JK Inverter BMS grob falscher SOC - bringt neue Firmware was?

Du hast das Problem der SOC-Drift nicht verstanden. Das kannst Du binnen weniger als einer Woche nach Neukalibrierung gar nicht feststellen.

Das JK-Inverter-BMS hatte vor diesem Update der Firmware das Problem, nach längerer Zeit ohne Neukalibirierung auf 100% und ständigem Herumdümpeln beispielsweise zwischen 50 und 53% SOC den SOC immer höher anzugeben. Nach wenigen Wochen wurde bei mir deshalb erst unter 50V Akkuspannung die Entladung beendet, weil erst dabei das BMS 50% SOC gemeldet hat. Da lag der reale SOC aber wohl eher um die 10%.

Dieser fehlerhafte Ermittlung des SOC scheint also in den neuen Firmware-Versionen behoben zu sein.

Hi zusammen, ich muss diesen uralten Thread leider noch mal ausgraben. Bei meinem Setup – EEL V6, JK-BMS V19 und MB31-Zellen – läuft die SoC-Schätzung immer noch ziemlich daneben (deutliche Überschätzung). Da bin ich von JK fast ein bisschen enttäuscht, zumal meine alten Pylontechs, die ja momentan nicht mehr den besten Ruf genießen, in dem Punkt fehlerfrei liefen.

Das Problem: Ich würde den Speicher gerne schonend zwischen 45 % und 65 % betreiben, liege damit aber genau in der flachen Kennlinie. Gestern habe ich nach 6 Wochen Standzeit und 8 Tagen Betrieb das erste Mal balanciert. Das BMS zeigte bereits 99 % an, aber ich musste noch ganze 5 kWh reinpumpen, bis alle Zellen bei meinen definierten 100 % (3,5 V) angekommen waren.

Um das in den Griff zu bekommen, spiele ich gerade mit den Werten: Aktuell steht der SoC bei 71 %. Gebe ich im DVCC 53,1 V vor, wird mit stabilen 300 W entladen. Bei 53,2 V schlägt es um in eine Ladung mit ca. 400 W. Ich lasse die 53,1 V jetzt mal zwei Wochen stehen und schaue, wie es beim nächsten Balancieren aussieht. (also wie viel kWh ich dann bei 99% trotzdem noch nachladen muss)

Steuere doch einfach nach Spannung.
Wenn du bis 3,5 V gehst, machst du eh keine Schonung.
Und das ganze Thema wird eh überschätzt.

Wenn die Abweichung immer in die gleiche Richtung tendiert, dann trage doch eine andere Kapazität im JK BMS ein.

Hm. Ich habe noch nicht ganz durchblickt, wann es wie warum falsch anzeigt. Mir ist aber noch eingefallen, dass ich noch einen BMV700 hier rumfliegen hatte. Den hatte ich 2020 gekauft, als ich noch Blei-Akkus favorisiert hatte. Bin dann aber im Photovoltaikforum zu Pylontech hin beeinflusst worden und die haben die Coulombs immer perfekt gezählt. Den BMV habe ich heute eingebaut. Die stärksten Abweichungen zwischen JK BMS und BMV sind im Bereich um den Nullpunkt herum. So hatte ich beim BMV mal 0,6A während das JK noch 1,6A anzeigte.

@Carlos:

“Steuere doch einfach nach Spannung.
Wenn du bis 3,5 V gehst, machst du eh keine Schonung.
Und das ganze Thema wird eh überschätzt.”

Ich habe mir heute, bevor ich den BMV eingebaut habe, überlegt, ob ich zwar einmal im Monat zum Balancieren bis 3,5V gehe, aber einmal die Woche bis 3,4V kalibriert, weil das der Punkt ist, wo man schon ein bisschen Krümmung der Kennlinie hat und von daher so halbwegs brauchbar auf den SOC schließen kann. Aber erst mal sehen wie genau das mit dem BMV läuft.

So ganz verstehe ich aber nicht, warum du die 3,5V als nicht schonend ansiehst.Das ist ja nur alle paar Wochen mal und so kurz wie möglich. Vielleicht ne Stunde. Danach halbwegs zügig direkt wieder auf 90% entladen (Lufttrockner im Keller mit 300 Watt) und in den nächsten ein zwei Tagen wieder in mein 65-45 Fenster herunter zu entladen.

Wenn man bedenkt, dass viele Youtube-DIYler sogar empfehlen, vor dem Zusammenbau alle Zellen parallel zu schalten und mehrere Tage bis 3,65V angleichen zu lassen. DASSSSSS ist nicht schonend. Diese grausame Prozedur habe ich mir geschenkt und erst nach dem Zusammenbau einmal bis 3,5V im Gehäuse balanciert mit einem Labornetzteil als Stromquelle.

Ich habe inzwischen Immer mal wieder die Ladeströme und Leistungen beobachtet. Wie man sieht, kann man auch bei größeren Ladeleistungen erhebliche Unterschiede sehen und dabei ist der Wert des BMV eindeutig plausibler. Das war kein Sekundenschnappschuss, sondern die Werte bewegten sich zumindest mehrere Minuten in dem Bereich.

Parallel Balancierung:

Seriell Balancierung:

Bei mir gehört es zur guten Tradition, jedes neue JK BMS bzgl. Strom und Spannung mit “Hausmitteln” zu prüfen und ggf. zu kalibrieren (Wanptek Labornetzteil 25A und Fluke Multimeter).

Wenn ich deinen Screenshot richtig lese, zeigt das BMV -3,7A an, das JK -13,8A. Bei allen Toleranzen des JK (und auch anderer BMS), aber so eine große Abweichung ist m.M.n. nicht normal. Damit klappt selbst eine eine grobe SOC-Berechnung nicht.

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@Posthorn Das ist eine gute Idee alles mit Hausmitteln zu prüfen, aber was macht man, wenn die Ungenauigkeit stark schwankt? Einmal prüfen und Kalibrieren bringt ja nur dann was, wenn man immer eine gleiche Ungenauigkeit hat. Also z.B. immer 7% zu viel oder zu wenig oder immer z.B. 50 Watt zu viel oder zu wenig. Bei mir schwankt die Ungenauigkeit. Ich bin zwar von JK BMS bisschen enttäuscht, aber dank dem BMV 700 den ich eh hier rumfliegen hatte, ist das Problem ja vermutlich behoben.

Dann sollte man wenigstens in einem guten Punkt kalibrieren. D.H. im oberen Lastbereich. Dadurch hat man ein besseres Signal-Rausch-Verhältnis, einen kleinen relativen Fehler eines Offset-Fehlers und man liegt im linearen, gut charakterisierten Bereich des ADC.

Wenn Du Hausmittel ansprichst, konnte ich mir mit Lasten wie 1000W Halogenstrahler oder dem E-Herd gut helfen. Das ist sicher nicht perfekt, aber brachte deutlich Verbesserung. Nichtsdestrotz bleibt der SOC ein SOC und ein BMS ein BMS.

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Habe jetzt nicht alles genau gelesen, aber habe 2 Jahre Erfahrung mit JK-BMS (allerdings auch ältere Version, nicht die Inverter-Version). Mein BMS zeigt regelmässig zu kleinen SoC an, wenn ich länger nicht vollgeladen habe. Jetzt im Sommer fahre ich den Akku gerne zwischen 30 und 60% SoC und versuche nicht dauernd auf 100% zu gehen. Habe daher die Absorptionsspannung auf 27V (8S) gesetzt (3,375V/Zelle) und Flaotspannung auf 26,8 (tlw. gehe ich bei beiden Werten sogar noch etwas weiter runter). Wenn ich längere Zeit bei 3,375V absorbiere, kann ich relativ sicher sein, dass die Zellen zu 90% voll sind (bei 24h wären sie bei 100% nach Nordkyn). Das BMS zeigt mir nach 2 Wochen tlw. nur noch 10% SoC an, aber eigentlich nie zuviel.

Vielleicht ist das in späteren FW-Versionen anders…?

Bei NMC als Zellchemie wäre ich auch vorsichtig. Aber ich persönlich sehe bei LFP überhaupt kein Problem jetzt im Sommer täglich auf 100% SOC bei 3,45V zu gehen, kurz zu balancieren, um dann in die Absorption bei 3,37V zu gehen. Das ist soweit weg von den Grenzwerten gemäß Datenblatt, dass ich mir keinerlei Gedanken um eine Schädigung des Akkus mache. Da wird die kalendarische Alterung der LFP-Zelle viel mehr ausmachen.

PS: Und wie ich mich kenne habe ich in 15 Jahren eh andere Akkublöcke im Keller: Andere Chemie oder vielleicht Hochvolt. :cowboy_hat_face:

Ehrlich?

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Danke für deinen Hinweis! Da hat meine Tastatur wohl eine “3” verschluckt und ich habe vorm absenden leider nicht Korrektur gelesen. :see_no_evil_monkey:

statt 3,7V => 3,37V

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Das sollte dann beim Eintippen der Werte ins BMS besser nicht passieren :astonished_face:

Ja, sicher hast Du Recht mit der kalendarischen Alterung, aber es gab ein YT-Video von Tom Bötticher (Batterieforscher u.a. bei Tesla und Prof. Jeff Dahn - der Batteriepabst schlechthin) und da hieß es, dass es sehr ungünstig sei, die LFP-Zellen immer nur 70-100% zu fahren oder so ähnlich, viel besser sei der untere Bereich, also z.B. 30-60 o.ä. Muß man nicht machen, kann man aber. Kostet mich im Sommer nichts, die Werte mal für ein paar Wochen runter zu regeln - ich spiele da gerne mal mit den Parametern und lerne ggf. auch was dabei. Habe meinen Akku wohl noch nie unter 20% bekommen und vermutlich auch nicht auf genau 100%, aber zwischen 90 und 95 reicht mir auch völlig. Bei mir springt das BMS auf 100% SoC bei 3,42V und einem Schweifstrom von 2 A, das sind bei mir 0,02C. Ich lade aber hin und wieder auch bis 3,45V und im Winter teils bis knapp 3,5 wenn mal genug Sonne da ist.

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Bei der Konfiguration wichtiger Geräte nehme ich mir mehr Zeit als beim Schreiben einer Nachricht hier im Forum. Verzeiht es mir :hugs:

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