Ich sehe das anders. "Taschen vollstopfen" ist ja eine stark abwertende Formulierung. Ich finde es sehr gut, dass es dieses Modell gibt, dass man für seinen eingespeisten Strom Geld bekommt. Das erscheint mir fair und hat es erst ermöglicht, dass so viele Leute PV gebaut haben. Manch einem war es erst dadurch möglich.
Heute muss man das sicher nochmal anders bewerten, aber nicht, weil Leute daran was verdienen. Ich hab nichts dagegen, wenn Menschen etwas verdienen. Daraus entstehen Win-Win Beziehungen. Jedoch ist es heute eben so, dass der eingespeiste Strom gar nicht gebraucht wird und dann eher Kosten verursacht. Insofern wäre es da dann wieder fair, nur das zu vergüten, was auch Nutzen bringt. In die Richtung entwickelt es sich ja wohl auch, was ich nebenbei so mitbekommen habe.
Zusätzlich gibt es einen steuernden Effekt: Wenn man für seinen Strom in bestimmten Zeiten kein Geld bekommt, achten die Leute mehr darauf, den Strom selbst sinnvoll zu nutzen.
Wenn es flächendeckend iMSYS gäbe und die 900 kleinen NBs damit was anfangen könnten, könnte man mit Ankündigung am Vortag oder länger “Happy hours” für den Strompreis machen, je nach örtlicher Situation. Verbrauch wird günstiger, Einspeisung gibts nix, dafür zu anderen Zeiten mehr. Überregional werden denke ich die ganzen Großspeicher den Rahm abschöpfen. Gegen deren Preise pro installierter kWh können Kleinspeicher nicht anstinken.
Wenn dann noch echte variable Netzentgelte (alle 15min) kommen wie bei den Strompreisen dann haben die Netzbetreiber ein einfaches Mittel zur Steuerung und wir als Kunde profitieren von niedrigeren Preisen aber eben nur mit Akku.
Kleinspeicher rechnet sich schon, wenn ich variablen strompreis hätte, sogar ohne PV. Heute ist dafür ein schlechter Tag, aber den Strom um 13 oder 8,5 cent kaufen macht einen Unterschied. Noch schöner ists natürlich, 2 Tage den speicher mit Eigenstrom vollzuballern und 1 oder 2 Regentage immer noch nix vom Stromdealer zu holen.
Ich halte den Strompreis für ein gutes Maß, ob Strom nehmen oder abgeben grad netzdienlicher ist
Die "Wunschwirkungsgrade" von Batterie, WR usw mal ignorieren und mit realistischen 70...80% rechnen. Mit 70% ist man save.
Ich habe gesucht und nicht gefunden - wo aufgezeigt wurde, das funktioniert. Dynamische Tarife sind verwirrend, unklar und eine Betrachtung auf nur gute Monate ist zu kurz.
Wo kann zur Orientierung das Jahr 2024/25 mit dynamischen Preis nachvollzogen werden ?
Wie war es denn, als dynamisch der Preis nicht unter 42sank - ......
Wur definiert sich ein Kleinspeicher?
Alles bis 100kWh ?
Sommer Strompreis min = 0. Also nur Netzgebühr falls Bezug, bei mir werden das in 2026 14-15 cent sein.
Sommer Strompreis max = 0,35. Bei mir werden das dann 49-50 cent sein.
Im Winter verschiebt sich das um ca 10 cent nach oben.
Der gewöhnliche Tarif ist bei grob 35 cent incl Netz.
Dazu gibts bald (ab neues ENWG) niedrigere Bezugs-Netzgebühr in Zeiten grossen Angebots.
Dazu ist meine Zählergebühr abhängig von peak gemessenen aufgerundeten kW. Ich bezahle derzeit nur für 1kW bezug, weniger geht nicht
Das funktioniert mittelmäßig, weil mein speicher größer werden müßte. Beim 2. Regentag ist leer. Für den Notfall kann ich aktuell 150W ausm Netz laden, wenn ich Kochfeld und WaMa brauchen werde und dauerhaft Dreckswetter vorhergesagt wird. Das spart mir schon mal 12€ im Monat fürs 2.KW an Grundgebühr. Passiert jetzt im “Tal der Tränen” so 1x die Woche auch wegen den Bergen drumrum
Bin noch eine Antwort schuldig Na klar sehe ich das so. Das muss ich aber nicht mit Subventionen vergüten bei denen alle drauf zahlen. Wenn ich dir täglich 2€ aus dem Geldbeutel klaue, wirst du trotzdem nicht begeistert sein wenn ich dir alle 10 Tage einen wieder reinlege.
Da wäre die Frage, wie die Gesamtrechnung aufgeht. Das hat sich über die Zeit auch verändert, sah also vor 10 Jahren noch deutlich anders aus, als heute.
Ich gehe davon aus, dass auch heute noch der Nutzen deutlich höher ist, als der Schaden.
Um in deinem Beispiel zu bleiben: Du klaust mir täglich 2 Euro und packst mir 40 Euro nach 10 Tagen wieder rein.
Wenn ich mir die Kosten der Energiewende anschaue, und die Kosten für die Industrie, und die Schäden an der Industrie, wage ich das stark zu bezweifeln.
Die Kosten für eine unterlassene Energiewende sind/wären auch nicht ohne, auf Dauer höher. Und sie macht uns zumindest auch schon etwas unabhängig von Diktaturen in aller Welt.
Es gibt mehr als schwarz/weiß. Und wir sind noch abhängiger als je zuvor. Jetzt halt von LNG und von Nachbarländern die unseren Strom abnehmen. Und dafür auch noch Geld bekommen.
Und ich muss keinen Leuten den privaten Geldbeutel dafür füllen.
Der Gasverbrauch nimmt durch die Energiewende ebenfalls ab, egal ob Pipeline oder LNG. Der Wechsel auf LNG hat bekanntlich nichts mit der Energiewende zu tun. Die Stromdiskussiob ist mir auf diesem Niveau zu blöd.
Er antwortet hier als Nutzer und nicht als Moderator. Ich weise dich jetzt darauf hin - und behalte mir vor wenn du das nochmal so schreibst das als Kritik an die Moderation zu werten.
Mein Beitrag hier hat exakt nichts mit Moderationsarbeit zu tun. Wenn wir einen möglichst hohen Anteil an regenerativem Strom wollen, der den Preis an der Börse übrigens auch senkt, am teuersten sind bei merit-order wohl in der Regel Gaskraftwerke, macht es auch Sinn, Phasen mit Überschuß zu haben. Daß dann auch die Preise für Großverbraucher sehr günstig sind, wird gerne unterschlagen.
Ich freue mich jedenfalls über jeden Euro, der mit dem weiteren Fortschritt der Umstellung auf EE nicht für Gas an Länder wie Rußland fließt. Die Kosten für die Netze sind eine langfristige Investition und ein guter Teil des Gelds bleibt im Land.