Gut,
Flach habe ich wirklich nicht, keine Ahnung wieviel das bringt, für ne WP und HH Strom wird es trotzdem nicht immer reichen.
Viel kann es nicht sein, was flach bringt und in der Summe bringt flach weniger. Hab mal mit pvgis gerechnet. Einmal 35 Grad aufgeständert in Richtung Süd und einmal 0 Grad. Pro 1kWp kommt dann heraus:
- 35 Grad Süd: Nov 32kWh, Dez 38kWh
- 0 Grad: Nov 14kWh, Dez 18kWh
An trüben Tagen vielleicht etwas mehr, kann man über pvgis glaube ich nicht ermitteln, aber insgesamt über den Monat nicht mal halb soviel ohne Aufständerung.
Aus Sicht einer Autarkie mag eine gleichmäßigere Verteilung durch Diffuslicht besser sein trotz weniger Gesamtertrag als tageweise Hotspots mit direkter Sonne, der dann für die sonnenarmen Tage zur Überbrückung viel Speicher braucht.
Im Endeffekt ist es ein Preiskampf zwischen Modulfläche und Speichervolumen.
Ja. Im Momente gewinnen Module aber haushoch gegen Speicher.
Ich hab für meinen Standort mal viele Hochrechnungen mit Vergleich Module gegen Speicher gemacht.
Beispiel für 15 kWh Tagesbedarf (also Strom + WW):
35 kWp + 90 kWh Speicher = 15 Tage mit Strommangel
50 kWp + 55 kWh Speicher = 3 Tage mit Strommangel
Der Einfachheit halber war das mit 0° Solar gerechnet. Bei z.B. 20°S verschiebt es sich noch weiter Richtung Module. Nur wer hat so viel Südfläche? Ich nicht, dashalb sind die 0° bei mir eine Mischung aus N und S.
Was Du bei deiner Rechnung nicht bedenkst, sind 2 Wochen "Dunkelflaute". Da zählt nur flach.
Du bräuchtest einen Akku-Monatsspeicher um den Überschuß der steilen Anlage in die Dunkelflaute zu "schieben".
Das wären dann mehrere hundert kWh, je nach Tagesbedarf.
Da müste der Akkupreis noch massiv weitersinken, bis das für den Normalbürger bezahlbar wird.
es geht nur um die schlechtesten tage und da helfen durchschnittswerte nicht weiter. uschi hats gecheckt. wir bräuchten einen diffuslichtrechner für mehr gewissheit. uschi, du hast was gerechnet, aber wie und womit?
PVGIS hat auch einen Inselrechner, damit.
Der schmeist u.a. raus, an wie vielen Tagen dein gerechneter Akku morgens völlig leer ist.
Das habe ich ein paar Post vorher als "Strommangel" bezeichnet.
Da wäre die Frage, wie viel man durch die 35 Grad Süd Aufständerung verliert. Gibts dafür Werte?
Wenn ich konstante Wolkendecke habe, kann ich bei meiner Drehanlage mal messen.
Bei nur haushaltsstrom ist totale autarkie mittlerweile machbar. Wenn allerdings mit strom die wohnung warm gemacht wird, egal ob wärmepumpe oder split klimaanlagen, dann ist schnell "ende der fahnenstange"
Module nur im winter zu betreiben ist bei den aktuellen modulpreisen sinnvoll. Zumal man die Solarpanel parallel anschliessen kann und dadurch kosten beim wechselrichter spart.
Geht mir auch so, die sicherheit und bequemlichkeit des öffentlichen Stromnetzes gönnt man sich. Eigentlich hat man auch keine alternative, eine komplette autarkie mit wärmepumpe oder split klimaanlage bekommt man nicht hin. Da kann man alles noch so viel drehen und wenden, keine sonne = ungenügende PV Leistung.
Schnelltest als Größenordnung:
0° = 400W als 100%
10° = 400W auch 100%
35° = 372W also 93 %
57° = 324W also 81%
Ist jetzt bei mittelstarker Bewölkung mit 12x450Wp Trina.28 gemessen.
Werde nochmal bei starker und leichter Bewölkung messen.
Ergänzung: auf 170°S und gegen 11 Uhr im hohen Nordosten von DE
Super, danke für die Daten. So in etwa hätte ich das auch eingeschätzt. Da geht es nur um die letzten 5-10%. Aber wenn man unbedingt autark sein will, kann mitunter jedes Prozent wichtig sein.
Wir hatten jetzt im Dezember 4 Tage lang von einem 15kwp Dach nur 3,5 ; 2; 3; 3kWh. Damit bekomme ich hier wahrscheinlich noch nicht einmal das Licht betrieben in der Wohnung.
Also Strom autark wenn man anders heizt, WW hat und kocht: Möglich. Ansonsten: schwierig schwierig.
Ich bin eh der Meinung: schön das PV erneuerbare Energie gibt. Sie kann aber nicht die aufgabe leisten, vernünftig in den 4 Wintermonaten zu dienen. Entweder macht man da fossil, oder Wasserkraft oder sonstwas.
Sonstwas...
Heut war bei mir seit Monaten der erste Tag mit spürbarem Wind.
Der taugt bei mir hier nicht mal für ein kleines Zier Windrädchen.
Im Nachbarthread ist ein Praxisbeispiel, wie sich Sonne und Wind ergänzen.Ansonsten muss man halt etwas überregionaler denken, global denken ist ja leider gerade nicht so angesagt
Global gedacht reicht eine Ringleitung um die Kugel, nahe am Äquator. Die Verluste wären erträglich, scheitert aber wohl an der Größe und den Menschen auf der Kugel.
Grenzwertbetrachtung ist regelmäßig ein guter Ansatz. Die Lösung findet sich definitiv zwischen Waldschratprepper und Fantast
Selbst lokal denken und handeln ist nicht gewünscht. Ein Gedanke: leute mit privater PV Anlage speisen strom ins netz ein. Dieser wird von Akku, die in umliegenden haushalten stehen aufgenommen. Könnte man bestimmt über wlan, internet und entsprechende programme realisieren. Die netzbetreiber könnten was dafür bekommen, dass strom lokal erzeugt und verbraucht wird. Über deren leitungen geht. Technisch machbar ist vieles. Der aufgenommene Strom kann dann z.b. nachts den grundbedarf der haushalte decken.
Sowas kommt nicht. Das muss alles komplett über die grossen stromplayer laufen, die werden nix zulassen, was denen auch nur 1 cent umsatz weg nimmt.
Es ist wahres Comedy. Wir haben eine 4KW Einspeisebegrenzung und direkt neben unserem DORF verläuft eine der ganz wenigen 380KV Doppelfreilandsverbindungen in einem UMSPANNWERK. Mit einer Anbindung könnten wir hier im Kaff schier unendlich viel ins Netz speisen. Aber so: Neeee, maximal 4KW bei Privathaushalten weil sonst der Trafo überlastet ist und uns um die Ohren fliegt.