Höchste Effizienz bei Klimasplit-Geräten

Guter Ansatz zur Evaluierung, bin selber noch völlig in der Experimentier- und IBM Phase. Zur Einordnung: wie groß ist der Verbrauch?

Das ist unsere Klima mit dem größten Verbrauch weil Wohnzimmer/Esszimmer/Flur alles offen ist. Da haben wir aktuell einen Verbrauch von ca. 14kwh über 24h bei aktuell um die -1 Grad Außentemperatur.

21 Grad Raumtemperatur von 6 Uhr morgens bis 22 Uhr abends. Rest dann 19 Grad Raumtemperatur.

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Dann sind 2 kWh ja doch einiges!

Ich sag mal so: es ist nicht die Welt aber auch nicht wenig. Selbst 1kwh summiert sich ja auf nem Monat gesehen dann auch ca. 30kwh. Klar, ein Raucher lacht sich da kaputt. Das verqualmt der an einem Tag :-p

Wenn wir nicht in der Richtung ambitioniert wären, wären wir ja nicht hier :wink:

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Wir machen es einfach aus Gründen der Logik. Warum soll ich Räume in einer ungenutzten Zeit so warm halten? Macht nicht viel Sinn. Also es lang jetzt nicht gerade ein Auge darauf um groß zu sparen. Weil dann würde man im Sommer die Wäsche aufhängen und nicht den Wäschetrockner nutzen. Im Sommer wird z.B. der alte Kamin abgebaut. Damit man am Dachaustritt mal vernünftig dämmen kann.

Ich hab im November überwiegend bei Anwesenheit in meinem Arbeitszimmer/HomeOffice geheizt, wobei von da aus mit nem Turmlüfter und im Flur/Dachgeschoß des RMH mit nem Deckenventilator der Rest des 1. OG und ein genutztes und ein ungenutztes Zimmer im DG mit geheizt wird. Alles relativ gut gedämmt und etwas Wärmeverteilung auch noch über die KWL. Im EG wurde nur sporadisch mit der zweiten Splitklima geheizt.

Momentan bin ich jetzt auf oben Durchheizen auf minimaler Stufe (Daikin Perfera, 21.5 Grad, volle Lüftung) und minimale Stufe der beiden Lüfter umgestiegen, da es im Arbeitszimmer irgendwie komfortabler ist und mich gefragt, was andere hier damit so für Erfahrungen gemacht haben mit Komfort & Effizienz. Stromverbrauch für die Splits aktuell so 6-7 kWh am Tag bei etwa 6 Grad Außentemperatur. Im November im Schnitt etwa 4 kWh/Tag. Vorhin mal von 21.5 auf 21 Grad geändert, was zu einem andern Muster des Stromverbrauchs führt.

6 Grad Außen ist natürlich schon viel. Da wird sich das Einsparpotential vermutlich auch etwas minimieren. Luft verteilen müssen wir jetzt nicht. Wir haben 4 Anlagen gut verteilt. 2 davon laufen immer auf der selben Temperatur durch. Die Hauptanlage mit Nachtabsenkung. Die Home-Office Anlage läuft nur ca. 6 Stunden am Tag.

Aber ein Spareffekt erkenne ich bei uns bei der Nachtabsenkung auf jeden Fall. Ohne jetzt auf Komfort verzichten zu müssen. Nachts brauche ich keine 21 Grad im Wohnzimmer. und bei 19 Grad ist noch niemand erfroren.

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Meine Erfahrung ist, dass man für ein komofortables Raumgefühl beginnen sollte den Raum mindestens 2h vor Aufenthalt zu heizen. Besser 3h
Wenn dies nicht ausreichend ist in kalten Phasen kann man dies auch noch etwas erhöhen.

Dann hat man die meisten Nachteile die das Raumgefühl bei bedarfsweisem Heizen mit sich bringt bereits ausgeglichen und bei Räumen wo man keine 16h-Aufenthaltsspanne am Tag hat erreicht man trotzdem eine ausreichend große Heizpause.

Wenn es sich um Räume handelt die viel Heizlast haben und wenig Aufenthaltsdauer und diese werden nicht zügig warm weil man nur 4h am Tag heizt…. dann führt natürlich nur der Weg darüber diese Heizdauer zu verlängern. Entweder man beginnt früher zu heizen oder hört später auf.

Ob und wie viel es spart kommt am Ende dann natürlich immer auf die persönliche Heizkombination an.
Im gut isolierten Neubau ist der Aufwand mit Absenkung natürlich immer relativ.
Klar, da wird es zügig wieder warm und es ist einfacher umsetzbar.
Die Beträge die aber absolut für den Invest gespart werden können sind einfach nicht groß wenn man dies mit einem älteren Bestandsgebäude oder Altbau vergleicht.
Im schlechter isolierten Gebäude lohnt sich der Aufwand natürlich deutlich mehr.

Und es kommt auch auf die Heizung an.
LWWP oder LLWP.
LWWP mit dem Ziel es muss morgens um 7 Uhr wieder warm sein ist die schlechteste aller Kombinationen. LLWP und es muss erst 16 Uhr nach Feierabend warm sein ist die denkbar Beste weil man dann sogar noch alles in den effizientesten Tagestemperaturbereich schieben kann.
Aber es gibt auch eine große Spanne dazwischen. Ich denke LLWP lohnt es sich immer.
LLWP muss man sich deutlich genauer ansehen im Einzelfall.
Wenn die genau passend Dimensioniert ist fürs Haus, aber am kältesten Tageszeitpunkt alles nachholen muss weil man es morgens um 7-8 Uhr warm haben will ist das natürlich die schlechteste Kombination die man haben kann.
(Aber wahrscheinlich trotzdem besser als eine überdimensionierte Wärmempumpe die das dann zwar gut aufholen kann… dafür aber auf alle anderen Bedingungen ineffizienter läuft)

Die Luft im Haus gibt Wärme an die Wände ab, fast ausschließlich durch Konvektion. Durch Gegenstände die mit der Luft in Kontakt stehen, gibt die Luft auch indirekt Wärme durch Wärmestrahlung an die Wand ab. In der Wand findet praktisch nur Wärmeleitung statt, der Teil ist einfach. Die Wand gibt Wärme durch Konvektion und Stahlung an die Umgebung ab.

Die Wärmeabgabe ist nicht linear mit der Temperaturdifferenz.

Er hat in dem Beispiel eine konkrete Berechnung gemacht und hat mit dieser Berechnung infrage gestellt, daß die Nachtabsenkung etwas bringt. Die Berechnung hatte mit dem worauf es ankommt nichts zu tun, die Absenktemperatur kam darin nicht vor. Und Du selbst hast im Anschluß geschrieben

Das ist der einzige Grund für Einsparpotential durch Nachtabsenkung. Daß eine Zeit lang nicht geheizt wird, ist kein Grund.

Darum ging es ihm wohl wirklich, schließlich hat er seine Berechnung mit konstantem Wärmebedarf durchgeführt. Eine Berechnung, die völlig an der Sache vorbeiging. Auf dieser Basis wird es nichts mit dem Verstehen von Zusammenhängen. Ist es dann nicht nötig darauf hinzuweisen? Und wenn die Hinweise schon vorher prophylaktisch gegeben wurden und ihnen sie ignorierend widersprochen wird, ist es dann nicht angebracht zu versuchen eindrücklicher zu werden um durchzudringen?

Im Übrigen, nach Norm gibt es den Begriff Wärmebedarf in dem Zusammenhang seit 2004 (oder so) nicht mehr.

Du erkennst wirklich nicht, daß ich nach einem Beispiel für einen persönlichen Angriff fragte? Ich habe eine Aussage darüber zitiert. Ich habe, scherzhaft, auf einen von mir begangenen persönlichen Angriff angespielt. Ich habe ein Beispiel genant für ...

Du aber bezeichnest es als Beispiel für Schärfe, als hätte ich nach einem Beispiel für Schärfe gefragt. Oder ist Schärfe für dich ein persönlicher Angriff?

Ich kürze das was ich hier getippt habe mal auch ein Ja ein.

Danke für die ausführliche Überlegung! Mein Ziel ist es, die noch vorhandene, aber aktuell nicht genutzte Gasheizung komplett durch die zwei Splitklimas + Heizlüfter im Bad + ggf. einen für akuten Bedarf in den anderen Räumen zu ersetzen. Notfalls könnte ich natürlich auch noch einen Teil der Räume mit der dann 1:1 elektrisch betriebenen Heizung versorgen. Wärmebedarf fürs ganze Haus ja nur so 4000 kWh im Jahr.

Ich denke, ich werde erstmal mit konstant niedriger Leistung oben arbeiten, unten nach eher geringerem Bedarf meiner Frau. Die KWL, die auch aus dem unbeheiztem Flurbereich und Gäste-WC eher niedrigere Temperaturen bekommt, macht es früh sonst zu lange ungemütlich. Unten haben wir doch mehr Wärmeeintrag durchs Aquarium und Kochen. Muß auch noch sehen, daß ich mit dem neuen Handy wieder mit der App rankomme oder doch mal das Faikin Modul installiere, das in der Schublade liegt …

Da ist ein “nicht” zu viel. :laughing:

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Das ist schwieriger. Nachts ist es draußen meist kälter als am Tag. Wenn man also nachts heizt ist delta t alleine dadurch höher, weil es draußen kalt ist. Nun passt man an:

nachts draußen 0°C, innen 18°C = delta t 18K

am Tag draußen 5°C, innen 21°C = delta t 16K

Gerade der Wärmedurchgangskoeffizient zeigt dir doch, dass man in der Praxis mit einem festen Wert rechnet. Eine Wand hat z.B. einen U-Wert von 1 W/(m²*K). Damit kann man dann berechnet, dass bei 10m² Wandfläche man 10 Watt pro Grad Differenz verliert, ist es draußen 0 Grad und innen 20 Grad, sind es 20 * 10 Watt = 200 Watt.

Das ist gängige Praxis und deckt sich auch mit meinen praktischen Erfahrungen. Im Wikipediaartikel steht allerdings auch: " Der Wärmeübergangskoeffizient ist im Gegensatz zur Wärmeleitfähigkeit keine reine Materialkonstante, sondern umgebungsabhängig" und "Im Bauwesen wird häufig vereinfachend mit pauschalen Werten für den Wärmeübergangskoeffizienten gerechnet."

Kurzum: Der lineare Anteil überwiegt so stark, dass man im Bauwesen und bei Heizlastberechnungen den kleinen nichtlinearen Anteil nicht berücksichtigt. Wenn es dir also also nicht auf die letzten 5% ankommt, ist der Zusammenhang linear. Keinesfall, wie du schriebst, exponenziell.

Ja, genau so.

Das wird oft durcheinandergeworfen und ist deshalb wichtig. So ein Klassiker ist immer wieder: "Was ich Nachts nicht heize, muss ich morgens alles wieder nachholen." Und das ist falsch, aber der Zusammenhang ist nicht ganz so einfach zu durchschauen, deshalb wird diese falsche Vorstellung immer wieder geteilt.

Eine gutes Modell ist ein Wassereimer mit einem kleinen Loch. In den fließt tagsüber immer soviel Wasser nach, dass er trotz des Lochs voll bleibt. Nachts macht man eine Nachtabsenkung, der Eimer verliert erstmal so viel Wasser, bis er nur noch halb voll ist. Dann wird weiterhin so viel Wasser zugeführt, dass der halbhohe Stand Wasser gehalten wird. Durch den jetzt geringeren Druck fließt deutlich weniger Wasser durch das Loch.

Man hat also die ganze Nacht weniger Abfluss Wasser durch das Loch durch den geringeren Druck. Dieses Weniger ist genau die Einsparung.

Morgens muss erstmal wieder so viel Wasser nachfließen, dass der Eimer wieder voll ist. Das ist das, was ich wieder nachlegen muss und hat nichts mit Einsparung in der Nacht zu tun.

Die Notwendigkeit, den Eimer später wieder nachzufüllen, kann man aus der Betrachtung komplett herauslassen, weil es hier lediglich um die Speicherung von Wasser geht. Gespeichertes Wasser hat mit Verlusten nichts zu tun. Relevant ist nur, was Nachts weniger an Wasser aus dem Eimer fließt.

@anon37515758 Hast du auch mal probiert, statt auf 19 Grad auf 18 Grad abzusenken? Könnte ja noch mehr sparen. Wie seid ihr auf die 19 Grad gekommen?

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Ist diesem Fall war Schärfe = Angriff in meinem Empfinden.

Die 19 Grad ist einfach eine Temperatur die wir haben wollen. Wenn wir Abends auch mal länger wach sind, ist es halt noch eine Art Wohlfühltemperatur.

Wenn wir wirklich mehr sparen wollten, müssten wir mehr Wäsche aufhängen oder den Pool weniger heizen :grinning_face:

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Ich höre da eine Erwartungshaltung von dir, weiß aber noch nicht so recht, was du da von mir erwartest.

Ich dachte, das wäre implizit völlig klar: Nicht jede Schärfe ist Angriff, aber in deinem konkreten Fall hab ich das als Angriff empfunden. Beanwortet das jetzt deine Frage?

Und wenn man es einfach ganz pragmatisch sieht? Es hängt maßgeblich von der Außentemperatur ab, wieviel Grad ich morgens (noch) habe.

Wenn mir z. B. 16 Grad reichen hat die Heizung momentan nichts zu tun. Wenn die Außentemperatur -10 Grad beträgt, wird das wohl nicht mehr funktionieren. Dafür gibts die Regelung. Aber in einem stark ausgekühltem Haus aufwachen wollen wohl die wenigsten.

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Wir wohnen am Wasser. Hängt bei uns auch sehr viel mit dem Wind zusammen.

Ein guter Freund von mir hat einen alten Hof grundsaniert. Er sagt, trotz der guten Dämmung, die er hat, merkt er auch am Verbrauch (Erdwärmepump 400m Kollektor) ob es windstill ist, oder ordentlich Wind ist.

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Ich sehe da die 2 Ebenen:

  • erstmal verstehen, wie die Physik überhaupt funktioniert und wo der effizienteste Bereich ist. Wenn ich nicht weiß, wo ein Heizkonzept effizient ist, kann ich nicht optimieren.
  • schauen, welche Bedürfnisse man selbst bzw. die Familie hat, damit alle glücklich sind. Das ist dann sehr individuell, kann sich aber trotzdem immer auch am Effizienzgedanken orientieren. Also wie kann ich das, was ich brauche, mit möglichst wenig Aufwand erreichen.