Nen Stromanschluß hab ich halt so oder so und muß Grundgebühr zahlen, ob ich jetzt (wie wir) komplett mit Splitklima heize oder mit Gas. Fällt Gas komplett weg, ist auch die Grundgebühr dafür+Schorni+Wartung weg. Bei der Tarifwahl sollte man natürlich beides beachten, abh vom Strombezug. Beim Vergleich der Kosten pro kWh macht die Grundgebühr keinen Sinn, so lange sie nicht entfällt oder sich deutlich ändert.
Da gehe ich mit, wenn die Grundgebührt für alle Tarife und alle Anbieter fest geschrieben wäre auf exakt bei allen gleich. Aber, dann gäbe es bei Holz, Kohle und Öl noch immer nur eine verzerrte Vergleichbarbeit da keine Grundgebühr die zusätzlich bedient werden muss oder schlicht indirekt bereits auf den Brennstoffpreis mit aufgeschlagen wurde. Wenn Letzteres, dann hinkt beim Strom der reine Arbeitspreis weil er sich positiver darstellt als er ist.
Beispiel aktueller Vergleich bei 1500kWh Strombezug pro Jahr:
- teuerste Grundgebühr 19,87€/Monat = 238€/Jahr
- günstigste Grundgebühr 13,80€/Monat = 166€/Jahr
- Differenz: 72€/Jahr
Für diese 72€ pro Jahr könnte man also zwischen 190 und 240kWh mehr Strom kaufen anstelle sie in Ggb. zu stecken. Nehmen wir die Mitte, also 215kWh sind das 14% des Gesamtbezugs. Da macht doch die Grundgebühr in ihrer variablen Höhe einen gehörigen Anteil an den Gesamtkosten aus - und das kann man so einfach unter den Tisch kehren?
Entscheidend ist halt die Änderung der Kosten, wenn man was beim Heizen ändert und da hilft die Grundgebühreinrechnung nicht, wenn sie sich nicht mit ändert. BWLer nennen das glaube ich Grenzkostenbetrachtung. Wenn sich die Wahl des Tarifs mit der Heizentscheidung ändert, muß man das mit einrechnen.
Die Diskussion über Redundanz und Gesamtkosten ist durchaus interessant. Für meine konkrete Betriebsentscheidung interessiert mich aber vor allem die LLWP selbst: Was kann man durch Betriebsweise, Modulation, Luftmenge, Vereisungsvermeidung und Wärmeverteilung tatsächlich noch herausholen? Genau bei diesen Praxiserfahrungen würde ich gern weiter ansetzen.
Vielleicht spielt die Verlegung und Länge der Kältemittelleitungen auch eine Rolle? Es macht sicher einen Unterschied ob man die 9m einfache Länge stumpt mit der org. Isolierung in einen Aufputz-Kabelkanal oder wie bei uns unter einer 180mm dicken Isolierung verlegt. Quantifizieren kann ich das allerdings nicht ![]()
Das sind auf jeden Fall eine ganze Menge Parameter die es zu beleuchten gäbe. Allein die unterschiedlichen Strategien der Hersteller beim Abtauen über Abtauversuche obwohl gar kein Eis drauf ist bis hin zu weniger Wärmeentnahme um das tatsächliche Vereisen hinaus zu zögern.
In der Betriebsweise, wie @win es ja auch (exesssiv *g* ) betreibt haben die LLWP auf jeden Fall den größten Pluspunkt bzw. das größte Potential beim bedarfsweise Heizen.
Wenn man sie dann aus welchen Gründen auch immer nicht betreibt sie aber weiterhin Standbyverbrauch haben oder gar die Ölsumpfheizung läuft geht die Effizienzkurve allerdings wieder nach unten.
Eigentlich nichts.
Einfach korrekt installieren und betreiben, mehr ist nicht nötig. Bei mir ist das eine kleine MHI die im Automatikmodus wunderbar sparsam durchgelaufen ist. Wichtig ist natürlich lange Laufzeit, damit sie sich auf geringe Differenztemperatur einschwingen kann.
Bei einer LWWP ist das dagegen völlig anders. Da gibt es fast unendlich viel Stellschrauben mit denen man den COP verbessern kann.
Eine Idee, die mich in dem Zusammenhang noch beschäftigt: Hat jemand schon einmal Wasser gezielt als Abtauhilfe am Außengerät eingesetzt?
Also nicht als dauerhafte Wärmequelle, sondern nur unterstützend beim Vereisen bzw. Abtauen. Gerade mit relativ „warmem“ Brunnenwasser könnte man dem Wärmetauscher beim Abtauen zusätzliche Energie zuführen.
Mich würde interessieren, ob das jemand praktisch ausprobiert hat und ob der Nutzen groß genug ist, um den Aufwand zu rechtfertigen.
Und Lüfter innen so hoch wie möglich/OK um niedrige Temperaturen fahren zu können.
Dennis Nörrmann (YT) hat da mal mit seiner LWWP gespielt, hab keine Ergebnisse präsent.
Das ist auch bei mir ein Grund eine WP anzuschaffen, da das Holzmachen, für den Kaminofen mir immer mehr zu viel Kraft kostet.
Da hänge auch viele Parameter dran wie z.B. ob die Türen offen gelassen werden, wieviel thermische Masse im Flur zu Verfügung steht, der Grundriss etc. etc.
Hier wurde auch schonmal das Thema der Wärmeverteilung in andere Räume angesprochen, das würde ich einmal zum durchlesen empfehlen.
Das ist halt Schritt irgendwas. Ein Stück weit Bastelei an einen System das eigentlich laufen sollte.
Du hast ja initial nach dem größeren Zusammenhang gefragt.
Ich habe doch meinen Plan geschrieben: Ich nehme meine Frau, die Kreditkarte, das Auto und fahre los. Ich bin ohne grössere Planung um die halbe Welt gereist. Es geht immer gut.
Davon ab: Wenn das Netz hier regelmässig ausfällt werde ich aktiv. Davor ist das ein Risiko aber kein Problem. Risiken halte ich aus
Es kommt sehr auf die Fragestellung an. Wenn du jetzt die Entscheidung triffst, ob du heute mit Gas oder Strom heizt, kommt es einzig darauf an, was dich nach z.B. 1 Tag Entscheidung A oder B gekostet hat. Und da entscheidet man sich typischerweise für das, was weniger kostet, so kannst du sparen. Grundgebühr spielt hier absolut keine Rolle, weil du keine Entscheidung treffen kannst, dass die irgendwie wegfällt. Du zahlst sie weiter für beide Optionen.
Wenn du hingegen abwägst, ob du in Zukunft mit Gas oder Holz heizt, musst du alles einrechnen, was an Kosten bei der einen oder anderen Entscheidung entsteht.
Bei Strom Grundgebühr ist es etwas komplizierter bzw. da gibts keine klare Vorgehensweise bei der langfristigen Betrachtung. Man kann argumentieren, dass man Strom eh verbraucht und die Grundgebühr Teil des normalen Haushaltsstromes ist. Oder man kann es verbrauchsmäßig der Heizung zuordnen. Da gibts mehrere Varianten, für die es jeweils eine gute Argumentation für gibt.
Klasse! Mir glaubt das hier immer keiner, wenn ich sowas schreibe. Wir haben ein zentral im Flur plaziertes Innengerät, welches das ganze EG heizen kann.
ich glaub das sofort. Wärmekomfort ist halt auch sehr individuell, ich mags nicht extrem warm. Aber in so einer Klima steckt schon ordentlich Heizleistung. Ich hatte letzten Winter mal Daten gepostet bei -15°C Aussentemperatur, selbst da liefen meine Klimas recht entspannt. Der einzige Feind der Klima ist halt sehr feuchtkalte Luft und die damit verbundene häufige Abtauung. Regional unterschiedlich.
Bei uns hats bei -15 Grad im Feb auch mit zwei Splits fürs RMH gereicht und die Daikins haben nicht gezuckt.
Wenn ich mich richtig erinnere, hat er dabei seine Steuerung der Jeisha durch Wasserschaden geschrottet.
Ja, genau. Und auch subjektiv und auch tagesformabhängig.
Wir haben an sich gar nicht das Ziel das komplette EG mit nur einem IG zu beheizen, ich bin kein Fan von offenen Zimmertüren und die Verluste über den Flur zum Treppenhaus wo halt auch die Haustür ist sind enorm und unnötig. Aber da es bis dato nur ein IG im EG gibt lag der Test ja nahe und es hat funktioniert.
Mann muss halt dazu sagen, dass es dann im Wohnzimmer um die 23°C hat und sich die Küche, die am anderen Ende des EG liegt, so auf 21 - 21,5°C einpendelte. Also frieren mussten wir nicht und auch nicht bei 18°C ausharren ![]()
Die Situation wird sich dieses Jahr noch ändern, denn jetzt ist allmälich auch die zweite Haushälfte komplett gedämmt, der Ostteil in dem sich Küche/Esszimmer befinden war in der letzten Heizperiode noch ungedämmt.
Ein eigenes IG für die 28m² Küche/Esszimer kommt erst in 2027, das schaffen wir dieses Jahr nicht mehr.
Da sehe ich übrigens den grössten Vorteil der LLWP. Raumtemperaturen lassen sich blitzschnell an das aktuelle Bedürfnis anpassen. Für uns ist das ein grosser Komfortgewinn, und natürlich auch eine grosse Einsparung.