Öl, Holzvergaser oder Split-Klima? Heizstrategie bei 1,75 €/l Heizöl

Das Außengerät braucht ungefähr 0,5-1,5kWh thermische Energie für einmal abtauen. Das ist je nach Außentemperatur und Innentemperatur mit 0,2-0,5kWh elektrischer Energie zu machen. Gehen wir von dem kritischen Bereich von -2°C bis +3°C Außentemperatur aus, kann das, laut Viessmann, ungefähr 20 Abtauungen am Tag bedeuten. Das sind dann 30kWh Wärme und ca. 10kWh Strom wenn wir davon ausgehen, dass sie reversibel mit einem Wassertank läuft oder mit der Innenluft bei einem Split-Gerät, wobei das extrem davon abhängt, wieviel das Innengerät heizt und daher das Außengerät vereist. Dazu die äußere Luftfeuchtigkeit.

Bei einer Luft/Wasserwärmepumpe könntest du den Kreis verändern mit dem Brunnenwasser. Das Problem ist, dass nicht jeder Wärmepumpe jene Temperatur ausreicht, manche gehen bei 15°C Wasser auf Störung und dann schaltet sie ab, das wäre kontra-produktiv. Da wäre also die Lösung für jenen Fall einen Mischer einzubauen, dieser dürfte aber nur genutzt werden, wenn sie abtaut. Ob die Wärmepumpe hier einen Zugriff zulässt ist fraglich.

Das Abtauen indem man wie mit nem Gartenschlauch darüber das Wasser laufen lässt, ich glaube das hatte mal jemand hier im Forum gemacht. Das Ergebnis war aber dürftig. Während die Wärmepumpen (und auch Split-Geräte) normalerweise einen Eispanzer bekommen der sich um die Kältemittelleitungen und den Wärmetauscherrohren bildet, und dann auch dort wieder abgetaut wird, würde ein Wasserstrahl auf den Eispanzer gekippt werden müssen und viel Wasser befördern müssen um jenen Panzer wieder abzutauen. Dazu müsste die Wärmepumpe WISSEN, dass ihr jetzt Wärme von außen hinzugefügt wird, andernfalls würde sie einfach ihr Abtauprogramm fahren. Damit ließe sich (vielleicht) der Vorgang verbessern, aber er läuft schon relativ gut und sauber durch weil im Umkehrprozess mit hoher Temperatur des Kältemittels gearbeitet wird. Je nach Region und Standort, je nachdem wieviele Abtauungen sind das dann auf ein Jahr vielleicht 300 Abtauungen und 150kWh, der Aufwand ist, naja. Dazu könnte kommen wenn dort Brunnenwasser durchfließt und das hat sicherlich Mineralien und andere Stoffe enthalten, dass sich das auf dem Wärmetauscher absetzt und es noch schlimmer macht weil der Wärmetauscher damit angeraut wird und eine Schicht ansetzt, sodass da noch mehr haften bleibt anstatt abzufließen. Dann macht man es damit eigentlich schlimmer weil auch die Wärmeübertragung schlechter wird.

Eine weitere "Lösung" der Abtauproblems ist es, mehrere Geräte zu besitzen. Wenn die Heizleistung nicht von einem Gerät kommt, sondern von mehreren Geräten mit separaten Wärmetauschern vergrößert sich die Außengerät-Wärmetauscherfläche und es muss viel weniger abgetaut werden weil keines der Geräte mit voller Leistung läuft und daher weniger delta t zur Außenluft hat und ferner langsamer vereist. Zudem können bei mehreren Geräten die Einzelgeräte auf weniger Leistung innen eingestellt werden weil mehrere als Wärmequelle dienen und bei weniger Einstellung innen ist wieder delta t niedriger und der Wirkungsgrad höher. Es kommt also nicht nur auf die Abtauungen an.

Was kann man durch Betriebsweise, Modulation, Luftmenge, Vereisungsvermeidung und Wärmeverteilung tatsächlich noch herausholen?

Indem du einmal Grundwärme hast und die LLWP nur punktuell einsetzt um die Innentemperatur dem Bedarf nach anpassen lässt. Wenn nicht nur die LLWP zum heizen genutzt wird, wird eine andere Heizungsart genutzt um die Wohnung beispielsweise auf 18°C Grundtemperatur zu heizen, und die LLWP wird flexibel eingesetzt um die letzten Grad zu erwärmen. Damit läuft die LLWP mit wenig Leistung im unteren Modulationsbereich, die Vorteile hatte ich oben beschrieben. Der COP wird steigen. @win hat das bis auf die Spitze getrieben und beheizt nur noch die Räume exakt so, wie er sie zu dem Nutzungszeitpunkt benötigt. Die effizienteste Heizung ist jene, die nicht laufen muss. Will man weiter Komfort, heizt man durch damit die Massenträgheit der Wohnung sie nicht auskühlen lässt und heizt punktuell nach. Und will man noch mehr Komfort rennt es durchgängig.

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Am Beispiel einer Panasonic Aquarea ist es so, dass die Verdanpfungstemperatur überwacht wird, und wenn diese mehr als 10 Grad unter die Umgebungstemperatur fällt, der Abtauvorgang startet. Im normalen Betrieb ist diese nur etwa 3-5 Grad niedriger. Wenn du also schon kurz vorher die Warmwasserabtauung selber startest, führt die WP die eigene Abtauung nicht mehr durch. Mit HeishaMon kannst du diese Messertr der WP alle abfragen.

Auf lange Sicht wärs vielleicht schlauer, den Ölofen rauszunehmen und gegen eine Sole-WP zu tauschen. Bei ebay gibts grad eine SWCV62H3 um kleines Geld. Da du Brunnen hast, geh ich davon aus du hast genug Grundwasser.

Mit ausreichend PV und Batterie reduzieren sich die Energiekosten krass.

Das sorgt dann für genug Grundwärme. Wenns ganz kalt wird ist ja noch der Holzofen da

Da benötigt er aber zwei Brunnen. Vom Verschlammen je nach Gebiet abgesehen. Was macht er wenn kein Grundwasser mehr da ist? Jenes Problem hatten einige Personen in Bayern wenn ich mich nicht recht täusche. Denn dann ohne Wasser keine Sole-WP.

Dünnsinn. 1 Brunnen reicht

Mit einem Brunnen geht das wie? Ich kenne nur die Variante mit Saug- und Schluckbrunnen.

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Du hast nicht Wasser, sondern Sole. Entweder legst Kollektorschleifen untern Rasen oder bohrst 1 tiefes Loch und versenkst eine Solesonde da rein.

Vermischt Du gerade eine Erdwärme- mit einer Wasser-WP? Weder für eine Tiefenbohrung noch für einen Erdkollektor ist das Vorhandensein von ausreichend Grundwasser erforderlich.

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hab ich geschrieben. Und?

Wie genau funktioniert eine Sole-Wärmepumpe mit einem Brunnen der ausreichend Grundwasser hat? Gibt es da einen bestimmten Fachbegriff für? Wie sieht das aus, wo wird die Wärme übertragen, und auf welche Weise?

Und was hatte das dann damit zu tun?

@krummbrumm Das gibt es mWn nicht. Entweder Du hast die beiden benannten Brunnen oder eine Tiefenbohrung oder einen Flächenkollektor für die Sole-WP. wollte man mit einer Bohrung eine Grundwasser-WP realisieren dann müsste man die "Kollektor"-leitungen in den Grundwasserkörper "schieben".

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irgendwie muss die wärme ja rantransportiert werden. oder sitzt du gern aufm eiswürfel?

Also was hat das Vorhandensein von Grundwasser jetzt mit der von Dir beschriebenen Erdwärmepumpe zu tun?

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Und deshalb braucht man bei einer Grundwasser WP eben zwei Brunnen, weil mit stehendem Wasser eines Brunnens kein Blumentopf zu gewinnen ist. Such doch einfach mal nach, wenn Dir das Konzept nicht klar ist.

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@tageloehner Ich glaube, deine viel zu knappen Posts, wo wesentliche Infos zu deiner Idee fehlen, sorgen für Verwirrung.

Erkläre doch nochmal genau die Zusammenhänge zwischen Sole-WP, Brunnen, Grundwasser. Du schreibst auch, 1 Brunnen reicht, wofür genau ist der notwendig für dein Konzept?

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Ups. Also das Missverständnis bin ich schuld. Ich hatte oben geschrieben, man bräuchte zwei Brunnen und dass dann die Sole-WP nicht mehr ginge.

Richtig ist, dass ich davon gehört habe, dass bei einigen die Wasser-Wasserwärmepumpe mit 2 Brunnen ausgefallen war, weil das Grundwasser zu niedrig war. Da kein Wärmetauscher vorhanden ist, lieferte die Wärmepumpe dann nichts mehr. Zudem kann es, unabhängig davon, Probleme mit Grundwasserwärmepumpen geben je nachdem was im Wasser gelöst ist. Also Verschlammung.

Auch Sole-Wärmepumpen nutzen teilweise eine Umspülung der Sonde durch das Grundwasser und entziehen dem Wärme. Wäre aber das Grundwasser weg wäre sie schlichtweg ineffizienter, würde aber weiter laufen. Wenn das Grundwasser weg wäre und Luft als Austausch, Luft ist ein Isolator, dann wäre die Effizienz geringer. Aber kein Ausfall.

Daher bitte um Entschuldigung und die Verwirrung.

PS: Meine Verwirrung kam nur, weil darauf hingewiesen wurde man könne eine Sole-WP nutzen und dem Zusatz, es wäre doch genug Grundwasser per Brunnen vorhanden.

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