Neue Fenster - feuchte Wände. Stimmt das?

Da würde ich dagegenhalten mit:

Egal wo mit du heizt, es ist teuer wenn du in einem ungedämmten Haus wohnst.

(Wenn die Gelegenheit wegen Dachsanierung oder Fassadenstreichen da ist, rechnet es sich ganz anders.)

Hopfen:
Ich habe ein Thema zu deiner Innendämmung aufgemacht.
Ich finde das interessant und habe viele Fragen.

Grundsätzlich schon.

Nun kenne ich mich mit dem Thema Lüftung nicht aus, daher…

Habe kurz nachgeschaut: ein Bayernlüfter hat 20m3 Luftdurchsatz pro Stunde. Wenn man den Luftinhalt eines 100m2 Hauses einmal pro Stunde austauschen möchte und das Haus ansonsten “dicht” ist, würde man ja 10 Bayernlüfter benötigen.

Ich denke das Thema Luftaustausch ist bei Laien, zu denen ich mich zähle, gar nicht so richtig präsent.

Dann sollte man besser eine zentrale KWL installieren, wenn man sich nicht auf die besonders kritischen Räume konzentrieren will.

Das einfachste, ist ein Abzug im Bad und dazu Fenster die zwischen "Kipp" und "Zu" sind und dadurch Luft reinlassen wo es nötig ist (gibt viele die das können).

Ich hatte mal gemessen und (wie soll es anders sein) einen aktiven Lüfter im Bad installiert.

Der lief bei Bedarf, außer bei Minusgraden (trocken genug), immer, und wenn zu kalt war nur bei Feuchtigkeit.

Bei Interesse und fragen kann ich/man ein Thema zu aufmachen.

Perfekt ist es natürlich mit zentraler Lüftung und Wärmetauscher.

Entscheidend ist der Taupunkt, Raumtemperatur, Kältebrücken.

Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung ist da sehr hilfreich, 6W Strom und gut ist.

Ich habe 15 m3 Fichtenholz, getrocknet mit ca 100m3/h. Von 4500l Wasser sind da in 8 Wochen ca 2000l raus gekommenen. Jetzt nach 12 Wochen ist 50% der Scheite bei 20%. Trocknen funktioniert aber nur bei kalter Außenluft gut.

Luftfeuchtigkeit geht dabei bei 22°C von 100 bis 80 flott auf 30% unter

Dass auch Fachunternehmen Fenster falsch einbauen, musste ich leider selbst feststellen. Jetzt habe ich teure Holzfenster, deren Anschluss zur Wand etwas Schaum (lückig, stellenweise noch Rückstände vom alten Schaum), zurückgelassenen Klötzen und etwas Acryl besteht. Luftdicht ist da gar nichts, jetzt habe ich warme Scheiben und kalte Laibungen.

Der Plan ist, jetzt auf 3-fach Verglasung zu gehen und die Fenster selbst einzubauen. Schlimmer als die “Experten” kann ich es auch nicht machen.

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Ich bastle in den nächsten Tagen mal an einem Artikel, wie man Fenster selber tauschen kann.

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Die bleiben, erstaunlicherweise, immer zurück.
Wenn die verschiedene Schichten richtig aufgebaut sind, ist es trotzdem dicht.

(Richtige Schichten beinhalten wohl "Kompriband" und abnehmende Luftdichtigkeit nach Außen, damit feuchte rausdiffundieren kann, soweit ich weiß. Kompriband ist wohl Schlagregendicht. )

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Danke für den Artikel @win ! Wir haben bei der Sanierung vor knapp 6 Jahren auch 12 Fenster mit insgesamt mind. 24qm Fläche selbst getauscht. Waren auch recht große dabei und wir haben daher zweifach Verglasung gewählt und sind damit eigentlich ganz zufrieden (hier ein Tipp für einen Laden mit guten Angeboten: Fensterwelten GmbH, wir haben veka Rahmen genommen).

Bei uns ist aufgrund der höheren Dichtheit und des gesunkenen Heizbedarfs auch ein Schimmelproblem in den Schlafräumen entstanden, insbesondere im Herbst und frühen Winter, wenn noch nicht so viel geheizt wurde. Wir haben anfangs folgende Schritte dagegen unternommen:

  1. Hygrometer in die Schlafräume.
  2. Außenwände und Außenecken soweit wie möglich frei halten.
  3. Elektrischer Luftentfeuchter

Wir haben dann (auch weil wir keine Lust mehr auf einen elektrischen Luftentfeuchter hatten) im letzten Herbst eine Mischung aus mehreren Maßnahmen etabliert, die das Problem deutlich reduziert haben:

  1. Luftfeuchtigkeit gesteuerten Ablüfter im Bad. So kommt verbleibende Feuchtigkeit aus dem Bad (aus Dusche, Teppich, Handtüchern) aus dem Raum und zieht nicht in die Wohnräume wie vorher.
  2. Anschaffung eines Wäschetrockners. Vorher haben wir tlws die Wäsche in den Wohnräumen getrocknet oder zumindest nach getrocknet.
  3. Leichte Erhöhung der Raumtemperatur, insbesondere “Überschussheizen” wenn auch im Winter Mal die PV mehr liefert als das Haus gerade braucht.
  4. Konsequentes Kippen des Fensters nachts im Kinderzimmer (kleines Zimmer, viel Feuchtigkeit), aber nur dieses “Mini Kippen" , also nicht vollwertiges Kippen.

Damit sind wir sehr zufrieden. Und irgendwann Ende Dezember sinkt die Luftfeuchtigkeit wegen Heizen bei uns sowieso quasi dauerhaft unter 60%.

Btw haben wir eine (kalte) Abstellkammer im Dachgeschoss mit kälter Außenwand, die von den Kids gerne zum Spielen genutzt wird. Dort trat auch Schimmel auf. Diese habe ich an der Außenwand mit Holzfaser Innendämmung mit kalkputz gedämmt, seitdem auch keine Probleme mehr.

Mein Beitrag ist ein "Mit welchen Methoden kann man Schimmel verhindern?” Beitrag, passt aber erstmal hier rein. Evtl könnte man daraus auch einen eigenen Thread starten?!?

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Kalkfarbe und PC Lüfter in Schimmel Ecken sind meine Abwehr Maßnahmen :wink:

Dazu noch wo möglich, Mauerecken abschrägen, begünstigt Luft Zirkulation und der Iso Wert steigt gerade dort wenn man Thermoputz verwendet.

Für die Nebenbaustelle, vegammeltes Bad ist mir gerade ein hommade Aktiv PC Lüfter eingefallen.

Dort ist zusätzlich so ein kleines Kippfenster. Glas raus schlagen und statt dessen ein Rohr Wärmetauscher Ungeheuer mit PC Lüfter Antrieb einbauen. Wenn es sein muß sogar Peltiere beheizte Mini Wärmepumpe in der letzten Stufe. Der Lüfter kann dann ja automatisch werken. Kostet praktisch nix.

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Ähnliche Erfahrungen habe ich auch gemacht. Schimmelbildung hängt nicht nur mit Temperatur und Luftfeuchtigkeit zusammen, sondern auch mit verbauten Materialien. Immer problematisch: Vorsatzschale innen mit Gipskarton in Feuchträumen. Ich habe mich deswegen für Bimsdielen und Kalkputz entschieden (Hagalith). Ich kannte diesen Haftputz auf Kalkbasis bisher nicht. Er lässt sich verarbeiten wie Rotband. Habe ich jetzt im Badezimmer verarbeitet. Erfahrungen stehen noch aus, soll Schimmel hemmend sein.

Wenn man nicht verhindern kann, dass auch mal Feuchtigkeit kondensieren kann, ist die letzte Rettung dann eine entsprechende schimmelhemmende Oberfläche. Oft sind es kalkbasierte Materialien: Kalkfarbe und Kalkputz.

Ein ganz guten Kalkputz, den man auch bei Hornbach bekommt: Baumit Kalkin Kalkputz weiß. Ist sehr gut zu verarbeiten.

Kalkfarbe hab ich bisher Auro Profi Kalkfarbe verwendet. Haben wir auf den Fensterlaibungen, weil es da mitunter recht kalt wird und auch mal feucht werden kann.

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Meinst du in Richtung einer kalten Außenwand oder generell, auch an Innenwänden? Hab mich auch immer gefragt, ob HINTER der vorbauwand an der verputzten Wand wohl auch Schimmel Auftritt oder wenn dann nur vorne an der Oberfläche der vorbauwand (insofern nicht gefliest)…

Ich hänge mich hier Mal ran. Heute werden im Erdgeschoss neue Fenster eingebaut. Die alten waren billige Fenster und von 1995. Die waren durch. Leibungen habe ich vom Putz befreit, damit fachgerecht auch die Folie eingebracht werden kann. Die Fenster selber sind 3fach verglast mit einem gut wärmedämmenden Rahmen. Mauerwerk rote Hohlziegel mit Sandsteinklinker als Vormauerwerk. Hohlraum mit Glaswolle gefüllt. Rolladenkästen gibt es dazu neu. Ebenfalls nach aktuellem techn. Stand. Aber leider innen liegend. Man muss mit dem Arbeiten, was man vorfindet.

Weiterer Plan: die entstehenden Hohlräume von den alten Rolladenkästen werden isoliert. Die Leibungen und neuen Kästen bekommen dann einen Dämmputz auf Kalk Basis mit Feinputz auf Kalk Basis. Damit sollte die Feuchteregulation schon gut funktionieren. Dazu gibt es im Gästeklo einen Bayernlüfter, der dort ansaugt und im Flur ausbläst. Im Wohnzimmer mit offener Küche werden zwei verbaut.

Dämmputze gibt's von billig bis teuer und von unwirksam bis einigermaßen wirksam. Ich habe mich nach hin und her rechnen für Perlit als Leichtzuschlag entschieden. Am Besten wäre Aerogel, steht aber in keinem Verhältnis zum Nutzen bei den Kosten. Ohne Dämmzuschlag ist auch doof, dann brauche ich keine guten Fenster.

Ob das alles wie geplant funktioniert? Ich werde es in ein paar Wochen nach Abschluss der Renovierung sehen und euch teilhaben lassen.

Viele Grüße

Sascha

Wenn die Vorsatzschale nicht tip top mit Dampfsperre auf der warmen Seite abgedichtet ist, zieht Feuchtigkeit hinter die Vorsatzschale und da kann dann dort alles verpilzen ohne dass man es merkt. Deswegen werden die Dampfsperren auch ans Mauerwerk seitlich angeklebt.

Verhindern kann man sowas auch, indem man Kalziumsilikat Platten verwendet oder so wie bei uns, die Vorsatzschale aus Bimsstein gemauert wird, mit Kalkputz drauf.

Mal zum Pilz: wir hatten einen Wasserschaden im Haus (KA AbwasserRohr war gebrochen und es hat ganz leicht aber stetig die Wand durchfeuchtet). Natürlich alles hinter der Einbauchküche und auf der anderen Seite der Wand steht ne Anrichte. Da kein Luftaustausch vorhanden war, war alles schwarz vor Pilz. Und offensichtlich bin ich empfindlich auf die Sporen, die eine 1qm grosse Pilzfläche abgibt, indem ich Kratzen im Hals hatte.
Letztlich wurde alles von der Versicherung bezahlt, aber der Aufwand was schon enorm — Komplette Einbauchküche raus, Eichen Dielen Boden mit Unterbau etc raus — Wände abpicken, Desinfection, wieder verputzen — wieder Küche/Boden Einbau nach Trocknung, alles leider nicht so gut, wie von mir vor 10 Jahren erstellt.

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Was hatte der Schimmel als Nahrung?

Tapete und Tapetenkleister an der Stelle wo alles schwarz war?

Tapete hinter der Anrichte und Gipsputz (Rotband) auf der anderen Seite.

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Gipsputz kann wohl in der Küche wegen Rückständen aus den Kochdämpfen schimmeln. :thinking:

Eine meißt sehr gute Quelle:

Tapete hinter der Anrichte und Gipsputz (Rotband) auf der anderen Seite hinter der Einbauküche.

Vlt nochwas, passt nicht hier hin, ist m.E. aber wichtig:
Grund für den Rohrbruch was, dass die SaniLeute vor 50Jahre das 50mm Abwasser Rohr heiss gemacht und dann ein bisschen gebogen haben (mit einer kleinen Falte im Knick). Über die Jahre hat das gearbeitet und ist dann gebrochen.

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