Gut, du kannst jetzt weiter darauf rum reiten oder meine Schilderung, dass es sicher nicht von oben herab gemeint ist, hinnehmen und man könnte sich wieder aufs Thema konzentrieren. Ist halt die Frage obs ums Thema oder Befindlichkeiten geht
Aber um konkret auf deine Frage zu antworten: Der von dir hineininterpretierte Ton ist hier nicht der übliche Umgangston, da kannst du dich beruhigen.
Nein, an der ursprünglichen Fragestellung hat sich nichts geändert.
Für den Kostenvergleich Öl/WP brauche ich natürlich absolute Werte in brauchbarer Genauigkeit.
Mein Satz mit „ob der COP exakt 4,8 oder 5,0 ist“ bezog sich auf die Optimierung des Betriebspunktes innerhalb derselben Anlage. Dafür ist mir wichtiger, ob eine Änderung reproduzierbar etwas verbessert, als ob der absolute COP auf die zweite Nachkommastelle stimmt.
Das sind für mich zwei verschiedene Anwendungen derselben Messung.
Wie ist es im Haus, Fußbodenheizung oder Heizkörper?
Also ich stehe auch bald davor eine Wärmepumpe zu installieren, zurzeit heize ich mit einer Gastherme (Flüssiggas; Bj 2015), das meiste macht aber der Holzkaminofen.
Nun zu der perfekten Dimensionierung der WP. meine Überlegung geht dahin, das die WP. nur ungefähr passen muss, und zwar alles, was die Wärmepumpe in Winter mit einer Vorlauftemperatur bis 35°C nicht schafft, soll der Holzkaminofen mit unterstützen. In der Zeit ab späten Frühling, wird die WP. dann nur noch das Brauchwasser machen und das andere macht der Holzkaminofen....... so weit meine Überlegung.
Das Problem an der initialen Fragestellung oder was du dir erhoffts, ist eine einfache Antwort auf eine eigentlich komplexe Frage.
Was mich persönlich etwas verwundert:
Mit dem Hintergrundwissen und dem "News" Artikel mit dem du dich vorgestellt hast, sollte eigentlich klar sein, dass die Antwort die du suchst sehr sehr viele Variablen hat und eigentlich nur durch mindestens eine Heizsaison Daten sammeln beantwortet werden kann.
Die bisherigen Antworten waren dementsprechend auch eher allgemein gehalten und ausgehend von deinem technischen Hintergrund vermutlich als zu allgemein, am Thema vorbei bzw. das weiß ich doch schon aufgenommen. Was erstmal nachvollziehbar ist.
Ich bitte aber auch zu verstehen, dass es hier jede Menge Leute tummeln von kompletten Anfängern, bei denen man zuerst die Basics wie das Prinzip der WP = Kühlschrank vermitteln muss, zu langjährigen Nutzern, die die gleichen Fragestellungen schon tausende Male gesehen haben, bis hin zu Profis wie du.
Ich denke du solltest deine Frage konkretisieren, sonst könnte wie ja schon passiert die Antworten enttäuschen.
Hier von mir auch die Rückfrage, ob du hier gerade versuchst etwas zu Tode zu optimieren, insbesondere in Hinblick, darauf, dass tendenziell die Preis Schere (zwischen Öl/Holz und Strom) ja immer weiter aufgeht.
Deswegen kamen ja auch schon relativ viele Antworten die eher in diese Richtung abzielen.
Mein Ziel war eigentlich, vorhandenes Praxiswissen miteinander zu vergleichen: Wie fahren andere mit mehreren Wärmequellen? Wo liegen reale COP-Grenzen? Wie wirken Vereisung, Abtauung und PV-Überschuss im Alltag? Und vor allem: Wie regeln und priorisieren andere ihre vorhandenen Systeme sinnvoll miteinander?
Ich wollte keine Grundsatzdiskussion darüber führen, wie eine Heizung grundsätzlich aufgebaut oder hydraulisch abgeglichen werden sollte. Diese Ebene ist für mich bekannt.
Mir ging es um den Erfahrungsaustausch eine Stufe darüber: Praxiswerte, Betriebsstrategien und Regelungsmöglichkeiten.
Deine Überlegung ist grundsätzlich nachvollziehbar, aber bevor man über die „perfekte“ Dimensionierung der WP spricht, würde ich ein paar Randbedingungen klären.
Mich würde zuerst interessieren:
Fußbodenheizung, Heizkörper oder gemischt?
Welche Vorlauftemperatur brauchst du heute ungefähr bei 0 °C und bei Frost?
Wie hoch ist der Heizbedarf bzw. die grobe Heizlast des Hauses?
Welche Leistung hat der Kaminofen und wie gut erreicht seine Wärme tatsächlich die übrigen Räume?
Ist der Kamin wassergeführt oder beheizt er nur den Aufstellraum?
Wie stellst du dir das Zusammenspiel von WP und Kamin regelungstechnisch vor?
Ist ein Pufferspeicher vorhanden oder geplant?
Der Satz „alles über 35 °C macht der Kaminofen“ wäre mir sonst noch etwas zu einfach. Das kann funktionieren, wenn Heizflächen, Grundriss und Wärmeverteilung dazu passen – muss aber nicht.
Ich würde deshalb erst diese Punkte sauber ansehen und danach entscheiden, wie groß die WP wirklich sein sollte und welche Betriebsstrategie sinnvoll ist.
Ich heize manchmal mit meinem Holzofen noch nach. Nachts verwende ich bei meiner MHI den "silent mode", der die Leistung begrenzt, um die Lautstärke des Außengerätes zu begrenzen. Dann taut er auch nicht so häufig ab, was ebenfalls laut wäre.
Wenn es Nachts, und insbesondere in den frühen Morgenstunden sehr kalt ist, kommen mehrere Dinge zusammen:
Haus ist stärker runtergekühlt über Nacht
Das Gerät hat weniger Leistung (vielleicht)
der COP ist schlechter
Also, gerade dann, wenn ich besonders viel Wärmeenergie brauche, ist der COP besonders schlecht. Wenn ich ein paar Stunden warten würde, wäre es besser.
Dann einmal mit Holz zuheizen hilft sehr schnell auf die gewünschte Temperatur zu kommen.
Anfangs habe ich versucht die LLWP während dessen abzuschalten, aber das lass ich mitlerweile. Die läuft einfach mit, und regelt dann halt die Leistung entsprechend runter wenn der Holzofen anfängt Hitze abzugeben. Verteilt mit ihrem Luftzug außerdem die Wärme des Ofens besser.
Ich dachte auch daran das mit der Ölheizung zu machen, aber ich glaube der COP wird nie so schlecht daß sich das lohnt, selbst bei günstigeren Ölpreisen.
Noch eine andere Ebene: Wieviel Sinn machen mehrere Wärmequellen eigentlich?
Wenn eine Wärmequelle fast immer günstiger ist als die andere, dann sollte ich eher daran denken die andere abzuschaffen, nicht sie zu integrieren.
Welche Festkosten haben die Wärmequellen? Ölheizung hat z.B. Schornsteinfeger, Versicherung. Selbst wenn sich also etwas vielleciht ab und an lohnt, lohnt es sich vielleicht nicht über das Jahr gerechnet wenn man wirklich alle Kosten einbezieht.
Will ich aber vielleicht ein Backup haben? Traue ich z.B. einem billigen Kältetechniker den ich auf myhammer gefunden habe zu, im tiefsten Winter bei mir einen Notdienst zu machen, um eine defekte Klimaanlage zu reparieren/auszutauschen?
Mache ich das wirklich um Geld zu sparen, oder rumzubasteln? Nichts gegens rumbasteln, aber man sollte das für sich wenigstens einmal klargestellt haben.
Sonstige Gründe für/gegen Wärmequellen, wie Umweltschutz. Je mehr ich mit den LLWPs heize, desto abstossender finde ich die Idee Öl zu verbrennen. Und dann liest man Diskussionen wie klimaschädlich es ist, wenn etwas R32 in die Atmosphäre gelangt, und merkt, wieviel mal mehr man durch das Öl geschädigt hat, pro Jahr.
Genau solche praktischen Erfahrungen hatte ich mit meiner Frage im Sinn. Besonders interessant finde ich, dass du die LLWP beim Zuheizen mit Holz weiterlaufen lässt und damit gleichzeitig die Wärme des Ofens besser im Haus verteilst.
Auch der Zusammenhang Silent Mode → geringere Leistung → weniger Abtauung ist spannend. Genau solche Betriebsstrategien bekommt man aus keinem Datenblatt.
Dein morgendlicher Engpass ist für mich ebenfalls interessant: Wenn das Haus nachts stärker auskühlt und die WP ausgerechnet in den kalten frühen Morgenstunden mit schlechterem COP arbeiten muss, wäre es vielleicht sinnvoll, einen Teil der Wärme vom Vortag mitzunehmen.
Falls das System es zulässt, könnte man tagsüber bei besserem COP etwas Wärme „vorladen“ – über Gebäudemasse, Fußbodenheizung oder einen vorhandenen Speicher – und damit den morgendlichen Spitzenbedarf entschärfen.
Genau solche Kombinationen aus Betriebsweise, Speicherwirkung und realem Verhalten finde ich interessanter als reine Datenblattwerte.
Interessanterweise hatte mich 2005 schon ein Freund gefragt, warum ich mir so viele unterschiedliche Energiequellen hinstelle – das sei doch viel zu teuer und unnötig kompliziert.
Heute fragt mich derselbe Freund, woher ich damals wissen konnte, was bei Energiepreisen und Versorgung noch alles passieren würde.
Natürlich wusste ich das nicht. Mein Gedanke war nur: Je abhängiger ich von einer einzigen Energiequelle bin, desto weniger Handlungsmöglichkeiten habe ich später.
Genau dieser Punkt wird für mich heute interessant. Mehrere vorhandene Systeme sind nicht automatisch wirtschaftlich sinnvoll – aber sie geben mir die Möglichkeit, auf Preise, Wetter, PV-Ertrag und technische Ausfälle zu reagieren.
Nicht richtig bekannt, da die Obergeschossdecke noch nicht gedämmt ist
6 KW und es erreicht fast die 130 m², da es untere mehre Türen durch muss, wird der Kaminofen voll die Leistung ausgenutzt. 15 - 18 SRM/Jahr.
Nee der steht im Flur und ist nicht Wassergeführt
Regeltechnisch, nun wenn der Kamin die Wärme zum Teil bring, so kann die WP, mit ihre Leistung runter, ab späten Frühling stelle ich die Heizkreis ab. So die grobe Planung.
Nein kein Pufferspeicher, die machen keinen Sinn, höchsten 50 Liter Rücklaufspeicher.
Bis jetzt sind zwei Fussbodenheizung nicht aktiv, da die Wärme vom Kamin kommt.