Ich werde Elektriker für DIY Projekte - sinniges Geschäftsmodell?

Moin zusammen,

bisher kennt ihr mich eher von Softwarethemen, V2G, Nulleinspeisung usw.

Nebenbei habe ich auch einige PV Anlagen gebaut, zuletzt auch inkl. Zählerschrank. Und dann kommt der Endgegner: die Anmeldung beim Netzbetreiber. An und für sich ist das ja nicht schwer. Ein paar Formulare ausfüllen, Zertifikate vom Wechselrichter einreichen und gut ist. Allerdings darf das nur ein beim Netzbetreiber eingetragener Elektriker.
Und da wirds schwierig: viele Elektriker wollen nichts mit Anlagen zu tun haben, die sie nicht selbst gebaut haben. Und wenn man einen findet kann es immer noch ewig dauern bis er/sie sich Zeit für solchen "Klingelkram" nimmt.

Gut, aber das soll kein Jammerthread werden, sondern das Gegenteil.
Ich bin Dipl.-Ing. im E-Technikbereich und damit ist es nach HwO möglich, mich durch die Handwerkskammer als Elektriker eintragen zu lassen (Eintragung in die Handwerkerrolle).
Genau dieses ist mir nun im 2. Anlauf gelungen. HWK #1 wollte nicht, HWK #2 (anderes Bundesland) jedoch schon. Ja gut, ok.
Als nächstes steht der TREI Schein auf dem Programm. Mit diesem kann man sich bei den Netzbetreibern eintragen lassen und darf dann im "Vorzählerbereich" arbeiten.

Ich möchte dann speziell für DIY Kunden (also quasi für meine aktuelle Situation) den Anlagenanschluss und Anmeldung anbieten. Dabei will ich die Leute explizit ermuntern möglichst viel Eigenleistung einzubringen. Wenn man weiß wo der Zählerschrank laut TAB hängen darf, dann braucht man keinen Elektriker um 4 Löcher zu bohren. Auch das verlegen der PV Leitungen ist mit einer kurzen Unterweisung nicht wirklich anspruchsvoll. Insbesondere muss man sein Material nicht über den Elektriker beziehen und der hat dadurch nicht so viel totes Kapital rumliegen. Kurzum: der Elektriker sollte nur die Dinge tun, die sonst keiner kann oder darf.

Was haltet ihr davon?

23 „Gefällt mir“

Also Nachfrage hättest du sicherlich, wie man ja immer wieder hier lesen kann. Aber ein paar "Aber-Punkte":

  • die Nachfrage wäre bundesweit sicherlich ausreichend, aber auch in deiner Nähe?
  • die Arbeiten IM Zählerschrank würdest dann du machen? Denn auch wenn ich mir z.B. zutraue, das alles so hinzubekommen, dass es funktioniert, so gäbe es sicher noch zig Vorschriften, warum es trotzdem falsch ist. Und dann müsstest du falsche Dinge abnehmen und dafür haften oder es doch wieder ändern / neu machen

Gute Frage, wie groß das Gebiet sein muss damit es genügend Aufträge gibt. Ich würde mal im Saarland anfangen (SI Einheit für Fläche) und ggf. erweitern. Von Vertrieblern habe ich gelernt, dass die Cluster bilden. Also du fährst nicht heute nach Ulm und morgen Mannheim sondern versuchst die Aufträge in einer Region zu bündeln.

Zu zwei, ja vermutlich erstmal schon. Das Verdrahten im Schrank ist auch nicht wirklich zeitaufwendig wenn da nur PV+Speicher+Wallbox dranhängt. Im Altbau wird ja der Rest vom Haus meistens an einem Uralt-Kasten hängen, der Bestandsschutz hat. Der wird dann zur Unterverteilung "degradiert" und ansonsten ignoriert.
Wenn eh schon ein aktueller Schrank da hängt ist es noch einfacher. Dann fügt man ja nur die neuen Sachen hinzu.

Mit der Zeit kann man sich da vielleicht ein kleines Tutorial ausdenken, so dass auch hier vorgearbeitet werden kann

2 „Gefällt mir“

Sowas gibt es schon, vielleicht mal die Erfahrungen mit denen ausdauschen :wink:

https://www.youtube.com/@mdssolar

Hallo Jo,
ich finde das eine sehr gute Idee und denke, dass Du damit in eine Marktlücke stößt! Wir suchen hier in Südhessen seit einem Jahr !!! nach einem willigen Elektriker, der unseren alten ZS aus 1973 für PV aufrüstet. Die meisten wollen nur einen neuen installieren und kommen mit Kosten jenseits der 3...4000, andere, die ihn zwar umbauen würden, wollen keine DIY-Batterie sehen oder WR, die sie nicht kennen.
Über kleinanzeigen haben wir einen 2. Versuch gestartet und sind jetzt endlich fündig geworden (vorher hatten wir hauptsächlich über myhammer inseriert). Wir haben Interessenten, die kommen aus bis über 100km Entfernung! Jetzt haben wir tatsächlich sogar 2 gefunden, die wirklich entspannt sind und uns bzgl. benötigtem Material beraten, so dass wir es selbst günstig einkaufen können und machen dann selber nur das Notwendige. PV-Leitungen verlegen, WR aufhängen, Batterie konfigurieren und zusammenbauen - kann ich alles selber. Theoretisch könnte ich auch am ZS anschließen - darf aber nicht. Wenn Du dir einen erweiterten Arbeitskreis von 60...80km vorstellen kannst, bin ich recht sicher, dass Du dir relativ schnell einen Kundenstamm aufbauen kannst :wink: Ggf. wird es am Anfang schwer erst einmal bekannt zu werden, ein paar gut platzierte Inserate und Web-Auftritt könnten da helfen. Oder entsprechende Postings in einem Forum wie diesem (und anderen). Die Nachfrage scheint zur Zeit riesig zu sein!

1 „Gefällt mir“

Ich will euch das nicht madig machen aber ein großes wenn nicht das scherste Thema wird sein:

Haftung und Gesetze

Ich brauche genau so jemanden wie Dich in NRW.

  • meine Zählerschrank-Planung freigeben
  • von mir gebauten Zählerschrank durchmessen
  • Zählerschrank anschliessen
  • Zähler wechseln
  • PV Module/GAK/WR testen
  • PV anmelden

Haftungsfreistellung von mir für mein bereitgestelltes Material.

2 „Gefällt mir“

Und genau das wird zum Problem. Das darf dann nicht angeschlossen werden wenn du was falsch machst. Und dann muss er SEINE Zeit dafür opfern sich mit DIR zu streiten.... Der Netzbetreiber sagt aus unerfindlichen Gründen: Ne! und schon gehts los...

Der ist dann mehr am organisieren als am Arbeiten. Eigentlich müsste man das wie folgt aufsetzen: Er setzt eine Internetseite hin und dort sind Anlagen aufgebaut wie sie sein MÜSSTEN, die Leute bauen das EXAKT so nach, und die kann er dann vereinfacht anmelden nach Prüfung. (es muss nicht derselbe FI sein, nicht derselbe etc. pp. sie müssen aber alle zugelassen sein. Jede Abweichung kostet Geld, weil er die dann überprüfen muss [vom Datenblatt her oder vom prüfen her, also Arbeitszeit und daher Kosten]).

1 „Gefällt mir“

Zählerschrankplanung freigeben: Gemeint war mit mir auch die Planung zu machen.

Standard kann ich nicht nehmen.
Das halte ich auch für nicht umsetzbar, jedes Haus hat unterschiedliche Konstellation in den Verteilerkreisen.

1 „Gefällt mir“

Für "Haftung" gibt es doch eine berufliche Haftpflichtversicherung. Die Kosten dafür sollten schon Teil des Geschäftsmodells sein.

Es ist auch die Haftung gegenüber dem Kunden, der möchte, dass die Anlage dann genau so, wie ER sie bauen möchte, nachher auch vollständig funktioniert. Also gegenüber dem Netzanbieter wie auch dem Kunden. Ich weiss nicht ob da eine Haftpflichtversicherung günstig wäre bei so einem Konzept. Aber ich lasse mir gerne gegenteiliges berichten.

Alleine mit dem Kunden 10 Stunden da sitzen sind 500-1000€ an Planung. Und nicht "ich ruf mal eben an und sage..." jeder Anruf kostet letztlich Geld. Jeder Kunde hat eine eigene, unterschiedliche Anlage...

Das bedeutet aber auch, das nur noch ein kleiner Teil der gesamten Wertschöpfungskette dem "Elektriker" überlassen wird - soll heißen - viel weniger Geld, viel weniger Ertrag für den Einzelkämpfer.

Ich empfehle sehr, ein echtes Geschäftsmodell aufzubauen, das bilanzfest ist. Schließlich müssen alle fixen Geschäftskosten, die bei einem Handwerksbetrieb auf die Leistung mehrerer Mitarbeiter verteilt werden dann von einer einzelnen Person erwirtschaftet werden.
Bei allem Respekt vor Deinem Engagement: Vorsicht!

Die Anmeldungen beim VNB sind nun wirklich kein Wunschjob. Ich hatte die Prüfung bei der Handwerkskammer schon vor der Zeit des TREI Scheins als staatlich geprüfter Techniker und kurz vor dem Dipl-Ing welcher damals schon hätte anerkannt werden müssen. Die IHK hat mich dann wegen Doppelmitgliedschaft irgendwann aus der HK rausgekegelt. womit sie mir offene Türen eingerannt hat.

Die Anmeldungen mache ich mit dem Installationsausweis von meinem Nachbar. Der macht das auch schon länger als es das EEG gibt. Es ist reine Bürokratie und schlimmer als eine Körperschaftsteuererklärung. Vorschriften und Formulare ändern sich ständig. Sobald deine Anlage von den "normalen" Daten abweicht gibt es ein Problem bei den Sachbearbeitern.

Bei einem Projekt im Allgäu geht nun seit fasst 3 Jahren nix. Das Grundstück liegt auf der Grenze zwischen Bayern und BW. BW hat den Anschluss aber Bayern ist für die Verträglichkeitsprüfung zuständig. Jeder schiebt es auf den Anderen. Man fühlt sich in eine Zeit zurück versetzt, als in Ulm abwechselnd die Österreicher und die Franzosen einmarschiert sind.

Du musst auch das System der VNB kennen. Beschwerden bei der BNA sind sinnlos. Das geht geht zwar sofort zum VNB weiter, aber der ist dann raus weil er blos angeben muß, daß die Unterlagen nicht komplett sind. Er muss nicht mal sagen welche. Das gesetzlich vorgeschriebene einheitliche online-Meldeverfahren war bislang auch ein Rohrkrepierer. Das hat aber alles beabsichtigte Systematik. Ebenso die Zählerschränke. Wandlerschränke sind noch immer eine Sonderanfertigung was niemand ab Lager liefert. Die Schränke könnten sonst ja kostengünstig aus China kommen. Womöglich auch noch für ganz Europa einheitlich. Das ohmsche Gesetz ist jedenfalls überall gleich. Für Zählerschränke brauchen wir aber innerhalb Deutschlands bereits umfangreiche Regionallisten.

Ebenso systematisch rufen die VNBs ab einer gewissen Eskalationsstufe dann auch gerne bei den Kunden an und erzählen denen daß die Anlage völlig falsch aufgebaut ist. Der Kunde hat davon natürlich keine Ahnung und wird damit bewusst gegen den ausführenden Elektrobetrieb aufgestachelt.

Summa Summarum wirklich kein Traumjob.

1 „Gefällt mir“

ich find das eine gute idee, will aber aus meiner erfahrung mit IT-projekten ein paar dinge einwerfen, die, glaub ich, übertragbar sind.

im wesentlichen: such dir deine kunden gut aus. im besten fall hast du einen technisch halbwegs kompetenten kunden, der auf dich hört und akzeptiert, wenn du seine pläne abändern musst, auch wenn es für ihn teurer wird, und der dich per mundpropaganda und folgegeschäften auf jahre loyal begleitet.

im worst case greifst du an einer stelle in seine installation rein und er macht dich für alles, was in der zukunft schiefgeht, verantwortlich, und wenn du pech hast, geht's vor gericht.

oder es kommt zu einem schadensfall und man versucht, dir die verantwortung für was umzuhängen, was du gar nicht angegriffen oder abgenommen hast -- dokmentiere den zustand, der unter deine verantwortung fällt, jedenfalls ausführlich.

und stell dich drauf ein, daß manche leute von seltsamen ideen sehr überzeugt sein können; da kannst du dann beraten und drauf hinweisen, daß es anders besser wäre, aber schlußendlich wirst du dann entweder "nein, danke" sagen oder dich absichern (schriftlich/per email) und denken "wenn er mich dafür bezahlt, OK" und halt auch seltsame ideen umsetzen, wenn sie denn umsetzbar/anmeldbar sind. im besten fall kommt der kunde dann nach einem jahr drauf, daß deine variante doch besser war, und du hast ein folgegeschäft.

was ich überhaupt nicht einschätzen kann, was aber wesentlich ist: wie hoch ist dein echter aufwand für ein typisches projekt, und wieviel ist der DIYer bereit, für diese leistung zu bezahlen? rechnet sich das am ende des jahres?

Das ist eine geniale Idee, die unbedingt umgesetzt werden sollte! Nur so bekommen wir die Energiewende schneller voran. Es gibt da draußen durchaus nicht wenige Leute, die Dachziegel ausflexen und Dachhaken montieren könnten, die Modulschienen und PV-Module aufs Dach kriegen, die PV-Kabel verlegen und MC4-Stecker crimpen können, und die es vielleicht sogar gebacken kriegen, einen Wechselrichter an die Wand zu spaxen, ein NYM-Kabel in die Unterverteilung zu ziehen und dort FI und LS auf die Hutschiene zu setzen. Die könnten viel PV zubauen - nur am Ende "klemmt" es dann immer am eingetragenen Elektriker, der den Krempel beim Netzbetreiber anmeldet und am Ende die Fertigmeldung einreicht.

Ich sollte dazusagen, dass es durchaus schon bundesweit tätige Anbieter gibt, die
PV-Anlagen beim Netzbetreiber anmelden. Aus der Ferne, rein anhand von Fotos, die man ihnen schickt. Allerdings nützen einem die nur etwas, wenn man selbst die komplette Zählerschrank-Verdrahtung normkonform hinbekommt. Einschließlich Überspannungs-Kombiableiter im plombierten Vorzählerbereich. Man bekommt da von denen Null Hilfestellung vor Ort.

Insofern fände ich Deinen Ansatz mit tatsächlichem vor-Ort-Support bei der Verkabelung im Zählerschrank einen prima Ansatz.

Wie schwer ist die TREI-Prüfung eigentlich? Ich habe mal gehört, dass das eine 3-teilige Prüfung ist, bei der jeder Prüfungsteil bestanden werden muss - andernfalls muss man alle 3 Teilprüfugen komplett wiederholen, nicht nur die nicht bestandene. Die Durchfallquote soll gerade unter Handwerksmeistern recht hoch sein.

Solange Du nicht selbst ins Installateurverzeichnis der Netzbetreiber eingetragen bist, könntest Du Dein Geschäftsmodell schon starten, indem Du einen der o.g. genannten Anmelde-Dienstleister als Subunternehmer bemühst.

1 „Gefällt mir“

Habe bislang schon von Durchfallquoten zwischen 50 und 100% gehört. Es ist nicht nur eine Frage der Schwierigkeit, sondern auch der Schnelligkeit in der knappen Zeit für viele Aufgaben. Hatte schon Anfrage zur Gründung einer FB Selbsthilfegruppe für TREI Die meisten Aufgaben kann man natürlich mit dem ohmschen Gesetz selbst herleiten. Aber nicht in der Zeit. Man muß auch genau wissen welche Tabellen man wo findet um nicht zu lange zum nachschlagen zu brauchen. Übungsaufgaben selbst sind natürlich geheim und man kommt ausserhalb vom Kurs praktisch nicht ran. Man will sich natürlich nicht jedes Mal neue Aufgaben ausdenken, aber die korrekte Lösung kann jedesmal eine andere sein.

Der Grund daß bei TREI auch Elektro-Installationsmeister dabei sein können, liegt darin, daß das Handwerk seine eigene Meisterprüfungen nicht anerkennt. Das ist der Fall wenn im Fach Arbeitssicherheit nicht genug Punkte erreicht wurden. In diesem Fall ist die Meisterprüfung trotzdem bestanden. Der Meister darf sich selbstständig machen, Ausbilden aber bekommt keinen Installationsausweis.

Die Kurse bei den Innungen kosten 4-stellig, sind extrem teuer und bieten im Zweifelsfall nur schwache Inhalte da es keinen Wettbewerb gibt. Ohne Kurs hat man keine Chance. Selbst wenn man fachlich bewandert ist. Die Meister welche die Kurse verkaufen nehmen auch die Prüfungen ab. Die wissen wer in ihrem Kurs war und wer nicht. Kandidaten mit schlechtem Deutsch fallen auch regelmässig durch. Eben Berufsstolz, Meisterehren und so. Eigentlich sollte der TREI Schein wie die Prüfung der Funkamateure von der BNA abgenommen werden damit sich das Handwerk nicht selbst prüfen darf.

Ob und was man dabei verdienen kann hängt natürlich davon ab wie sich der VNB im Einzelfall anstellt. Der kann einem das Projekt zur Hölle machen weil in seinen TAB drin steht daß die Linie im Plan hellrot eingezeichnet werden muß und er ist der Meinung das die Leitung im Plan dunkelrot ist. Einige VNBs fordern immer noch Fotodokumentationen. Die letzte Anmeldung wurde mir von der EnBW abgelehnt weil man auf dem Foto nicht alle Module gleichzeitig gesehen hat. Dazu hätte man aber eine Fotodrohne gebraucht die ich nicht habe. Die TABs können noch immer nach Belieben gestaltet und interpretiert werden und niemand kommt drum herum.

Noch ein Tipp für Berufsanfänger: Zum Eintrag und auch zur Verlängerung des Installationsausweises möchte der VNB regelmässig ein VDE Abo sehen. Der Beuth Verlag wurde ja zwangsweise aufgelöst bzw. in DIN Media umbenannt. So ein Abo kostet deutlich 4-stellig. Die digitalen Inhalte sind heftig kopiergeschützt. Typischweise gibt es auf Messen wie der im März anstehenden Eltefa Stuttgart am Verlagsstand für den Abschluss von Abonnements aber kräftige Rabatte von 50% und mehr. Angebliche Rabatte für Innungsmitglieder kann man knicken.

Allenfalls noch immer kein Traumjob.

Danke für die vielen Rückmeldungen und praktischen Erfahrungen.

Die Sache mit dem TREI Schein hat tatsächlich etwas Geschmäckle, aber hey die Welt ist wie sie ist und ich kann an dieser Struktur jetzt nichts ändern.
Die hohen Durchfallquoten kommen erst zustande wenn man den Kurs nicht besucht. Wird schon werden, immerhin bin ich durch leichtverdauliche Themen wie "Theoretische Elektrotechnik" ganz gut auf absurd schwere Prüfungen vorbereitet :wink: Ich werde berichten.
Zu den Kosten habe ich folgendes recherchiert: Einmalig sind es eben die 2000€ für den TREI, ein bisher unbekannter 4-stelliger Betrag für Werkzeug und Messmittel, ein knapp 4-stelliger Vertrag für die Normen mit TREI Kursrabatt und 135€ für die Eintragung in die Handwerkerrolle.
Dann kommt jährlich der Kammerbeitrag hinzu (210€ bei kleinen Umsätzen), 215€ für das VDE Abo und ein wohl dreistelliger Betrag für Haftpflicht.

Ein paar Rücklagen für Lehrgeld habe ich auch und 13 Jahre Selbstständigkeit als Softwareentwickler und Elektronikhändler sind auch nicht spurlos an mir vorüber gegangen. Die "Machs dir Selbst" Kollegen werde ich auch mal kontaktieren. Freue mich natürlich über praktische Erfahrungen aller Art. Gibt es eigentlich schon einen ähnlichen Thread?

Ich werde auf jeden Fall weiter berichten und ich hoffe ich kann damit noch weitere Mitstreiter dafür begeistern diesen Weg zu gehen. (Oder eben nicht)

2 „Gefällt mir“

Also du hast als hast als Dipl.-Ing. im E-Technikbereich keinen automatischen Elektriker intus? Soll heißen du weist wie man aus Relais eine Floppie-Schaltung baut , ohne das sie festbrennt, aber darfst sie nicht installieren, richtig? Ja mach den Schein und verbreite das Wissen weiter!

Ja genau. Ich finde das ehrlich gesagt auch gar nicht mal so unberechtigt. Natürlich kannst du als schlauer Studierter blitzschnell den Spannungsfall über 30m Kupferleitung bei Strom x ausrechnen. Aber das praktische Arbeiten ist dann wie so oft eine andere Nummer. Ob man dafür jetzt einen 120-Stunden Lehrgang und ein Normenabo braucht sei mal dahingestellt :wink: Aber so ein bisschen Qualitätssicherung ist sicherlich nicht schlecht.

Ich habe da bei meinen Erstlingswerken auch einige Fehler gemacht. Schaltschrank nicht an Potentialausgleichsschiene angeschlossen z.B. Oder falsches Zählerfeld eingebaut.

Gute Einstellung!

1 „Gefällt mir“