Finde ich generell gut und wünsche Dir viel Erfolg!
Wenn Du davon leben willst, würde ich an Deiner Stelle das Geschäftsmodell genau durchrechnen und mir eine Exit-Strategie überlegen, also wie Du alternativ Geld verdienst, wenn das Geschäftsmodell nicht so funktioniert wie angedacht.
Wenn Du nicht davon leben musst, sondern noch andere Einnahmequellen hast oder schon Rentner bist, auf jeden Fall ein tolles Hobby oder Nebenerwerb.
Wenn man "pv anmeldeservice" googelt findet man mittlerweile eine Anzahl von Firmen, die die Anmeldung von PV-Anlagen zu Pauschalpreisen bundesweit anbieten. Habe keine Erfahrung mit den Firmen, aber die bieten wohl ähnliches. Sind auf einmal aus dem Boden aufgetaucht. Scheint also einen Bedarf zu geben.
Wie die die Probleme lösen, die wir im Forum häufig diskutieren, wie z.B. Umrüstung des Zählerschrankes, etc. weiß ich nicht. Nicht in allen Fällen wird der Selbstbauer bereits SLS sowie Überspannungsschutz, installiert haben und den Zählerschrank auch sonst auf den neuesten Stand gebracht haben. Zumal die VNBs sehr unterschiedlich agieren. Verstehe, dass die Firmen Fotos anfordern, beispielsweise des Zählerschrankes. Was machen Sie, wenn größere Umbauarbeiten zu erledigen sind? Fahren Sie dann vor Ort hin und bauen den Zählerschrank bzw. tauschen diesen aus um oder lehnen sie den Auftrag ab? Zählerschrank nur als Beispiel.
Daher mein Vorschlag: Schau Dir mal Deine Konkurrenten näher an. Was bieten Sie, was verlangen Sie und wie machen sie es.
Du hast Recht. 215€ ist für Bestandskunden, zukünftig sind es 490€ für das "Komfortabo" oder 375€ für das Basisabo. Letzteres reicht vermutlich auch?
Zum Thema Werkzeug habe ich noch diese Seite gefunden: https://elektroinstallateur.org/elektriker-werkzeug/
Letzten Endes deckt ein Beha Proinstall o.ä. das meiste ab. Multimeter, Stromzange und das ganze Werkzeug habe ich ja eh schon.
Hab mir einen angesehen: Dabei ist eine Anleitung, geliehenes Messgerät und die Anmeldung für zusammen 950€
Danke Ja, der Kurs ist absolut empfehlenswert und auch notwendig hinsichtlich Prüfungsvorbereitung und man lernt auch eine Menge dazu. Die Prüfung ist nicht "mal eben" aus dem Ärmel zu schütteln. In der mündlichen Prüfung ("Fachgespräch") sitzen Leute vom VNB als Prüfer und noch der Dozent. Die Durchfallquote lag bei ca. 23%. So waren meine Erfahrungen mit dem TREI-Schein.
Habe absichtlich die Konkurrenten nicht hier gepostet. Kenne ich nicht und will weder dazu noch abraten.
Aber schon der erste Treffer bei der Google-Suche "pv anmeldeservice" nimmt 399,- EUR für die Anmeldung. Ein anderer 395,- EUR. Andere geben an, dass man bei Ihnen anfragen soll. Bin erstaut wie viele Angebote es mittlerweile gibt.
Über die einzelnen Angebote zu diskutieren ist vermutlich auch nicht sinnvoll. Hier hören evtl. einige VNBs mit, die wittern Böses und damit werden die Anbieter hier "verbrannt", weil dann jede Anmeldung des Anbieters genauestens evtl. auch VorOrt geprüft wird.
Wollte Dir nur die Google-Suche mitteilen, weil ich erstaunt war wie viele Anbieter es mittlerweile gibt.
Danke. Finde die Anbieter geschickter, die nicht öffentlich im Internet Ihre Preise darlegen. Preise von 400 EUR könnten den Eindruck erwecken, dass der Anbieter nicht wirklich prüft und Sicherheit durchsetzt, sofern es Mängel gibt, sondern nur formell durchreicht.
Sehr gute Idee,
ich hatte auch das Problem, dass ich technisch alles selbst installieren hätte können, aber es an der Abnahme/Anmeldung scheiterte.
Bezgl. Eintragung in Handwerksrolle stellt sich die Frage, ist ein Studium der Elektrochemie welches auf einem Maschinenbaustudium aufbaut auch eintragungsfähig für das Elektrohandwerk? Wer kann mir hierzu Auskunft geben, die Handwerkskammer selbst wird nicht der richtige Ansprechpartner sein, vermute ich?
Ich bin gespannt über deine Erfahrung und würde mich am Ende über einen Erfahrungsbericht bzw. kleinen Leitfaden freuen, was man beachten sollte und wie man vorgehen sollte um dahin zu kommen, sein eigener Elektroinstallateur zu werden.
Ja mag sein - aber was die genau machen ist oft schwer herauszubekommen. Anmelden ist auch != Abnahme und Inbetriebnahmeformularkram mit dem VNB zu regeln. Ich hatte eine paar von denen angefragt was denn die Anmeldung genau beinhaltet und selten eine zufriedenstellende Antwort bekommen. Am ende ist bei mir nur einer von ~10 übrig geblieben.
Und wie du vermutest ist das oft Formulare durchreichen / Ihren Stempel draufmachen. Wenn es dann Rückfragen seitens VNB gibt wird sofort der Zusatzaufwand berechnet, zumindest versucht (dass ist mir dann trotz der Auswahl dann passiert).
Auf den Anmeldeformularen für die PV-Anlage, zumindest bei meinem VNB, bestätigt das Unternehmen, dass die Installation gemäß der geltenden Vorschriften erfolgt ist. Das Unternehmen muss also zumindest die Installation prüfen und auch abnehmen.
Meines Erachtens nach geht es nicht ohne VorOrt-Prüfungen.
Wenn dann bei den Anbietern noch nicht mal die Installation zumindest mit guten Fotos überprüft wird (Zählerschrank auch mit abgenommenen Abdeckungen), Anschlüsse Wechselrichter, PV-Module, etc., dann kann ich jeden VNB verstehen, der vermutet dass dies nicht seriös ist.
Kann mir nicht vorstellen, dass solche Firmen lange am Markt bleiben. Kurz oder lang werden die VNBs nach Prüfung von Installationen, die gegen die Vorschriften verstoßen, diese Firmen auf schwarze Listen setzen und sich darüber austauschen. Würde ich als VNB zumindest machen. Kann mir aber vorstellen, dass derzeit bei den VNBs nicht viel geprüft wird. Die meisten VNBs vertrauen Ihren Elektrikern, die bei Ihnen auf der Liste des Installateurverzeichnises sind. Gerade jetzt wo es so viele Anmeldungen von PV-Anlagen gibt, so dass die VNBs kaum hinterherkommen.
Ich wäre dafür dieses seltsame Kasten-System aus dem Mittelalter mit Handwerkskammern, Handwerksordnungen, Handwerksrollen und Meisterpflicht abzuschaffen und statt dessen wie bei Autos einen technischen Überwachungsverein zu haben, der Systeme wie PV-Anlagen nach Installation abnimmt. Dann wäre es vollkommen egal, wer die Installation vornimmt. Bei meinem Auto kann ich schrauben wie ich will und muss keine in der Handwerksrollen eingetragene Fachwerkstatt bemühen. Ich muss halt das Auto beim TÜV oder DEKRA prüfen lassen. Wer die Schrauben angezogen hat, ist egal. Dann könnte ein versierter Laie mit Fachwissen ein System aufbauen. Wenn die Prüfung durch das unabhängige Prüfunternehmen fehlschlägt, wird halt gemäß Mängelprotokoll nachgearbeitet und es gibt es eine Nachprüfung.
Aber das ist ein Traum. Die Handwerkskammern und Firmen mit Meistern haben in der Politik ein großes Gewicht.
Abnahme der PV-Installation einmalig durch eine unabhängige Institution statt des mittelalterlichen Konstruktes aus Handwerkskammern, Handwerksordnungen, Handwerksrollen und Meisterpflicht.
Findest Du dieses System gut? Wenn nein, was würdest als Alternative vorschlagen, um PV-Installationen sicher zu installieren? Wenn ja, warum findest Du das System gut?
Ich habe meine angemeldete PV-Installation durch ein im Installateurverzeichnis des VNB eingetragenes Unternehmen durchführen lassen. Hat das besser funktioniert als wenn ich es selbst installiert hätte und ein technischer Überwachungsverein dies abgenommen hätte? Nein. Ich könnte eine lange Story erzählen, was alles schief gelaufen ist. Hätte mit Eigeninstallation und Abnahme durch ein unabhängiges Unternehmen viel Geld und Aufwand sparen können. Hat sich mein VNB bei mir blicken lassen und hat die Mängel festgestellt, die ich erkannt habe? Nein. Der vertraut dem System Handwerksrolle.
Insofern begrüße ich die Initiative von @johuebner . Hätte ich die PV-Anlage selbst installiert (mit Unterstützung meines Dachdeckers) und @johuebner hätte dies vor Ort geprüft, mir etwaige Mängel aufgezeigt und nach Änderung abgenommen, wäre das eine tolle Sache gewesen.
@johuebner ist zwar kein TÜV, aber er könnte die Rolle im bestehenden System auf andere Art übernehmen. Voraussetzung ist, dass seine Kunden auch einsichtig sind, wenn er Mängel erkennt, die abgestellt werden sollten. Schätze @johuebner nicht so ein, dass er einfach abnickt. Wir wollen ja auch sichere PV-Anlagen. Da muss man zugeben, wenn man Fehler macht. Und Fehler kann keiner ausschließen. Deshalb ist gut, wenn ein Dritter darüber schaut.
So habe ich das auch verstanden - Abnahme nach gleichen Regeln von jedem (nicht nur im lokalen Lobbyclub) qualifiziertem Elektriker durchzuführen. Da spielen halt die regionalen Sonderregelungen oft rein - zumindest werden die gerne vorgeschoben.
Um nochmals erklärend etwas zu meinem Statement Anmeldung != Abnahme hinzuzufügen. Zumindest beim meinem VNB ist der Ablauf:
Meldung im MarkstammRegister (Status in Planung)
Antragstellung mit Datenblättern zur Prüfung an den VNB (durch den späteren Anlagenbetrieber) - 1+2 habe ich Anmeldung genannt. Neben den Datenblättern evtl. auch Lageplan, simplifizierte Schaltpläne der Anlage. Bei PV Modulplan.
Der VNB kommt zurück mit OK oder NOK wenn er keine Leitungskappa hat oder mit Leistungsbeschränkungen um ein eingeschränktes OK zu bekommen
Man darf bauen und auch schon in einen "Testbetrieb" gehen (temporär) - natürlich sind hier auch schon alle Regeln einzuhalten.
Man lässt die finale Abnahme machen und der Elektriker füllt die Inbetriebnahme bögen (Inbetriebsetzungsprotokoll) aus. Bei mit war das je ein Formular für PV, Speicher, Wallboxen. Und das Fertigmeldungsprotkoll + Aufforderung zum Zählereinbau (wenn man noch keinen passenden hat) nicht vergessen. Dazu dann nochmals Schaltpläne der Gesamtanlage falls man eine Erweiterung hat und der VNB mal wieder sein Gedächtnis verloren hat.
Nummer 5 macht man dann vermutlich teils nochmals, weil die Daten evtl. nicht stimmig sind oder der VNB nicht die gleichen Daten in den Datenblättern findet oder falsch/anders interpretiert.
Mit viel Geduld bekommt man am Ende das finale OK.
Ich kann schon verstehen das den potentiellen ganzen Zinnober keiner wirklich für wenig Geld machen will. Für eine simple PV (am besten erstanlage + neuem Zählerschrank) ist es easy. Ich habe mittlerweile 5 PV, den zweiten Speicher, 2 Wallboxen und hatte zwischendrin auch mal ein BHKW. 2/3 selber gebaut teils mit Elektriker, teils nur Abnahme. Man lernt ne Menge und auch ne menge Leute beim VNB
Ach ja ich hätte also so einen Abnahme und Inbetriebnahmeservice schon öfters nutzen können und Begrüße die Initiative.
Danke. Bei meinem VNB war Schritt 5 durch den Elektrikerfachbetrieb bzw. Solateur ein Formular aus wenigen Seiten, dessen größte Herausforderung war, dass dieser bestätigt hat, dass die Anlage nach den geltenden Vorschriften errichtet wurde.
Kein Hexenwerk, außer, dass der VNB prüft, ob der Antragsteller im Installateurverzeichnis ist.
Schritt 5 habe ich als Anmeldung bezeichnet, weil es mein "Fachbetrieb" als solches bezeichnet hat. Schritt 2 hat er als Anschlussanfrage angegeben. Auch nur wenige Seiten. Mag aber sein, dass die VNBs das unterschiedlich bezeichnen.
Die ganzen Formulare habe ich als Kopie erhalten und war erstaunt wenig es Raketentechnik war. Hatte nach den Diskussionen im Internet gedacht, dass man da 30 Seiten hochwissenschaftlich ausfüllen muss.
Nein. Die Raketentechnik ist der Stempel des Fachbetriebes sowie die Unterschrift des Meisters, der im Installateurverzeichnis eingetragen ist. Das ist das größte Hemmnis bei der Anmeldung einer PV-Anlage. Wobei der Meister bei mir nicht vor Ort war, um die Anlage abzunehmen. Der unterschreibt das Formular.
Finde die Idee super, würde den Service für mehrere Häuser in Anspruch nehmen.
Viele Dächer sind ohne PV, weil die Gesamtkosten hoch sind. Müsste man nur für AC Arbeiten und Anmeldung bezahlen, wären viel mehr Menschen bereit dazu eine PV Anlage zu installieren.
Man könnte auch alles von unterschiedlichen Monteuren installieren lassen und würde auf einen guten Preis kommen. Blöd ist halt alles aus einer Hand nehmen zu müssen. Das ist teuer.
@johuebner
ja, mach das und poste es in der Victron-Community. Da wird ständig gesucht.
Im Internet bekommt man die Zählerschrank-Komponenten günstiger als der Elektriker beim Großhandel. Ich habe es so gemacht und damit für den neuen Zählerschrank nur ca 30% bezahlt.
Hört sich alles nach Schutz der Gilde wie im Mittelalter an.
Früher durfte auch nur der Graf Salz verkaufen, alle anderen wurden geköpft.
Heute macht man das mit dem Köpfen nicht mehr und findet andere Wege seine Märkte zu schützen. Sinn der Prüfungen ist Druck und Filtern, damit der Markt nicht mit "Meistern" überschwemmt wird.
Es kommen eitle Eliten raus, die in der Praxis nicht als Partner sondern als kostspielige Gönner auftreten. Ein Meister hat bei mir den Zäher falsch angeschlossen ... (1.8.2 und 2.8.0 vertauscht). Sind nach der Prüfung halt auch nur Menschen, getrieben von der Marktwirtschaft.
So isset - man wird getrieben - genötigt - gejagt - gepeitscht - gequält
Der Weg zur Selbstständigkeit und in dieser angekommen, wühlt und suhlt man sich durch - ...
Da ist wenig Spaß, wenig Interesse an der Sache - es geht um das Umschichten von Geld aus eigener Arbeit, in die Taschen "elitärer Eliten"
Der DUMME arbeitet - der KLUGE läßt arbeiten
Das mit Spaß - Interesse - Lust an der Sache ist lediglich jugendlicher Leichtsinn, soetwas mal gesagt/gedacht zu haben. Das vergeht - der Rest bleibt. Schlimmer noch - erreicht man das was man sich so als "TOLL" vorgestellt hat und muß das nun tun - das ist echt langweilig und nervt total. Mag ja sein daß man nun in einem Kreis von wenigen ist - aber es ist dennoch stinkend langweilig und immer die ganze Arbeit.....
Dann noch Reparaturen und diese nervende Kundschaft - mann was für ein Pfusch - jetzt soll man denen erklären "Reiß Deinen Shit mal wieder ab - so wird das nix...."
So sind die Regeln. Entweder für Verbesserung einsetzen oder sie akzeptieren. Aber hört bitte mit dem Gejammer auf. Es ist nicht gerade motivierend. Oder nicht mein Humor?