Hallo zusammen, meine Frau und ich wollen 2026 mit dem Bau unseres Hauses beginnen. Ich möchte das gesamte Gebäude mit einer Multisplit oder einer Singlesplit und einer Multisplitanlage beheizen.
Die Daten:
Holzhaus, doppelwandig mit Korkschüttdämmung, 1,5 geschossig, Doppelverglasung, ohne Keller, etwa 50qm pro Geschoss, Holzfußboden mit Korkschüttdämmung
Errechneter Wärmeenergiebedarf (grob) 6600kwh.
Heizung, ein Kaminofen zum zuheizen bei kalten Tagen. Dazu eine Singlesplit Klima für das Erdgeschoss (offen gestaltet) und eine multisplit für 3 Räume im Obergeschoss. Oder eine Multisplit für alles.
Auf dem Carport soll eine 10kw Pv mit Speicher Einzug halten.
Ja, das kann gut funktionieren. Ich würde für den großen Wohnbereich aber eine effiziente Single-Split nehmen, z.B. eine Daikin Nepura 4kW. Die restlichen Räume dann eine 3er Multisplit, die kleinste, die du bekommen kannst, in der Regel 4kW.
Ob ihr Split-Klima überhaupt mögt oder doch lieber eine Fußbodenheizung haben wollt, das ist eine entscheidende persönliche Frage, wo jeder anders tickt.
Wenn das Haus wirklich dicht ist kann ich zu einer zentralen Lüftungsanlage raten und in die Lüftungsstation komt das “innengerät” der Klimaanlage. Richtig dimensioniert ist damit das ganze Haus zu kühlen bzw. zu heizen.
Ich persönlich würde eine Wärmepumpe mit FBH wählen plus Klima zum kühlen. Und zentrale Lüftungsanlage mit WRG.
Ein Innengerät für das gesamte EG würde ich dringend von abraten, da hat man eine äußerst ungleiche Wärmeverteilung, gerade wenn Türen dazwischen sind. Ich hab ein IG im Wohn/Ess/Küchenbereich mit 50m2 und das ist da schon an der Grenze. Nicht von der Leistung, aber man merkt schon, dass im Arbeitszimmer da faktisch nichts mehr von ankommt.
FBH ist nicht die beste Variante. Wenn man bei einem Neubau eine wasserführende Heizung macht sollte es eine Wandflächen-Heizung auf den Aussenwänden sein.
Ja, ein dichter Neubau sollte eine zentrale Lüftungsanlage mit WRG haben und da bietet es sich an das Innengerät der Klimaanlage in die zentrale Lüftungseinheit zu integrieren. Damit ist Kühlen und Heizen abgedeckt.
Der Vorschlag von @Marl84 wird funktionieren, generiert aber deutlich höhere Kosten.
Ein paar Fragen, bzw. Anregungen darf ich geben. Die Reinigung der Lüftungsrohe sollte gewährleistet sein. Dazu müssen Revisionsklappen an zugänglichen Stellen geplant werden. Wenn das möglich ist, dann habt ihr weniger Geräusche als bei Klima Split mit den Innengeräten, einen guten Wirkungsrad der LLWP. Auch beim Kühlen wird es gut funktionieren und das Tauwasser fällt nur einmal am zentralen Gerät an.
Bleibt nur die Frage, ob und mit welchem Aufwand die Erwärmung / Durchlüftung einzelner Räume regelbar ist. Die mir bekannten Systeme haben Düsen, die man einmal manuell einstellt. Dadurch wird der Luftstrom begrenzt. Das müsste je Raum dann fernsteuerbar gestaltet werden oder im Haus sind alle Räume gleichmäßig warm bzw. kühl.
Das funktioniert wohl als alleinige Heizung nur wirklich gut im Passivhaus, aber eine gewisse Grundlast kann man damit vielleicht abdecken, wenn man im Neubau dafür die räumlichen Möglichkeiten schaffen kann. Der Luftdurchsatz einer KWL ist dafür normal für 100% zu gering und mit einem Splitklima-Gerät (Rohrregister statt klassischem Innengerät) wären die erforderlichen Temperaturen auch nicht sinnvoll erreichbar. Die KWL hilft allerdings enorm, den Heizenergiebedarf zu reduzieren. Hab hier Zahlen zu unserer KWL mal bischen für unsere KWL gerechnet, die ich neulich erneuert und mit Sensorik versehen habe. Ein Kubikmeter Luft um ein Grad erwärmen geht mit 1,207 Wh. Für unsere 180 m3/h sind das pro Grad dann eine Leistung von 217 Watt. Bei uns wären maximal dann wohl so 35 Grad erforderlich für die maximale Heizlast von etwa 2.5 kW. Wärmebedarf unseres energetisch sanierten 1967er RMH war 2024 bei etwa 3500 kWh (Wärmemengenzähler).
Das habe ich befürchtet, so viele verschiedene Meinungen.
Aber schon einmal vielen Dank für die fleißigen Schreiber.
Also wir wollen keine Lüftungsanlage und aus Kostengründen auch weder Fußboden- noch Wandheizung.
Ursprünglich war eigentlich eine Erdwärmeheizung geplant. Diese fällt aber auf Grund der Kosten und der Trinkwasserschutzzone hier weg.
Es wäre also sinnvoll sowohl unten als auch oben ein Multisplitgerät zu verwenden um auch die untere offene Etage gleichmäßig zu durchlüften?
Im Badezimmer (obere Etage) hatte ich überlegt, eine Infrarotheizung mit Spiegel zu installieren. Ich nehme an, eine Inneneinheit wäre trotzdem ratsam im Bad, um eine Grundwärme zu schaffen, richtig?
Das wäre aber noch deutlich teurer geworden. Wenn die Entscheidung schon für Klima Split Anlagen gefällt wurde, dann ist das auch okay, nur etwas ungewönhlich für Neubau. Kannst du aus deinen Plänen den Primärenergie Bedarf des Hauses ermitteln? Eigentlich müsste der berechnet worden sein.
Bei LLWP wird die Erwärmung des Trinkwassers nicht abgedeckt. Wie willst du was warme Wasser für Dusche und co. erzeugen?
Andere Frage: warum Korkschüttung? Zellulose tut es auch, ist preiswerter und schont die Korkeichen.
Primärenergiebedarf kann ich dir jetzt nicht sagen.
Warmwasser wird mit Durchlauferhitzern realisiert.
Die Korkschüttung ist im Preis enthalten und wird aus Resten der Korkindustrie gewonnen. Der größte Vorteil von Kork im Gegensatz zu Zellulose ist die Nichtsaugfähigkeit. Kork nimmt kein bis kaum Wasser auf. Zellulose saugt sich voll wie ein Schwamm.
Euer Hausbau-Plan kommt mir unausgegoren vor. Klingt so, als wenn ihr da extrem günstig bauen wollt und dabei höhere Folgekosten in Kauf nehmt. Warmwasser per |DLE in Neubau ist auch eher ungewöhnlich, wenn es nicht nur um ein Gästeklo geht. Aber frisst ordentlich Strom.
Ich habe grundsätzlich nichts dagegen, bzw. hatte sogar eine angedacht. Meine Frau ist aber strickt dagegen. Sie ist ein Fan von offenen Fenstern und Lüften.
Wir haben keinen KFW Wert. Dieser ist für unser Modell nicht berechnet und macht, laut Hersteller, keinen Sinn. Die Mehrkosten für dreifachverglasung etc. Würden die Ersparnis im punkto KFW-Kredit auffressen.
Je nachdem wie dicht euer Haus ist, habt ihr dann eine hohe Luftfeuchtigkeit, ggf Schimmel und höhere Energiekosten.
Das händische Lüften in einem Neubau ist schon wesentlich aufwendiger als in einer alten Bude wo man Nachmittags mal 20 min das Fenster auf Kipp stellt und das Lüften nennt. Aber grundsätzlich ist da schon mehr Luftdurchsatz
Mir geht´s nicht um die Förderung, sondern den Energiebedarf. Den muss der Hersteller berechnen, so will es das GEG.
Bei der Holzständer Bauweise wird die Plazierung der Außengeräte der Klima Split möglicherweise eine kleine Herausforderung. Einfach an die Wand hängen könnte ungewollte Resonanzen hervor rufen. Dann brummt es in den Zimmern zusätzlich zum Rauschen der Innengeräte.
Der Geldbeutel und die Partner*innen sind oft begrenzende Faktoren. Meine Göttin liebt “Kipplüftung” und das darf sie außerhalb der Heizperiode gern machen. Doch wenn geheizt wird, dann ist das nicht mehr gestattet.
Zum Energiebedarf kann ich trotzdem noch nichts genaueres sagen. Das Haus wird ohne Dachdämmung verkauft. Daher gibt es keinen Energiebedarf. Das wird dann im Bestellprozess festgelegt, wenn wir alles andere angeben.
Wobei der Part nicht unbedingt teurer sein muss.
Kommt aber ggf auch darauf an wie viel Leistungsoutput denn der Batteriespeicher kann.
Duschen mit wassersparendem Duschkopf sind 10KW Leistungsaufnahme.
Ne Brauchwasserwärmepumpe hat auch Bereitstellungsverluste.
Wenn man zu zweit ist und nicht zu den Leuten gehört die jeden Tag und/oder besonders lange duschen kann Durchlauferhitzer rein was Stromkosten angeht sogar günstiger sein.
(Anschaffung in der Regel sowieso und da zehrt man auch lange vonn).
Kann man so ganz pauschal halt echt nicht sagen.
Wenn der Speicher genug Output für den DLE kann und der Strom zum Duschen von April-Oktober nicht vom Netz bezogen wird würde ich sogar behaupten es ist fast unmöglich, dass eine Brauchwasserwärmepumpe Geld spart. Selbst wenn man viel duscht.
BWWP macht halt jeder im Moment… weil es jeder macht.
Und nicht zwingend, weil es für jeden Anwendungsfall wirklich Sinn ergibt.
Das müsste man für den Einzelfall halt echt berechnen, die Einzelparameter wird ja nur der TE kennen.
Man muss aber halt auch sagen, Fußbodenheizung, Lüftungskonzept und und und.
Da gibt es ja viele viele Kleinigkeiten und ehe man sich versieht sind da ganz chnell auch 5stellige Beträge die da zusammenkommen.
Es gibt halt Leute, die wollen oder können sich 20.000€ Mehrkosten nicht leisten.
Aber trotzdem ein Haus bauen. Das ist halt immer so eine Frage.
Auch nicht vergessen:
Höhere Folgekosten ist ja eine Sache.
Der höhere Kredit macht aber ebenfalls höhere Folgekosten.
Ist als pauschale Aussage halt schwierig.
Was mir bei der ganzen Geschichte aber als Info irgendwie fehlt.
Ist überhaupt Erfahrung mit Klimageräten vorhanden?
Ich würde mir kein Haus bauen und das Heizkonzept auf Klimaanlagen auslegen wenn man mit Klimaanlagen noch gar keine Erfahrung hat.
Nur so als Tipp, ich würde mir vor dem Bestellen und der Unterschrift die relevanten Daten und Kosten in der Ausführung die ich haben möchte in einem schriftlichen verbindlichen Angebot unterbreiten lassen.