Vielleicht ist es einen kostengünstigen Versuch wert, an der Decke des Treppenhauses einen Deckenventilator anzubringen, der im Winter die warme Luft wieder nach unten drückt und im Sommer kalte Luft nach oben zieht.
So machen wir es in unserem RMH. Eine Perfera im EG für die offene Wohnküche und ein zweites im Arbeitszimmer im 1. OG mit Deckenventilator im DG und einem xiaomi Turmlüfter (wurde hier im Forum mal besprochen/empfohlen) der kalte Luft aus dem Flur ins Arbeitszimmer bläst.
Um Weihnachten rum hatte ich mal unsere Gastherme angeworfen, als der Sohn zu besuch da war und sich bei uns angesteckt hatte und wohl ab Freitag, wenn wir hier 5 Tage lange -7 bis -16
Grad bekommen sollen, sonst funktioniert es bei uns mit überraschend gut funktionierender Dämmung und KWL. Ersatz für die Gastherme für solche Tage ist noch zu klären.
Vom Heizen her kann ich bisher auch nur Gutes berichten. Das meiner Erfahrung nach größte Gegenargument bei den Splitklimas ist für mich das Außengerät. Sowohl MHI SRC40, wie auch das Vivax 32ari machen ab etwa 1-2°C ganz schön Radau draussen.
Wenn ich mir vorstelle ich hätte ein Reihenhaus, dichte Bebauung, oder müsste das Außengerät gar auf dem Balkon im Mehrfamilienhaus installieren, ich glaube Ärger mit den Nachbarn wäre vorprogrammiert. Gut, im Haus hört man davon nix, aber es soll ja auch Nachbarn geben die im Winter öfter mal die Fenster auf Kipp haben. ![]()
@redhot Wie ist das mit der Lautstärke bei deiner ATXM bei unter 0 Grad? Hab in Erinnerung, dass die auch da noch recht leise sind. Dreht der Lüfter nur wenig hoch oder ist der einfach so hochwertig, dass der wenig Lärm produziert?
Immerhin war glaube ich an deinem Lüfterflügel kleine Blechteile fürs Auswuchten, die hat meine MHI und meine billige ATXF nicht. Der Radau, der bei der MHI entsteht, kommt eindeutig auch vom ungewuchteten Flügel.
Gut. Hört man ein wenig besser (sonst fast gar nicht) aber dennoch leise.
Das sind dann so kleine Details mit der Auswuchtung, wo sich teure von billigen Anlagen unterscheiden, die aber eine große Wirkung haben. Wobei meine MHI als A++ Gerät nun auch nicht super billig war, kostete um 1000 Euro in DE.
Ja, generell sind die Preis / Leistung einfach total ok finde ich. Insbesondere für A+++
Mangelhafte Auswuchtung würde ich bei mir für beide Anlagen ausschliessen. Es deutet einfach keinerlei Vibration darauf hin. Meiner meinung nach ist es einfach die enorme Drehzahl und das am Auslassgitter entstehende Strömungsgeräusch. Es geht ja auch eine wirklich extreme Luftmenge durch die Geräte, selbst in 5 Meter Entfernung wackeln noch die Blätter und man spürt den Wind. Kurioser Weise nimmt die Drehzahl so ab ca. -5°C wieder ab und beruhigt sich mit jedem Minusgrad ein wenig weiter. Letzte Nacht bei -13°C war es dann fast auszuhalten vor der Haustür.
Heute war auch mal ein guter Tag einen Vergleich zum Gas zu ziehen, da der Strompreis ein wenig erhöht und kaum Sonne vorhergesagt. Temperatur wie in den letzten Tagen auch -3°C/-10°C.
Der Verbrauch beider Anlagen zusammen und bei 24/7 Heizbetrieb lag die letzten beiden gleich kalten Tage bei je 31kWh. Heute dann für 8h Gas und versucht die Raumtemperaturen so gleich wie möglich zu fahren, was sehr gut gelungen ist.
Im Ergebnis ist in den 8h Gas für 64kWh durch die Therme verbrannt worden. Hochgerechnet auf 24h wären das 192kWh und da war während der Laufzeit noch nicht mal die eisige Nacht dabei.
Dazu kommt dann ja auch noch ein wenig Strom in 24h. Das wären also nochmal 1,4kWh für Pumpe und Elektronik, sowie 0,6kWh für den Lüfter bei angenommenen 50% Brenner/Lüfterlaufzeit.
Im Preisvergleich für einen Wintertag:
LLWP - 31kWh x 0,28€ = 8,68€
GasTherme - (192kWh x 0,11€) + (2kWh x 0,28€) = 21,68€
Wenn jetzt noch die Wassermenge im Heizsystem bekannt wäre könnte ich noch das Hochheizen auf 45°C rausrechnen, aber ich glaube das macht das Kraut dann auch nicht mehr fett.
Ich kann mir nicht vorstellen, wie du 192kWh Wärme mit 31kWh Strom aus LLWP herausholen wolltest. Der Vergleich ist vielleicht wie bei Anderen, die nun bedarfsgerechter heizen. Aber 1:1 ist das nicht.
Ich hatte es vor einem Jahr bei damals nicht ganz so kalten Tagen schon mal laufen lassen. Auch da kam ich schon auf 110kWh Gas. Was damals der Vergleich zu LLWP + 2x IR Heizung ergab kann ich aber nicht mehr beziffern.
Wie geschrieben, für Heute müsste ich noch den Wasserinhalt und die Hochheizphase dafür rausrechnen, aber das berechnen der Wassermenge wäre eine Mammutaufgabe.
Aber es gibt ja KI und die überschlägt für meine Heizanlage 6kWh.
Ich denke, dass schon alleine das “mitheizen” des gesamten Heizsystem bei der Zentralheizung einiges ausmacht. Also bei mir zumindest ganz bestimmt. Wenn man nicht dauerhaft alle Räume heizt (wie ich i.d.R.) - dann muss das Heizungswasser aber dennoch immer im gesamten Heizkreis zirkulieren. Ob dann die HK aufgedreht sind, oder nicht. Da geht schon einiges an Wärme verloren denke ich, speziell auch weil es in den nicht geheizten Räumen dann ja auch kalt ist. Ich sehe da die LLWP sehr deutlich im Vorteil, weil hier ja generell der Schritt “Wärmetausch zu Heizungswasser” komplett wegfällt und somit eben auch alles was dazu gehört…
Also aus meinen alten Kohle- + Gasverbräuchen hab ich die KI mal den Tagesbedarf für die aktuelle Wetterlage schätzen lassen:
Die Faustformel für einen solchen Tag:
Ein Haus mit ca. 17.000 kWh Jahresnutzwärmebedarf benötigt an einem echten Wintertag (Durchschnittstemperatur ca. $-5$°C) etwa 0,6 % bis 0,8 % seines Jahresbedarfs innerhalb von 24 Stunden.
- Rechnung: $17.130 \text{ kWh} \times 0,0075 \approx \mathbf{128 \text{ kWh}}$
Ihr Haus benötigt an diesem Wintertag ca. 120 bis 140 kWh Nutzwärme.
So ganz daneben liegt meine Hochrechnung auf 24h also nicht.
Schon erstaunlich, dass die 2 Klimas dann doch mit so wenig Energie die gleichen Raumtemperaturen erreichen. (WZ 21°C, Flur samt Bad und Küche 18°C, Schlaf- und Werkstattzimmer jeweils 14°C)
Weil du die Masse nicht mitheizt.
Bei mir stellt sich das identisch dar. Altbau mit 50 Jahre alten Rohrleitungen unisoliert.
Wenn ich alle Heizkörpern abstelle und nur das 50°C heiße Wasser zirkulieren lasse verbrauche ich schon unmengen an Gas.
Da wird halt das Mauerwerk geheizt. Und das ist ja die größte Stärke ein Luft-Luftwärmepumpe alles ohne Umwege direkt in den Raum.
So wird es wohl sein. Alle Rohre verlaufen zwar durch beheizte Räume, aber viele entlang der Sockel an Aussenmauern.
Auch wenn das im Grunde alles sehr fehlerbehaftet ist, es zeigt auf jeden Fall, dass so eine LLWP weit weg von COP 1 bei solch heftigen Minustemperaturen läuft. Selbst wenn ich jetzt mal heftige 50% Mess- und Rechenfehler annehme, beim Tagesendpreis bleiben die Klimas immer noch weit vorn und mit jedem Grad wärmer draußen verbessert sich das weiter zu Gunsten der Klimas.
Wenn halt nur der Außensound nicht wäre.
Obwohl, 200m entfernt werkelt ein noch viel schlimmeres Monster von MHI, 2 Türme dieser Bauart:
Wenn die so richtig loslegen höre ich das noch im Garten und läuft man dran vorbei bläst es einen vom Fußweg.
Wen man nicht von innen isoliert hat, nimmt das Mauerwerk aber dann auch Wärme auf
Wir machen auch gerade mal wieder den Gas-Heiz-Vergleich. Die Gasheizung heizt die letzten 4 Tage ausschließlich. Wir hatten anfangs -2 Grad, mittlerweile liegen wir bei 1 Grad. Unglaublich, was die Gasheizung schluckt:
- Täglicher Gasverbrauch etwa 100-120 kWh
- Gastherme inkl Umwälzpumpe etwa 100W
Es ist eine 30 Jahre alte Gasheizung, aber immerhin schon Niedertemperaturkessel. Die Pumpe zieht fest immer 50 W (Stufe 2) oder 75W (Stufe 3).
So richtig warm ist es auch nicht, weil wir die Vorlauftemperatur noch recht niedrig auf 55 Grad haben. Nur so 17-18 Grad in den Zimmern, die wir beheizen.
Die Wärmeverteilung ist dabei deutlich anders, als mit Split-Klima und wir können Nachts auch nicht mehr drosseln, sonst dauert es ewig, bis wir wieder hinreichend Temperatur haben.
Insofern kann man es nicht direkt vergleichen. Wie vergleichen es eher so: Die Gasheizung läuft jetzt auf einem Niveau, mit der unser Komfort hinreichend ist. So halten wir es auch mit den Split-Klimas. Und das darf man dann durchaus vergleichen.
Wenn wir derzeit mit Split-Klima heizen würden, hätten wir 10-12 kWh Stromverbrauch pro Tag.
Diesen Faktor 10 haben wir eigentlich jedes Jahr, wenn wir den Testlauf für 1-2 Wochen machen.
Gasheizung ist allerdings nicht gut optimiert, da könnte man noch einiges rausholen. Mir ist z.B. aufgefallen, dass sie stark taktet. Im Moment 6-10 Takte pro Stunde. Gibt aber nicht viel Einflussmöglichkeiten, dass zu verändern.
wenn bei mir die gastherme läuft dann ist es ein brennerstart alle 2h
meine kann man drosseln im moment ist die von 14kw auf 7kw beim heizen gedrosselt und 10kw beim ww machen.
die ist schon sehr effezient als brennwerttherme.
im moment läuft die splitanlage schon ununterbrochen seit 14 tagen soviel sonne gab es bei uns. (insel pv strom hausversorgung)
es hat sich sehr viel eis unten auf dem gelände gesammelt
der ablauf der klima funktioniert weiterhin einwandfrei ganz ohne dämmung oder heizung der bodenwanne.
das rausnehmen des plastik schlauchanchlusses war ausreichend
Das selbe Problem hat meine Gasheizung auch. Die Ursache ist einfach eine zu hohe - untere - Modulationsgrenze in Verbindung von nicht vorhandenem Puffer. Die Temperatur im Kreis steigt dann zu schnell, die Heizung taktet. Bei mir hatte der Monteur im Sommer beim Service dann den Pumpennachlauf noch mal verlängert - der ergibt dann eine Art “Sperrzeit” in der die Heizung nicht neu startet. Bei dem topaktuellen Gerät das ich habe (BJ 1998) kann man das einstellen - aber nur mit dem Tester von damals…
Wenn nur wenige HK aufgedreht sind verschärft sich das Problem nat. denn dann hat die Heizung noch weniger aufzuheizen.
Das ist dann eben eine sehr ungünstige Kombi, die zu maximalen Verlusten führt. Und ich nehme an, es wird bei sehr vielen Nutzern von Zentralheizung so sein - dass nicht alle HK laufen. Selbst wenn nur Flur, Abstellraum, ggfs. WC usw. ist was nicht aufgedreht ist.

