Neue Fenster - feuchte Wände. Stimmt das?

Im Internet wird die These oft geteilt, dass neue Fenster für Schimmelschäden an Wänden führen.

Es wird behauptet, dass die Fenster immer einen höheren U-Wert als die Wände haben müssen, damit sich dort die Feuchtigkeit niederschlägt und nicht an den Wänden. Deshalb ist die Sorge groß, dass es zu Schimmelschäden kommt, wenn man im ungedämmten Altbau die Fenster tauscht. Besondere Sorge wird bei 3-fach Verglasung geäußert, teils wird vehement davon abgeraten, weil das garantiert zu Schimmelschäden führt.

Ich bin der Überzeugung, dass viele Argumentationen bei diesem Thema falsch sind und der Physik widersprechen. Hier mal als Diskussionsgrundlage ein paar Gedanken dazu.

1. Die Wand weiß nichts vom Fenster

Die Physik an der Wand ist erstmal unabhängig vom U-Wert des Fensters. Die Frage, ob eine Wand schimmelt, hängt vor allem an der Luftfeuchte und der Wandtemperatur. Die Wandtemperatur verändert sich nicht durch einen anderen U-Wert des Fensters. Auch die Luftfeuchte hängt nicht vom U-Wert des Fensters ab. Wenn die Wand früher bei 0 Grad Außentemperatur, 20 Grad Innentemperatur und 60% Luftfeuchte trocken blieb, dann bleibt sie es auch nach Fenstertausch.

2. Dichte Fenster verzeihen keine Lüftungsfehler

Oft ist es so, dass alte Fenster nicht nur schlechte U-Werte haben, sie sind auch undicht. Der Nachteil war, dass man so viel Energie verlor. Aber es gab auch einen großen Vorteil: Man hatte eine natürliche Zwangslüftung. Diese kann dafür gesorgt haben, dass sich die Luftfeuchte im Winter stärker reduzierte. Denn von außen kam permanent recht trockene kalte Luft hinein und irgendwo verschwand die feuchte Innenluft nach draußen. Wer also die Angewohnheit hatte, viel zu selten zu lüften, der hatte trotzdem keine Schimmelprobleme. Neue Fenster hingegen sind sehr viel dichter, womit dann die Luftfeuchtigkeit steigt. Dies ist ein realer Grund, warum neue Fenster zu Schimmelproblemen führen können. Es geht nicht um die U-Wert und es ist egal ob 2-fach oder 3-fach verglast. Es geht hier einzig um die Dichtheit neuer Fenster.

Aber: Nicht alle alten Fenster sind undicht und als sie neu waren, waren sie wohl auch recht dicht. Wenn es also früher nie Probleme gab, wird es mit neuen Fenstern bei gleichen Bedingungen auch nicht zu Problemen kommen.

3. Kondensierende Feuchtigkeit an alten Fenstern ist irrelevant

Gerne wird behauptet, dass Fenster mit schlechtem U-Wert deshalb das Schimmelproblem verhindern, weil dann an den Fenstern die Feuchtigkeit kondensiert und damit nicht an den Wänden.

Erstmal gilt hier weiterhin, dass die physikalischen Zusammenhänge an der Wand nicht davon abhängig sind, was am Fenster passiert. Ab einer bestimmten Luftfeuchte wird es auch an der Wand kondensieren und der Punkt verschiebt sich nicht.

Die einzige Argumentation könnte sein: Das Wasser, was an der Scheibe kondensiert, sorgt dafür, dass die Luftfeuchte nicht weiter ansteigt und es damit an den Wänden nicht kondensiert. Diese Idee ist grundsätzlich richtig, aber die Mengen reichen bei weitem nicht, um einen signifikanten Einfluss auf die Feuchte im Raum zu haben.

Wer schonmal mit einem Luftentfeuchter versucht hat, die Raumfeuchte von 60% auf 55% zu reduzieren, wird sich gewundert haben, wieso man die 55% zwar recht schnell erreicht, aber sobald man den Entfeuchter ausschaltet, die 60% ganz schnell wieder erreicht werden. Wo kommt die Feuchtigkeit so schnell wieder her?

Alle porösen Oberflächen im Raum haben Feuchtigkeit gespeichert und sind im Gleichgewicht mit der sich einstellenden Luftfeuchte. Poröse Oberflächen sind die Bausubstanz, aber auch Teppiche, Möbel, Bettdecken, Bücher usw. All das speichert Feuchtigkeit und zwar in großen Mengen. Um die Luftfeuchtigkeit um nur wenige Prozent zu reduzieren, müsste man literweise Feuchtigkeit aus dem Raum ziehen. Erst dann würde sich ein niedrigeres Gleichgewicht einstellen.

An alten Fenstern sind es hingegen oft nur geringe Mengen. Ich hatte es an einem Fenster (1,3x1,3m) gewogen. Selbst wenn das Fenster extrem feucht war, waren es gerade mal 50ml über 10 Stunden hinweg. Diese 50ml weniger haben im Grunde keinen signifikanten Einfluss auf die Luftfeuchte im Raum. Soviel hat ein kleiner Luftentfeuchter in 30min aus der Luft gezogen. Das bewirkt aber nur eine ganz kurzfristige Veränderung der Feuchtigkeit im Raum. 30min später ist sie schon wieder auf Ausgangsniveau.

Das einzige, was feuchte Fenster bewirken könnten: Ein Hinweis für die Bewohner, mal wieder zu lüften. Eine Indikator-Funktion sozusagen.

Zusammenfassung

Neue Fenster mit niedrigen U-Werten sind auch im ungedämmten Altbau kein Problem. Der U-Wert spielt dabei gar keine Rolle. Einzig die Dichtheit der neuen Fenster kann eine Erhöhung der Luftfeuchte bewirken, wenn nicht regelmäßig hinreichend gelüftet wird.

Der physikalische Zusammenhang an der Wand bleibt immer gleich und ist vom U-Wert der Fenster völlig unabhängig. Wenn man Außentemperatur und Innentemperatur als gegeben annimmt, ist es nur noch eine zu hohe Luftfeuchte, die zu Schimmelproblemen führen kann. Das hat sich nicht geändert, ist vor und nach dem Austausch der Fenster gleich geblieben.

Wer sich vor Schimmel an Wänden schützen will, sollte in allen Räumen ein Hygrometer aufstellen und daran seine Lüftungsgewohnheiten anpassen.

Nachträge aus der Diskussion

Die Diskussion hat noch einige wichtige Punkte hervorgebracht:

  • Es ist gar nicht so selten, dass neue Fenster fachlich unzureichend eingebaut werden. Fehler kann z.B. passieren, dass der Blendrahmen nicht sauber zum Mauerwerk abgedichtet wurde und so kalte Außenluft eindringen kann. Dann hat man im Bereich der Laibung schlechte Dämmwerte, damit eine niedrige Temperatur innen, wodurch es im Bereich der Laibung zu Schimmel kommen kann.
  • automatisierte Wohnraumlüftung kann grundsätzlich helfen, die Schimmelgefahr zu reduzieren, am besten mit Wärmerückgewinnung.
  • Nach Tausch der Fenster kann es sein, dass man weniger heizt. Das Wärmeempfinden ist nun anders, weil die Luft sich nicht mehr so stark in Fensternähe abkühlt. Wird also durch Fenstertausch die Temperatur um vielleicht 1-2 Grad abgesenkt, kann die Schimmelgefahr steigen.
  • Neue Fenster können die Schimmelgefahr im Bereich der Laibung verringern. Denn alte undichte Fenster kühlen den Bereich der Laibung stärker aus, wodurch hier dann Kondenswasser ausfällt. Auch wirkt die Dämmwirkung des neuen Blendrahmens sich positiv aus. Es ist auch möglich, dass die alten Fenster keinen optimalen Anschluss ans Mauerwerk hatten, die neuen Fenster jetzt aber schon. Auch das verbessert die Situation.
  • Die Qualität des Einbaus kann im Winter recht gut über eine Wärmebildkamera geprüft werden. Hier würden Probleme der Anschlussfuge auffallen. Auch kann man im Winter prüfen, ob die neuen Fenster überall dicht sind, Zug würde man spüren bzw. kann man auch mit Räucherstäbchen finden. Falsch justierte oder verzogen eingebaute neue Fenster können durchaus im Bereich der Dichtung undicht sein.
  • Es gibt die Möglichkeit, Fensterlüfter einzubauen oder Fenster haben die Funktionalität der Spaltlüftung, wenn der Fenstergriff 45 Grad nach oben gedreht wird. Im Sommer ist diese Funktionalität gut, im Winter wäre es Energieverschwendung. Hier bleibt die Stoßlüftung mit etwas Durchzug die effizienteste Art des Lüftens, insofern man keine Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung hat.
  • In vielen Häusern ist zu hohe Luftfeuchte zumindest in den beheizten Räumen im Winter gar kein Problem, ganz im Gegenteil, viele haben das Problem zu trockener Luft und nutzen Luftbefeuchter. Es ist grundsätzlich eine gute Idee, die Luftfeuchte in jedem Raum über ein Hygrometer im Auge zu behalten. Kritisch sind unbeheizte Räume, wenn hier auch noch die Türen offen stehen und so feuchtere warme Luft aus anderen Räumen dort hinkommt.
  • Außenwände und Möbel die davor stehen, ist bei ungedämmten Häusern immer eine Gefahr. Wenn überhaupt, sollte man sie mit genügend Abstand zur Wand stellen. Trotzdem muss der Bereich hinter dem Möbelstück beobachtet werden.
  • Kalkfarbe und Kalkputz kann kritische Bereiche etwas schützen. Gipsputze hingegen neigen zu Schimmelbildung, wenn häufiger Wasser kondensiert.
  • Laibungsdämmung kann sehr sinnvoll sein, denn hier gibt es oft einen starken Schwachpunkt in der Dämmung.
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@win

Schon meine Oma hat mir erklärt; Und damals hatten wir noch Einfach-Verglasung, dass man morgens nach dem Aufstehen lüften sollte, weil es draußen noch kalt und trocken ist. Omas halt.

Wir haben im letzten Jahr total undichte Holzfenster (50 Jahre) gegen 3-fach-verglaste Fenster ausgetauscht. Wir machen weiterhin Omas Stoßlüftung und wir haben keinen Schimmel.

Das wichtigste ist ein einfach die neuen Fenster ordentlich und gewissenhaft von außen abzudichten. Ein paar Klebestreifen, ein wenig Bauschaum reicht da nicht. Der Anschluss sollte schon ordentlich verputzt sein.

LG,
Wilm

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Auf Oma ist Verlass. :slightly_smiling_face:

Und ja, beim Einbau von Fenstern wird teils extem gepfuscht. Die Fensterbauer scheinen da auch oft starken Zeitdruck zu haben. Ich hab letztes Jahr selber Fenster gewechselt und erstmal verstanden, wie aufwändig es ist, wenn man es wirklich gut machen will.

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Bei mir ist es so, dass unbeheizte Räume Schimmel bekommen. Hingegen gibt es keine Probleme, wenn man ordentlich heizt und die Außenwände nicht zustellt.

Der Schimmel entsteht zuerst an den Wärmebrücken.

Mit Lüftung und Heizung kann man Schimmel sehr zuverlässig verhindern.

Die Zeiten ändern sich unaufhaltsam. An einer hervorragenden Wärmedämmung (Gesamtkonzept) führt kein Weg vorbei – niedrigere Energiekosten und deutlich mehr Komfort.

Zu dieser neuen Situation gehören Lüftung und Raumparameter-Überwachung einfach dazu.

Man braucht auch keine zentrale Lüftung; es gibt dezentrale Wohnraumlüftungen mit Wärmerückgewinnung, die man relativ unkompliziert nachrüsten kann. Temperatur und Luftfeuchtigkeit können einfach gemessen werden, und es kann ein Alarm ausgegeben oder Lüftung und Heizung angesteuert werden.

Wenn man beim Fenstertausch automatisierte Lüftung und Überwachung hinzufügt, sollte das gut funktionieren.

Das Problem ist sicher nicht die Dreifachverglasung, sondern fehlendes Fachwissen oder unglückliche Kommunikation in der Öffentlichkeit.

Da niemand andauernd manuell auf Thermometer und Hygrometer schauen möchte und das auch nicht praxistauglich ist, bleibt nur eine Automatisierung.

Das Problem sehe ich für Teile der Bevölkerung vor allem auf der finanziellen Seite, da sich sehr schnell – von heute auf morgen – zu viele Dinge gleichzeitig verändert haben. Mehrere Millionen Altbauimmobilien sind von heute auf morgen ein wirtschaftlicher Totalschaden, für den es aktuell keine Lösung gibt.

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12 Beiträge wurden in ein neues Thema verschoben: Quellen für kalkfreies Wasser für Luftbefeuchter etc

Respekt! Ich mache auch gerade eine grosse Renovierung DIY, aber die Fenster habe ich belassen.. ich hatte auch Sorge wegen dem hohen Gewicht beim Einbau. Kannst du da vielleicht ein wenig über deine Erfahrungen berichten? Konntest du die Fenster in zwei Teilen einbauen, oder das ganze Gewicht auf einmal?

Das Problem sehe ich für Teile der Bevölkerung vor allem auf der finanziellen Seite, da sich sehr schnell – von heute auf morgen – zu viele Dinge gleichzeitig verändert haben. Mehrere Millionen Altbauimmobilien sind von heute auf morgen ein wirtschaftlicher Totalschaden, für den es aktuell keine Lösung gibt.

Die sind kein Totalschaden. Das Problem ist der zu teure Heizstrom.

@win
Wie beim Thema heizen ist das eine Mentalitätsfrage. Die noch ältere Generation kennt heizen in einem anderen Umfang. Daher sind auch Viele mit Flächenheizungen wie Fußbodenheizungen und Wandheizungen/Deckenheizungen überfordert. Es geht eben nicht darum warme Füße zu haben, das wäre eine Fußheizung. Es ist eine FußBODENheizung. Die Deckenheizung “warme Luft steigt nach oben”, aber die Deckenheizung ist eine Strahlungsheizung. Die strahlt wie die Sonne. Und wie bei der Sonne erwärmt sich dann der Boden. Der Kopf wird jedoch auch warm.

Aber früher wurden Strahlungsheizungen verbaut, die zentral an bestimmten Stellen viel mehr Strahlung und Wärme abgegeben haben. Der Holzofen/Kachelofen, wenn man davor steht, warm/heiß. Dann wird in der Küche gesessen, teils bei über 25°C. Gekocht. Und wenn man da die Heizung austauscht zu einer LLWP oder Niedertemperaturheizung, diese Leute werden frieren.

Und jene werden dann auch eher Feuchte provozieren. Auf dem Herd steht immer nen Kessel und erwärmt Wasser bis zum kochen. Das Essen kocht. Die Feuchte muss wohin. Also steht das Fenster auf Kipp. Oder ist geschlossen, jedoch älter, also kondensiert da eine Menge. Dunstabzugshaube? Ehrlich? :wink:
Was ich nicht weiss ist, die Holzfenster, sind die überhaupt diffusionsdicht? Da bleibt es dann bei der Meinung, die “Wände müssen atmen”, also Feuchtigkeit durchdiffundieren. Weil Feuchte immer hinzugefügt wird.

Wir haben wegen unserem Umbau auch 3 Fenster einbauen lassen. Das war aber das letzte Mal. Mich interessieren keine Ausreden der Handwerker mehr, sie verdienen genug daran, also muss das sauber sein. Auf Rechtsstreitigkeiten habe ich keine Zeit mehr für und auch kein Geld für den Nachweis zu erbringen was alles falsch lief.

Wie @frankdrebin wäre ich gespannt, wie du das gehandelt hast. Die Zarge einbauen geht ja noch. Aber das Fenster einhängen. Puh.

Tolle Aufarbeitung win!

Kleine Ergänzung: Mit undichten Fenstern kann man auch Schimmelprobleme bekommen. Hatten wir, als wir 2004 nach Bremen ziehen mußten und insbesondere auch im Schlafzimmer die Fenster in diesem Neubau offenbar von einem inkompetenten Fenstereinsetzer reingeschäumt wurden. Die Zugluft zwischen Rahmen und Wand kühlte die Fensterlaibung ab und dort gabs dann regelmäßig Schimmel. Zu zweit berufstätig konnten wir halt nicht alle zwei Stunden stoßlüften, wie sich das vielleicht so mancher Vermieter/Verwalter vorstellt ...

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Danke @win

Danke für den tollen Beitrag. Wir haben vor einigen Wochen auch neue Fenster bestellt, diese werden Mitte März eingebaut. Im Vorfeld habe ich mich intensiv mit der Thematik beschäftigt. Dieser Artikel war auch mein Fazit zum Schimmel -Thema. Dennoch haben wir uns gegen eine 3fach Verglasung entschieden. Es werden vier Fenster getauscht (123cm x 197cm). Der Fensterbauer sagte, wir wären mit der 2fach Verglasung besser beraten. Allerdings eher aus Gewichtsgründen (Einbau in Gaube aus den 80er Jahren). Was ich auch gelernt habe: es spielt fast keine Rolle, von welchem Hersteller das Profil ist, wie viele Kammern es hat, oder was für tolle Dichtungen verbaut sind… der Einbau muss fachgerecht und gewissenhaft durchgeführt werden. Im Gegensatz zu meiner LLWP werde ich mit Adleraugen den Prozess des Einbau verfolgen… auf dem Markt scheint es immernoch viele “Fachbetriebe” zu gebe, welche Fenster einfach mit Bauschaum einschäumen…

Wie würdest du das denn machen? Das Ausschäumen ist doch weniger das Problem, das gehört doch zum Ablauf dazu. Als EIN Teil davon.

Am meisten wird denke ich bei der Herstellung einer luftdichten Ebene innen geschlampt. Hier hab ich ne denke ich gute bebilderte Darstellung gefunden, wie es laufen sollte:

Die Montage nur mit drei Ebenen. Bauschaum alleine reicht nicht.

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Das ist tatsächlich ganz nett um so Wärmebrücken aufzudecken

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Mir fehlt im Thread ein wichtiger Punkt. Der Grund warum man das behauptet hat ist vor allem dieser, dass alte Fenster eine große Wärmebrücke sind. Das bedeutet das man deutlich mehr bzw. höher heizen musste, um auf eine angenehme Temperatur zu kommen. Durch die höhere Temperatur stieg auch die Wandtemperatur und der Taupunkt wurde nicht unterschritten!

Mit neuen Fenster kann es also sehr wohl dazu kommen, das Wände den Taupunkt unterschreiten. Aber der Grund ist ein anderer. Trotzdem bekommt man das alles mit ordentlichem Lüften in den Griff.

Ich wollte es nur der Vollständigkeitshalber erwähnen, weil das der eigentlich Grund ist.

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Hat jemand Erfahrung mit Fensterfalzlüftern? Mein beauftragter Fachbetrieb hat mir dazu erstmal abgeraten. “Die kann man nachträglich immernoch einbauen”. Begründung war: erstmal dichte Fenster einbauen und dann beobachten!

Ich habe vor einigen Jahren 2 stk 3 fach lärmschutz straßenseitig Terasse in 60 cm Steinmauer fest eingebaut. Das dritte uralte 2 flügelige kleinere seitlich belassen.

Momentan wird die Straßen Fensterfront innen mit Holz und Schaf gedämmt. Meiner M. unnötig habe ich dann doch Dampfbremse mit eingebaut.

Mit dazu gehört auch die tiefe Fensternische und etwas ums Eck um kalte Ecken zu vermeiden.

Vor einigen Jahren wurde von Handwerkern das Bad saniert? 25 cm Hohlkammer Wand. Das ist heute abbruchreif. Gab allerdings auch einen Wasserschaden von oben. Ich hatte vorher mit Kalkfarbe den Schimmel recht gut bekämpft und auch die äusere Ecke mit Isoputz abgeschrägt.

In den 70er Jahren ausgelöst durch die Ölkrise hat man in Schweden viele energetische Maßnahmen an den Häusern durchgeführt. Insbesondere Dämmung und Abdichtung.

Diese wurde damals häufig ohne die notwendige Sachkunde durchgeführt. Insbesondere wurde der Luftaustausch von 1,2× pro Stunde auf ca 0,5x pro Stunde reduziert. Schimmel häufig das Resultat.

Heute sagen wir: es wurden “kranken Häuser” gemacht.

In UK wurde wohl in den letzten Jahren unsachgemäss mit spray foam isoliert. Was zu Schimmelschäden geführt hat, was sogar so weit ging, dass Banken Häuser mit spray foam Isolierung nicht mehr finanziert haben.

Wir für unser Haus haben uns dafür entschieden kein “krankes Haus” bewohnen zu wollen und lieber ein paar hundert kwh mehr an Energie zu benutzen.

Leider schafft es PV bei mir nicht im Winter.

Wenn das Wohnklima passt ist es doch egal in welche klimafreundliche Energie man investiert statt zur Iso Mafia zu tragen die noch dazu das teure Grundstück oder Wohnraum verkleinert.

Also wäre eine zusätzliche, automatische, feuchtigkeitsabhängige Lüftung ausreichend das zu beheben?