Mit der Sonne durch den Winter

Das sehe ich nicht so. Wir werden später unsere Fußbodenheizung mit einer Luft/Wasserwärmepumpe betreiben. Die Anlage selbst kostete 4000€ und das Zusatzmaterial nochmal ca. 1000€. FBH ist indiskutabel, es braucht ja auch jeder mit einer anderen Heizungsart die Leitungen und Heizkörper oder einen Wasserkreislauf.

Unser Strom wird dann zum einen selbst erzeugt werden (überdimensionierte PV) und der Rest wird gekauft. Damit können wir 10 000kWh mit ca. 2500kWh Strom erzeugen, 1/3 rechne ich in die Übergangszeit, also in der PV-möglichen Zeit womit wir bei ca. 1670kWh Strombezug sind. Die kommen aus einem österr. Wasserkraftwerk.

Ein E-Auto könnte unseren Benzin/Dieselverbrauch ebenfalls von ca. 300l und 300l auf ca. 1000kWh und 1000kWh umsteigen. Davon könnten wir sicher im Sommer und Übergang 600kWh pro Auto selbst erzeugen. Macht ein Bezug von nur noch 800kWh fürs Autofahren.

2 „Gefällt mir“

Die Falschbehauptungen zum Kohle/AKW Strom mag ich dann doch nicht so unkommentiert stehen lassen ...

Ich hoffe, dieses Jahr auch von unseren 5500 kWh/Jahr Gas im RMH, 125qm mit zwei Split-Klima möglichst weit runter zu kommen, idealerweise ganz weg um mir dann Grundgebühr, Wartung und Schorni sparen zu können und die Brötje Gasbrennwerttherme hat mit ihren 14 Jahren und einem berüchtigten AlSi Wärmetauscher auch nicht mehr das ewige Leben und wie es mit den Heizungsrohren von 1967 aussieht ??? ... Wenn der Strom dafür auch längerfristig im Winter anteilig in einem Gaskraftwerk gewonnen wird, speziell bei Kopplung mit Fernwärme, dann reduziert das sowohl unsere CO2 Emissionen gegenüber einer dummen Verbrennung und auch unsere Abhängigkeit von Importen. @all: Zeichnet sich ein "echtes" Passivhaus nicht dadurch aus, daß man auf eine teure wasserführende Heizung verzichten kann? Ich hab mir für unser Haus mal aus Neugier neulich ein Angebot für eine LWWP machen lassen, 38000 Euro. Einfach verrückt.

2 „Gefällt mir“

bestimmt, aber wasser speichert nunmal viel mehr energie als luft

2 „Gefällt mir“

Bei entsprechend reduziertem Bedarf an Wärme, kann man diese aber dann auch über die KWL oder ggf. ne zentrale Split-Klima verteilen und spart sich so die entsprechenden Kosten für diese zeitraubenden Installationsarbeiten.

1 „Gefällt mir“

Also wenn ich mal meinen Senf dazu geben darf. Nach meinem Wissen bedeutet Passivhaus Standard Vorallem eines: Extrem gute Dämmung und Luftdichtigkeit. Deshalb sind Lüftungsanlagen eigentlich vorgeschrieben und notwendig. Damit ist dann ebenso die Heizung klar. (LLWP)
Bei einem derart hohen Dämmstandard fällt die Wärmeerzeugung allerdings sowieso nicht mehr ins Gewicht. Wenn man nicht die Lüftungsanlage sowieso bräuchte, würden es auch günstige Infrarot Paneele oder teelichter tun. Problematischer wird es eher, im Sommer das aufheizen zu verhindern (durch Sonnenstrahlen). Und da ist man schnell bei aktiver Kühlung, weil es anders nicht geht. Also läuft das meist auch über die LLWP.
Soweit mein Kenntnisstand im Neubau.

Wenn es nur darum geht bilanziell autark zu sein durch PV Strom, sieht die Sache wieder anders aus.

1 „Gefällt mir“

ich habe zwei methoden zum kühlen.

splitklima und solekühlung damals um den keller gelegt kühlt die heiße außenluft der lüftungsanlage auf angenehme 23-24°C (ist nur noch nicht fertig deswegen muss das die split gerade machen)

1 „Gefällt mir“

Also das Aufheizen durch Sonnenstrahlen kann ich nicht bestätigen, nur durch Lüften während der Warmzeiten, zB Terrassentür zur Mittagszeit offen lassen ect, dann kommt die warme Luft rein. Meine Großeltern hatten ein Fertighaus Bj. 1970. Untere Etage massiv Gemauert, Rückseite frei, Vorderseite bis zur zweiten Etage im ersreich, aber nur die eine Wand. Mein Opa war Polier, also dementsprechend hochwertiger Mauerbau. Obere Etage Fertigbau Holz mit Vorbauklinker. Dachboden nur die Zwischendecke gedämmt.

Im Sommer, 30°C im Schatten, da haben die innen entspannte 20-22°C gehabt. Es wurde morgens gut gelüftet und dann blieben die Türen und Fenster tagsüber zu. Da war halt die "Lüftungsanlage" das händische Lüften, was aber kein Problem war, da 3 Generationen unter einem Dach gelebt haben, einer hatte immer Zeit. Sonnenschutz für die Fenster natürlich ebenfalls per Rollläden vorhanden.

Nicht Passivhaus, aber schon sehr gut gedämmt für damalige Zeiten, konnte mit heutigem "Normalstandard" mithalten. Die Aufheizung erfolgt bei guter Dämmung nicht wirklich über die Sonneneinstrahlung, außer es hat viele Fenster ohne Sonnenschutz Richtung Süd.

Unser 243m² Passivhaus aus 2015 in der Eifel brauchte im ersten Jahr etwa 4.000kWh Strom für die WP (3,5kW Heizleistung aus einer 70m Bohrung) und auch etwa 4.000kWh Strom für HH. Leider frißt die Lüftung erheblich mehr als gedacht, ca. 800kWh pro Jahr (anfangs im Verbrauch der WP drin, eine Baueinheit, x² D&W). Da wir aber eine 5kWp PV Altanlage aus 2010 "mitgebracht" hatten, hatten wir die ersten Jahre trotzdem finanziell in Summe mehr Einnahmen als Ausgaben für Energie (alles zusammen!).

Dann stiegen die Preise für den bezogenen Strom (vor allem im Winter für WP) und ich habe aufgerüstet. Jetzt mit 18kWp Teileinspeisung (Deye und Kostal WR mit 24kWh Speicher) plus die alte 5kWp Anlage in Volleinspeisung für 39ct/kWh, nur noch EIN Zähler für HH und WP) und wir sind WEIT im Plusbereich (finanziell und energetisch). Die Anschaffung einer thermischen Anlage vor 5 Jahren war ein Flop weil die auf unserem Flachdach nur sehr stark geneigt stehen "darf" (WAF) und daher kaum Ertrag bringt. Aber nach den 7 Jahren Haltezeit (war vom BMW gefördert und hat unterm Strich nur € 500 gekostet) fliegt die demnächst raus und wird durch weitere PV ersetzt. Von mir aus können die Energiepreise bis zum Mond steigen :-)))

1 „Gefällt mir“
Unser 243m² Passivhaus aus 2015 in der Eifel brauchte im ersten Jahr etwa 4.000kWh Strom für die WP (3,5kW Heizleistung aus einer 70m Bohrung) und auch etwa 4.000kWh Strom für HH.
Interessant, das ein Haus mit einem derart hohen Wärmebedarf noch als Passivhaus durchgeht. Du müsstest ja mindestens SCOP 4 haben, d.h. das Haus hat 16000 kWh an Wärmebedarf. Dabei ist die Abwärme der E-Geräte von 4000 kWh noch nicht mit eingerechnet.

Macht 65 kWh/m2 a.

Passivhäuser heißen ja glaube ich deshalb so, weil sie eigentlich keine richtige Heizung mehr brauchen sollen, sondern das bisschen Wärme was sie brauchen, soll fast immer von der Abwärme von Menschen und Elektrogeräten und Sonneneinstrahlung bereitgestellt werden und an ganz krassen Tagen soll über die Lüftungsanlage die hereinkommende Luft etwas angewärmt werden.

Aber das gleiche hat eine Bekannte von mir in Wittlich. Ihr Passiv-Reihenmittelhaus braucht 6000 kWh Gas pro Jahr. Die hat ihr Schlafzimmerfenster aber praktisch immer offen und die Lüftungsanlage aus.

2 „Gefällt mir“

Ja, völlig inakzeptabel der hohe Energieverbrauch fürs Heizen. Passivstandard ist <15 kWh/(m²a). Also maximal 5 kWh/(m²a) Stromverbrauch mit einer Wärmepumpe. Macht 243m² * 5 = 1215 kWh.

3 „Gefällt mir“

dann hat sie wohl zuviel geld :wink:

2 „Gefällt mir“

@voltmeter

Pensionierte Grundschullehrerin.

Wobei 6000 kWh Gas zwar für ein Passiv-Reihenmittelhaus viel ist, aber absolut gesehen sind das nicht mal 50€ pro Monat.

Die Frau hat kein gutes Gefühl mit der zentralen Lüftungsanlage. Aber das hätte ich bei dermaßen langen Luftrohren auch nicht.

Wer weiß, was sich da alles drin tummelt. Da kann ich es ein bisschen verstehen, dass sie das Schlafzimmerfenster lieber offen lässt.

lüftungsanlagen brauchen ab und zu eine wartung auch einen filterwechsel, deswegen habe ich meine so gebaut so das ich überall zum reinigen hinkomme

Meine Paul Ventos 50DC geht durch ein ca. 60cm langes 125er KG-Rohr (bzw. zwei solcher Rohre) senkrecht durch eine Außenwand. Die Edelstahlblenden außen nehme ich ab und zu mal ab und wische mit einem Spülschwamm die innenfläche des KG-Rohres aus. Die Edelstahlblenden enthalten auch noch ein ziemlich feines Edelstahldrahtgewebe, so ähnlich wie die Filter in den Klimaanlagen. Der muss auch unbedingt zwei, dreimal im Jahr durchgeblasen werden, denn da setzt sich überraschend viel Gedöhns ab. Die Luftfilter im Gerät tausche ich alle 180 Tage aus. Kommt zwar alle 90 Tage eine Warnung, aber die kann ich guten Gewissens ein über das andere Mal einfach wegdrücken.

In meiner Ventos 50 DC befinden sich zwei Radiallüfter. Die verschmutzen auch, sodass ich besonders das Flügelrad, das nach außen bläst, alle zwei, drei Jahre gründlich reinigen muss. Ziemliches Gefummel aber leider notwendig.

Bei den langen Kanälen mit vielen teilweise 90° Richtungsänderungen meiner Bekannten mit dem Passiv-Reihenmittelhaus, wüsste ich nicht, wie man diese sauber halten sollte.

Was soll sich in welchen rohren tummeln ? Das ist kein abwasserrohr oder ähnlich. Ich habe einen lüfter mit wärmerückgewinnung. Da sind kleine filtermatten drin. Die verschmutzen aber nicht.

Der lüfter meldet, dass man reinigen/tauschen soll, was aber nicht nötig ist.

Ich kenne mehrere menschen, die fenster dauerhaft auf kipp haben. Die kennen das nicht anders. Gelernt ist gelernt. Kommt aus zeiten wo die energie noch günstig war. Wenn es die aussentemperaturen erlauben, stellen wir doch auch die Fenster dauerhaft auf kipp. Es ist also nachzuvollziehen, dass die Fenster auf kipp gestellt werden. Ich hab ein wärmerückgewinnungslüfter eingebaut. Nicht um was zu sparen, denn das wird sich nie amotisieren. Mir ging es um eine bessere luftqualität im winter. Denn wenns draussen kalt ist, lüftet man nicht lange genug. Mittels esp und scd41 sensor habe ich ne gute Auswertung/Kontrolle der luftqualität. Wenn der lüfter morgens 4 stunden läuft ist die raumluft fast Aussenluftqualität. Der lüfter taktet aber 24h, der verbraucht sehr wenig strom. Wenn sich personen länger im schlafzimmer aufhalten, wird die luftqualität schlechter, erreicht durch den dauerhaft laufenden lüfter aber keine total schlechten werte.

Was soll man denn sauber halten ? Wenn es filtermatten gibt, dann diese sauber blasen/austauschen reicht vollkommen aus. Wir haben hund und katze. Mein level von sauberkeit ist in ganz anderen regionen. Über eine reinigung von rohren, in denen nur luft durch geht, würde ich nie nachdenken.

1 „Gefällt mir“

November und Dezember habe ich Nebel, da funktionieren flache Module recht gut, aber bescheiden. Zum autarken Heizen mit Klima mit hohem scop bräuchte ich in der Zeit 30 kWp + Speicher statt 5. Altbau tw. innen isoliert.

1 „Gefällt mir“

es gibt lüftungsreinigungsbürsten für den akkuschrauber die haben ne lange flexible welle an einer seite gehst du damit rein an deranderen seite hängt man nen staubsuager dran

5min und die strecke ist sauber muss man auch nicht jedes jahr machen sondern je nach filter alle 2-4 jahre

problematisch wird es mit eckigen kanälen die sind wirklich schwer sauber zu bekommen

Mit einer Wärmepumpe werden aus den 4000kWh ca. 1300kWh, also etwa 15kWh pro Wintertag. Zusammen mit dem übrigen Strom 22kWh pro Tag.

mit dem durchschnitt darf man nicht rechnen. eigentlich müsste man die solaranlage so auslegen, das sie auch bei 2-3 schlechten tagen hintereinander genug strom erzeugt, das die WP die benötigte energie liefert. dazu müsste man erträge einer bereits laufenden anlage durchsehen. das gestaltet sich aber schwierig. jede anlage ist anders und genauso der standort.

ich selbst will das bei einem von mir gerade gekauften reihenhaus aus den 70ern umsetzen. versuchen wie weit man kommt. im prinzip braucht man für mehr autarkie nur mehr module. und module sind recht günstig. damit der wechselrichter im sommer nicht überfordert ist, habe ich ebenfalls an eine saisonale sonnenernte im winter nachgedacht, also das abstecken und wegräumen im frühling/sommer. weil mir das dämmen zu teuer ist, versuche ich den ansatz umzusetzen, das mehr ertrag auch mehr hilft. statt dämmen, einfach mehr module im winter. es gibt ja diese neuen flexiblen modulue, die wiegen kaum was und sind einfach auszulegen. lediglich mit dem befestigen bin ich noch am überlegen. auch ob optimierer je modul sinnvoll sind oder nicht. ich hab so an 100-150 module gedacht. also bis etwa 60kwp. die dürften auch im winter genug strom bringen um das haus mit WP zu heizen ohne zukauf von strom. aktuell würde ich mit dem energieausweis kategorie F wohl eine heizkostenrechnung von 450€ je monat haben, aber selbst mit den neuen fenstern die reinkommen wird das teuer bleiben, wegen nachtspeicherstromheizung. da muss ich was tun, am liebsten mehrere klimasplitgeräte, mit möglichst viel eigenleistung.

Hi,
das mit totaler autarkie über PV kann man sich eigentlich abschminken, klappt nicht, lohnt nicht. Module nur im Winter zu betreiben find ich nicht wirklich sinnvoll, kostet viel Geld und bringt im Winter wenig, musst mal ausrechnen was dich da ne kWh kostet.

Mittlerweile habe ich 60 kWp in unterschiedlichsten Ausrichtungen und 14 kWh Speicher. Da gibt es Zeiten wo manchmal nur eine kWh am Tag geerntet wurde, auch mehrere Tage hintereinander, da braucht es immer noch ein Backup. Wenn WP vorhanden hilft auch ein 100kWh Speicher nicht.

Mein Backup ist ne Wasserkraftanlage die bis zu 6 kW bringt, meistens in der Heizzeit. 4 Wochen im Jahr reicht die Anlage aber wegen zu vielen Laub vorm Rechen nicht aus, PV würde dann auch nicht reichen und ich muss wegen WP und E-Autos ca 600 kWh aus dem Netz hohlen, 1500 im ganzen Jahr.
Selbst ich versuche nicht da komplett Autark zu werden. Ein Euro am Tag ist mir die Sicherheit des Netzes allemal Wert, zumal ich ja auch 20 Euro am Tag durch stromverkauf einnehme.

Gruß Cloude

2 „Gefällt mir“

nun, ich denke, das kommt auf die ausrichtung an. in der dunkelflaute bekommt man mit hoher aufständerung besonders schlechte erträge. bei dunkelflaute ist 0-15° aufständerung am besten, da die restliche energie vom gesammten himmel kommt, auch im norden.