Neuer Zählerschrank für PV? Wann zwingend nötig? Alternative Lösungen?

Natürlich darf bei sicherheitsrelevanten Themen kein Auge zugedrückt werden, das ist doch klar. Nur: Die Höhe des Zählerschranks vorzuschreiben, wenn in Bestandsbauten Solaranlagen nachgerüstet werden sollen, ist einfach nur eine technisch absolut unnötige Gängelung mit dem einzigen Zweck, die Energiewende zu verzögern. Wenn man es genau nimmt trifft das auch darauf zu dass der Zählerkasten überhaupt aktualisiert werden muss. Andersrum (z.B. Sauna nachrüsten, 11kW Verbraucher) gilt das ja auch nicht, oder? An der grundlegend sinnvollen Notwendigkeit, z.B. einen FI für alle Stromkreise verbaut zu haben, ändert eine Solaranlage doch absolut überhaupt nichts.

Unser Haus ist BJ 2001, der Zählerkasten ist in Top Zustand und würde problemlos noch > 20 Jahre halten. Es wäre genug Platz um die nötigen Anpassungen, also zusätzlicher FI, SLS, ÜSS, nachzurüsten. Aber nix da, der Kasten ist nämlich nur 95cm hoch statt 110. Es müsste also komplett alles neu mit den entsprechend horrenden Kosten. Ich war mit den Planungen für unsere 22kW Solaranlage eigentlich schon recht weit fortgeschritten, aber meine Motivation das so umzusetzen geht gerade gegen Null.

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Früher war es bei Hausanschlüssen im TN-C-S-System so üblich, dass der PEN-Leiter erst im Zählerschrank aufgeteilt wurde. Damit reichte ein 4-adriges Kabel zwischen HAK und Zählerschrank aus.

Heute teilt man den PEN-Leiter am frühsten Punkt hinter der Einführung ins Haus - also im HAK. D.h. man braucht heute eine 5-adrige Leitung zum Zählerschrank.

Grund dafür ist, dass beim TN-C-System parasitäre Ströme über das Erdungssystem laufen, die Störungen in empfindlichen Geräten (es gibt dazu einen Bericht aus einer Fachzeitschrift, wo als Beispiel ein Tonstudio und eine Arztpraxis genannt wurden) verursachen können.

Wenn der PEN-Leiter erst im Zählerschrank aufgeteilt wird und du eine zusätzliche Erdung zur Hauptpotentialausgleichsschiene im Zählerschrank hast (z.B. weil dort ein Überspannungsschutz verbaut ist, der einen separaten Anschluss an den PA fordert), dann fliesst nicht der gesamte Neutralleiterstrom über den PEN, sondern auch ein Teil davon über diese zusätzliche Erdverbindung.

Das ganze wird entschärft, wenn der PEN-Leiter schon im HAK geteilt wird, weil dann der Neutralleiterstrom nur über den Neutralleiter zum HAK fließt und nicht durch die Erdungsanlage. Da im HAK per PEN mit dem Potentialausgleich verbunden ist, fließt dann trotzdem ein Teil Stroms über Erde zum Trafo zurück (der Sternpunkt des Trafos ist ja auch geerdet und das hängt auch von der Güte der Erdverbindung, Abstand zum Trafo und sogar Nässe des Bodens ab), aber das geschieht dann außerhalb des Hauses und es entstehen keine (deutlich weniger) Störungen.

Wenn du also einen neuen Zählerschrank brauchst (weil gefordert), dann kann es eben auch sein, dass der NB die Erneuerung des Kabels zwischen HAK und ZS fordert, weil heute 5-adrige Leitungen Stand der Technik sind. Manche NB fordern das (auch wenn es bei dir keine Probleme gibt) und manche akzeptieren auch den alten Stand.

Wenn du dann ein neues Kabel bekommst, kann es je nach HAK sein, dass dieses gar nicht vernünftig angeklemmt werden kann, weil im alten HAK abgangsseitig nur 2 Klemmstellen für den PEN (1x PEN zum ZS, 1x zum Potentialausgleich) vorhanden sind. Wenn dann der HAK noch getauscht werden muss, wird es wieder teurer. Es kann auch sein, dass das der NB machen muss und nicht dein Eli, weil der HAK z.B. unter Spannung getauscht wird, weil man sonst mehrere Häuser mit abschalten müsste (benötigt eine Zusatzausbildung, Arbeiten unter Spannung (AuS)). Wenn dann das Kabel von der Straße zum HAK noch schön alt ist, kann es sein, dass auch das getauscht werden muss (z.B. weil es der NB so will oder weil die Isolierung nicht mehr so toll ist - habe beides schon gesehen).

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Der Link zum Hager Video - danke an und_mehr - ist ja ganz hilfreich, aber diesen ganzen Kommunikationsquatsch brauchen wir eigentlich nicht. Vermutlich ist das wieder vorgeschrieben, um die PV-Einspeisung herunterregeln zu können, obwohl wir sehr deutlich unter 25 kWp bleiben werden (ca. 8-12 kWp könnten wir realisieren). Das man dafür jetzt viel Platz für spätere Glasfaseranschlüsse oder sonstige Kommunkationsteitungen braucht, mag für manche Sinn machen, bei uns eher weniger. Wir wohnen im Odenwalddorf und bekommen unser Internet über den lokalen Energieversorger per Telefon-Kupferkabel die letzten Meter ins Haus - daran wird sich so schnell nichts ändern.

Und die div. Steckpläte für Smartmeter mit eigener Stromversorgung aus dem Netzanschlußbereich und bla bla bla...

Ist jetzt alles Vorschrift, haben wir nie gebraucht und werden es auch kaum brauchen. Vielleicht braucht de 2-Richtungszähler das...

Die notwendige Höhe haben wir auch nicht (unserer ist wohl 80 cm hoch) und rechts und links an der Wand ist auch nicht mehr sehr viel Platz...

Das wird sehr spannend!

Das ist alles sehr viel Konjunktiv.
Mich wundert nicht, dass sie nun auch so rumhampeln mit den Steckersolargeräten.
Aus deren Sicht ein ärgerliches Schlupfloch.
Wenn es soweit fertig ist wird es auch der Eli richten müssen.
Den Fuß schon `mal in der Tür. Nutzungsänderung ab 961Wp :rofl:
„Zur Kreuzigung links, jeder mindestens einen Schrank…“

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Kann ich nicht so stehen lassen. Solange der oben genannte Post von den Forenbetreibern nicht entfernt wird.

Ist weder eine Alternative noch blau, sondern braun. Mit einer Parteivorsitzenden, die in den Schweiz lebt und dort Ihre Steuern zahlt. Totale Verarsche.

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@rainbow-dash Oho, Du kennst einen Alt-Nazi in einer etablierten Partei? Georg Filbinger? Trat 1978 in BW zurück. Da waren vermutlich die meisten hier noch in der Flüssigeiphase. Selbst ich alter Sack durfte damals noch nicht wählen und schon gar nicht in BW.

Björn Höcke der gesichert rechstextremistisch ist und den man Nazi oder Faschist nennen darf, ungestraft. Andere wollen auf Flüchtlinge schießen lassen oder haben zu viel Vogelschiß geschnupft.....

Selbst wenn sie nur Rechtspopulisten wären, wo sind die Lösungen? Fachkräftemangel durch vermehrtes Kinderkriegen lindern? Der hat scheinbar doch was in den Arm bekommen und nicht nur ne entzündete Haarwurzel gehabt. Hat sich dann schwer auf das Denkvermögen ausgewirkt.

Guter Plan, wirkt bloß erst in 20 bis 25 Jahren. Wenn wir sofort damit anfangen.

Menschen mit Migratinshintergrund wieder rauswerfen?

Leerst Du die Mülltonne halt selber und wischt Opi den Arsch sauber, nach deinem regulären Job. In dem Du besser nicht krank wirst, weil die Ärzte auch wieder in ihre Heimat gehen mussten.

@TE

Dein Superbilligtrafo ist entweder ein Schaltnetzteil oder ein Spartrafo, da darfst Du kaum eine galvanische Trennung erhoffen.

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Noch darf sich jeder aussuchen von wem er verarscht werden will.

Ruhig, Brauner.

Ich habe nie gesagt, dass ich die AFD oder der Höcke (egal ob Björn oder Bernd) toll finde. Ich finde dieses Subjekt ganz schrecklich.

Ich finde aber auch, dass es extrem schlecht ist, gleich alle Mitglieder der Partei und vor allem die Wähler als rechtsextrem oder Nazis zu beschimpfen.

Wir sollten das Politik-Thema auch besser hier abschließen.

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Hier, in einem Artikel vom Sachverständigen Martin Schauer wird die eigentlich unnötige Erdung beim TN-C Netz beschrieben und das mit dem Tonstudio auch erwähnt. Der Artikel entlarvt auch anschaulich die Vorgehensweise und das chaotische Zustandekommen dieser ausufernden Vorschriften des VDE. Veröffentlicht wird das vom Fraunhofer-Institut, IRB ist Fraunhofer.

https://www.irbnet.de/daten/rswb/19029001109.pdf

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Einmal davon abgesehen, dass nach dem Schrank kein Geld mehr für ein Tonstudio übrig sein könnte,
sind in der Medizin- und Tontechnik erdpotentialfreie Techniken nicht sooo unüblich.
Richtig angepackt interessiert es diese Leute schon garnicht.
Der typische Normane leistet fulltime Lobbyarbeit und fühlt sich zu angenehmer Rechthaberei berufen.
Fernab aktueller oder absehbarer Praxis sinnt er über Hindernisse, die sich aus seinem letzten aktiven Kenntnisstand konstruieren lassen.
Daraus resultieren dann auch Stilblüten die sich z.B. mit den Mindestabständen zur 600Ohm Leitung des Festnetzes beschäftigen und wie dennoch die Verbindung zu einem Zusatz, einer noch theoretischen oder bereits veralteten Messeinrichtung zulässig würde.
Wenn uns da `mal nicht der Platz für zwei Faxgeräte übrigbleibt?
Er soll eh nur die Argumentation stellen und bei der Formulierung helfen, ist es doch einfach die absurde und lukrative Maximalforderung die es zu etablieren gilt.

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Meinst Du den kleinen Klingeltrafo auf der rechten Seite? Der müßte m.E. überhaupt nicht im Zählerschrank sein, hat man damals wohl so gemacht. Ich bin gespannt, ob wir jemanden finden werden, der mit dem vorhandenen Schrank und Setup arbeiten kann, eigentlich müssen da ja nur 3 Drähte angeklemmt werden und ein Trennschalter und 1,2 Sicherungen eingebaut werden. WR kann ja außerhalb des ZS montiert werden und auch der andere PV-Kram (oder nicht?) - ich meine Überspannungsschutz und DC-Trenner, Verdrahtung zum Akku und Laderegler etc. Letzteres würde ich eh später nachrüsten wollen, sofern man dafür dann nicht eine extra Abnahme braucht? Batterie soll DIY 48V LFP werden mit anständigem BMS und (aktivem) Balancer.

Bitte keine ausufernden politisch palarisierenden Diskussionen hier - man kann nicht alles dem ahnungslosen Habeck in die Schuhe schieben (aber doch vieles...)

Es ist ja noch lustiger :wink:

Mit nun zu kleinem ZS - der ersetzt werden muss - .....

Ist da eine Verteilung mit drin, DARF diese vermutlich so nicht in den neuen ZS wandern.

Es ist ja nicht mehr Bestandsschutz, sondern eine Neuinstallation nach aktuellen Regeln. Die Kabel sind 1,5mm2 und dürfen nicht mehr mit 16A abgesichert werden usw.

Also alles neu - händereib :wink:

Was ich daran immer nicht verstehe: Wieso müssen es diese exakten Werte sein?

Wieso ist 1100 erlaubt, der größere 1250 aber nicht?

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Du hast wohl doch erkannt. "Noch". Wenn erst einmal die AfD an der Regierung ist und die Ihr Ermächtigungsgesetz geschaffen hat, kannst Du es Dir nicht mehr aussuchen. Dann gibt es keine Demokratie mehr. Dann kann man in den Foren hier nicht mehr über die Regierung lästern.

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Die 110cm ergeben sich aus der Norm bzw. den darin geforderter Elemente im Zählerschrank, die eine bestimmte genormte Höhe haben.

Kaufen kann man die Zählerschränke neu in den Größen 110 und 140cm Höhe. Auch die Innereien (komplette Zähler/Verteilerfelder für 110cm)

Bei einem 125cm Schrank müsste man ein 110cm Zählerfeld nehmen und was dranschrauben/basteln, das macht keiner.

Was erlaubt ist und was nicht entscheidet der jeweilige Netzbetreiber in seinen TAB (Technische Anschluss Bedingungen). Die sind an die Norm angelehnt aber nicht unbedingt identisch mit der Norm. Da macht im Prinzip jeder NB was er will und wenn der zB. 140cm Höhe fordert und keine 110cm zulässt dann ist das ärgerlich aber nicht zu ändern.

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Das sollte der Hersteller machen, indem er zb einfach eine 15cm Abdeckung anbietet. Oder man einfach oben oder unten diese 7,5-15cm frei lässt...

Das müsste man den Therapeuten, der die Bande betreut, fragen. :slight_smile:
Ich nehme an, es gibt eine fixe Aufteilung, damit alle Kästen gleich sind. Das erspart das Denken.
Der Unterschied beider Varianten ist nur, dass die Größen 2 Zählerplätze übereinander haben.
Die Maßangaben scheinen Innenmaße zu sein. So richtig logisch ist das alles nicht.
Mein evu hat auch ne Auflage, dass das Rohr fürs Erdkabel 1m Abstand von Haus und 1m tief liegen soll. Hat sich halt irgendein Depp ausgedacht.
Als ich da mein Baustrom reinlegen wollte, lag das alles unter Wasser. Das Kabel zur Straße liegt dann aber nur 60cm tief.

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Ohne Fachkräfte wird das nur mit Malen nach Zahlen zu stemmen sein.
2030 haben wir dann unser Geld für uniforme Blechmöbel ausgegeben.
Durch diese fließt dann der Braunkohlestrom und seltener LNG Strom aus Gaskraftwerken,
welche dann aber wirklich priorisiert in Planung gehen.

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Was soll eigentlich der Quatsch mit nur noch 13 A für 1,5mm2? Ist der Strom jetzt heißer und giftiger geworden?

Deutsche und europäische Regelungswut! Wenn wir da keinen flexiblen Eli finden, werden wir wohl max. auf 2 BKW gehen - den Quatsch machen wir nicht mit!

Nein die Norm hat sich meines Wissens nicht geändert. Manche Elektriker wollen oder können nicht rechnen und mit 13A ist man IMMER auf der sicheren Seite.

16A sind für 1,5mm2 grundsätzlich zulässig, wobei grundsätzlich heißt, dass da evtl. noch bestimmte Randbedingungen zu erfüllen sind.

Die Wahl der Sicherungsautomaten hängt nämlich nicht nur vom Leitungsquerschnitt ab, sondern auch von z.B. Verlegeart, Leitungslänge, Umgebungstemperatur.

B13 ist in quasi allen Konstellationen zulässig und kann ohne weiteres Nachdenken genommen werden, in manchen Konstellationen geht bei 1,5mm2 aber sogar ein 20A LSS.

Ich bin Elektroingenieur aber kein konzessionierter Elektriker, also alle Angaben ohne Gewähr, das ist nur meine (denke ich begründete) Meinung. Ich lasse mich aber gerne mit Argumenten vom Gegenteil überzeugen.

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