Neue R290 Kältebringer Split Klima

Sollte in der Anleitung stehen.

Absolut richtig. In meinem Fall ist das definitiv nicht die richtige Anlage zum Heizen für den Raum. Dieser hat zwar durch das neue Dach stark profitiert, aber 2 Stockwerke an der höchsten Stelle und ca. 20% Glasfläche nach außen mit einer 50 Jahre alten Schiebtür sind nicht optimal und sieht man am Temperaturverlust im Vergleich zu den anderen Räumen im Haus.
Aber im Winter nutze ich diesen eh weniger, also ist das nicht so tragisch und es geht gerade so.
Aber die Kältebringer sind halt nicht auf Heizen optimiert und brechen schneller in der Heizleistung bei niedrigen Temperaturen ein. Und das sollte man mit Berücksichtigen. Das war ja effektiv das Problem von Andreas. Die Mitsubishi von ihm war keine mit Hyper Heating. Hier ist im Außengerät noch ein Beipass verbaut. Keine Ahnung wie das bei den Heat Charge von Panasonic gelöst ist.
Man sollte halt auf jeden Fall die Anlage auf die Heizlast des Raumes dimensionieren und nicht vergessen, dass die Klimas ggf bei -15°C eben nicht mehr die gleiche Leistung bringen wie bei 0°C.

Die Mitsubishi R290 ist eine Hyper-Heating, das ist also eine Anlage mit besonders gutem Heizvermögen, ähnlich wie Daikin Nepura oder die ganze Nordic-Anlagen diverser Hersteller. Die Kältebringer ist eine Standard-Anlage. Das macht dann schon einen großen Unterschied.

Der Mist bei vielen Billiganlagen (wo ich Kältebringer auch zu zählen würde) ist, dass es dafür keine Eurovent-Daten gibt, wo man die Leistungswerte bei verschiedenen Temperaturen sehen würde. Insofern ist es dann mit der richtigen Dimensionierung oder Abwägung schwierig.

Man müsste die Kältebringer eher mit Standard-Anlagen vergleichen, nicht mit einer Hyper-Heating.

Mitsubishi ist bei seinen Werbeaussagen auch wesentlich ehrlicher.

Ich hab die Datenblätter verglichen und die 5.4kW Kältebringer hat ungefähr die gleiche Heizleistung wie die 3.5kW Mitsubishi. Ich hab daher die größere bestellt um das zu kompensieren.

Bedienungsanleitung Seite 17. Ich werde bei 7m auch nachfüllen müssen.

1 „Gefällt mir“

Gibt’s ja noch zum Glück frei erhältlich, R32 musst du viele Tricks anwenden um es in Italien zu bestellen…

Das hatte ich auch gesehen.

Mir war nicht klar, ob die maximale Rohrleitungslänge von 10m, mit oder ohne nachfüllen gilt.

Und eine “Rohleitungslänge für das hinzufügen von Kältemittel” von 4m würde ja bedeuten, ich

müsste bei der mitgelieferten 5m Leitung schon nachfüllen. Kann ich kaum glauben.

Die meisten machen bei +/- 1m ohne Nachfüllen, darüber kann es dann aber wegen zu wenig Kältemittel zu Leistungseinbußen oder zu einem Fehler führen.
Mein Klimamensch wollte auch erst nicht nachfüllen, obwohl 5m mehr Leitung verbaut waren, als die Anlage vorgefüllt war. Ich konnte ihn dann überzeugen. :slightly_smiling_face:

Die 10m Leitungslänge beziehen sich nach meiner Kenntnis auf den Druck, den die Anlage halten kann ansonsten klappt das evtl. nicht mehr mit dem Kondensieren und Verdampfen an den richtigen Stellen.

Zu viel Kältemittel ist auch schlecht, da müssen die Hersteller für die Befüllung eine Entscheidung für den Haupteinsatzbereich treffen.
Die 5m Leitung wird ja im Zweifelsfall gekürzt, damit es genau bis zum Gerät passt, dann sind das wahrscheinlich irgendwas zwischen 3,5 und 4,5m.

Herzliche Grüße
Eclipse

Laut dem Handbuchauszug oben ist es eindeutig, dass nur für 4m vorgefüllt ist. Was man aber bedenken muss: Die Anlagen haben alle einen Sammelbehälter, wo immer einiges an Reserve drin ist. Schon deshalb, um geringen Kältemittelverlust kompensieren zu können. Da ist es kein Problem, auch 5m ohne Nachfüllung zu machen. Man hat dann halt weniger Reserve für Kältemittelverluste. Aber es hat erstmal Null Einfluss auf die Laufeigenschaften der Anlage.

Über 5m würde ich dann aber nachfüllen.

Ok, die Anlage ist also für eine Rohrleitungslänge für 4m vorgefüllt.

Jetzt muss man, wenn man 8m hat, für zusätzliche 4m Leitung Kältemittel

hinzufügen. Meine 12.000BTU entspricht 1.5P, also 20g pro Meter zusätlich.

Muss ich also 80g zusätzlich einfüllen. Danke für Eure Antworten.

Wenn dann aber mehr Kältemittel drin ist, müsste ja auch die erforderliche

Quadratmeterzahl des Raumes höher sein.

Das nachfüllen ist ja nicht ganz ohne, kannst gerne mal berichten wie du es machst :blush:

Genau, musst du ggf. dann auch anbauen. :smile:

Im ernst: Je nach Raumgröße ist dann auch die Leitungslänge limitiert, was überhaupt geht.

Für einen vernünftigen Vergleich hättest du aber in dem gleichen Raum eben eine andere Klima testen müssen. Vor der Kältebringer war da ja noch keine Klima drin, oder?

Wie oft kommen da Defrost Zyklen? Das ist ja ein typischer Grund warum manche Geräte bei ungünstigem Wetter (vor allem hohe Luftfeuchtigkeit + Kälte) nicht mehr ausreichend heizen.

Ansonsten kann natürlich der COP schlecht sein und der Stromverbrauch hoch, aber dass die eine Anlage den Raum gar nicht beheizt bekommt und eine andere (vermutlich) schon, das verwundert mich halt etwas. Der Beweis wäre ja erst im direkten Vergleich zu erbrinbgen, bevor wir hier die Anlage gleich schlecht reden. :blush:

Das Wohnzimmer hat in etwa das doppelte Volumen als der Bereich um das Schlafzimmer. Dazu kommt, dass das Wohnzimmer 3 Außenwände hat und direkt an das Dach anschließt. Ich habe nur gesagt, dass die Kältebringer mit 3,5kW und knapp 4kW maximaler Heizleistung nicht ausreichend ist. Der Wärmeverlust ist einfach zu groß. Die Mitsubishi hat eine deutlich höhere Heizleistung, was sich unabhängig vom Test auch aus dem Datenblatt ergibt. Effektiv ist es mit der Anlage so, wie es Andreas in seinem Video erzählt, also is meine Erfahrung nichts ungewöhnliches.
Man kann die beiden einfach nicht vergleichen. P/L ist die Kältebringer gut, da sie im Angebot deutlich günstiger ist und für normale Fälle ihre Arbeit verrichten wird.

Aber da Messen besser als Eindrücke sind, habe ich mr heute die Zeit genommen und beide Anlagen kurz protokolliert inkl. Temperatur an Hoch und Niederdruckleitung.

Messwerte von der Mitsubishi:
Anmerkung: Bei 20:32 lief sie in die sättigung der Außeneinheit, hatte vergessen den Quiet-Modus zu deaktivieren. Ab 20:42 sieht mann dann die Maximalleistung. Heizleistung wird aus den Temperatursensorwerten und dem Volumenstrom berechnet und ist natürlich keine 100% exakte Wissenschaft, aber die Größenordnung ist bei dem was da raus kommt MEHR als realistisch.

Am Außengerät installiert:
Shelly Temp 1: Flüssigleitung
Shelly Temp 2: Gasleitung
Shelly Temp 3: Außentemperatur

Was erkennt man bei der Mitsubishi (30°C, Max Lüfter)?
Der Temperaturhub durch die Inneneinheit liegt bei 22,6°C bei einer Raumtemperatur von 23,3°C
Die Sensoren an den Kältemittelleitungen am Außengerät zeigen eine Spreizung von 14,6°C
Vermutung: Umgebungskälte und Kältebrücke zum Außengerät reduziert die Temperatur etwas. Ich habe die Temperatursensoren vorher extra abgeglichen! Delta war <1°C.
Die Anlage ging nach 50-70 Minuten in Deice. Ich habe nach dem ersten Deice nochmal low power states versucht zu provozieren. Bin aber wie gewohnt nicht unter ~500W gekommen.

Etwas herausgezoomt. Achtung ab 21:24 wurden die Sensoren umgebaut und an die Kältebringer angeschlossen!
Achtet auf den Temperaturunterschied zwischen Gas und Flüssigleitung (Mitsubishi vor 21:24 und Kältebringer nach 21:24)

Hier die Werte für die Kältebringer:

Was erkennt man bei der Kältebringer (30°C, Max Lüfter)?
Der Temperaturhub durch die Inneneinheit liegt bei 21,4°C bei einer Raumtemperatur von 19°C
Die Sensoren an den Kältemittelleitungen am Außengerät zeigen eine Spreizung von 8,5°C
Die Anlage geht alle 37-40 Minuten in Deice.

Hier die Leistungsaufnahmen beider Geräte.

Die Heizleistung der Mitsubishi ist schon sehr stark, aber die sehr hohe minimale Leistungsstufe stört mich und kommt mir noch immer falsch vor. Ich werde mal den Support anschreiben.
Der Unterschied in der Heizleistung ist wirklich deutlich. Ein Freund der hier mit getestet hat, war auch sehr erstaunt über die Leistung. Seine SCM41 schafft das nicht.
Ich bin ja ehrlich gesag, wie das erst mit einer Panasonic Heatcharge aussehen würde, welche statt 7kW über 9kW maximale Heizleistung bietet.
Das Innengerät und Außengerät der Pana ist gleich schwer wie das meiner MSZ-RZ35. (~40kg+~14kg)
Die Kältebringer ist mit ~26kg ~9kg einfach deutlich leichter, das Innengerät ist kleiner. Physikalisch sollte das schon dafür sorgen, dass nicht so viel Wärme im Innengerät an die Luft übertragen werden kann.
Die niedrigere Spreizung zwischen den Strängen könnte verschiedene Ursachen haben. Höherer Volumenstrom des Kältemittels oder halt ein schlechterer Wärmetransfer in der Inneneinheit.

Die Kältebringer ist übrigens was das Heizen betrifft vorteilhafter aufgehängt, da diese nicht unter einer Flachen Decke hängt und somit ein Zirkulationskurzschluss quasi ausgeschlossen ist. Die Mitsubishi muss mit höheren Temperaturen zurecht kommen. Dies dürfte eigentlich die Effizienz etwas zu Gunsten der Kältebringer verschieben, aber in der Realität sieht es anders aus.

Fazit:
Physik lässt sich halt nicht verbiegen. Die Mitsubishi hat sowohl außen, als auch Innen eine größere Oberfläche für den Wärmetransfer.

Vielleicht integriere ich den Testaufbau fest in die Installation und protokolliere das über einen längeren Zeitraum. Für den Moment habe ich aber zumindest Daten die mein Gefühl bestätigen.

Ist die Kältebringer schlecht?
Nein, aber es ist halt eine andere Gerätekategorie was Leistung aber dafür auch den Preis betrifft. Bei der Kältebringe finde ich die Lüftersteuerung nicht ganz so gut gelöst, dafür ist der Deice-Vorgang deutlich leiser! Die Mitsubishi ist hier ziemlich laut, auch die Inneneinheit! Im Schlafzimmer (wie bei mir) kann ich das nicht so empfehlen, aber ich glaube im Quiet Modus ist es nicht ganz so gravierend. Muss ich nochmal testen! Die Kältebringer ist zwar auch zu hören, aber deutlich angenehmer und leiser.
Sollte ich eine dritte Anlage kaufen, würde ich vermutlich auf eine Panasonic Heat Charge mit R290 (wenn diese kommt) schielen.
Vielleicht kann ja einer von seiner VZ12 mal vergleichbare Daten teilen. Ich finde das irgendwie spannend zu sehen.

Denke ich auch. Ganz pauschal betrachtet ist diese Anlage - insbesondere zum reduzierten Preis damals - sicher gut bzw. sogar besser als die teureren. Weil sich ja grundsätzlich mal das selbe macht: heizen und kühlen.

Sehe ich auch so, habe deshalb anstatt den billigen die “teuren” Daikin gekauft, die letztlich dann in it gar nicht soooo teuer sind. Aber dennoch ein Vielfaches "(!) von den billigen kosten. Die holen aus einer Anlage durch den höheren Materialeinsatz = größere Wärmetauscherflächen = höhere Leistung + Effizienz einfach mehr raus. So gesehen wäre eine gute Mono Split am oberen Ende - eine schlechte Multisplit am unteren Ende. Und gute Mutlisplit vermutlich immer noch besser, als billige Mono Split (vermutlich?)

Ist dann eben die Frage was man möchte, rein auf das Ergebnis betrachtet könnten sich mehrere “billige” im Vergleich zu einer teuren zb. durchaus lohnen und ggfs. sogar bessere Gesamtergebnisse bringen…

1 „Gefällt mir“

Du verwendest hier Denkmodelle aus einem wasserführenden Heizungssystem. Schau dir mal genauer ein Kältesystem an, da funktioniert hier vieles anders. Ein Kältemittel verhält sich nicht, wie fließendes Wasser. Die Wärmeenergie wird nicht über Temperatur übertragen, sondern über Enthalpie. Die sitzt also im Phasenwechsel von gasförmig zu flüssig. Das Gas ist, wenn es aus dem Verdichter kommt, ein paar Grad überhitzt, deshalb misst du da ein paar Grad mehr. Aber diese Wärme ist nahezu irrelevant, da hängt kaum Energie drin.

Schau mal hier, da hatte ich mal etwas zu geschrieben:

1 „Gefällt mir“

Stimmt, vollkommen korrekt.
Muss mir das nochmal genauer anlesen. Auch wie sich die Kältemittel hier unterscheiden.
Mir ist natürlich schon bewusst, dass die Energie durch den Druck und Phasenwechsel entsteht.
Beim Heizen wird der Druck erhöht und durch den Verflüssiger auskondensiert wodurch indem die Wärme abgeführ wird. Das müsste beim Heizen ja in der Inneneinheit geschehen. Ein Großteil der Energie steckt dann wirklich im Phasenwechsel, das ist klar, ähnlich wie beim Schmelzen von Eis oder Kochen von Wasser.
In der Außeneinheit wird der Prozess umgekehrt und verdampft. wodurch Wärme von der Umgebung aufgenommen wird. Dennoch hat man einen Temperaturunterschied zwischen Nieder und Hochdruck seite, aber dieser sagt natürlich effektiv wenig über die abgegebene Energiemenge. Ungenau möchte ich da meine Aussage gar nicht mehr nennen, ich hatte das einfach ausgeblendet.

Deinen Beitrag finde ich richtig gut geschrieben. Was noch interessant wäre: Was passiert wenn zu wenig Kältemittel im Kreislauf ist und wie kann man das “einfach” feststellen.
Wenn eine Anlage sich in der “Leistung” verändert, sprich nicht mehr richtig kühlt oder heizt ist das ein Indiz, was aber wenn eine neu installierte Anlage, wo man keine Referenz hat, gefühlt nicht die Heizleistung bringt?
Gibt es für die Temperaturen der Gas- und der Flüssigkeitsleitung typische Temperaturfenster?
Wie weit spielt das jeweilige Kältemittel hier rein?

Was die Leistung angeht: Ich würde mal schauen, ob die Anlage einen Boost-Modus hat, wo sie alles reinpowert, was sie kann. Haben viele Geräte. Und falls ja, mal einschalten und die Auswurftemperatur prüfen. Die sollte so im Bereich 50-55 Grad liegen bzw. den Wärmetauscher von der Temperatur prüfen. Und wenn man Wärmebiildkamera hat, auch mal die Temperaturverteilung am Wärmetauscher IG prüfen. Wird da z.B. nur der halbe Wärmetauscher warm und der Rest bleibt kalt, ist das ein Indiz für Kältemittelmangel.

Am AG auch mal schauen mit Wärmebildkamera, ob der ganze Wärmetauscher etwa gleiche Temperatur hat. Wobei es mitunter vorkommt, dass die letzte Strecke teils nicht mehr kühler als Umgebung ist. Bei einer unserer Anlagen bleiben die oberen 5-7cm auf Außentemperatur, dort ist die Verdampfung also schon abgeschlossen. Das würde ich noch nicht als problematisch ansehen.

1 „Gefällt mir“

Ich war neugierig bzgl. WiFi Modul (will das durch Tamota oder OpenBK ersetzen) und habe mal im unmontierten Zustand geschaut, weil man leichter dran kommt.

Auf der Steuerplatine (12kBTU) ist ein Aufkleber mit “Model:MIVZ22MBW-AW2-0046 2025.10.17”
Die Platine selbst ist PCB: MIVZ22MBW-693, Rev 1.0, 2023.09.14

Ich habe die Nummer nicht gefunden, Midea hat jedoch ähnliche Bezeichnungen. Damit sollte der Hersteller eindeutiger sein als mit der FB? Hat jemand mit der Midea zufällig die Steuerplatine fotografiert? Mich würde nicht überraschen, wenn R32 und R290 die gleiche Platine verwenden würden.

BTW: Bei meiner Lieferung ist ebenfalls je ein Fuß am AG verbogen, ich tippe inzwischen auf das darüber oder direkt daneben angebrachte Packband, entweder zu fest angezogen oder daran zu schnell nach oben gezogen. Leider antwortet Kältebringer seit Tagen weder über E-Mail noch über das Kontaktformular. Da die kritischen Teile (Lamellen) weitestgehend unbeschädigt scheinen, wird wohl auf eine schlechte Bewertung hinauslaufen.

1 „Gefällt mir“

11 Beiträge wurden in ein neues Thema verschoben: Versand Split-Klima (ehemals R290 Kältebringer)