Das ist einfach zu erklären. Ich bin der, der bei uns mit dem Einkommen meiner Frau haushaltet. Wir haben nur ein Einkommen. Ich verschwende nicht gerne. Daher ist es mir ein Graus, wenn wir andere mitfinanzieren müssen. Es gibt wesentliche Punkte, da bin ich, moralisch/ethisch (da wir real keine Wahl haben als es zu tun, sei es durch Steuern/Abgaben oder Sonstwie) vollkommen dafür, Andere mitzufinanzieren. Sei es bei Kindern wie Kindergärten, Schulen, sei es bei Arbeitslosen/Kranken, Rentnern etc. pp. Auch sehe ich ein, dass wir Straßen und auch Stromleitungen durchgängig als Infrastruktur benötigen, nicht immer aktiv durch Nutzung, auch passiv durch 3 Ecken bei z.B. der Versorgung durch Waren.
Was ich aber auf gar keinen Fall möchte ist Aaser ihre Aaserei finanzieren. Mir bleibt nichts über, ich muss es, aber es stinkt mir. Um also zu sparen kann ich nur unseren Verbrauch reduzieren. Und dann kann ich nur noch verzichten. Nur der Verzicht reicht einfach nicht. Es reicht nicht, wenn wir als Familie mit was aufhören. Gleichzeitig müssen wir aber wieder über Ecken den Konsum der Anderen mitfinanzieren.
Das mag für dich alles Peanuts sein, für ein minimalistisches Leben (und wenn man sich ansieht was wir aufs Dach setzen oder womit wir heizen etc. pp. leben wir nur z.T. minimalistisch) mit einem Einkommen sind das immer wieder Tritte. Ich bin fest davon überzeugt, dass diese kleinen Steinchen bei Leuten die zu zweit arbeiten gehen, die zu zweit Einkommen haben, und davon geht ein Einkommen für den Zweitwagen, die Miete etc. drauf, dass die genauso ungehalten sind wie ich. Aber keine Ambition haben das in irgend einer Weise in Foren zu schreiben. Nun kann man sagen: “Na wenn es keiner macht, vielleicht bildest du dir das alles nur ein. Du bist hier nicht stellvertretend für eine Gruppe, du bist nur ein Miesepeter der alles zerredet und schlecht macht.”
Sei es drum.
Und mit der Ansicht, dass Vieles ungerecht ist, und dass das so nicht sein darf (aber ist), bin ich auch deswegen nicht alleine, weil genau das der Herr Akkudoktor uns ständig ins Gedächtnis ruft. Dass Entscheidungen getroffen werden, die nicht der Sache dienen oder was verändern und bewegen. Sondern stagnieren, status quo und eben genau jene Bevorzugen, von denen wir uns eigentlich entkoppeln wollten.
Ob das nun Strom, Wasser, Abwasser, Bauvorschriften oder Gesetze sind.
Oder eben wie hier die Frage, ob man heutzutage noch einen Netzanschluss braucht für Strom. Ja, zum einspeisen. Und ja, die Einspeisung ist gut. Nicht immer, aber das liegt an der bisherigen Weise der Netze und Speicher und nicht am Ding ansich. Selbst Nulleinspeisung bringt eine Netzentlastung weil der Trafo und das Kraftwerk weniger liefert über die vorhandene Infrastruktur. ENTLASTET. Wen es mehr belastet ist der Kraftwerkbetreiber. Der ggf. nicht weiss, wohin mit seinem Strom.
Wie einen Apfelbaum im Garten pflanzen, und damit mache ich die Ernte des Großbauern kaputt. Also soll ich meine Äpfel wegwerfen, lieber welche kaufen. Damit er sie loswird. Weil sonst verstopfen seine LKW-Ladungen voll Äpfel die Straßen….