How to - Manuelles Balancing und Verbesserung der Hardware einer "schlecht verarbeiteten Batterie"

ja mit Beilagscheiben, weil die Bohrung im Kabelschuh für den Schraubendurchmesser zu groß ist.

Also keine Beilagscheiben zwischen Ring und Pol.

Die Beilagscheibe ist direkt auf der Schraube und sorgt dafür, dass der Kabelschuh optimal an gepresst wird.

Das ist missverständlich, aber du hast sie offenbar nicht unter dem Ring. Das wäre nicht gut.

Die Beilagscheibe ist wie beschrieben zwischen Schraube und Kabelschuh

Ich habe auch diesen „wunderbaren Akku“. Dabei ist mir eine Frage gekommen. Dieses Wunderwerk der Sonne beherrscht CC/CV nicht. Der Ladestrom beträgt 100 A, und bei 99 % lädt Deye mit dem gleichen Strom. Dabei sinkt der Strom beim Originalakku Deye pro je nach Firmware bereits bei 85–90 %. Wie löst ihr dieses Problem?

Die Ursache sind die Ladekabel die lange und zu dünn, damithochohmig sind. Spannungsabfall. Damit erkennt das Ladegerät vorzeitig nahe voll.

Das kann man auch durch softe ware bedingt kompensieren.

Keine Ahnung wer es macht.

Was willst du damit sagen? welcher Originalakku ? Deye pro ?

Der an den Deye-Wechselrichter angeschlossene und im Lithium-Modus betriebene Deye pro b-Akku wird nach dem CC/CV-Algorithmus geladen und reduziert bereits bei einem SOC von 85-90 % aktiv den Ladestrom. Dies wird vom BMS Deye pro b gesteuert.

Bei Sunket gibt es nur den CC-Algorithmus. Das heißt, SOC 99 % und der Ladestrom ist wie im Deye-Wechselrichter eingestellt (z. B. 150 A). Das Ergebnis ist, dass das BMS diesen Ladevorgang unterbricht, aber der Ausgleich könnte bei geringen Strömen und fester Spannung weitergehen. Dies ist jedoch nicht der Fall.

Sorry, aber das stimmt so nicht.
Es ist immer ein CC/CV Ladeverhalten, weil es immer auch ein Ladespannung gibt die nicht überschritten wird.
Ja es gibt BMS die da mit mehr Logik noch unterstützen und die Spannung absenken.
Aber wenn man mit z.B. 55,2V lädt, dann kommt der Zeitpunkt wo diese Spannung im Akku erreicht ist. Und dann fällt automatisch auch der Strom.
Hängt etwas vom Akku und er Verkabelung ab aber diesen Punkt gibt es bei richtigen Einstellungen immer. Somit ist dann auch der Übergang von CC auf CV gegeben.

Hallo Professori .. also meine Sunket Batterien verhaten sich sehr logisch. Bei einer gewissen Meldezustand des BMS (wie zB eine Zellspamnung ist zu hoch was einen Alarm auslöst) reduziert das BMS den Ladestrom auf 10A … was auch dem DEYE mitgeteilt wird. Dieser packt dann eine Reserve von 3A dazu und lädt nur noch mit 7A . Das führt i.A. dazu das in kurzer Zeit wieder die Zellspannung wieder unter den im BMS einszellbaren Schwellwert abfällt und damit ist der max. Ladestrom wieder möglich. Ich habe viel damit herum experimentiert ausprobiert und dabei das Verhalten meiner Sunkets verstanden. Wenn du also ab 90% einen reduzierten Ladestrom möchtest mußt du dich mit den BMS Parametern beschäftigen …

Ich habe die BMS Parameter für meine Bedürfnisse eingestellt. Einige schwören auf AKTIVE BALANCER in den Sunkets. Ich komme bisher ohne diese aus. Alles ist rel. gut Balanced …

Das CN-energy BMS von Sunket ist sicherlich nicht das beste aber es tut was es soll wenn man es richtig einstellt.

Mit dem Firmware UPDATE von Cn-Energy konnte ich sogar die parasitären Kabelwiderstände zwischen den 3 Zellblöcken gut kompensieren.

Hallo Thomas!
Können Sie die Daten aller 86 Zellen der BMS-Einstellungen bereitstellen?

Die Parameter sind auf meine Bedürfnisse eingestellt und weichen in einigen Punkten stark von den Standardeinstellungen ab. Man sollte dort nur mit detailierter Kenntniss etwas verändern. Ich glaube / behaupte einmal das mein Parameterset bei Ihnen überhaupt nicht passen wird. Ich habe 4 * 10 kWh parallel und daher eine sehr individuelle defensive Configuration.

Zu den 87 Parametern (0-86) gibt es noch die Bitgroups mit 8*8 also 64 Schaltern …

Auch dort habe ich für meine Bedürfnisse angepasst.

Wenn es um das red. Laden ab 90% SOC geht schauen sie sich die Parameter für die einzelnen Zellen genau an: Da wäre z.B. der ….

MONOMER HIGH VOLTAGE ALARM

MONOMER HIGH PRESSURE RECOVERY

MONOMER OVERVOLTAGE PROTECTION

MONOMER OVERVOLTAGE RECOVERY

Ähnliche Parameter gibt es auch für das ganze 16 Zellen Array.

Reduzieren sie diese auf einen Wert um Ihr gewünschtes red. Laden bei ca. 90% SOC zu erreichen …

Viel Spaß beim beim optimieren Ihrer Sunkets …

PS: SOC ist ein rel. ungenauer Wert der mathematisch berechnet wird.

Und wie bringen Sie den Wechselrichter dazu, die Zellen Ihrer Akkus zur Sättigung (Absorption) zu bringen?

Irgendwie verstehe ich diese Frage nicht wirklich versuche aber dennoch zu antworten.

Die einfachste Antwort wäre Wechselrichter mittels richtig dimensionierten PLUS und MINUS Kabeln mit dem Akku verbinden und auf Sonne warten. So werden meine Akkus bei ausrichender PV Power von meinem Deye bis zum Anschlag 100% geladen … Genaugesagt mit meinem MAX zulässigen Strom bis etwa 98% und dann mit dem Nukkelstrom von 7A -10 A bis zum Erreichen der 100% SOC. Danach speist er ins öffentliche Netz. So soll es doch auch sein oder hast du andere Wünsche?

Da so ca. ab 98% meine passiven Balancer ihren ON Trigger bekommen ist während der gesamten Zeit zwischen 98% - 100% der passive in Arbeit, was bei mir vollkommen ausreichend ist und nur sehr geringe Zellunterschiede auftreten.

Lieber Professori kennst du denn die Ladekurve der Zellchemie? Das ist das Erste WICHTIGE wenn du an den Parametern schrauben willst. Ich habe ein wenig gebraucht um all das wirklich zu verstehen obwohl ich rel. gute R=U/I Kennnisse habe.

Nur mal so, zu Sunket und geschraubte Zellen-Verbinder, zur Ansicht

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Qualität erster Klasse :joy:
Und da meinen viele noch das DIY sich garnicht mehr lohnt. Alleine die Zellverbinder sind das billigste vom billigsten... sowas gehört in die Schrottkiste.

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Auch wenn es etwas wenig optimal hier passt....

Hab den Schrumpfschlauch gestutzt, die Schrauben fest gezogen.

Keine Paste, kein Geputze, nichts geschliffen .....

Passt :nerd_face:

Auch wenn man es schon oft genug gesagt hat:

Glück gehabt.

Hallo ich bin es nocheinmal : Der anfängliche Autor dieses Themas.

Nach nun etwas längerer Zeit (ca. 2 Jahre sind vergangen) möchte ich noch etwas schreiben.

Ich habe meine 4 * Sunket 10kWh Batterien nicht unbeaufsichtigt in der Ecke stehen lassen sondern von Zeit zu Zeit draufgeschaut und etwas herumgebastelt.

Im Ebay Displays für das Seplos BMS gefunden und diese auch verbaut. Ebenso habe ich vier NEEY 4A aktiv Balancer bestellt, welche ich bisher überhaupt nicht benötigte.

Ich drücke es einmal so aus:

Wenn man die Ladekurve der Zellen verstanden hat, wenn man in den richtigen Augenblicken!!! die Zellspannungen beobachtet und danach seine Parameter im BMS einstellt, ist der passive Balancer der Sunket ESS mit 150mA völlig ausreichend.
Wie gesagt meine vier Balancer liegen alle noch ungebraucht auf Lager.

Natürlich sollte das Problem der Übergangswiderstände zwischen dedn Zellen 4-5 8-9 und 12-13 gelöst werden.

Die Seplos BMS Firmware hat mit der Version 17.4 dieses Problem auch erkannt und bietet nun an diese 3 Übergangwiderstände in mOhm für bestimmte Zellen einzutragen. Das BMS errechnet mit diesem parasitären Widerstand die echte Zellspannung der betroffenen Zellen. Ich habe das mehrfach ausprobiert. Es funktioniert einwandfrei, was ich durch meine Displays, welche ja in realtime alle Zellspannungen anzeigen, sehr schön erkennen konnte.

In der Vergangenheit war es wie folgt: Der parasitäre Übergangswiderstand zwischen den betroffenen Zellen führe zu einem höheren Spannungsmesswert für das BMS. Dieses hat dann an der entsprechenden Zelle genukkelt um sie auf den Level der anderen zu bringen und dadurch wurde diese Zelle im Laufe der Zeit immer mehr geschwächt. Es waren immer die Zellen 5, 9, 13 die ausgerissen sind.

Desweiteren habe ich im Seplos Manual mehr Interessantes gefunden. Dort gibt es einen Schalter welcher bewirkt das das BMS ab ca. 98% SOC in den Softlademodus schaltet.

Damit reduziert sich der Messfehler durch Kabelwiderstände extrem. Was dem Balancer auch zeit gibt dann langsam mit seinen Möglichkeite (150mA) zu arbeiten.

Und ein anderes Parameterpäärchen sorgt nach dem Abschalten des Ladevorgangs bei 100% SOC nach z.B 1h für kurze Stromnachschübe und das kann sich mehrfach wiederholen. Das kommt dem Balancing bei richtiger Einstellung zu Gute.

Wenn man den Zusammenhang all dieser Faktoren wirklich verstanden hat, behaupte ich hier einmal : Man braucht keinen aktiven Balancer.

Leider verhält sich eine meiner 4 Sunket Batterien mit einer Zelle etwas daneben. Ich vermute hier einen Zellendefekt. Wenn ich die Lösung gefunden habe werde ich diese hier einstellen.

PS: All meine BMS-Parameter habe ich mir selber für mein 4-er Array eingestellt die originale von Sunket waren schlecht. Meine Parameter sind nicht für jeden zu gebrauchen denn sie sind auf das 4-er Array zugeschnitten.

Mit freundlichem Gruß Thomas

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