungen und Frequenzen aufweist.

Grundsätzlich empfehlenswert.

Wer es nicht glaubt, soll ruhig mal selbst testen. Ich habe als Übergangslösung mal schnell einen 3kW Heizstab per Schuko angeschlossen und für ~3-4h betrieben. Stecker warm, Stifte unberührbar und das obwohl das Zeug neu war.

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Oh ja. 6h ist die Beschreibung für die kontakte.
Lage des Schutzkontaktes

Da lag ich mit der Zeit falsch. :thinking:

Kurzes Nachschlagen ergab: 16A Dauerhaft, umbegrenzt

bei welchem Kabelquerschnitt am Stecker ?

Viele fertige Anschlußkabel sparen hier am Material und ich denke das spielt auch eine Rolle

Würdet ihr bitte einen eigenen Faden aufmachen?

=> Dauerbelastbarkeit Schukostecker: Spezifikation und Realität <=

Danke!

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Könnt ihr denn das hier dann erklären?

Bis zu 8 Stunden. Ich bekomme also “garantiert”, dass ich diese Dose dort 8 Stunden lang mit 3,5KW nutzen kann. Wir haben die Aufputz und die hängt draußen. Auch mal in der Sonne.

ich denke das das auch viel mit der Qualität der verwendeten Komponenten zu tun hat.
Deshalb wär es mal interessant den o.g. Test von @pvstrom mit hochwertigen Teilen (z.B Gira) und vernünftiger Verkabelung (1,5² besser 2,5² ) erneut zu machen.

Leitungsschutz Schalter…

Geschützt werden soll die elektrische Leitung. Dazu zählt alles im Stromkreis - auch Steckkontakte.

Eine Steckvorrichtung muss also den Nennstrom der Absicherung dauerhaft standhalten.

Steckdosen mit 16A Zertifikat an einer 16A Absicherung können dauerhaft mit 16A betrieben werden. Wären nur 10A zulässig, durfte doch keine 16A Steckdose mit 16A abgesichert werden.

Mir erschließt sich das nicht.

Die Kaltgerätekabel zB zum PC dürfen nur 10A - werden aber in mit 16A abgesicherten Steckdosen eingesetzt. Es wird von einem 16A Stecksystem auf 10A umrangiert. Es sind 16A Dauerstrom möglich……

Das ist, als würde man hinter einer mit 32A abgesicherten Steckdose auf 16A umrangieren - aber da würden alle schreien “illegal” :rofl:

Die 10A sind nach Ansicht einiger ja auch nur wie 6A Dauerstrom zu “bewerten” - …

Das ist insgesamt nicht hilfreich, verständlich oder eindeutig. Wie schon geschrieben, habe ich diese Fragen bei der Jahresschulung EFK nachgefragt und es gab keinerlei verständliche Antwort vom “Spezialisten”

Erwärmung. Kenne ich aus meiner Ausbildung. Armdicke Zuleitungen mehr als handwarm - normal. Da passiert nichts weiter. Bei meiner 32A 1P Steckdose mit 4mm2 erwärmt sich das Kabel in wenigen Minuten und das wars - auch nach Stunden tut sich da nichts.

Ja, alte Steckdosen zeigen sehr häufig wärmebedingte Verfärbungen auf. Ziemlich offensichtlich leiern die Steckkontakte im Lauf der Zeit aus, so dass die leitende Verbindung an den losen Kontaktstellen einen sehr hohen Übergangswiderstand entwickelt. IMO sind die meisten Hausbrände auf solche Übergangswiderstände an ausgeleierten Steckdosenkontakten zurück zu führen.

Man sollte bei Schukosteckdosen also vielleicht eine maximale Anzahl von Steckvorgängen festlegen, nach denen sie ausgetauscht werden müssen :slight_smile:

H07BQ-F3G1,5 bzw. NYM-J 3G1,5 an der Steckdose.

2,5 wäre defintiv besser, aber Schwachstelle bei hohen Dauerlasten bleibt nach wie vor Schuko. Bei einem 2kW Heizlüfter an der gleichen Steckdose brauchts nichts.

Die muss nicht mehr als 10A aushalten. Das Gerät braucht nicht mehr (sonst wäre nicht C13/C14 verbaut sondern C19/C20, wie an einigen leistungsstärkeren ATX-Netzeilen wegen Betrieb an ~120V Netzen sogar vorhanden)

Kurzschluss bzw. Fehlerstrom zur Auslösung des LS oder RCD´s schafft die Leitung auch so (zumindestens wenn Netzinnenimpendanz und Fehlerschleifenimpendanz ausreichend)

Ja - gut daß dieses vorhersehbar ist.

Entsprechend dieser Vorhersehung, kann man dann auf Sicherungen verzichten, da nichts mehr auszuhalten hat als vorhergesehen …. :rofl:

Ich hingegen vermute hinter Sicherung, die Abdeckung des Fehlerfalls. Ein defektes Gerät mit 10A das 16A Dauerstrom hervorbringt und damit in Flammen aufgeht - wie kann das richtig sein ?

Dann rangiere ich die 22kW Drehstromsteckdose über einen 22kW Stecker auf eine 11kW Buchse. Das muss ja nicht mehr als 11kW aushalten, mehr benötigt der Verbraucher ja auch nicht.

Da meldet sich doch der Verstand und sagt “Neeeeeeeee” - der LS wird nicht erfüllt. Aber genau das passiert mit “Kaltgerätekabel” mit Zulassung und Zertifikat. Auf der Schukoseite steht 16A - auf der anderen 10S , Zertifikate anbei mit im Plastik…….

Meinen die 16A nun 10A, 7 oder 12A - Dauerstrom bei Steckverbindern ?

Meint eine 16A Sicherung nun maximal 10A Dauerstrom oder 13 ?

Gibt es unterschiedliche Deutungsweisen - ist das Vodoo oder Tageszeitabhängig ?

Gelegrt wird aktuell, Steckdisen sind NICHT geeignet für 16A Dauerstrom, dürfen aber für 16A Dauerstrom ausgelegt werden.

Die Frage wie das sein kann und wie 16A Zertifikate auf Steckvorrichtungen zu deuten sind, keine befriedigende/verständliche Antwort :rofl:

Es ist verwirrend, das 16A auf Sicherungen eine abdere Stromstärke wie 16A auf Steckverbinder bedeuten. Umrangieren auf schwächere Steckverbinder die damit überlastbar per Definition sind, ist zugelassen……. :rofl:

Das Kabel mit Stecker an der Geräteseite muss nie mehr aushalten als das Gerät an Leistung zieht. Da kann man kein anderes Gerät dran hängen, um so mehr Leistung durch ein dafür ungeeignetes Kabel zu ziehen.

Natürlich ist es völlig problemlos möglich, am durch einen 16A LSS abgesicherten Stromkreis drei 5-A-Geräte zu hängen, deren individuelle Zuleitung samt Steckern jeweils maximal 5A aushält.

Und nochmals: mein mit Schukostecker versehener AEG Backofen zieht in den Betriebsarten “Schnelles Vorheizen” und “Pyrolysereinigung” 3,8 kW, und zumindest bei Pyrolyse läuft das auch länger als 1 h so. Und natürlich wird dieser Backofen an einer handelsüblichen 16A-Schukosteckdose betrieben. Dafür sind diese Stecker ausgelegt.

Ich meine C13 …..

Weit verbreitet und passt überall. Wenn im Fehlerfall dauerhaft 16A fließen, was der LS hergibt, warum ist das nun unmöglich ?

Mit der Begründung, “ist nicht vorgesehen …” - kann vollständig auf LS verzichtet werden.

Ein Fehlerfall ist nicht vorgesehen….

Weil aber dieser nicht vorhersehbar ist, sichert man die Leitung - und alles was dran hängt - ab, daß es zu keinem Problem in der Energieunertragung kommt. Die Absicherung zielt auf die schwächste Stelle. Bei C13 sind das 10A……

Interessanter Weise, schaut man sich einige dieser Schuko-C13 an, auf einigen steht 10A sogar auf dem Schuko :rofl:

Der kann dann vom Laien unbefarft in ein mit 16A LS versehenen Stromkreis angeschlossen werden……..

Alles mit Zertifikat und Urkunde :rofl:

Das wäre ja noch nicht mal falsch, solange an der 10A-Schukosteckdose nur 10A angeschlossen werden.

Und ein unbedarfter Laie kann so ziemlich alles falsch machen, sein eigenes und anderer Leute Leben gefährden und die Häuser eines ganzen Straßenzugs abfackeln. Die technischen Auslegungen sehen keine falschen Installationen vor, sie gelten nur für technisch und rechtlich allen Anforderungen genügenden Installationen.

Die Zertifikate gelten also durchaus, und ich verstehe nicht ansatzweise, wie man sich darüber lustig machen kann.

Als ich mal nach Bränden von/wegen BKWs gesucht (und nichts gefunden) habe, waren Mehrfachsteckdosen und Wäschetrockner ganz vorne im Haushalt, aber die Experten für Produktnormen haben wohl andere Prioritäten …