Ich glaube ich habe die Drückerventile scheinbar nicht richtig verstanden. Wie testet man die nochmal am besten auf Dichtigkeit?
Denn ich habe eine recht verwirrende Situation mit meinem.
Ich hatte damit schon Druckprüfung mit Luftdruck und 15 Bar gemacht und das hat eigentlich top funktioniert. Konnte mich von Ventil zu Ventil hangeln und habe auch erwartbare Anstrengung jeweils mit der Luftpumpe gehabt. Also in der Anlage waren auf jeden Fall 15 Bar. Das ließ ich auch mal 24h stehen und hatte quasi den selben Druck mit (leider analoger) Monteurhilfe behalten. In der selben Zeit auch mit Big Blue Leckagesuchmittel meine Bördel über 1h kontrolliert und die waren Top.
Dann guter Dinge Druckluft abgelassen und Vakuumpumpe an (Analog) Vakuummanometer an Ventildrücker gehängt.
Konnte mich auch hier von Schlauch zu Schlauch in Anlage vorhangeln.
Es hat etwas länger als erwartet gedauert, bis ich im ganz niedrigen Druckbereich war, dachte mir aber, dass das wahrscheinlich an der nicht performantesten Pumpe von Saukalt lag und dass ich mit ~7m Kälteleitung mehr als viele im Forum habe.
Nach ca 1h war ich bei grob -920mbar angekommen. Ich wohne auf dem Berg, hier haben/hatten wir zu der Zeit laut verschiedener Barometer einstimmig 930. Also näherte ich mich dem richtigen Wert, war aber schon noch etwas entfernt. An der Stelle habe ich abgebaut um das Vakuum für 24h stehen zu lassen.
Nächster Tag angeschlossen, Schläuche usw vakuumiert, Ventil zur Pumpe abgedreht und dann Ventildrücker "geöffnet" und Vakuummanometer ist auf ca -800mbar gestiegen. Das hat mich natürlich erst mal schockiert.
Dachte mir, evtl. ist da halt doch noch Wasser in der Leitung gewesen, was sich dann über die Nacht verdampft hat. Also nochmal 1h vakuumiert und damit gerade so wieder auf die -920mbar gekommen.
Ventildrücker "zu" gedreht und ebenfalls das Ventil zur Vakuumpumpe. Nach 2h war dann der Druck am Vakuummanometer auf ca -890mbar gestiegen. Also hier nochmal in 15min auf -920mbar vakuumiert, Ventil zur Vakuumpumpe wieder abgedreht und langsam den Ventildrücker auf. An einem Punkt ist dann auch sofort der Druck wieder auf irgendwas um -800mbar gestiegen, was mich auch sehr verwundert hat. Immerhin war das letztes mal ein ähnlicher Anstieg nach 24h und nicht nur 2h.
Dann viele Gedanken gemacht und auch am Ventildrücker herumgespielt z.B. auch mal mit Vakuum auf dem Schlauch das Drückerventil im Off (Stift drückt nicht auf Schraderventil) abgedreht und dann hält das Drückerventil auch das Vakuum in Richtung Vakuummanometer. Erst wenn ich den Drücker vom Schlauch abschraube fällt das Vakuum ab.
Bei mir scheint es jetzt folgendermaßen zu sein:
Wenn der Drücker ganz auf Off steht, also der Stift das Schraderventil auf keinen Fall öffnet, dann sperrt der Ventildrücker auch den Durchgang Richtung Vakuummanometer. Das bleibt so, bis man ca 40% reingedreht hat. Dann gibt es scheinbar einen ganz kleinen Bereich, wo der Drücker das Ventil noch nicht drückt und er aber auch Richtung Vakuummanometer "auf" macht. Wie und wo das genau ist, ist schwer zu sagen. Drehe ich weiter wird irgendwann recht sicher das Schraderventil des Serviceports geöffnet. Aber wenn ich jetzt noch ca 10% weiter drehe, dann steigt plötzlich sehr schnell der Druck am Manometer, also das ganze System wird undicht. Gehe ich minimal zurück ist wieder "dicht". Wieder bisschen weiter bricht das Vakuum wieder weiter ein.
Also weiß ich jetzt irgendwie nicht, wie ich weiter machen soll. Mir scheint das Drückerventil muss manchmal oder immer in verschiedenen Graden undicht sein. Wenn ich "zu weit" das Schraderventil eindrehe, gibt es ja im System plötzlich eine richtig krasse Undichtigkeit. Das kann ja nicht Richtung Serviceport sein und Richtung Vakuummanometer ist ja auch alles dicht. Also muss das an der Stelle irgendwie der Drücker sein.
Aber soll das überhaupt so sein, dass der Drücker auch in verschiedenen Positionen den Durchgang Richtung Vakuummanometer zu macht? Wie teste ich dann die Dichtigkeit? Wenn ich am Serviceport hänge, kann ich wegen der geringen Toleranz und dem winzigen Volumen innerhalb des Drückers nicht sagen, ob ich da den Durchgang offen habe, oder nicht und wenn ich minimal weiter bzw. zu weit drehe, geht ja das Schraderventil auf...
Ich habe auch mal direkt mit dem Schlauch am Serviceport ohne Ventildrücker getestet und das Vakuum ist viel schneller gefallen und ich war in der ganzen Anlage nach ca 10min schon auf ~-925mbar. Da bin ich davor nach 1h quasi nicht hingekommen. Habe auch extra das Vakumm aus der Anlage abgelassen, neu gezogen und nochmal leicht auf das Ventil gedrückt um sicherzugehen, dass ich auch in der Anlage gelandet bin, weil mir das so super schnell im Vergleich zu davor vorkam und ich dachte ich wäre evtl nur im Schlauch.