Ich habe meine PV-Anlage fast fertig auf dem Dach und stehe vor der Frage, wie es nun weiter gehen soll. Es handelt sich um einen Deye 12k Hybrid mit bald 78 x 420W Modulen und 16 kWh Niedervoltspeicher. Die Anlage läuft bereits als Insel und liefert reichlich Strom. Ich sehe nun 3 Möglichkeiten:
Möglichkeit: Anlage beim Netzbetreiber anmelden und Einspeisevergütung kassieren. Das wäre theoretisch ganz schön, aber ich sehe einen Haufen Fallstricke auf mich zukommen. Was wenn der Netzbetreiber sagt, ich muss sündhaft teure Technik nachrüsten? Oder wenn er mich nicht einspeisen lässt? Ist die Anlage für sowas nicht eh zu groß? Muss ich dann jedesmal um Erlaubnis fragen, wenn ich an der Anlage was ändern will?
Möglichkeit: Anlage weiter als Insel betreiben und alles lassen, wie es ist. Das ist nach gängiger Meinung nicht zulässig, weil mein Grundstück einen Netzanschluss hat. Aber vielleicht habe ich ein Schlupfloch gefunden. Mein Hausinstallation ist nicht fest mit dem Netz verbunden. Ich kann über einen CEE Stecker zwischen Netz und PV wechseln, leider nicht unterbrechungsfrei.
Links ist der PV Ausgang, in der Mitte der Netzanschluss und rechts meine Hausinstallation.
Möglichkeit: Nur noch PV-Strom verwenden und den Netzanschluss entfernen. Dann hätte ich meine Ruhe. Ich könnte die Grundgebühr für den Anschluss sparen und müsste keinen Smartmeter mieten. Die paar kWh, die mir im Winter noch fehlen, könnte ich mit dem Auto an einer Ladesäule abholen. Leider kostet der Rückbau fast tausend Euro und es würde mindestens 3 Jahre dauern, bis sich das amortisiert hat.
Ich würde beim Netzbetreiber klären, wie die Spielregeln sind und auf der Basis schaun, was am günstigsten ist. Vielleicht gehts ja ohne Rückbau, Siegel drauf und gut oder so.
Etwas problematisch könnte dabei sein, dass die Anlage mehr als 30kWp hat.
Eventuell ein paar Module abklemmen. Ob es bei euch ab 25kWp Wandlermessung braucht, müsstest du auch klären.
Als echte Insel ohne Netzanschluss braucht es sicher sehr viel mehr Speicher, und dazu dann auch mehr Ladeleistung, als der 12K Deye hat.
Die Anlage ohne Anmeldung als „Steckerinsel“ zu betreiben ist deine Entscheidung, mit allen Konsequenzen.
Ganz ehrlich und direkt - Nein deine Anlage ist keine Inselanlage und wohl auch weit weg von den VDE-Regeln und korrekter Planung. Auch dein Autarkiegedanke ist zu hinterfragen...
Ich würde versuchen nicht aufzufallen um keine schlafende Hunde zu wecken, sonst hast du ein echtes Problem wenn du diese nach dem Fertigstellungstermin betreibst.
Das Bild zeigt eine Installation die mehr als Fragwürdig ist und hoffentlich sind die DC-Teile der Anlage besser ausgeführt, zu deiner eigenen Sicherheit.
Man braucht sicher nicht für alles und jedes eine Elektriker aber sollte schon wissen was man da wie ausführt.
Overpaneling für die dunkle Jahreszeit, wenn man an sonnigen Tagen keine Verwendung für den Strom hat? In der Größenordnung hab ich das allerdings auch noch nicht gesehen.
Wobei einem das an den wenigen sonnigen Wintertagen auf die Füße fallen kann - Abregelung wo man es am wichtigsten braucht.
Deshalb trennt man in einer wintertauglichen Insel die Laderegler von den Wechselrichtern (Mehrzahl!). Damit sinkt der Eigenverbrauch der Anlage deutlich und es wird nichts abgeriegelt.
der taschenrechner sagt, für <30kWp müssten das 380W panels sein .. drüber ist glaub gewerblich?
ob des reicht für autark siehst bei 2 wochen Dreckswetter aber bei 30kWp und 16kWh Batterie sieht des schief aus, kannst ja nur 8kW in die Batterie schieben
Das Zauberwort für den Winter lautet: Vehicle to Load. Wenn ich in der dunklen Zeit meinen Strom an der Tankstelle kaufe und ins Haus einspeise, ist das voraussichtlich billiger, als das ganze Jahr die Grundgebühr für den Stromanschluss zu berappen. Und selbst wenn es unterm Strich etwas teurer wäre, gefällt mir der Gedanke, meinem Versorger nicht mehr auf Gedeih und Verderb ausgeliefert zu sein.
Also lassen wir die technischen Fragen am besten mal beiseite und erzählt mir von euren Erlebnissen bei der Anmeldung. Das interessiert mich viel mehr. Wer hat euch beraten? Hat euer Netzbetreiber rumgezickt? Wie viel verdient ihr seit der Anmeldung so mit der Einspeisung und würdet ihr sagen, es ist den Ärger wert?
Nüchtern gesehen muss man einschätzen, was es an einspeisevergütung geben könnte. Wobei das immer schlechter wird und von aussen deine Anlage abgeregelt werden könnte.
Komplett Strom autark wird es nicht geben, denn wo keine Sonne ist, nutzen noch so viele Solarpanel und Akku nix.
Ich halte es für machbar, dass man normal Strom anmeldet, einen automatischen Umschalter hat, der das gesamte Haus auf Netz oder PV Insel schaltet. Warum dies mir den ce-steckern machen ?
Es gibt mittlerweile viele, die ihre eigene PV Inselanlage haben und im Winter Strom zukaufen, im Winter alles oder ausgewählte Stromkreise mit Netzstrom betreiben. Auch ich zahle mittlerweile jeden Monat 16 Euro Grundgebühr, obwohl ich in 7 von 12 Monaten keinen Netzstrom beziehe. Mit meinem victrom Wechselrichter kann ich nicht einspeisen. Will ich auch nicht. Dafür kann mir auch keiner in meine private Stromerzeugung rein reden.
Es sind bis jetzt nur sehr vereinzelt Menschen unterwegs, die ganz ohne Stromanschluss leben. Durch wärmepumpen, Split klimaanlagen und eAutos steigt der Strombedarf. Es ist unwahrscheinlich dass es mit der eigenen PV Anlage im Winter reicht.
Ich würde einen Stromanschluss anmelden, einen automatischen Umschalter installieren, der genau anders als vorgesehen schaltet. Wenn kein PV Strom mehr vorhanden ist, auf Netz schalten. Keine einspeisevergütung beantragen, weil das immer schlimmer wird. Es wird darüber nachgedacht, dass für die einspeisevergütung netzentgelte bezahlt werden muss. Und zu Spitzenzeiten kann die Anlage von aussen gedrosselt werden.
Wenn du Strom anmeldest und das 3 Jahre laufen lässt, sieht du, was deine Anlage leistet. Kannst auch nachbessern. Dann immernoch entscheiden, ob (noch) Normalstrom nötig ist.
Bei mir hat mich mein Elektriker, der mir unseren Zählerschrank nach einem kleinen Wassermaleur erneuert hat und dem ich da zuarbeiten durfte, mit einem befreundeten Kollegen zusammengebracht, da er selber nicht PV macht. Der hat, da er es wohl auch nicht so oft macht, nach der Umstellung auf digital ohne Möglichkeit der Zwischenspeicherung etwas mit dem Antrag gebraucht und der war dann auch nicht im korrekten abgeschlossenen Zustand, wie sich nach einem (mit ihm abgesprochenen) Telefonat rausgestellt hat. Aber die Dame hat das dann einfach korrigiert und meinen Einspeise-Zählerstand vom März im August eingetragen. Monate später kam dann ne Nachricht, daß man den Zähler wechseln wolle, was sich nach einer Mail von mir, daß sie das beim BKW schon gemacht hätten, erledigt hat. Weitere Monate und eine Rückfrage später kam dann noch ein Zettel für die Bankverbindung und das war es dann. Kein Besuch von irgendeinem Techniker bei mir. Selbstbau-Akku war auch kein Problem, China Export-Zertifikat wollten sie bei der Anmeldung haben, das vom EEL Kit war offenbar OK. Ich bekomme jetzt seither 16 (anfangs 14) Euro im Monat überwiesen. Etwa 8.5 kWp Ost/West Dach, Fronius Symo plus alter Solis4G, 14 kWh Speicher an einem Multiplus 48/5000/70. Zu meiner Zeit noch kein Abregelungsvorgaben und ähnlicher Mist. In zwei Monaten soll jetzt ein imSys kommen, bin mal gespannt, wie das abläuft. Mein Gerätepark qualifiziert sich leider oder vielleicht auch gut so, nicht für §14a.
Wenn man keine Wärmepume hat ist das mit der Anlage surch aus realistisch, würde bei mir auch funktionieren aber sobald ich die WP anmache ist schlss mit Lustig da müsste die PV 4 mal so gross sein, trotz Fassade Zaun ect, aber dann bin ich in einem Bereich von 75-100kWp und das wollen meine Nachbarn sicher nicht dann wäre im gazen Garten PV Module. und J aNeztanschluss lohnt sich immer den alleine as es kostet um von 80% auf 100% Auttarkie zukommen übersteigt allein die erstellungskosten der 80% Variante, Ausser du stellst dir nen Hatzdiesel in den Keller der dann startet wenn nix mehr im Akku ist.
V2L - ist vermutlich kaum ernsthaft zu hause nutzbar, es sei man irgendwo gratis laden.
Dann sei zu hinterfragen, macht die Karre das mit.....
V2H - ok - aber V2L .....
Ein Netzanschluss lohnt im Sinne des Wortes zumeist nicht. Es gibt keinen Lohn, eine Entlohnung. So etwas kostet Geld, eine Be/Entlohnung findet selten statt.
Es könnte mit "kann man drauf verzichten" vermutlich präziser beantwortet werden.
Ich finde den ganz praktisch und werde auch dafür bezahlt - gut bezahlt einen zu haben um da Saft reinzupressen - zumindest noch lohnt es sich für mich.....
geht mir genauso solange ich noch einspeisen darf und gutes Geld dafür bekomme blibt das erst mal so7 Jahre habe ich noch wo ich gutes Geld bekomme und die pv ist seit diesem Jahr fertig abbezahlt.
Die Strategie ist zweifelhaft und wir es erst recht wenn der Netzbetreiber und Meßstellendienstleister ins Boot steigen, da kann deine “grenzwertige” Installation zu einem Problem führen. Wenn du Pech hast muß die gesammte Elektik von einem Fachbetrieb modernisiert werden und nicht nur eine Ergänzung gebaut werden (Was, wie ist nach meiner Erfahrung sehr unterschiedlich, von desintresse bis allinclusiv).
Wenn dann die Meldebedingungen nicht erfüllt wurden, könnt es bitter werden sollte der Zähler nicht der richtige sein....
P.S. Deine mini PV zu verstecken wird durch Googlemaps torpediert…