Lohnt sich ein Netzanschluss heutzutage noch?

Du sprichst in Rätseln.

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Man könnte alles mögliche, aber manches ist dann doch eher unbegründeter und absichtlicher Pessimismus.

Oliver

Wieso? Siehst du doch. 200€ Grundgebühr. Bei jemandem mit 1000kWh Verbrauch ist sowas signifikant. Derjenige kann also sparen wie er will, die 200€ hat er dennoch. Je höher die Grundgebühr und je niedriger das, was aus dem Netz kommt, desto eher steigt derjenige komplett aus dem Netz aus.

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Ja. Das ist allerdings schon seit Anbeginn der Zeitrechnung so, daß für Strom/Gas/Wasser/Fernwärme, und was es da sonst noch so gibt, die Kosten einen fixen und einen variablen Anteil enthalten. Da sich jetzt plötzlich und heute massiv drüber aufzuregen ist doch völlig fehl am Platz.

Und ich sag mal, das ist auch gut so. Man zahlt für die Infrastruktur und für den Verbrauch. Anders geht es nicht.

Wer das partout nicht möchte, muss sich komplett abmelden.

Oliver

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Anders geht es nicht.

Doch das geht. Je mehr Verbrauch, umso mehr Nutzung, umso mehr zahlen.

Und nicht alles solidarisch die große Masse zahlen lassen. Das ist aber toll, weil dann Großverbraucher und Großnutzer dasselbe zahlen wie jemand der etwas nicht nutzt.

Da sich jetzt plötzlich und heute massiv drüber aufzuregen ist doch völlig fehl am Platz.

Thementitel.

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Das ist substanzloses (oder egoistisches) Wunschdenken. Kommt nicht, geht nicht, gibts nicht.

Oliver

Es tut mir leid, aber das sehe ich anders. Wenn jemand in einem Hochhaus sehr wenig Verbrauch hat, und wenn er wenig Leistung benötigt, welchen Grund gibt es, ihn dafür zu bestrafen? Er nutzt die Infrastruktur doch sehr wenig. Wenn dann auch noch sein Strom nicht aus einem anderen Bundesland, sondern von der Einfamilienhaussiedlung um die Ecke kommt, also das Netz entlastet, wieso soll der dann für das gesamte Bundesland seine Gebühren bezahlen?

Es wird viel zuviel wegsolidarisiert auf eine breite Masse, die nicht der Hauptverursacher der Kostentreiberei ist. Und man kann sich dem nur noch entziehen, indem man vollständig verzichtet. Denn nur sparen durch weniger Verbrauch geht nicht, wenn die Grundgebühren oder Netzgebühren erhöht werden.

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Es gibt doch einen relevanten fixen Anteil. Jeder Kunde kostet. Der muss im ganzen IT-System verarbeitet werden, Rechnungen geschrieben, Buchhaltung, Mahnungen, Support-Hotline, Zählerkosten, Service-Mitarbeiter, die Zähler austauschen usw. Da hast du jede Menge Kosten völlig unabhängig vom Verbrauch.

Oder Reparaturen am Stromnetz. Hatten wir letztens, die Jungs waren dermaßen schnell hier und haben 8 Stunden gearbeitet, damit wir wieder Strom haben. Ein super Service, der bezahlt werden muss.

Schau dir mal viele andere Bereiche an, Handyvertrag, Festnetzvertrag - überall hat man fixe Kosten, die man dann auch durch eine monatliche Gebühr bezahlt.

Ich finde es völlig nachvollziehbar, pro Monat auch einen fixen Betrag zu bezahlen und die 12-20 Euro pro Monat erscheinen mir nicht überzogen. Ganz im Gegenteil, erscheint mir sehr günstig.

Soviel ich weiss ging es los, weil OliverSo geschrieben hatte, dass HF_SPSler sich bewusst teure 16€ Grundgebühr rausgesucht hat. TEURE.

Also geht es wohl auch erheblich günstiger. Und wenn es erheblich günstiger geht, ist man darauf angewiesen, dass die dortigen Unternehmen so günstige Grundgebühren zulassen. Ja, man könnte nun umziehen. Und nein, wird man nicht machen.

Klar kannst du 20€ für günstig erklären. Es können auch z.B. 66€ Autosteuer für mein E-Auto in Österreich günstig sein im Gegensatz zu Verbrenner-Autos. Das macht es aber immer noch nicht fair, weil mein E-Auto im Gegensatz zum Verbrenner nach Gewicht abgerechnet wird.

Und dann ist das nur eine Kostenumlegung. Wenn die Leute immer weniger verbrauchen, dann könnte man entweder die Verbrauchsgebühren daran anpassen. Dann würde es aber für Aaser und Großverbraucher teurer werden. Oder man legt die Kosten “pro Kopf” um. Dann bleiben am Ende nur noch relevante Grundgebühren.Vorher 250€ für 1000kWh inkl. allem. Nachher 250€ für 100kWh ink. allem.

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So sieht es aus. 192 Euro Grundgebühr und 255 Euro kosten für die bezogenen kWh Strom. Ich beklage mich nicht, Stromkosten von 447 Euro im Jahr sind ok. Ändert aber nix an der Tatsache, dass die kleinen bürger den Netzausbau bezahlen sollen. Industriebetriebe, die den meisten Strom benötigen bleiben aussen vor. Rechenzentren,Strom für ki bestimmt auch. Die bezahlen wahrscheinlich nicht mehr Grundgebühr als ich. Ein Anschluss ist ein Anschluss. Ich halte das für ungerecht. Wegen mir muss das Netz nicht ausgebaut werden. Komme mir keine mit solidarität. Sieht man ja, wie solidarisch das in Deutschland ist, siehe Gesundheitsreform.

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Das hat mich angeregt, mal meine Kosten für Netz und Strom rauszusuchen.

Daraus habe ich errechnet, was ich mit 1.000kWh Verbrauch zahlen muss, wenn ich alle Sparmöglichkeiten ausnutze:

Strom ist lächerlich billig im Verhältnis zu den Netzkosten.

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Das hat doch mit Bestrafung nichts zu tun. Ein Stromanschluß samt Bereitstellung der gewünschten Leistung kostet Geld, ganz unabhängig von der Menge des verbrauchten Stroms. Und ja, das Konzept der Finanzierung ist so gedacht, daß alle Netznutzer gemeinsam für das Netz zahlen. Sonst niemand. Und im Falle von Strom und Wasser ist das zudem so ausgelegt, daß alle da mitmachen, weils keine Alternative gibt.

Da gäbe es weitaus ungerechtere Abrechnungsmöglichkeiten.

Oliver

Gutes Beispiel. Was aber wenn das Hochhaus einen Aufzug hat? Sollen auch da nur die oberen Geschosse zahlen? Bauen wir in Zukunft nur noch Ebenerdig mit entsprechendem Flächenverbrauch?

Dieses solidarische Prinzip funktioniert jedoch nicht, wenn die Menschen nicht solidarisch viel vom aufgebauten Vermögen bekommen. Jemand der wenig, oder immer weniger bezieht, aber beim solidarischen Anteil immer mehr bezahlen muss, der wird am Ende all jene mitfinanzieren, die mehr verbrauchen. Und das egal wieviel sie verbrauchen. Die können auch immer mehr verbrauchen.

Was wir zum Teil doch auch haben. Die Leute mit Durchlauferhitzer oder mit Elektroauto, die 22KW ziehen, zahlen ggf. genausoviel wie jemand ,der nur 2KW Leistungsspitze hat. Das ist schlichtweg ungerecht, weil der mit 22KW Leistungsspitze auch 22KW vorgehalten haben muss.

Und jetzt sagen wir dann: Ja WEIL 22KW für den vorgehalten werden muss, erhöht sich der Preis. Für alle. Auch für jene die die 22KW gar nicht brauchen. Weil: Solidarprinzip….

@lothar2
Ne, man baut nen Keller und der Aufzug fährt in den Keller, und daher können auch die im Erdgeschoss in den Keller fahren. :wink:

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Ich glaube nicht, daß es sinnvoll ist, da Hausanschlüße und auch die Installation dahinter in einzelnen kWs abzustufen.

Da es aber doch m.E. gerade bei dir inzwischen Abrechnung nach 15min-Maximalleistung gibt (oder geben wird, so genau verfolge ich das nicht), ist doch alles prima.

Oliver

In Frankreich ist es üblich die Grundgebühren nach Anschlussleistung zu erheben, weswegen dann auch die meisten Haushalte sehr bescheiden damit umgehen und der typische Haushalt nur 6 kW Anschlussleistung hat.

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Das, was bei Haushalten verlangt wird, hat in Deutschland fast Steuercharakter und hat nur sehr begrenzt etwas mit verursachten Kosten zu tun.

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So steht es ja auch in AgNes drin. Zusätzlich zu den dynamischen Strompreisen also ein Zweitarifsystem bei den Netzentgelten. Wer mehr als die gebuchte Maximalleistung zieht, der zahlt dann ein deutlich höheres Netzentgelt. In anderen Ländern (Belgien?) wirkt es sich auf die Grundgebühr aus, die dann für den gesamten Monat deutlich höher ausfällt. In England nennt es sich "Standing Charge" und kostet umgerechnet so viel wie bei uns momentan. Wird aber auch dort stark diskutiert und die kWh Preise sind deutlich günstiger als bei uns.

Wir haben einen Eli gefunden, der sehr unproblematisch war und unseren alten ZS (von 1973) für den PV-Anschluß günstig umgebaut hat (1000 Eur). Die notwendigen Teile wie SLS, LSS, ÜSS habe ich selbst besorgt (nach Absprache) und der Eli hat sie eingebaut.

Auch der VNB war bei uns sehr entgegenkommend, hat nichts nachgefragt und einfach einen 2-Richtungszähler eingebaut. Ohne Intelligenz oder Steuerbarkeit. Bei uns ist der WLAN-Empfang im Keller sehr schlecht, von daher wurde von einem iMSys oder sonstigem Regelwahn abgesehen. Kann aber bei jedem VNB anders aussehen. Lass dich hier nicht von der allg. Panikmache zu etlichen Nachfragen oder teurem Umrüsten verunsichern.

Den Eli mußten wir allerdings lange (sehr lange) suchen und sind schließlich über kleinanzeigen fündig geworden. Im Prinzip eine kleine 1-Mann-Bude :wink:

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Man kann sicherlich bei all diesen Versorgern darüber diskutieren, wie man die dazu bringt, sich effizient aufzustellen, aber daß da jemand eine Lizenz zum Gelddrucken hat, und sich die Millionen in die Tasche schaufelt, kann man jetzt nicht sagen.

Oliver