Aber mal davon ab, was sagt denn der Energieausweis? ![]()
Ohne sich Vorort ein Bild der Bausubstanz zu machen zu können sind irgendwelche Aussagen immer sehr mit Vorsicht zu genießen.
Nicht desto trotz wurden bereits viele gute Tipps gegeben. Auch wenn Abriss und Neubau manchmal radikal klingt, kommen solche Aussagen oftmals nicht von ungefähr.
Bei einem Baujahr 1900 solltest du alle Aspekte der Renovierung mit einbeziehen nicht nur den Heizungsteil.
Was ist die Zielvorstellung der Immobilie? Ich gehe davon aus, dass sie nach der Renovierung fit für weitere 20-30 Jahre sein soll.
Um hier weiter über einen Kauf nachzudenken würde ich mir zu erst folgende Sachen abklären:
- wann wurde zuletzt die Elektrik erneuert (komplett – nicht teils)?
- sind Heizungsrohre / Wasserleitungen bereits erneuert worden?
- aus welchem Jahr sind die Fenster / Dach?
- welches Mauerwerk ist verbaut und auf welchem Untergrund (Feuchtigkeit)?
- gibt es irgendwelche versteckten Mängel z.B. Probleme mit der Kanalisation / maroder Dachstuhl / Mauerwerk / Kellerwanne?
Wenn diese Dinge klar sind, sich einen genauen Überblick verschaffen was baulich am Gebäude machbar ist.
- Deckenhöhen
- Fußböden
- Tragendes Mauerwerk
- mögliche Leitungsverläufe
- Innenausbau
- Dämmmaßnahmen
wenn das allen den Vorstellungen entspricht kann man über einen Kauf nachdenken. Niemals denken, wenn es dann soweit ist kann ich ja mal schauen.
es ist nie verkehrt den geplanten Betrag doppelt zu nehmen!
(wobei zum aktuellen Zeitpunkt 75.000 für 180m² eher in die Kategorie nur „das Notwendigste“ fallen)
machs komplett! Du willst nicht in einer Dauerbaustelle wohnen
@TE Der Tipp mit dem Küchenofen ist ein zweischneidiges Schwert. Das ist total nostalgisch und im Winter echt schön. Allerdings willst Du bei Außentemperaturen von 20°C oder mehr dann vermutlich nicht mehr kochen. Die Dinger heizen nämlich nicht nur die Kochplatte sondern auch die Küche. Dazu kommt, lt. Grundriss gibt es keinen Kaminzug an einer der Küchenwände, man müsste also einen Außenkamin setzen lassen.
Die PV-Leistung im Winter, konkret der vergangene, also November, Dezember, Januar war gefühlt unterirdisch. Das hätte niemals gereicht, um mit WP die Bude zu heizen. Trotz aktiver Lüfter von Klimaanlagen ist die Wärmeverteilung durch Türen hindurch von einem in den anderen Raum eher so halb toll. Die Türen müssten auch immer offenstehen, wenn die Räume beheizt werden sollen. Würde ich nicht machen, erst Recht nicht mit Kindern.
Die Lagerung von Holz im Keller ist ein guter Plan für Gammel. Wenn sowohl Holz als auch Keller furztrocken sind, kann das eine Option sein. Ansonsten such Dir einen gut belüfteten Platz an einer Hauswand, unter einem Carport oder im Garten. Ein Raummeter Holz, also sorgfältig aufgeschichtet mit den Maßen 1x1x1m, hat je nach Sorte bis zu 2000kWh Brennwert, ca. 200L Heizöl. Hast Du die Holzquelle bereits erschlossen oder ist das noch zu verhandeln? Einfach so Bäume abschneiden oder Holz sammeln ist keine gute Idee. Abgesehen davon ist das anstrengend und zeitaufwändig.
Wir lesen unser Holz selber, wobei wir nur liegendes Kronenholz, also keine schönen dicken Stämme aufarbeiten dürfen. Ich weiß also, wovon ich rede.
Dafür braucht es Maschinen:
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mindestens mal eine Kettensäge und eine entsprechende Ausbildung für Arbeiten am liegenden Holz
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irgendwas zum Spalten, Axt-> billig aber anstrengend, Spalter -> teuer aber leidlich bequem, damit das Holz schnell trocknen kann
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eine Transportmöglichkeit, ein RM waldfrisches Buchenholz wiegt ca. 1000kg,
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dazu braucht es Lagerplatz für den dreifachen Jahresbedarf, Trocknungszeit liegt bei einem, eher zwei Jahren, bevor das Holz in den Ofen darf.
Ohne zuverlässige Holzquelle musst Du im ungünstigen Fall Brennholz liefern lassen. In der Hochzeit der Energiepreise kostete fertiges Brennholz auch mal >200€/RM.
Wir haben im Winter 2021/2022 in den Monaten Dezember und Januar incl. WW ca. 5.000kWh verbraucht; durften wir wg. F.ck Grünwelt rausfinden, die uns trotz lfd. Vertrag rechtswidrig gekündigt hatten; der Jahresverbrauch lag immer so bei 12.500kWh. Also 40% vom Jahresverbrauch in zwei Monaten.
@tigger Und du hast trotz 3-fach Verglasung keine Probleme mit Schimmel durch den verlagerten Taupunkt? ![]()
Nein. Ich hatte sogar eine Energieberaterin bei mir, wegen meiner geplanten Aussendämmung. Sie meinte, dass durch die Sauerkrautplatten wahrscheinlich schon genug Dämmung vorhanden ist, um eine Schimmelbildung an den Fensterlaibungen zu verhindern.
Probleme hatte ich nur mit den alten Fenstern, die noch einen Alurahmen hatten. Nach Einbau der neuen Fenster gab es nie Probleme. Bei mir gibt es aber auch keine Heizkörpernischen. Das wären nach Austausch der Fenster wahrscheinlich die kälteten Stellen gewesen. Wenn in deinem Haus welche sind, würde ich sowieso empfehlen diese zuzumauern.
Das ist aber ein heftiger Verbrauch.Wie viel qm wird damit warm gehalten?
Nein Heizkörper-Nischen gibt es zu Glück nicht. Aber Sauerkrautplatten habe ich auch nicht ![]()
Meinst du das wenn eine Einblasdämmung möglich ist auch 3 Fach verglaste Fenster möglich sind ohne Schimmel zu bekommen?
@thomas0815 104m², also abzüglich WW, geschätzt 1000kWh, ca. 110kWh/m²a. Liegt so im Mittelfeld zwischen Durchschnitt, 160kWh, im Bestand und Neubauten, <70kWh, für ein Haus von 1960 akzeptabel, finde ich. Zumal Dämmung einfach übel kostspielig wäre, weil Einblasen leider nicht geht und Innendämmung einen WAF von <0 hat. ![]()
@TE
Meins ist von 69, auch ungedämmt. Naja zumindest die Fassade an Balkon und Terrasse habe ich mal selbst etwas gedämmt. 60 oder 80mm. Dachboden ist gedämmt. Fenster sind doppelt verglast, vor ca. 25 Jahren neu reingekommen. Bei mir sind es ca. 700 kWh in den Monaten Nov,Dez,Jan. Die Kellerdecke will ich auch noch angehen. Bei mir sind es 120qm, ohne Dachgeschoss. Das wird aktuell nicht beheizt. Darum kam es mir so hoch vor. Weil ähnliche Größe und Alter.
Bei mir funktioniert es. Meiner Meinung nach ist die "Taupunktdiskussion" richtig, aber auch viel heiße Luft. Wenn es draußen kalt ist und ich innen die Scheiben der Dreifachverglasung anfasse, dann sind die immer noch kälter, als die Wand. Es wird auch viel zu wenig berücksichtigt, wie stark alte Fenster die Laibungen auskühlen können.
Lüftungsverhalten usw. spielt natürlich auch eine Rolle...
@thomas0815 Das klingt nach sehr wenig. Was verheizt Du im Jahr, 5-6.000kWh?
Ich habe einen Gesamtverbrauch von 4500-5000 kWh. Ich dachte aber bisher dass es gar nicht so wenig ist. Mit Heizöl habe ich immer 1500-2000 Liter gebraucht. Darum war für mich eine WP, vor PV, kaum eine Option. Temperaturen habe ich auch normal. Also 20 Grad allgemein. Kinderzimmer 21 Grad. Küche hat immer um die 18 Grad. Warmwasser über Durchlauferhitzer. Hast du doppelverglaste Fenster? PV auf dem Carport ist erst seit Oktober in Betrieb. Daher kann es also nicht kommen. Balkonsolar waren immer so 60-80kWh im Monat. Das ist schon länger in Betrieb.
Noch ein Gedanke zum Schimmel: wenn man alles falsch macht, bekommt man in jedem Haus Schimmel. Angenommen, du machst die Einblasdämmung (wenn möglich), baust 3-fach-verglaste Fenster ein und stellst dann eine 5 Meter Eichenschrankwand an die Außenwand im Schlafzimmer. Dort heizt du dann nicht ausreichend, um zu sparen, schläfst bei geschlossenen Fenstern und du lüftest morgens nicht. Da garantiere ich dir den Schimmel. Das liegt dann aber nicht an den Fenstern.
@thomas0815 Ah, da liegt der Hase im Pfeffer. 1500L Öl entsprachen 15.000kWh Heizenergie, da kommen wir ja je m² fast aufs Gleiche raus. Der Verbrauch jetzt ist Strom und mit WP oder Splitklima?
3 mal Splitklima. Die Hauptklima, die verbraucht gerade um die 11kWh in 24 Stunden. Bei Nachts Gefrierpunkt. Übergangszeit eher so um die 5-6 kWh. Die anderen Klimas hänge ich die nächsten Tage mal an Shellys. Aber der Gesamtverbrauch lag immer um die 700 kWh pro Monat. In der Übergangszeit so um die 400-500kWh.
Dieser Unsinn wird immer wieder geteilt. Den Wänden ist es völlig egal, welchen Taupunkt oder U-Wert deine Fenster haben. Die Situation an den Wänden verändert sich dadurch gar nicht.
Einziger Punkt, der wirklich zählt: Neue Fester sind oft deutlich dichter, damit weniger Luftaustausch und das erhöht die Schimmelgefahr. Wer hinreichend lüftet und auf die Luftfeuchte achtet, hat keine Probleme. Oder man baut sich eine dezentrale Wohnraumlüftung mit ein.
Hallo allerseits, da ich in meiner Umstellung auf Split noch nicht alles geklärt habe erlaube ich mir hier einzusteigen. Bitte lasst mir wissen ob es der falsche Thread ist.
Ich habe ein Haus Bj. 1971 100qm Wohnfläche voll unterkellert. Keine Dämmung ausser Dachstock 6-8 cm glaswolle. Fenster doppelverglasung, noch die ersten. Alte Buderus Ölheizung von 2002. Ölverbrauch 2200-2500 ltr.
Ich hatte das Ziel die Ölheizung durch Split Klimas zu ersetzen. Das hab ich schnell aufgegeben den die Ölheizung als Backup ist gold wert. Als zweites Ziel wenig Investition und die laufenden Kosten dürfen nicht höher sein wie früher (gerechnet 1ltr Öl = 1€ = 3Kw). Das dritte kommt von meiner lieben Frau, wenn ich doch zwei linke Hände habe muss alles sofort wie bisher laufen.
Aber soweit wie möglich soll die Ölheizung aus bleiben bzw. Auf Standby laufen und nur automatisch dazulaufen wenn es zu Kalt wird und die Klimas dauernd am enteisen wären. WW ist auch entkoppelt und kann entweder durch die Ölheizung oder durch Wasserboiler laufen. in den letzten 6 monaten hat klar der (die) Boiler gewonnen. Zwei Split Klimas decken seit 3 Monate den Wohnbereich zu unserer Zufriedenheit ab.
Ein kleiner Nachteil hat das ganze aber schon. Völlig untergegangen ist irgendwie was die Ölheizung so nebenbei gemacht hat. Das Treppenhaus, der Heizraum und der Hobbyraum im Keller wurden zwar nur auf Stufe 1 gehalten aber jetzt merkt man das 16-17° doch erheblich mehr sind als 10-12. Und die Toilette muss auch irgendwie beheizt werden.
Bin am Überlegen ob eine dritte Klima im Hobbyraum und alle türe offen trotz mehrerer Ecken es schaffen würde alles zu Überschlagen. Für Toilette bin ich auch am tüfteln was am besten ist, bis jetzt komischer weise gewinnt ein kleiner Lüfter.
Gruß C.
P.S wir sind zu zweit, mit Kinder wäre das natürlich etwas schwieriger
ich habe meine Öl-Heizung auch weiter als Notnagel. Ich kann dir aber ehrlich sagen dass die Tanks leergefahren werden und dann kommt die raus. Ich bin schon froh um einen ganzen Kellerraum der dann frei wird. Ich arbeite mit drei Klimas und haben auch Kleinkinder. Darum ist eine Klima nur fürs Kinderzimmer. Schlafzimmer hat auch eine Klima. Die dritte Klima beheizt Wohn-Esszimmer und die Küche. Das klappt auch ganz gut. Unter 20 Grad haben wir nichts. Alleine das Bad wird bei -10 Grad und tiefer schwierig. Aber wenn die Ölheizung rausfliegt kommt die 4te Klima her. Dann ist auch dieses Problem beseitigt. Die Ölheizung lief diesen Winter ca. 10 Tage. So wird es vermutlich noch Jahre dauern bis die Tanks leer sind. Aber ich freue mich schon darauf.
Das mit dem "ständigen" Enteisen ist so eine Sache. Ich kann viele Berichte nicht nachvollziehen. Auch was das Takten betrifft. Ich vermute dass viele Geräte einfach überdimensioniert sind. Meine 3 klimas sind die Kleinsten. Also 2,5kw Geräte. Die Klima im Wohn-Essbereich taktet im Grunde gar nicht. Läuft sauber durch und hatte bisher einen Maximalverbrauch von 13kWh an einem Tag. Bei einem Freund von mir werkelt eine 4KW oder noch größer. Die taktet ständig und auch sein Verbrauch ist höher.
@thomas0815 Hallo Thomas
Solange die Ölheizung problemlos läuft, wie schon in den letzten 20 Jahre bleibt sie bei mir. Und an deiner Stelle würde ich mir das überlegen. Gleich mehr. Mit takten hab ich überhaupt (bis jetzt) null Probleme. Bisher in beiden keine taktung. Mit den Vereisen eigentlich auch nicht aber. Die eine Läuft im Badezimmer mit 20° (ausser beim Duschen 31°) und muß wirklich selten enteisen. Die andere muss Wohnzimmer und Küche( über 50qm) auf mind. 23° halten( man wird halt älter😭). Hier sieht das anders aus, hier muss schon öfters enteist werden und es schaukelt sich langsam so hoch, das die Klima keine 23° mehr bringen kann obwohl sie es mit voller Kraft probiert. Hier bin ich froh noch meine Ölheizung zu haben. Ich glaube nicht das eine zusätzliche Klima das Problem vollständig beseitigt. Schließlich ist es beiden zu kalt.
Außerdem ist die alte Steuerung der Buderus Ölheizung ganz schön clever, richtig kombiniert kann ich eine Temperatur einstellen bei der sie sich einschalten und auch wieder ausschalten soll. Alles automatisch und ohne Keller Gang.
Zum Verbrauch, ich sags ganz ehrlich, solange es nicht mehr ist als früher, ist der mir wurscht. Die ersten drei Monate liegen auf jeden Fall darunter. Ein Dämmen meines
kann sich, stand heute, erst in Jahrzehnte lohnen. Der Schimmel wartet nicht so lang, ich lass es nicht darauf ankommen.
Gruß C
wir haben im Kinderzimmer 21 Grad. Wohnzimmer 20 Grad. Aber wir können auch noch mit einem Kaminofen zuheizen. Ich weiß ja nicht ob ihr eine PV habt. Mit einer PV wird das Heizen dann halt doch günstiger im Vergleich zu Öl. Da macht es nicht arg viel Sinn die Ölheizung als Backup zu behalten. Also für uns mal. Muss sich natürlich jeder selbst durchrechnen. Aber für mich lohnt es definitiv nicht mehr. Das letzte mal als ich Heizöl gekauft habe lag der Preis um die 50 Cent der Liter. Das war OK. Aber über einen € den Liter werde ich definitiv nicht bezahlen.
Ob es meine auf 23 Grad bringen, weiß ich ehrlich gesagt nicht. Aber kann ich mal testen falls die Temperaturen nochmal eisig werden. Ich weiß aber dass ich mit dem Kaminofen locker über 30 erhalte :-p