Pol Schrauben Drehmoment an 280Ah Lifepo4 Akku Zellen EVE??

Ich will es auch nix auf 22Nm anziehen ;).

Es geht dabei darum einen ordentlichen elektrischen Kontakt herzustellen und dafür das optimale Drehmoment zu finden. Der Herr im Video sagt: 8Nm hätte ihm EVE mitgeteilt, bei höheren Strömen (200A bei 12V Setup) geht er auf 10Nm.

5Nm ist hier natürlich erstmal gesetzt und weniger als 10Nm definitiv auch.

Ich denke mal, 5Nm sind schon gut, was willst mit mehr bewirken? Die Microdellen aus der Busbar drückst auch nicht mit 22Nm raus...
Dann besser mal nach einem Jahr alles nachziehen und schauen ob die 5Nm noch da sind. Wobei bei den Edelstahlschrauben wird sich nicht viel dehnen und die Busbar sicher auch nicht so viel.

Ich denke mal, 5Nm sind schon gut, was willst mit mehr bewirken? Die Microdellen aus der Busbar drückst auch nicht mit 22Nm raus...
Will man ja auch gar nicht. Die erhöhte Flächenpressung sorgt für besseren Kontakt.
Dann besser mal nach einem Jahr alles nachziehen und schauen ob die 5Nm noch da sind. Wobei bei den Edelstahlschrauben wird sich nicht viel dehnen und die Busbar sicher auch nicht so viel.
Kupfer kriecht, wenn auch nicht in einem Jahr.

Macht es Sinn solche Federscheiben einzusetzen um den Anpressdruck aufrecht zu erhalten wenn sich die Akkus minimal bewegen? Oder ist das Quatsch?

https://www.hornbach.de/shop/Federscheibe-DIN-137-B-6-mm-galv-verzinkt-100-Stueck/3830508/artikel.html?wt_mc=de.paid.sea.google.alwayson_assortment.eis.pla.868482955.116135260212.&wt_cc1=868482955&wt_cc2=116135260212&wt_cc3=471145562310&wt_cc4=&&wt_cc6=3830508&wt_cc7=620&gclid=Cj0KCQjwhsmaBhCvARIsAIbEbH5T1rPOe_Bdc1Ymun4QRV1veAVP84kk-qQPMK1oEfadIx-2SCgoPPgaAoqdEALw_wcB

@carolus Am Ende steht und fällt die Berechnung mit dem Reibungswert.
Hier wird am Ende eine Bandbreite für Reibwerte bei Edelstahlschraube und Mutter Festigkeitsklasse A2 - A4 von 0,26 bis 0,5 angegeben:
Haftreibungswerte Tabelle (schweizer-fn.de)
Mit welchem Wert hast Du denn gerechnet ?
Für Galvanisch verzinkte Schraub / Mutter habe ich jetzt nichts gefunden.

Mit Reibungswert von 0,35 komme ich für M8 bei 5Nm dann auf 1.5kN Vorspannkraft.
Das wäre dann der Wert, den man bräuchte um 2 Akkubänke ( 2 x 8 Zellen) mit 4 Gewindestangen zu verpressen.

Genauso pragmatisch würde ich das auch machen.

Es kommt imho nicht auf eine 10 % Genauigkeit an.

Bei den Polen ist das wichtige der Uebergangswiderstand, das ist das Kriterium. Formal ist das Anzugsmoment Wurst, oder nur Mittel zum Zweck für einen guten Uebergangswiderstand.

Den muss man sowieso überprüfen, für jeden pol einzeln, hab ich bei meinen Akkus auch gemacht. Unterschiede gesehen von 2000 %, also von 0,1 bis 2 mOhm .

Und solange nachgearbeitet, bis ich verstanden hatte wie es geht

@carolus So mach ich das jetzt auch. ?
Hab halt leider nur so ein blödes Drehmomentding zum Anziehen von Schrauben am Auto, das fängt bei 20NM an.
Deswegen ziehe ich nur eine von den vier Schrauben an, dann kommt das wohl im Mittel hin nehme ich an. ?

Ich hab genauso geschaut, als ichs nachgerechnet hatte :d .... ich habe 6mm Stangen, da ist das Moment noch viel kleiner.... ganz schwach aus dem Handgelenk, das passt schon.

Moin Zusammen,
ich will mir gerade einen Akku mit EVE 280Ah Standardzellen (N) zusammenschrauben und habe eine Nachfrage zum Anzugsdehmoment der Pole. Die Pole meiner Zellen haben ein M6 ALU-Innengewinde mit ca. 6mm Tiefe. Das mir vorliegende Zellen-Datenblatt sagt, dass das Anzugsdrehmoment kleiner 8 Nm bleiben soll. Ich möchte dort keine Schrauben hineindrehen, sondern zunächst M6-Gewindebolzen. Diese habe ich mir besorgt in 20mm Edelstahl, an dem einen Ende flach, an dem anderen Ende mit Innensechskant.
Hierzu meine Verständnisfrage: Wenn ich die Bolzen eindrehe und mit einem Drehmoment befestige, drückt ja der Bolzen von unten an die Unterseite des Innengewindes und beim Anziehen einer Mutter von oben ziehe ich an dem Gewinde in die gleiche Richtung wie die Bolzenbefestigung drückt, so dass sich beide Kräfte addieren müssten. Dabei sind 8 Nm sehr schnell erreicht. Aus diesem Grunde würde ich die jeweiligen Gewindebolzen nur handfest eindrehen, so dass nix mehr wackelt und die Befestigungsmuttern (z.B. für die BusBars) jeweils bis etwa 80% des erlaubten Drehmoments anziehen.
Wie seht Ihr das, ist das eine sinnvolle Vorgehensweise oder mache ich einen Gedankenfehler?

Ja, macht ja überhaupt keinen Sinn, die Gewindestäbe fest gegen den Endanschlag im Loch zu schrauben. Dort brauchst du keine Kräfte.

Es macht auch keinen Sinn, auf 80 % anzuziehen .

Erstens ist das schon gefährlich dicht an der Fließgrenze des Materials, schon Unterschiede in der Reibung kann die erzeugten Kräfte über die Verformungsgrenze bringen.

Und zusätzlich, weiches Aluminium kriecht.... also bauen sich die Kräfte eh ab, durch Verformung. Das begrenzt, wie oft du das Anziehen wiederholen kannst....

Es muss doch ein fachlich korrektes Drehmoment geben. Wenn ich beim Auto schraube, interessiert mich nicht, ob ein Material kriecht oder nicht. Ich lese einfach in der Anleitung nach, was das spezifizierte Drehmoment ist. Dieses Drehmoment wurde genau berechnet vom Hersteller. Wenn ich mich dran halte, ist alles im grünen Bereich.

Habt ihr für die Batterieterminals nun einen gescheiten Drehmomentschlüssel verwendet oder per Hand. Hab die neuen EV-Grade EVE 280K Zellen Terminals mit den zwei M6 Gewinden pro Pol (Eve LF280K v3 Prismatic 280Ah - LiFePO4 - 3.2V A-grade - Prismatisch - LiFePO4 - Wiederaufladbare Batterien | NKON)

Würde mit 4Nm anziehen, hab aber keine Vorstellung wieviel Kraft das ca. erfordert und ob ich da einschätzen kann.

Ich mache das ohne Schlüssel, also ohne Hebel, mit einem Schrauber, aus dem Handgelenk.dnicht locker, nicht mit Gewalt, sondern einfach nur fest. Ich habe damit herumprobiert, stufenweise fester, bis das verwendete Moment ist doppelt so hoch wie das, ab dem sich der Widerstand nicht mehr ändert. Und bleibt auch gleich auf Dauer.

Nach meiner Erfahrung sind das etwa 0,3 Um. Angenehm weit von der Grenze weg, und gut so,testen Alu.

Jo. Hab es gerade mal ausprobiert und bei mir haben die beiliegenden M6-Schrauben schon etwas blaues Locktite? auf dem Gewinde. Ließen sich per Hand nicht eindrehen, während andere M6-Schrauben locker rein gingen. Mit einer kleinen 1/4"-Ratsche ging es dann aber auch mit den Schrauben ziemlich leicht.
Nur beim Festziehen hab ich zu sehr Schiss, dass mir die Pole abreißen. Meine Akkus sind direkt von EVE, deswegen hoffe ich, dass die Batteriepol-Gewinde besser aufgeschweißt wurden als bei so manchem hier aus dem Forum, allerdings liegen die Schraublöcher ja nicht konzentrisch mit dem eigentlichen Batteriepol. Hoffe nicht, dass durch die Hebelwirkung beim Zuziehen hier zu viel Moment auf die Schweißstelle kommt.

Ich denke ich werde mir doch einen geeigneten Drehmomentschlüssel besorgen. Wenn das Gewinde vom Batteriepol abreißt oder ausreißt, ist der Stress an eine neue Zelle zu kommen oder einen neuen Pol anzuschweißen viel zu hoch.
Hat jemand einen Tip für nen günstigen 1/4"-Schlüssel oder für so elektronische Zwischendinger

@tobedefined Ich hab einen Drehmomentschlüssel verwendet und auf 5,5Nm angezogen. Ich hab auch die neue EVE Zellen mit den doppelten Bohrungen und massive Probleme mit den beigelegten Busbars vernünftigen Kontakt hin zu bekommen.

Hab die Wago Kontaktpast verwendet. Problem bei mir ist, das die Busbar leicht gewölbt sind.

Das sieht man wenn man die mit eine Winkel gegen das Licht hält. Da sieht man einen kleinen Spalt.

Welchen hast du?

Ok. Muss ich mal schauen. Die sahen eigentlich recht flach aus. Hast du dir deshalb neue geholt oder was hast du gemacht? Dadurch, dass die mit 2 Schrauben an einem Pol befestigt werden, sollte doch der Kontakt recht gut sein (und der elek. Widerstand niedrig). Wärmebildkamera hab ich da, das werde ich dann im Betrieb feststellen müssen. Warte aber gerade noch auf die Siebdruckplatten für mein Gehäuse.

@tobedefined ich habe auch knapp 6 Nm verwendet mit einem Rad Drehmoment Schlüssel von Amazon im Preis Bereich 60-80€. Die wera Schlüssel fand ich mit knapp 150€ für diesen Einsatz zu teuer. Aber ans isolieren, abtapen denken. ???

@tobedefined Ich habe mir einen Wera Drehmomentschlüssel gekauft (Wera Drehmomentschlüssel Click-Torque
2,5-25 Nm 1/4"). Hab den von Banemo für knapp 100 Euro gekauft.

Ja die sehen auch flach aus, sind se aber nicht. Ich glaube das kommt vom Stanzen.

Ich hab die mit 1000er Schmirgelpapier über ein glatten Oberfläche abgezogen. Dann geht zwar die Vernickelung ab, sind aber schließend flach. Die Wölbung hab ich nach unten gemacht. Alles mit Isopropanol entfettet. Handschuhe getragen. Kontaktpaste drauf. Dann die Stehbolzen und Muttern angesetzt und die Busbar hin und her bewegt. Festgezogen mit 5,5Nm.

Dann als alles fertig war den Akku belastet mit ca 15A und den Spannungsabfall zwischen Terminal und Busbar (oben) gemessen.

Hat geholfen den Spannungsabfall auf ein 1/10 zu dem vorherigen zu bringen wo ich die Busbar ohne Abziehen und Anreiben befestigt hatte.

Ok. Danke. Dachte vielleicht gibts noch was Günstigeres. Hab ein Set von WGB bei Hornbach für 60€ gesehen. WGB erscheint mir nicht sooo schlecht.

Stehbolzen waren bei mir nicht dabei, sondern direkt Sechskantschrauben. Bei NKON ist das scheinbar anders als bei EVE direkt. Ich hab meine Zellen mit Busbars von EVE bestellt. Die Busbars scheinen echt sehr flach zu sein. Ob jetzt Stehbolzen mit Mutter besser sind als direkt Sechskantschrauben...