@roterfuchs
Vielen Dank für deine ausführliche Antwort. Ich muss aber vielleicht noch mal ein paar Dinge klarstellen die mich aktuell verunsichern.
Da ich leider zum jetzigen Zeitpunkt keinerlei Unterlagen habe zum energieverbrauch des Hauses nur eine grobe Schätzung vorliegt zwischen 250 bis 300 kilowattstunden, wäre grundsätzlich meine erste Herangehensweise die aktuelle ausgangssituation zu analysieren sprich die heizlast der einzelnen Räume zu bestimmen/ zu berechnen.
Dann noch mal zur Dämmung des Hauses... Das Dach als solches ist das einzige mir bekannte welches durch eine einblasdämmung gedämmt wurde.
Von mir selbst geplant dadurch dass der dachboden zu niedrig ist zum wohnen diesen zur oberen geschossdecke ebenfalls zu dämmen.
Dadurch dass ich nicht weiß was ich im ersten OG unterhalb der teppichböden befindet, und ich nur weiß dass es eine holzdecke ist, ist die bisherige Planung so, den aktuellen Zustand auch hier zu verbessern und gegebenenfalls eine andere Schüttung oder sonstiges mit einzubringen und durch im Kreuz verlegte USB Platten oder fermacell trockenestrichplatten wieder neu aufzubauen.
In dem Haus in dem wir aktuell wohnen wurde die kellerdecke auch nachträglich mit 15 cm styroporplatten gedämmt was zumindest für meine Wahrnehmung keinen Unterschied gemacht hat. Aus diesem Grund und der niedrigen deckenhöhe (Gewölbedecke) ist zumindest zu Beginn keine Dämmung der kellerdecke geplant.
Und nun zu dem wichtigsten Teil wo ich denke dass wir uns vielleicht falsch verstanden haben, es ist nicht möglich ohne Verlängerung des dachstandes eine außendämmung anzubringen was für uns bedeutet dass eine außendämmung nur in Frage kommt wenn eine einblasdämmung möglich ist. Ist dies nicht möglich sind es dem Baujahr geschuldet um die 1900 keine gut gedämmten außenwände.
Für mich kommt das ganze Vorhaben auch nicht wie eine komplette kernsanierung vor da nur teilweise elektroleitungen dazukommen und mit Sicherheit auch nicht 100% der wasserversorgung komplett neu gemacht werden.
Wir hatten auch überlegt die kompletten Fenster gegen neue doppelt verglaste Fenster auszutauschen. Jedoch wurde uns hier mehrfach davon abgeraten diese Maßnahme bei einem so alten Haus durchzuführen, ohne die außenwände ebenfalls zu dämmen.
Was für mich aktuell das größte Fragezeichen ist, ist logischerweise die Tatsache ob ich die außenwände durch eine einblasdämmung dämmen kann. Das kann ich allerdings erst überprüfen sobald uns das Haus wirklich gehört und ich eine probebohrung machen kann.
Und für mein Verständnis ist davon sehr stark der wärmebedarf der einzelnen Räume zukünftig abhängig.
Das heißt selbst wenn ich eine außendämmung in Form einer einblasdämmung vornehme, kann ich vielleicht den energiebedarf des Hauses mit den anderen geplanten Maßnahmen doch maximal vielleicht auf die Hälfte des aktuellen energiebedarfs reduzieren. Sprich mit 150 kilowattstunden energiebedarf und der informationslage die mir zur Verfügung steht ist es dennoch nicht ratsam in so einem Haus eine Luft-Wasser-Wärmepumpe zu installieren. Korrigiere mich da gerne wenn ich falsch liege.
Kommen wir nun noch zu den verständnisfragen deiner Antwort:
Du meinst mit deiner Aussage elektroheizkörper oder 200W Infrarot Heizkörper wahrscheinlich die klimaanlagen korrekt?
Dann kann ich mit der wohnraumlüftung mit Wärmepumpen in Kombination zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht wirklich viel anfangen. Wie funktioniert das System genau und wo soll die warme Luft angezogen werden um diese in die Räume zu bekommen? Muss dafür in jedem Raum eine kernbohrung gemacht werden und wo laufen die lüftungsrohre lang??? Kenne mich mit dieser Kombination absolut gar nicht aus und habe auch noch nicht so viel im Internet darüber gelesen.
Der Ratschlag mit der Elektro Fußbodenheizung finde ich grundsätzlich sehr gut. Ich habe auch einen Bekannten der selbst mal an einer elektrischen Fußbodenheizung gearbeitet und sie entwickelt hat. Allerdings ist diese nie zur marktreife gekommen. Welchen Hersteller kannst du da empfehlen und wie sieht es mit dem energiebedarf solch einer Fußbodenheizung mit Elektro aus?
Zu guter Letzt. Wofür ist der wasserführende küchenofen ein Synonym? Meinst du an der Stelle den von mir vorgeschlagenen Holzvergaser? Und welchen Ofen meinst du jetzt genau im unteren Teil deiner Nachricht? Den specksteinofen der im kaminzimmer steht oder den Holzvergaser den ich oben vorgeschlagen habe?
Und das mit der automatischen Beschichtung habe ich auch nicht verstanden
oder war auch das von dir nur als Joke meint dass jemand Holz nachSCHICHTET?
Dadurch dass ich überhaupt keine erfahrungswerte habe wie nach so einer Sanierung der wärmebedarf aussieht habe ich halt Angst davor dass durch die eventuell fehlende außenwanddämmung ich hinterher das Haus nicht wirklich warm bekomme.
Und so wie es sich bei dir anhört ist das Haus nach den von mir geplanten Maßnahmen ein passivhaus sondergleichen 