Sammelthread - Erfahrungen zum Heizen mit Klima Splitanlagen

Was du ganz schlecht abschätzen kannst, ist die eingebrachte Wärmemenge. Dafür müsstest du das genauer vermessen. Ich hab das mehrfach gemacht, die Effizienz steigt deutlich.

Kann ja auch nicht anders sein: Je höher der Volumenstrom, um so niedriger kann die Temperatur am IG-Wärmetauscher sein, um die selbe Wärmemenge in den Raum zu bringen. Und niedrigere Temperatur am Wärmetauscher bedeutet weniger Temperaturhub der Wärmepumpe und daran hängt direkt die Effizienz.

Ein gestiegener Verbrauch kurzzeitig sagt da erstmal noch gar nichts. Man müsste sich den Verbrauch über einige Stunden anschauen und wirklich alles andere konstant halten.

Bei uns laufen die Geräte fast den ganzen Winter auf höchster Lüfterstufe. Nur in der Übergangszeit auch mal niedriger. Geräusch ist schon etwas grenzwertig, ich wünschte, die Anlage könnte auch dauerhaft auf Lüfterstufe 3 gehalten werden. Geht aber leider bei der MHI nicht.

Aussagen gelten nur für Single-Split. Bei Multisplit ist alles deutlich komplexer, da ist die Physik zwar auch gleich, aber es kann sein, dass andere Aspekte der Multiregelung dann wieder ungünstige Effekte mit reinbringen. Muss nicht sein, kann aber.

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Sicher hast du recht bezüglich des Verbrauchs bei 24/7 Dauerlauf und konstant eingeschwungener Temperatur. Tatsächlich wurde auch geringfügig mehr Wärme in den Raum gebracht, bzw. besser verteilt in abgelegene Ecken.
Aber laufen lassen kann man die Anlagen in solch Modus wirklich nur wenn niemand im Haus ist. Schon das kurze Vorbeigehen im Flur nervt einfach nur und unbekleidet bekommt man vom kalten Wind Frostbeulen, übertrieben gesprochen.
Am Ende muss man aber mal der Realität ins Auge schauen, der Wärmeverlust muss einfach ausgeglichen werden und selbst wenn ich es durchhalten würde und es so länger laufen liese, die Einsparung wäre marginal. Die MHI macht das schon alles sehr gut automatisch. Sie hält den Auswurf bei angenehmen 28-34°C und regelt den Lüfter von unhörbar bis gut erträgliche mittlere Geschwindigkeit. Sie macht das sogar mit besonderem Augenmerk auf Effizienz, denn sie erhöht erst den Lüfterspeed moderat und wenn dies nicht reicht wird die Auswurftemperatur durch Mehrleistung erhöht.
Meine Vivax ist in Beziehung Automatik nicht ganz so gut, bzw. anders ausgelegt. Sie ist deutlich Richtung Laufruhe optimiert, zieht also zuerst die Leistung an und erst wenn 40°C Auswurf nicht ausreichen erhöht sie den Lüfterspeed. Hier greife ich gern manuell ein und lasse sie tagsüber fest auf mittlerer Stufe laufen. Lautstärke ist dann immer noch gut im Rahmen, Auswurftemp, sinkt auf immer noch angenehme 30-32°C und der Verbrauch geht auch geringfügig zurück.
Es ist also in beiden Fällen so, dass es nicht um Einsparungen im Kilowattstundenbereich geht und von daher nehme ich die geringen täglich Mehrkosten gern in Kauf.

Das hört sich gut an. Bei uns hat das nicht gut funktioniert mit Automatik. Die Anlage läuft bei uns fast immer im Leistungsbereich 180-500 Watt. Und der Altbau braucht sehr gut Wärmeverteilung. Im Automatikmodus war fast immer die Lüfterstufe zu gering, so dass die Wärmeverteilung schlecht war und die Auswurftemperatur oft über 40 Grad.

Vielleicht haben die ja auch was an der Regelung verändert.

Die Daikin ATXF, die ich habe, macht das viel besser. Da habe ich die Lüfterstufe zwar auch auf höchster Stufe stehen, aber hier greift auch die Automatik und regelt die Lüfterstufe je nach Leistung. Oft auf niedrigeren Stufen. Das ist nahezu optimal. Luftauswurf liegt fast immer bei 30-35 Grad.

Ich würde generell auch sagen: Wenn alles passt und man im Bereich 30-35 Grad ist, würde ich auch auf Lüfterstufe 4 bei der MHI verzichten, dann besser auf Automatik lassen.

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Meine beiden 9000 btu Dimstal Anlagen verhalten sich da etwas anders, was ich aber gar nicht schlecht finde.

Erhöhe ich die Lüfterstufe von Low auf Medium steigt der aktuelle Verbrauch um etwa 60 Watt sowie die Auswurftemperatur von 29 Grad auf etwa 33 Grad an. Also lasse ich sie lieber schön wohnzimmertauglich weiter auf niedriger Lüfterstufe durchlaufen. Meine 12000 btu Dimstal läuft aber tatsächlich mit erhöhter Lüfterstufe effizienter.

Es lohnt sich also auf jeden Fall Auswurftemperatur und benötigte Leistung mal zu überprüfen.

Nachtrag:
Außerdem habe ich mit niedriger Lüfterstufe auch tatsächlich weniger Abtauvorgänge.
Gestern zb. der erste erst gegen 23 Uhr … aber es hät sich momentan eh in Grenzen … es ist ja eher trocken als feucht.

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ein update
hatte ja probleme mit dem zufrieren des ablaufs vom außengerät.
seit dem ich den plastikschlauchanschluss raus habe läuft alles wunderbar ab auch bei -10°C draußen.
keine eisbollen mehr im gerät.
dafür ne eisbahn am boden :sweat_smile:

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:worried:

:laughing:

das war im sommer noch ok, im winter ist das zeug geschrumpft
ist nicht so wichtig

Hi, meine Multi4 Anlage zum heizen läuft nun seit rund 4 Wochen, Hersteller Toshiba. Bisher bin ich sehr zufrieden. Nun ist jedoch die App nicht ganz so pralle, gerade was die Verbrauchsüberwachung angeht. Gerne würde ich sehen was die Anlage jetzt gerade aktuell an Strom zieht, sowie auch den Gesamtverbrauch pro Tag. Letzteres zeigt zwar auch die App, aber so ganz traue ich der Sache nicht ;).

Da bei mir im Kleinverteiler nicht mehr Platz war, wurde nur ein normaler LS 25A B-Charakteristik eingebaut, für einen Zähler etc. war kein Platz mehr.

Aus dem Kleinverteiler wird das Kabel rückseitig in den dahinterliegenden Raum geführt, dort mit Kabelkanal bis auf Dachboden direkt darüber hochgezogen. Am Dachboden geht das Kabel in eine normale AP-Dose, wo dann mittels WAGO-Klemmen die Zuleitung der Außeneinheit angeschlossen ist.

Kann ich hier, im Bereich der AP-Dose einfach was dazwischen klemmen, was ich dann über WLAN verbunden überwachen kann? Müsste halt für 25A geeignet sein. Router ist in unmittelbarer Nähe unterhalb der Gipskarton-Decke. Wichtig wäre halt wirklich der aktuelle Echtzeitverbrauch, sowie dann der Log über Tag, Woche, Monat etc.
Das ganze halt auf Putz, also nicht im Sicherungskasten verbaut, sondern wirklich an der Zuleitung der Klima dazwischen geklemmt.

Schöner sind immer durchgehende Leitungen… Aber wenn es ohnehin schon geklemmt ist, könntest du vom Elektriker einfach so einen kleinen “Aufputzkasten” mit Hutschiene montieren lassen anstatt der vorhandenen AP- Dose (Klemmdose?)

Dort dann einen Shelly rein:

Ggfs. dann direkt per Lan anbinden wenn gewünscht.

Sind die wirklich nötig? Was ist denn der Maximalstrom der Anlage? Was ist der genaue Typ der Anlage?

Hintergrund: Wenn die nur 16A braucht, wäre es einfacher, dann kannst du einen sehr kleinen Shelly PM Mini verwenden. Dann müsste aber auch die Sicherung gewechselt werden.

Der Shelly PM mini kann nur 8A. Der “normale” Shelly 1PM kann 16A.

Das stimmt nicht. Ich habe selbst 3 solche Shelly PM Mini mit 16A an Klimas.

Shelly PM Mini: 16A (ohne Relais)
Shelly 1PM: 16A (mit Relais)
Shelly 1PM Mini: 8A (mit Relais)

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Danke für die Präzisierung. Da hast du natürlich vollkommen recht. Ich habe alle 3 Modelle im Einsatz, aber bis auf ein PM Mini ohne Relais nutze ich lieber nur die Schaltbaren.

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Hi, ja, die 25A Absicherung ist gemäß Installationsanleitung für die Anlage notwendig. Ist eine Toshiba RAS-4M27G3AVG-E.

Dann wird es ja doch etwas komplizierter, wenn man dann nen zusätzlichen Kleinverteiler am Dachboden benötigt. Hatte mir das etwas einfacher vorgestellt, so dass einfach mit WAGO-Klemmen was dazwischen gehangen wird :sweat_smile: .

Das ist aber eine “reine Kopfsache”. Ob dort eine kleine Klemmdose angeschraubt ist und dort die Leitungen verbunden (so ist es aktuell???) oder aber statt der Klemmdose der kleine Mini Aufputzkasten für € 10.- spielt am Ende keine Rolle;) Ist ja sehr schnell erledigt vom Elektriker :+1:

Das ist der Knackpunkt, kostet wieder :money_bag: :money_bag: :money_bag: :sweat_smile: .

Ne UV hab ich aber auch selbst noch nicht verdrahtet, so dass ich selbst da wohl die Finger von lasse. Oder muss mir auf YouTube mal ein Tutorial anschauen…

Zwar ist das keine “echte" UV - es wird am Ende ja nur etwas zusammengeklemmt - nicht anders, als in einer Klemmdose ein UP Shelly.

Dennoch sind elektrische Installationen KEINESFALLS ein Bereich, in dem man sich nach youtube tutorial selbst versuchen sollte. Abgesehen vom unmittelbaren Risiko (Tod durch Stromschlag) gibt es hier auch noch eine nicht zu unterschätzende Brandgefahr - insbesondere bei Installationen in “verdeckt” montierten Bereichen wie im Dach. Fazit: Besser nicht machen, das bißchen gesparte Geld ist das nicht wert;)

Maximaler Strom wird mit 17,5 A angegeben und 3,8KW Maximalleistung. Oft ist es so, dass der maximale Strom nie wirklich abgerufen wird.

Auch wenn es praktisch sehr wahrscheinlich an einer 16A Absicherung funktionieren würde, würde ich es nicht machen, da sollte man nicht zu knapp auf Kante nähen. Wird also nichts mit so einem Shelly Mini.

Was aber wohl egal wäre, denn wenn der Elektriker zusätzlich noch im Verteiler den LSS tauschen müsste, würde das die Einsparung beim Shelly eh wieder auffressen :laughing:

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Altbau Heizen (, Lüften, Befeuchten) mit zwei 3,5kWh Daikin Ururu Sarara Monosplitgeräten

Erste Tranche des Gesamtprojektes ist eine Wohnung von 93 qm im 1. OG eines Dreifamilienhauses umgebaut in den Achtzigern, gedämmt mit 50mm Styropor, Originalfenstern, sonnige Lage, Wohnungen drüber und drunter beheizt. Warmwasser produziert noch die Ölheizung.

Inbetriebnahme der beiden 3,5kWh-Geräte am 15.12.2025, richtig eingestellt ab 17.12.. Ein Gerät beheizt mit Wohn- und Eszimmer die Hälfte der Fläche, das andere mit Arbeitszimmer, Flur, Bad, Küche und Schlafzimmer die andere Hälfte.

Weil wir seitdem Wintertage mit extrem niedigen Temperaturen (kältester Tag -2° bis -11° ohne Sonne) hatten, kann ich schon nach dieser kurzen Zeit konkrete Aussagen machen, ob und wie das Ganze funktioniert.

Fazit: Sehr empfehlenswert. Die Wohnung ist mit ca.23°C behaglich warm. Nur in Bad und Küche wünschen wir uns noch etwas mehr Wärme, was an der mangelnden Luftzirkulation und den alten Fenstern liegen dürfte, deren Scheiben thermisch kaum existent sind. Vielleicht bringt ein Deckenventilator im Flur Abhilfe. Im Bad wird es zusätzlich noch eine Infrarot-Deckenheizung geben, die beim Duschen zuheizt.

Der Energieverbrauch liegt bei milden sonnigen Wintertagen insgesamt unter 10 kWh pro Tag, an den kältesten Tagen bei 30 kWh pro Tag. Der Durchschnitt liegt nach 22 Tagen bei 18,1 kWh pro Tag bei zwei Dritteln Frostnächten und Höchsttemperaturen um den Gefrierpunkt.

Überschlägig auf das Jahr hochgerechnet liegen wir mit den Heizkosten trotz des strengen Frostes unter dem Plan und deutlich unter den Heizkosten mit der Ölheizung und gehen davon aus, dass sich die Investition in die Klimaanlage auch ohne Förderung in unter 10 Jahren amortisieren wird, Kostensteigerung beim Ölpreis durch CO2-Abgabe nicht eingerechnet.

Wir werden die Fensterscheiben (nur das Glas) gegen moderne mit einem dreifach besseren K-Wert tauschen (DIY-Kosten ca. 75€ pro qm Fensterfläche). Die Rahmen sind nach all der Zeit noch gut. Die Heizkosten werden sich dann nach unserer Schätzung ohne Solaranlage nachhaltig auf circa 10 Euro pro Quadratmeter und Jahr belaufen. Das kann sich jeder leisten.

Und wir glauben bewiesen zu haben, dass die Aussage “Altbau ist mit Wärmepumpe nicht wirtschaftlich zu beheizen” eine glatte Lüge ist.

Daikin Ururu Sarara: Für die, die es interessiert

Für diese spezielle Klimaanlage gibt es bis auf weiteres KEINE Förderung. Warum? Schwer zu verstehen - vielleicht weil Lüftungsanlagen wohl nicht gefördert werden und diese Klimaanlage auch lüftet und befeuchtet. Außerdem hat sie eine automatische Filterreinigung.

Aus Komfortgründen haben wir uns trotzdem dafür entschieden.

Die im Heizbetrieb wichtige Luftbefeuchtung funktioniert einwandfrei: Im Standardbetrieb 50% Luftfeuchtigkeit bei circa 23°C.

Die Lüftungsfunktion eines Gerätes reicht für eine Person gerade so aus (Altbau, nicht hermetisch abgedichtet). Ein Experiment mit den Badlüftern zeigt, dass eine aktive Entlüftung etwa durch eine Warmwasserwärmepumpe die Wirksamkeit der Lüftung deutlich steigert. Erfahrungen und Ratschläge zu dem Thema “Entlüftung über alte Schornsteinschächte mit der Warmwasserwärmepumpe” sind herzlich willkommen.

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