wir haben eine 19,1kWp Anlage bestehend aus 45x 425Watt Modulen und 1x Wechselricher Sungrow SG20 RT.
Die Module sind südlich ausgerichtet und haben einen Winkel von genau 20°
Obwohl die Sonne den ganzen Tag zu sehen war und es keine Wolken gab, bricht die Anlage Punkt 12:30 ein. Das gleiche war gestern auch so, genau um 12:30 Uhr.
Eigentlich müsste es eine saubere Kurve sein, da es keine Verschattung gibt und auch keine Wolken am Himmel waren... Fehler zeigt der Umrichter nicht an. Ich finde keine plausible Erklärung warum um 12:30 die Leistung um 70% einbricht...
Bilder kann ich leider als neues Mitglied nicht hochladen.
Zur genauer Beschreibung: Die Leistung sackt ab 12:30 stückweise in 2 Schritten auf 2,5kW ab - kommend von 9kW und erholt sich dann erst gegen 14:10 wieder. Heißt die Kurve ist unsauber. Das gleiche Thema hatten wir auch an den anderen Tagen, an dem die Sonne durchgehend schien. Die Kurve sieht dann auch immer identisch aus vom Leistungsverlust. Erst fährt sie sauber hoch bis 12:30, dann immer das gleiche Bild.
Hat jemand eine Idee woran das liegen könnte?
Anlage ist aus dem Jahr 2024. Im Sommer haben wir das Problem nicht, da läuft die Kurve sauber durch. Eine Verschattung haben wir nicht vorliegen, auch nicht im Dezember wenn die Sonne sehr niedrig ist.
Sobald ich Bilder hochladen kann, werde ich des auch tun
Und wirklich noch mal genau nach Schatten schauen. Da können schon Stromleitungen, ein Blitzableiter, Kirchturm, Funkmast oder ein kahler Baum am Horizont für ungewöhnlichste Einbrüche sorgen. Auch ein planmäßig verkehrendes Flugzeug mit Kondensstreifen wäre denkbar.
Wie war es im letzten Winter, war das Verhalten da auch schon so?
Wie viele Felder hat die Anlage. Da die Leistung sich so um ca. 2/3 verringert könnte der Fehler bei 3 Feldern auf einen Fehler im MPP - Tracking deuten.
Verschattung ist ganz sicher nicht vorhanden. Der “Einbruch” sieht auch immer identisch aus, so als wär er darauf programmiert worden… Wir hatten in den Jahren zuvor keinen Einbruch, mir ist es erst dieses Jahr im Winter aufgefallen.
Im Anhang befinden sich nun 4 Bilder aus der App. Man sieht, dass der Einbruch identisch zum Vortag ist. Ich habe auch 2 Fotos von den Spannungen die der Umrichter zeigt. Einmal als DC und einmal AC. Ich kann diese Werte aber nicht 100%ig interpretieren. Ich finde es aber seltsam, dass die die Kurve die auch den DC Strom zeigt (orangene und grüne Kurve) nicht gleichzeitig einbrechen, sondern etwas versetzt. Letztes Bild im Anhang.
Wir haben genau 2 Strings, der Verschaltungsplan ist auch im Anhang.
Was mir gestern noch eingefallen ist: Kann es sein, dass der Netzbetreiber die Leistung herunterregelt?
AC Spannung ist unauffällig
Stringspannungen sind auch unauffällig. Bei reduzierter Leistung steigt die Stringspannung. Ich behaupte, die Strings sind OK
Warum? Frag den Netzbetreiber. Der sagt dir dass er so das Netz besser regulieren kann. Falls du es noch nicht gemerkt hast, der zapft sogar dein Akku an, im zweistelligen Wattbereich.
Rot und blau sind die beiden Zeitpunkte, wo der Leistungsabfall beginnt.
Besonders bei blau sichtbar: die Spannung steigt an. Das ist charakteristisch für kleinflächige Verschattung bei nicht funktionierendem Schattenmanagement des WR.
Für die Verschattung reicht im ungünstigen Fall die Abdeckung von vielleicht 4 panels auf einem viertel der Fläche. Eine untere Kante, eine Dachrinne….
Das guck ich mir mal an. Meine PV ist Südausrichtung und im Winter habe ich von nem Baum Schatten. Bin mal gespannt was da Spannung und Strom zu sagen. Mal die Logs suchen. War etwas, was ich grafisch nicht eingestellt habe.
Für mich scheint das ein Problem der Stringspannung zu sein.
Die hier angezeigten 839V im String 2 ist wohl die MPP Spannung in diesem Moment.
Wenn das ein gedrosselter Moment ist, könnte sie auch bei optimalem eingestelltem MPP darüber liegen.
Die Leerlaufspannung liegt bei den meisten Panels so um 17-20% darüber, wenn es besonders kalt ist auch mal 25%.
Nach Datenblatt verträgt der Sungrow bis zu 1100V.
Wenn der Wechselrichter über ein rudimentäres Schattenmanagemnt verfügt kann es sein, das er zu der Zeit mal versucht den Ertrags-Bereich neu zu scannen und dann auch auf die Leerlaufspannung kommt. Evtl. gibt es da eine Schutzschaltung im WR, wenn er in die Nähe der Maximalspannung kommt und dann sofort einen hohen Widerstand anlegt, um einen Defekt zu vermeiden. Das würde auch für den beobachteten langsamen Ausgleich sprechen, wo er diesen Schutz wieder aufgibt.
Hast du das Datenblatt der Panels, um das mal nachzurechnen, wo die Leerlaufspannung bei -10°C oder -15°C Außentemperatur liegt.
Eine weitere Beobachtung wäre hilfreich, ob der Einbruch auf beiden Strings oder nur auf dem 23er String erfolgt.