Ich kann mich hier nur wiederholen: Bestandsanlagen sind historisch begründbar. Ein Abbau und Austausch gegen PV ist in den wenigsten Fällen wirtschaftlich sinnvoll.
Wenn du dein Dach mit PV voll machen willst, dann ergibt es evtl. mehr Sinn die Thermie abbauen zu lassen und da auch nochmal PV hinzusetzen als die Thermie mit dem gesamten Wärmekreislauf stehen zu lassen. Es sei denn die verursacht keine Kosten. Wer das alles DIY macht, dem kann es egal sein, wer aber dafür jemanden benötigt freut sich eher über ein wartungsärmeres System. Wenn man dann schon für Flüssigkeit nachfüllen/austauschen 500€ bezahlen MUSS, weil der Fachmann keine günstige Flüssigkeit anbietet dann stellt sich die Frage, ob man das lieber drauflässt oder abmontieren lässt.
Also ich würde behaupten, aber das ist nur eine Behauptung, dass man am meisten CO² spart wenn man das Haus dicker/besser dämmt. Auf die Flächen bezogen ist es wohl ratsamer Dämmstoff mit höherem Dämmwert zu nutzen um den U-Wert zu senken, als Geräte zu kaufen, die das senken können.
Irgendwo sind überall Schwellen vorhanden, und jene Schwellen gab es auch schon vor 20 Jahren. Wenn eine ST mehr einbringen soll, als die Fassade um 5cm dicker zu dämmen beispielsweise etc. pp.
Auf heute gemünzt stelle ich einfach mal das hier in den Raum, das ist nur ein Beispiel!
Ich kann später meine Panasonic Wärmepumpe mit Fußbodenheizung betreiben, und die wird mit JAZ4 ungefähr 2500kWh Strom verbrauchen um 10 000kWh Wärme herzustellen für unsere Wohnung. Ich kann nun das Dach aufwändig dämmen lassen (wir wohnen im DG) und komme dann auf 1500kWh. Das kostet uns dann 30 000€ für Dach runter, Dämmung und Dach wieder drauf. Ich kann auch eine Lambda Wärmepumpe nehmen und habe dann JAZ5,5, damit benötige ich nur noch 1820kWh Strom und die kostet 20 000€ mehr als die Panasonic-Wärmepumpe. In einigen Jahren kommen elektrokalorische Wärmepumpen heraus. Ich kann keine Glaskugel nutzen, aber ich behaupte ebenfalls, dass die in den Größenordnungen kosten werden. Die WP selbst. Wenn die nun eine JAZ von 7 schaffen, wäre das bei unserer Wohnung nur noch 1430kWh Strom. Also genau soviel wie die Dämmung des Daches erbracht hätte. Ich nehme also den jetzigen Mehrverbrauch in Kauf, und dämme bewusst nicht, weil ich weiss, es steht bald Technik zur Verfügung die das ausgleichen kann. Ebenfalls weiss ich, dass an neuen PV-Modulen gearbeitet wird mit höherem Wirkungsgrad. Also wenn ich hier austausche, dann evtl. gegen Module die dann 30 - 40% Wirkungsgrad haben. Damit erhöhe ich wieder den Autarkiegrad, was weniger Zukauf von Strom ermöglicht…..
Dieses Abwägen muss jedes Mal gemacht werden. Der Artikel 14 Absatz 2 GG ist momentan zu schwammig. Und zwar aus einem einfachen Grund: Momentan zählt eher: “Arbeit verpflichtet”, als “Eigentum verpflichtet”. Kosten werden permanent wegsolidarisiert anstatt sie denen anzulasten, die sie erzeugen.