Lohnt sich ein Netzanschluss heutzutage noch?

Ja, die wird doch über das Netzentgeld gedeckt. Wofür also genau Netzentgeld auf dem Arbeitspreis und wofür konstante Grundgebühr? Mich beschleicht da der Verdacht, da wird doppelt bezahlt.

Achso… und bei der Erschließung des Grundstücks fallen ja für den Elektroanschluß auch entsprechend Kosten an.

So kommt es wahrscheinlich nächstes Jahr in Österreich. Da schon alle (fast) Smartmeter haben wird auf Leistungsmessung umgestellt. Man bezahlt für einen Monat nach der höchsten bezogenen Leistung, minimal aber 20% von dem, was man hat. Es wird von bisher pauschal auf 8KW hochgestuft. Man muss also für minimal 1,6KW bezahlen (so der vorläufige Plan, ich bin gespannt wie das ausgearbeitet wird).

Dann zahlt man einmal nach entnommener maximaler KW im Monat (aber mit einem Mindestwert) und für die entnommenen kWh und seine Grundgebühren (+ Zählergebühren etc. pp.).

Noch fairer wäre, wenn das auch für Einspeisung gelten würde.

Ergo: Entnahme nach kWh und KW. Einspeisung nach kWh und KW.

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Und am allerbesten wäre das, wenn es dann noch eine Art Spot gäbe. Wenn also am Tag das Netz belastet ist, sinken die Netzgebühren für Verbraucher auf quasi null ab, Strompreise sind schon bei ca. 0ct. Die Kosten tragen die Einspeiser. ALLE EINSPEISER! ALLE.

Und wenn zu wenig im Netz ist, dann zahlen die Verbraucher die Netzgebühren nach Leistung (KW) und Verbrauch (in kWh).

Wer dann also 22KW zieht, und da ist das Netz hoch belastet, der zahlt mehr.

so ist es in AgNes auch explizit angedacht:

Die Bundesnetzagentur befürwortet zum jetzigen Zeitpunkt primär die Einführung dynamischer Netzentgeltkomponenten auch für Einspeiser – idealerweise ab dem Jahr 2029

Du hast sehr oft dieses Ungerechtigkeitsthema, was dich triggert. Ich glaube, man muss hier einsehen, dass es in einer realen Welt immer und überall Ungerechtigkeiten geben wird, weil es anders gar nicht machbar ist. Man muss vielmehr einen sinnvollen Kompromiss finden.

Da spielt auch rein, dass wir einfache Systeme brauchen, weil wir eh schon viel zu viel Bürokratie haben. Einfache Systeme sind aber oft nur dann zu haben, wenn es nicht für jeden gerecht wird.

Wenn wir wirklich massiv Bürokratie abbauen wollen, wird vieles deutlich ungerechter werden, geht oft nicht anders. Da wäre ich aber dafür, wenn alles wieder einfacher wird.

Sich etwas locker machen und Ungerechtigkeiten annehmen lernen, ist bestimmt gut für die eigene Seele. Hilft, sich besser entspannen zu können. Und das ist dann Lebensqualität und viel mehr wert, als sich über 5 Euro Ungerechtigkeit aufzuregen.

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Das ist einfach zu erklären. Ich bin der, der bei uns mit dem Einkommen meiner Frau haushaltet. Wir haben nur ein Einkommen. Ich verschwende nicht gerne. Daher ist es mir ein Graus, wenn wir andere mitfinanzieren müssen. Es gibt wesentliche Punkte, da bin ich, moralisch/ethisch (da wir real keine Wahl haben als es zu tun, sei es durch Steuern/Abgaben oder Sonstwie) vollkommen dafür, Andere mitzufinanzieren. Sei es bei Kindern wie Kindergärten, Schulen, sei es bei Arbeitslosen/Kranken, Rentnern etc. pp. Auch sehe ich ein, dass wir Straßen und auch Stromleitungen durchgängig als Infrastruktur benötigen, nicht immer aktiv durch Nutzung, auch passiv durch 3 Ecken bei z.B. der Versorgung durch Waren.

Was ich aber auf gar keinen Fall möchte ist Aaser ihre Aaserei finanzieren. Mir bleibt nichts über, ich muss es, aber es stinkt mir. Um also zu sparen kann ich nur unseren Verbrauch reduzieren. Und dann kann ich nur noch verzichten. Nur der Verzicht reicht einfach nicht. Es reicht nicht, wenn wir als Familie mit was aufhören. Gleichzeitig müssen wir aber wieder über Ecken den Konsum der Anderen mitfinanzieren.

Das mag für dich alles Peanuts sein, für ein minimalistisches Leben (und wenn man sich ansieht was wir aufs Dach setzen oder womit wir heizen etc. pp. leben wir nur z.T. minimalistisch) mit einem Einkommen sind das immer wieder Tritte. Ich bin fest davon überzeugt, dass diese kleinen Steinchen bei Leuten die zu zweit arbeiten gehen, die zu zweit Einkommen haben, und davon geht ein Einkommen für den Zweitwagen, die Miete etc. drauf, dass die genauso ungehalten sind wie ich. Aber keine Ambition haben das in irgend einer Weise in Foren zu schreiben. Nun kann man sagen: “Na wenn es keiner macht, vielleicht bildest du dir das alles nur ein. Du bist hier nicht stellvertretend für eine Gruppe, du bist nur ein Miesepeter der alles zerredet und schlecht macht.”
Sei es drum.

Und mit der Ansicht, dass Vieles ungerecht ist, und dass das so nicht sein darf (aber ist), bin ich auch deswegen nicht alleine, weil genau das der Herr Akkudoktor uns ständig ins Gedächtnis ruft. Dass Entscheidungen getroffen werden, die nicht der Sache dienen oder was verändern und bewegen. Sondern stagnieren, status quo und eben genau jene Bevorzugen, von denen wir uns eigentlich entkoppeln wollten.

Ob das nun Strom, Wasser, Abwasser, Bauvorschriften oder Gesetze sind.

Oder eben wie hier die Frage, ob man heutzutage noch einen Netzanschluss braucht für Strom. Ja, zum einspeisen. Und ja, die Einspeisung ist gut. Nicht immer, aber das liegt an der bisherigen Weise der Netze und Speicher und nicht am Ding ansich. Selbst Nulleinspeisung bringt eine Netzentlastung weil der Trafo und das Kraftwerk weniger liefert über die vorhandene Infrastruktur. ENTLASTET. Wen es mehr belastet ist der Kraftwerkbetreiber. Der ggf. nicht weiss, wohin mit seinem Strom.
Wie einen Apfelbaum im Garten pflanzen, und damit mache ich die Ernte des Großbauern kaputt. Also soll ich meine Äpfel wegwerfen, lieber welche kaufen. Damit er sie loswird. Weil sonst verstopfen seine LKW-Ladungen voll Äpfel die Straßen….

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Sieh es einfach so: der reine Netzanschluß kostet 200 Euro Miete im Jahr, und fertig. Du willst einen haben. Also wirst du dafür bezahlen müssen. Wie alle anderen auch.

Oliver

Vor Corona hab ich 240€ zahlt für 3600kWh. Jetzt kosten mir 1000kWh 320€.

Mit meinen Netzkosten werden Leitungen gezogen von Verona nach München oder Bozen nach Füssen, an denen nur ganz paar wenige Grosskopfete verdienen. An die ist mein Land (glaub) nicht mal angeschlossen. Da hakts für mich.

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Das sollten die Leute, die meinen, man müsste jede PV Inselanlage anmelden, verinnerlichen. Und auch die Leute, die private kleine Eigenverbrauch Anlagen bekämpfen. Dann gäbe es keine Diskussionen mehr. Friede auf Erden und Strom für alle.

Gibt so ein schönes Flussdiagramm zum Umgang mit Ärger und Sorgen:

Es lohnt sich einfach nicht, sich permanent mit Dingen zu beschäftigen, die man nicht ändern kann. Das ist reine Zeitverschwendung, man könnte es auch Blindleistung nennen.

Das ist auch im doppelten Sinne schädlich: Einerseits verbrät man seine Energie völlig sinnlos und andererseits hat man dann keine Energie mehr für die Dinge, die man wirklich ändern könnte.

Also besser akzeptieren, was man nicht ändern kann und sich um das kümmern, wo man Positives bewirken kann.

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Und obendrein sehr nervig, wenn sich jemand in der “Daueropferrolle” befindet und stetig den Drang verspürt dies mitzuteilen…

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Es war früher so, dass ein Großteil der Netzkosten wirklich von Kleinverbrauchern verursacht wurde. 50 km von Großkraftwerk in Grundlast zu Großverbraucher kostet fast nichts, Größenordnung 0,1 Cent die kWh.

Jetzt ist es so, dass der Großverbraucher Strom aus Wind aus Mecklenburg Vorpommern bezieht und aus PV aus Bayern und von einem Backup Kraftwerk und damit hohe Netzkosten entstehen.

Die beste Lösung wäre weiter so wie früher die Preise anhand der tatsächlichen Kosten zu berechnen und dabei sparsame Lösungen anzureizen. Der Großverbraucher direkt neben Windrad und PV mit Backup Motor nebenan zahlt also weiter fast nichts.

Was wir stattdessen machen, ist den Erzeugern gar nichts auferlegen, so dass die mitten in Nirgendwo bauen, wo massig teures Neubau Netz hin muss und den Großverbrauchern wollen wir auch weiter fast nichts in Rechnung stellen, selbst wenn sie in Wahrheit extrem hohe Kosten im Zusammenspiel mit neuer Erzeugung verursachen.

Und ausbaden darf der normale Verbraucher das.

Wir zahlen meiner Einschätzung nach doppelt so viel absolut als mit Optimierung möglich wäre und dann zahlen die privaten Haushalte noch das Doppelte ihres fairen Anteils. So kommen Netzentgelte für Privathaushalte raus, die viermal so hoch sind wie nötig, höher sind als die Kosten für den Strom selbst, und fast nichts mehr mit den wahren Kosten fürs Netz zu tun haben.

Das ist eine Steuer für ineffizienten Netzausbau, wo es massive Fehlanreize gibt, und außerdem eine Quersubventionierung der Industrie.

Oh - Neuigkeiten :rofl:

Süddeutschland ist kein Industriestsndort, genau !

Weder Energie, noch Häfen - .....

Aber ich im Norden darf für die die Netze bezahlen.

ich denke mal, eine gerechtetl Regulierung täte Not.

Na klar - gehört man zu den 10% die es nicht juckt - ich zitiere mal "Ob ich nun 100€ im Monat mehr fur Diesel ausgebe - merk ich nicht.. "

Aber 90% merken es dann doch. Als erstes deren Kinder......

Aber - achwas - egal - einfach ausblenden.

Ist ja nur gerecht, die auszubeuten, die sich nicht wehren können. Die sollen mal solidarisch denken lernen :rofl:

Schlimmer noch. Wenn sich niemand wehrt wird es immer weiter gehen. Und Akzeptanz ist dann Resignation anstatt wehren.

**PS: Ich hab den Post stehen lassen und inhaltlich angepasst, daher vermerke ich das hier. Bitte mach das nicht noch einmal alter Hase, das vergleicht zwei wirklich unterschiedliche Dinge sehr krass und verzerrt und wertet eine Leistung ziemlich weit entfernt. Vielleicht möchtest du ihn noch ändern dann kann das hier weg.

Danke!
RoterFuchs**

Sag das dem Akkudoktor, der immer weiter kämpft und nicht aufgibt. Einfach anschreiben, es bringt doch eh nichts, dass er seine Energie da rein steckt. Soll er den Status Quo einfach so lassen und sich um andere Dinge kümmern wie Tomatenzucht o.ä.

Selbes @redhot . Der arme Akkudoktor ist in der Opferrolle und macht auch noch Videos dazu, dass er gegen die permanente Desinformationen kämpfen muss, sowie sich finanzieren. Raus aus der Opferrolle und der Selbstinszenierung.

Ganz ehrlich und das nur von einem User zum Anderen? Wenn ihr dieser Meinung seid, seid ihr im falschen Forum!

@anon24819938

Muss ich dir mal ausnahmsweise vollumfänglich Recht geben.

Möglicherweise solltest du nicht direkt ablenken und jemand anderen in die Diskussion reinziehen, von dem nicht die Rede war.

Die Überschrift von diesem Thema hier lautet: “Lohnt sich ein Netzanschluss heutzutage noch?”

Nun erkläre mir bitte, was die Besteuerung von Elektroautos in Österreich und deine Unzufriedenheit damit, aber auch deine Unzufriedenheit über die Art wie du denkst das Stromnetze finanziert werden damit zu tun hat. Und wie ungerecht du dich dabei behandelt siehst…

Eventuell wäre es folglich sinnvoll, deine entsprechenden Beiträge in ein “neues” Thema zu verschieben wo diese besser aufgehoben sind?

Vielen Dank :wink:

Nimm bitte meine Beiträge nicht separat sondern du musst ein bisschen vorher die Zusammenhänge lesen. Es geht dabei immer noch um die Netzanschlüsse und um die Art wie man Finanzierungen von staatlicher Seite aus gestaltet, dabei ist es vollkommen egal, in welchem Land das stattfindet.
Es ist auch nicht nur meine Meinung, du siehst hier im Thema auch, dass ich damit nicht alleine bin. Das Problem bei sowas ist, weder stehe ich stellvertretend für eine bezifferbare Gruppe, noch tust du das, oder WIN oder sonstwer. In Foren wie diesen hier jedoch bilden wir keinen guten Durchschnitt sondern eher eine gewisse Klientel, das liegt daran, dass das ein Fachforum für Akkus, PV-Anlagen und mehr oder minder Erneuerbare Energie ist. Ein Großteil wird also Anlagen haben, Ahnung haben und um die Berechtigung zu haben, Geld haben.

Damit fallen aber jene, die wenig oder kein Geld haben zu einem großen Teil weg. Die können ggf. noch ein Balkonkraftwerk nutzen, oder bei der Akku-Petition mitmachen. Andernfalls sind denen die Hände gebunden.

Und so sind einem auch beim Netzanschluss die Hände gebunden. Das bedeutet aber nicht, dass man das bisherige Abrechnungssystem nicht kritisieren darf und auch muss. Denn was dann passieren kann ist, dass sich jene privilegierte, die eine PV-Anlage mit genug Größe und Speicher besitzen, dass die sich dann komplett aus dem Markt heraus ziehen. Die fehlen dann aber nicht nur bei ihrem Verbrauch, sondern auch beim Einspeisen. Und soviel ich weiss, muss EE ausgebaut werden. Das setzt voraus, dass man das KANN, also dass es nicht in irgend einer Form unterbunden wird oder einem Steine in den Weg gelegt werden. Genau jene Steine sieht man doch fast bei jedem Video des Akkudoktors. Und das gehört dann hierhin wenn die Frage besteht, ob ein Netzanschluss noch sinnvoll ist oder man sich lieber davon trennen sollte.

Nun, du hast ja bei anderen usern kein Problem damit, IN DER ROLLE ALS MODERATOR Beiträge die OT sind zu verschieben. Ist ja auch i.O. Dann solltest du aber nicht IN DER ROLLE ALS USER mit zweierlei Maß messen und bei dir selber einen anderen Maßstab anwenden…

Das ist nicht korrekt. Es existieren mittlerweile ja die technischen Möglichkeiten, ohne Netzanschluss zu leben. (was ja wohl auch ganz zufällig hier Thema ist…)

Wenn man also ständig jammert über den Netzanschluss, dann wäre es vermutlich besser die entsprechende Konsequenz zu ziehen und ihn abzumelden. Oder eben wenigstens ein eigenes Thema dazu erstellen, wo du dann entsprechend jammern kannst und kund tun wie ungerecht es für dich ist.

Die genannten Sachen sind hier ganz klar O.T.

Das ständige jammern ohne entsprechend etwas zu verändern nervt auf Dauer einfach nur und macht überhaupt nichts besser…

Die Frage ist immer (und überall): Was möchte man erreichen???

Beim Thema PV gab es immer schon die Problematik, dass eine zunehmende Eigenversorgung mit Strom - wenn die Finanzierung nicht angepasst wird - dazu führt, dass die restlichen Nutzer stärker belastet werden. Das Prinzip ist ja auch von der Fern- und Nahwärme bekannt, wenn da über die Jahre einige Abnehmer verschwinden, dann müssen die restlichen Nutzer mehr zahlen. Also wie man es dreht und wendet, da stellen sich zwangsläufig viele Fragen der Gerechtigkeit bei der Kostenteilung. Was mich persönlich stört, sind Monopole. Wenn ich die Wahl habe zwischen Versorgern, stehen die wenigstens ein wenig im Wettbewerb.

Das ist wirklich ein Dilemma! Wir brauchen den Bürokratieabbau so dringend. Der Schlüssel dazu ist in meinen Augen wieder mehr Selbstverantwortung, in allen Bereichen des Lebens. Deswegen ärgert es mich auch, wie bei DIY + Selbstversorgung (sh. dieser Therad) vielen das Leben unnötig schwer gemacht wird.

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Genau :+1:

Und wenn man offensichtlich so sehr “belastet” wird durch seinen Netzanschluss, weil man sich so derart ungerecht behandelt sieht, dann sollte man entsprechend auch ohne wenn und aber diesen kündigen um sich dieser Belastung zu entledigen. Mit allen entsprechenden Konsequenzen. Damit würde man die Sache selber in die Hand nehmen, anstatt ständig nur darüber zu jammern.

Das wäre eigentlich ein tolles Schlusswort für diesen Faden.

Irgendwelche Einwände? Was muss sonst noch erwähnt werden, was oben noch nicht steht?

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