Planung - Hauskauf - Multisplit Klimaanlagen - alte Ölheizung raus - PV Anlage aufs Dach

@roterfuchs Sorry, aber den Durchfluss drosselt man entweder wg. hydraulischem Abgleich oder weil es schlicht zu warm ist, dann regelt das Thermostatventil.

Im Fall der wesentlich Überdimensionierung der Heizfläche, vergleiche FBH, senkt man eben die VLT so weit ab, wie der "Kessel" das zulässt.

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Der Durchfluss wird auch öfter gedrosselt weil man es plätschern oder rauschen hört. Nun hat der in der Bude nur 600l Durchfluss (beispielhaft). Da wird er mit niedrigen VL-Temperaturen ebenfalls Probleme bekommen. Also Durchfluss rauf. Wenns dann rauscht kommt wieder das nächste, ne hydraulische Weiche sofern eine Wärmepumpe gewünscht ist. Und und und.

Ja und nein. Im 1. Stock in alle Räume. Im EG in die Räume die viel genutzt werden und die warm sein sollen

Die Vorgehensweise hier ist: Wärmebedarf aller Räume ermitteln. Ich habe das damals unter Verwendung des u Wert Rechners gemacht. Dann Heizkörperleistungen unter Annahme einer Vorlauftemperatur einer zukünftigen Wärmepumpe ermitteln. In den Räumen wo die Heizkörperleistungen nicht den Wärmebedarf decken besteht Handlungsbedarf. Da müssen dann entweder größere Heizkörper rein (wenn vom Platz möglich) oder zusätzlich neue Heizkörper/ Flächenheizungen installiert werden. Letztes gilt es zu verstehen weil das macht Dreck und ist etwas was man besser vor dem Einzug erledigt... Aber eigentlich sehr ich gerade das das schon in den anderen Beiträgen der Kollegen hier steht

Mein Text bietet ansonsten Optionen. Je nachdem wie das Haus gebaut ist machen für mich unterschiedliche Dinge sinn. Und das weil es mehr Kriterien gibt

Das du einen Keller hast habe ich überlesen.

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@roterfuchs Das Durchflussrauschen-Problem hat er aber doch unabhängig von der HK-Größe? Mehr Durchfluss, mehr Heizleistung, VLT runter und mit den Geräuschen leben oder Durchfluss verringern und VLT höher als zwingend lassen.

@tageloehner

Lassen sich die Lüfter auch gleich unterputz nachträglich verlegen wenn ich eh die Wände aufmache für elektrische Rollos etc.?

@roterfuchs

Ja da gebe ich dir absolut recht. Es muss halt ein gesundes Verhältnis zwischen Familie, Umbau und Arbeit sein. Um den Rest müssen sich dann andere kümmern.

Die Dämmung der Rohre bzw. evtl. komplett neue Verlegung sind auch geplant. Mal sehen was mein Installateur da genau vor hat.

Was den Energiebedarf des Hauses angeht müssen wir auf jeden Fall etwas tun. Das ist mir klar. Bevor das Haus aber nicht offiziell uns gehört, kann ich gewisse Sachen wie das Mauerwerk etc. noch nicht final prüfen um zu wissen, welche Maßnahmen wie obere Geschossdecke zusätzlich zu Dach dämmen, Kellerdecke dämmen, Einblasdämmung und oder evtl. auch die Schüttung gegen eine tauschen die bessere Dämmleistung hat. Auch sollen vermutlich Fermacell Trockenestrich Platten mit zusätzlicher Dämmung überall verlegt werden.

Wenn das alles klar ist kann man m.M. sich erst um den Rest kümmern um weitere Einsparpotentiale zu erkennen und umzusetzen.

Das mit dem Wärmebedarf werde ich auch als einer der ersten Aufgaben im neuen Haus ermitteln. Zum Glück gibt es dafür ja super Rechner mittlerweile, in die man alle Daten eingibt und dann pro Raum die benötigte Heizleistung ausgerechnet bekommt. Z.B. hier: Heizungsberechnung und Auslegung für deine Wärmepumpe – mit einer Raumweisen Heizlastberechnung - Heizreport

Wenn man dann durch gezielte Reduktion der VL-Temperatur dafür sorgen kann das der Energiebedarf sinkt ist das ja schon mal viel wert.

Also ich habe mal nach Niedertemperatur-Heizkörper mit Lüfter gesucht aber so Standard Größen finde ich immer nur so u die 500-800€ Alternativ könnte man dann auch einfach die Adapter von Speedcomfort verwenden. Hat dann allerdings wieder den Flair von einer Bastellösung und die Lüfter sind auch nicht günstig.

Also falls du da noch mal schauen magst wäre ich dir dankbar :slight_smile:

Verstehe... Mit dem Mischer frage ich dann noch mal meinen Installateur.

An der Stelle noch mal vielen Dank für deiner ganzen Ausführungen.

@jogobo

Vielen Dank für deine Grafik. Ist sehr Aufschlussreich. Eine Frage die mir im Zusammenhang mit deiner Grafik in den Kopf kommt ist, läuft bei dir dann die VL-Temperatur dynamisch? Passt sie sich automatisch an die Außentemperatur dann an?

@arsmachina

Wie hast du das denn gemacht indem du keinen hydraulischer sondern ein thermischer Abgleich gemacht hast? Kannst du mir das etwas genauer erläutern? Und warum hast du keinen hydraulischen Abgleich gemacht?

Nimm je nach HK-Breite einfach PC-Lüfter. 80 und 120mm sind da Standardbreite. Wenn Du die nicht im Overclockshop kaufst, sondern bei Pollin oder so, dann kosten die nicht die Welt.

@maltes

Ok verstehe. Ich frage mich ob im im 1 OG. im Übergangsraum zum Badezimmer dann auch eine Klimaanlage sein muss oder ob vielleicht im Hauptbad eine ausreicht.

Die Frage die sich mir ebenfalls stellt, ist ob es Deckenlüfter für die Zirkulation vielleicht auch Sinn macht!? Und an welchen Stellen sind die Anlagen am besten positioniert? Hast du da evtl. Vorschläge für mich um den Luftstrom ideal zu nutzen und möglichst wenig Geräte zu haben?

Habe deshalb auch noch mal die Grundrisse aktualisiert wie wir die Raumaufteilung machen möchten und welcher Raum welchen Zweck erfüllt.

Vielleicht kannst du ja mal einzeichnen, wo du die Klimageräte positionieren würdest.

@thorstenkoehler

Da gebe ich dir Recht aber stellt mich vor das nächste Problem. Sie sollen ja im Idealfall automatisch an und aus gehen und ich möchte ja nicht zig Kabelstränge durch den Heizkörper oder hinter dem Heizkörper verlegen und dann über ein zusätzliches Netzteil von 230v auf 12v oder 24v zu drosseln.

@sushibomba Hmm, dann heißt es wahrscheinlich tief in die Tasche greifen oder was selbst zu basteln. Die Speedcomfort sind nicht so unfassbar teuer, finde ich. Mit Automatikfunktion. Der Preisunterschied zwischen einem konventionellen HK und einem speziellen WP-HK dürfte deutlich höher sein.

Bin selber dabei Klima zu installieren. Da solltest du besser jemand anderen fragen

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Doch, ich habe zuerst einen hydraulischen Abgleich gemacht bzw. beim Tausch der Heizung machen lassen.

Dann habe ich aber irgendwo, ich glaube im HTD Forum, vom thermischen Abgleich gelesen und fand das spannend und einleuchtend.
Ziel ist es, dass die Vorlauftemperatur es in den wärmsten Räumen bei völlig geöffneten Ventilen gerade so schafft, wie Wunschtemperatur zu halten, und zwar unabhängig von der Außentemperatur.

Also habe ich bei den 4 Heizkörpern in unseren beiden Wohnräumen die Thermostatköpfe entfernt und bemerkt, dass es nun viel zu warm wurde.
Dann habe ich die Vorlauftemperatur so lange gesenkt, und die Durchflussregler der Heizkörperventilen so lange angepasst, bis beide Wohnräume genau 23° hatten.

Das habe ich über einen längeren Zeitraum bei Temperaturen zwischen -10° und +17° gemacht und dabei die Steigung und die Verschiebung der Heizkurve so lange feinjustiert, bis die 23° bei abgeschraubten Thermostatköpfen und allen Außentemperaturen stabil blieben.

Dadurch fahre ich jetzt etwa 10° weniger Vorlauftemperatur als nach dem hydraulischen Abgleich und der Ölverbrauch ist deutlich zurückgegangen weil die Heizung nur noch die gerade eben nötige Vorlauftemperatur erzeugen muss.

Nach dem hydraulischen Abgleich durch den Heizungsbauer habe ich eine Steigung der Heizkurve von 1.2 benötigt, jetzt reicht 1.0 aus.

In den anderen Räumen wie Schlafzimmer, in denen es kühler ist, wird die Temperatur natürlich mit den Termsotatventilen reduziert.

Grüße Jochen

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@sushibomba Es gibt verschiedene Systeme. Entweder hast 230V Steckernetzteil, oder 230V Motoren (billiger, lauter) oder legst pro Lüfter ne Wandauslassdose und jede Leitung in eine Zentrale. Kann sogar billjes Telefonkabel reichen Y(ST)Y 2x2x0,8, damit kannst 24V für die kleine Leistung zuführen und das 2. Aderpaar für Sensor oder steuern haste auch noch übrig. Sehen ungefähr so aus IINCOOY Querstrom-Lüfter Mit Hohem Luftstrom, Querstrom-Ventilator, 12/24 V, Querstrom-Ventilator for Intelligenten Waschmaschinen-Heizherd (Color : 50420, Size : 24V) : Amazon.de: Baumarkt gibts bis 1,6m Länge. 1,2m kosteten damals (2 Jahre her) 75€

@Sushibomba

Das Wichtigste und Entscheidendste ist, wie sehr du dich in ein Thema einarbeitest, das willst um dein System zu verstehen, welches du nachher hast. Egal welche Heizungsart, welche Wärmeüberträger in die Räume, alles hängt voneinander ab.

Wenn eine vollständige Kernsanierung im Raum steht, dann würde ich etwas anderes machen, das hängt aber davon ab, ob du jetzt einen Estrich hast oder Trockenbausystem:

Wenn die Rohrinstallation sowieso neu gemacht werden soll, dann würde ich mir eine Fußbodenheizung einfräsen lassen. Mit Maschinen kostet das nicht unbedingt mehr als mit Tackerplatten etc. zu arbeiten. Absolut wichtig und notwendig ist es die Heizlast der Räume zu kennen, und zwar so ungefähr und auf keinen Fall zu dünne Röhrchen oder zu lange Heizkreise. Der Vorteil liegt auf der Hand, wenn das ideal geplant und ausgeführt wurde (im HTD ist ein Fachmann für Fußbodenheizungen, nach dem Prinzip flow30), dann kannst du NACHHER feinjustieren und den Durchfluss ändern, die Vorlauftemperatur ändern wie du willst. Wenn du den Estrich mitheizt ergibt sich noch ein weiterer Vorteil, du kannst den Estrich als Speicher für Wärme nutzen. Das ist besser als ein Pufferspeicher und so kannst du z.B. am Tag ein wenig überheizen, der Estrich speichert dir die Wärme für nachts, sodass nachts die Wärmepumpe ausgeschaltet werden kann. Oder so geschaltet werden, dass sie mit Tibber immer nur günstigen Strom nimmt. Oder von der PV..... (unendliche Themenvielfalt).

Wenn du das machst, dann würde ich die Fußböden NICHT dämmen, weil sie selbst als Wärmeführung funktionieren. Du sparst also die Fußbodendämmung und als Ausgleich die Fußbodenheizung. Preislich kann ich nicht sagen, vielleicht kennt sich da wer besser aus. Ich für meinen Teil habe geschüttete Dämmung selber gemacht, darauf Fermacell, darauf 3cm Dünnschicht-Fußbodenheizung und darauf Fliesen. (Dachgeschosswohnung, keine Außendämmung, keine Entkopplung von den Außenmauern)

Du kannst in der Zeit dann auch die Fußbodenheizung nutzen mit der Ölheizung. Mit einem Mischer wird dir immer nur die Wärme in die Räume zugeführt die du benötigst. Der hydraulische Abgleich ist für das grobe Einstellen und auslegen wie hoch man die Ventile beim Heizkreisverteiler einstellt. Der thermische Abgleich wenn die Räume dann befüllt sind mit Möbeln und Menschen und welche Wohlfühltemperatur man will. Z.B. ergibt es dann auch Sinn, im Badezimmer (welches die meisten Menschen wärmer haben wollen) mit Fußbodenheizung UND einem Heizkörper mit Lüfter zu versehen, weil man beim Abgleich wie ArsMachina schreibt, die Vorlauftemperatur am schlechtesten Raum angleicht. Um diesen auf die Temperatur zu bekommen, die man will. Es wäre bedauerlich, wenn man in der Wohnung 21°C haben will, im Bad 23°C und nur wegen dem Bad müsste man nun die Vorlauftemperatur höher stellen. Ein zusätzlicher Lüfter-Heizkörper kann auch nur zeitlich gesteuert werden als zusätzlicher erwärmer. Beispiel: Nachts macht man Nachtabsenkung und das Bad wäre dann bei 20°C. Morgens Lüfter mit einschalten und der Raum wird überheizt auf 24°C, was man morgens als angenehm empfindet. Die Wärme kommt dann nicht nur langsam über den Fußboden sondern wegen der Konvektionswärme schneller an. Vielleicht spart man so wieder 2°C Vorlauftemperatur und genau jene 2°C sind für die Wärmepumpe später immer Gold wert.

Ja ich weiss! Hatte ich damals auch, und dann hat man mir das wirklich günstig verlinkt aber ich Idiot hab den Link nicht gespeichert! Wie oben beschrieben, WENN du sowieso FBH einbauen ließest und neue Verrohrung, dann hat sich das. Wenn nun doch lieber nur nach und nach, dann such ich. Ist ja nicht das einzige Forum, in welchem ich bin, extrem schwer nachzuhalten wo es steht.

PS: Ach jetzt such ich doch mal, interessiert mich wieder selber....

@arsmachina

Das hört sich ja mega an. Das werde ich auf jeden Fall auch machen sobald wir dann irgendwann Richtung Sommer einziehen können.

Vielen Dank für die ausführliche Anleitung. Komme ich dann auf jeden Fall noch mal drauf zurück!

@tageloehner

Ok ich danke dir aber ich denke ich werde dann doch eher auf die Speedcomfort Varianten zurückgreifen und mir dann Steckdosen hinter die Heizkörper legen.

Trotzdem vielen Dank.

@roterfuchs

Wow ich bin immer wieder begeistert, mit welcher Hilfsbereitschaft Leute wie du und auch andere die hier zu meinem Vorhaben schon geschrieben haben.

Und du triffst den Nagel auf den Kopf. Da ich selbst sehr wissbegierig bin und auch alles selbst verstehen muss und nicht nur machen lassen möchte, ist es alleine für meinen Seelenfrieden schon wichtig alles im Vorfeld zu prüfen. Möglichkeiten abzuwägen etc.

Ich werde mir immer wieder eure Antworten zu Gemüte führen um dann schlussendlich für mich das ideale System zu finden, welches nicht nur jetzt passt sondern wo ich voraussichtlich auch noch in der Zukunft mit gut fahre.

Ich werde am Wochenende noch mal einen grob Plan fassen und mich auch noch mal mit meinem Heizungsinstallateur und einem Kälte-Klima Techniker unterhalten.

Habe auch noch ein paar Ideen die ich in meinem Kopf habe und am Wochenende hier noch mal ausführen möchte um euren Rat oder Meinung zu bekommen.

An der Stelle noch mal vielen Dank.

@sushibomba

Du musst die Ölheizung nicht rausreissen!
Dein Haus wird nur mit noch so viel Wärmepumpen und Solarzellen nicht warm wenn es draussen -10° ist. Die Wärmepumpen haben dann einen Wirkungsgrad von 0.8 ( und nur noch 1/5 der Heizleistung, wenn Du 5 mal so viel brauchst), die Solarzellen von 0.1.
Hier greift die Ausnahmeregelung, die Ölheizung ist ja nicht mehr die Hauptheizung, sondern nur für den Notbetrieb bei grosser Kälte (wenn der Strom ohnehin knapp wird) und vor Allem bei Stromausfall.
Es ist auch ökologisch nicht vertretbar dann mit Strom zu heizen, solange der Strom auch aus Gas, Öl und Kohle gemacht wird. Da wird nämlich deutlich mehr CO2 produziert, als wenn Du das Öl direkt mt 98% Wirkungsgrad verbrennst.
Das mit den 30 Jahren gilt nur für Konstanttemperarurkessel. Deiner hat eine geregelte Vorlauftemperatur mit Kennlinie und Aussentemperaturfühler (der Heizungsbauer möchte was neues verkaufen und verschweigt das gern oder belügt Dich sogar).
Wenn Du Angst hast keine Ersatzteile zu bekommen, dann schau jetzt mal bei ebay/Kleinanzeigen. Es werden grosse Mengen gebrauchte Heizungen in Teilen angeboten. Eine komplette Steuerung und 2 oder 3 passende Brenner und Du hast Ersatzteile ohne Ende. Filter, Düsen und andere Verschleissteile kannst Du Dir für die nächsten 50 Jahre auch für kleines Geld hinlegen. Pumpen werden auch für Wärmepumpen gebraucht.
Den durchgebrannten Feuertopf haben wir letztes Jahr geschweisst, der hält jetzt auch wieder 30 Jahre.
Einen Moppel und einen Holzofen haben wir schon, das hat ca. 15% Ölersparnis und Sicherheit bei Stromausfall gebracht.
Sobald das Bürokratieverbot kommt, werde ich auch Klimageräte und Solarzellen montieren. Ohne Bürokatieverbot wird es keine Energiewende geben. (Ohne das hätte es auch keine Gasterminals und keinen Wohnraum für Ukrainerinnen gegeben).
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