@Sushibomba
Das Wichtigste und Entscheidendste ist, wie sehr du dich in ein Thema einarbeitest, das willst um dein System zu verstehen, welches du nachher hast. Egal welche Heizungsart, welche Wärmeüberträger in die Räume, alles hängt voneinander ab.
Wenn eine vollständige Kernsanierung im Raum steht, dann würde ich etwas anderes machen, das hängt aber davon ab, ob du jetzt einen Estrich hast oder Trockenbausystem:
Wenn die Rohrinstallation sowieso neu gemacht werden soll, dann würde ich mir eine Fußbodenheizung einfräsen lassen. Mit Maschinen kostet das nicht unbedingt mehr als mit Tackerplatten etc. zu arbeiten. Absolut wichtig und notwendig ist es die Heizlast der Räume zu kennen, und zwar so ungefähr und auf keinen Fall zu dünne Röhrchen oder zu lange Heizkreise. Der Vorteil liegt auf der Hand, wenn das ideal geplant und ausgeführt wurde (im HTD ist ein Fachmann für Fußbodenheizungen, nach dem Prinzip flow30), dann kannst du NACHHER feinjustieren und den Durchfluss ändern, die Vorlauftemperatur ändern wie du willst. Wenn du den Estrich mitheizt ergibt sich noch ein weiterer Vorteil, du kannst den Estrich als Speicher für Wärme nutzen. Das ist besser als ein Pufferspeicher und so kannst du z.B. am Tag ein wenig überheizen, der Estrich speichert dir die Wärme für nachts, sodass nachts die Wärmepumpe ausgeschaltet werden kann. Oder so geschaltet werden, dass sie mit Tibber immer nur günstigen Strom nimmt. Oder von der PV..... (unendliche Themenvielfalt).
Wenn du das machst, dann würde ich die Fußböden NICHT dämmen, weil sie selbst als Wärmeführung funktionieren. Du sparst also die Fußbodendämmung und als Ausgleich die Fußbodenheizung. Preislich kann ich nicht sagen, vielleicht kennt sich da wer besser aus. Ich für meinen Teil habe geschüttete Dämmung selber gemacht, darauf Fermacell, darauf 3cm Dünnschicht-Fußbodenheizung und darauf Fliesen. (Dachgeschosswohnung, keine Außendämmung, keine Entkopplung von den Außenmauern)
Du kannst in der Zeit dann auch die Fußbodenheizung nutzen mit der Ölheizung. Mit einem Mischer wird dir immer nur die Wärme in die Räume zugeführt die du benötigst. Der hydraulische Abgleich ist für das grobe Einstellen und auslegen wie hoch man die Ventile beim Heizkreisverteiler einstellt. Der thermische Abgleich wenn die Räume dann befüllt sind mit Möbeln und Menschen und welche Wohlfühltemperatur man will. Z.B. ergibt es dann auch Sinn, im Badezimmer (welches die meisten Menschen wärmer haben wollen) mit Fußbodenheizung UND einem Heizkörper mit Lüfter zu versehen, weil man beim Abgleich wie ArsMachina schreibt, die Vorlauftemperatur am schlechtesten Raum angleicht. Um diesen auf die Temperatur zu bekommen, die man will. Es wäre bedauerlich, wenn man in der Wohnung 21°C haben will, im Bad 23°C und nur wegen dem Bad müsste man nun die Vorlauftemperatur höher stellen. Ein zusätzlicher Lüfter-Heizkörper kann auch nur zeitlich gesteuert werden als zusätzlicher erwärmer. Beispiel: Nachts macht man Nachtabsenkung und das Bad wäre dann bei 20°C. Morgens Lüfter mit einschalten und der Raum wird überheizt auf 24°C, was man morgens als angenehm empfindet. Die Wärme kommt dann nicht nur langsam über den Fußboden sondern wegen der Konvektionswärme schneller an. Vielleicht spart man so wieder 2°C Vorlauftemperatur und genau jene 2°C sind für die Wärmepumpe später immer Gold wert.
Ja ich weiss! Hatte ich damals auch, und dann hat man mir das wirklich günstig verlinkt aber ich Idiot hab den Link nicht gespeichert! Wie oben beschrieben, WENN du sowieso FBH einbauen ließest und neue Verrohrung, dann hat sich das. Wenn nun doch lieber nur nach und nach, dann such ich. Ist ja nicht das einzige Forum, in welchem ich bin, extrem schwer nachzuhalten wo es steht.
PS: Ach jetzt such ich doch mal, interessiert mich wieder selber....