Moin zusammen,
bisher kennt ihr mich eher von Softwarethemen, V2G, Nulleinspeisung usw.
Nebenbei habe ich auch einige PV Anlagen gebaut, zuletzt auch inkl. Zählerschrank. Und dann kommt der Endgegner: die Anmeldung beim Netzbetreiber. An und für sich ist das ja nicht schwer. Ein paar Formulare ausfüllen, Zertifikate vom Wechselrichter einreichen und gut ist. Allerdings darf das nur ein beim Netzbetreiber eingetragener Elektriker.
Und da wirds schwierig: viele Elektriker wollen nichts mit Anlagen zu tun haben, die sie nicht selbst gebaut haben. Und wenn man einen findet kann es immer noch ewig dauern bis er/sie sich Zeit für solchen "Klingelkram" nimmt.
Gut, aber das soll kein Jammerthread werden, sondern das Gegenteil.
Ich bin Dipl.-Ing. im E-Technikbereich und damit ist es nach HwO möglich, mich durch die Handwerkskammer als Elektriker eintragen zu lassen (Eintragung in die Handwerkerrolle).
Genau dieses ist mir nun im 2. Anlauf gelungen. HWK #1 wollte nicht, HWK #2 (anderes Bundesland) jedoch schon. Ja gut, ok.
Als nächstes steht der TREI Schein auf dem Programm. Mit diesem kann man sich bei den Netzbetreibern eintragen lassen und darf dann im "Vorzählerbereich" arbeiten.
Ich möchte dann speziell für DIY Kunden (also quasi für meine aktuelle Situation) den Anlagenanschluss und Anmeldung anbieten. Dabei will ich die Leute explizit ermuntern möglichst viel Eigenleistung einzubringen. Wenn man weiß wo der Zählerschrank laut TAB hängen darf, dann braucht man keinen Elektriker um 4 Löcher zu bohren. Auch das verlegen der PV Leitungen ist mit einer kurzen Unterweisung nicht wirklich anspruchsvoll. Insbesondere muss man sein Material nicht über den Elektriker beziehen und der hat dadurch nicht so viel totes Kapital rumliegen. Kurzum: der Elektriker sollte nur die Dinge tun, die sonst keiner kann oder darf.
Was haltet ihr davon?